Ich bin spät auf der Party. (Und meist bin ich auf Parties früh weg.) Mit eBay habe ich eigentlich nie etwas anfangen können, die mangelnde Transparenz in Sachen Garantie hat mich als Käufer immer abgehalten. Bisher habe ich vielleicht zwei oder drei Mal etwas dort verkauft. Meistens waren das Konzertkarten, die wir wegen kranker Kinder oder einem Mangel an Babysittern nicht selbst nutzen konnten. Und der Auktionsmechanismus hat immer dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, das Beste mit den Karten gemacht zu haben.
Über meine Mutter habe ich jetzt Momox entdeckt. Die machen wohl viel Fernsehwerbung, die an mir vorbei gegangen ist. Als Besitzer von nicht mehr benötigten Dingen kann ich mit einer mobilen App den Barcode auf dem Produkt scannen oder die Zahlenkombination eingeben, alles verkaufen, einpacken und einsenden. All das, und ich spare mir den Aufwand, jedes einzelne Produkt (alte Bücher, alte CDs, alte Elektronikgeräte) bei eBay eventuell vergeblich einstellen zu müssen.
Es gibt noch weitere Anbieter wie etwa Rebuy, die sehr, sehr ähnliche Angebote machen und mit Apps in den beiden großen Stores vertreten sind. Hier will ich die aktuellen Apps rezensieren.
Es fühlt sich an, als wäre alles wieder wie früher. Damals hatte Windows noch die Vormachtstellung, und alles musste auch nativ auf einem PC gehen. Die Rede ist von Windows Live Writer, das ich wieder ausgegraben habe. Fürs Bloggen auf meinem Windows-8.1-Rechner.
Auf dem Mac habe ich einen Workflow fürs Bloggen, den ich hier schon einmal beschrieben habe. Ich mache mir Notizen für Blogposts, die ich mal schreiben könnte, in Wunderlist. Dann schreibe ich eine erste Outline mit einer möglichen Überschrift in Mars Edit. (Manchmal führt auch die Überschrift zu weit, wie mir zurecht vorgeworfen wird. Habe mir notiert, dass ich mal über meine Vorliebe zu Expositionen bloggen muss.)
Dann füge ich Bilder hinzu, oftmals von den embedbaren Getty Images-Agenturbildern. (Dann natürlich als iFrame.) Bei manchen Posts kreiere ich auch eigene Grafiken, das habe ich als SEO-bewusster Produktmanager im echten Leben so gelernt.
Schließlich öffne ich die Preview, vertagge den Post mit Keywords und Kategorien und klicke nach letzten Korrekturen auf Send to Blog.
Aber manchmal ist der Mac nicht da. Dann weiche ich, wie auch zum Musikabspielen, auf den PC nebendran aus. Der ist der Zuspieler zur Medienbibliothek auf der NAS, und der hängt am Ethernet-Kabel, damit Spotify gescheit funktioniert.
Und da habe ich früher mit Windows Live Writer gebloggt. Auf einem Vista-Rechner. Ist also wirklich mittlerweile so etwa sieben Jahre her. Also habe ich mal wieder nach einem Client gesucht, und diese Liste enthielt ihn. Sogar die offizielle Client-Liste bei WordPress führt ihn auf.
Windows Live Writer war eine abgespeckte Version von Word oder aufgemotzte Version vom Editor, mit der man Blogs beschicken konnte. Das ist eine Funktion, die man inzwischen auch in Word hat. Der Vorteil an Windows Live Writer ist – halt, es gibt mehrere Vorteile.
Die Preview: Der Editor lädt die Styles aus meinem Blog. Ich kann sehen, wie breit die Zeilen laufen, wie lang Absätze werden. Eine andere Software, die sich solche Mühe macht, kenne ich nicht. Danke Microsoft, dass die Software noch supportet wird. Irgendwo da in Redmond ist ein riesiges Dankeschön fällig.
Ich muss mir keinen Ordner auf dem Rechner aussuchen, wo die Word-Dokumente gespeichert werden. Das macht das Programm ganz automagisch von selbst. Entschuldigt diesen Verweis, liebe Apple-Jünger.
Zum Bloggen ist mir allerdings die softe Tastatur an meinen Macs doch deutlich lieber. Aber diesen hier musste ich bis zum bitteren Ende durchziehen.
(Update: Komischer schwarzer Balken geht nicht weg, Blogname wird immer wieder reinkopiert. Seltsam. Also doch auf den Mülleimer damit.)
Cory Doctorow (Bild, aus dem Wikimedia Commons, bearbeitet) hat mich motiviert. Nein, das ist nicht der Typ, der mal eine Hauptrolle in Glee hatte.
Also diese Inspiration ist sicher eine gute, wenn einer der fleißigsten und einflussreichsten Autoren im englischsprachigen Internet einen zu etwas motiviert. Ich bin über Whuffie („Down and Out in the Magic Kingdom“) zu Cory Doctorow gekommen, Little Brother habe ich immer noch nicht gelesen.
Auch Katrin Scheib hat also Das Rosie Projekt gelesen, und hat gelacht. Aber anders als sie habe ich nach 100 Seiten in dem Buch schon gedacht: Das muss verfilmt werden. Stelle mir Bradley Cooper vor.
Sony will es verfilmen, das macht mir ein bisschen Angst, aber gut. Mal abwarten.
Wahrscheinlich ist dies die ungewöhnlichste Maus, die am Markt zu haben ist. Die ganze Oberseite ist touch-fähig. Man kann auf ihr Gesten machen, etwa auf dem Mac auf einen neuen Bildschirm wandern.
Ganz harter Tobak. Aber ich bin geneigt, Nico Lumma recht zu geben.
Daher ist es gut, wenn immer mehr Community Manager diese Troll genannten Arschlöcher vor allen anderen Nutzern als Arschlöcher bloßstellen und sie zum Gespött der Leute machen.
Der Konzern, für den ich arbeite, hat sich an Jawbone beteiligt (knapp 2 Prozent). Daher gab es im Weihnachtsgeschäft einige Spots für Jawbone im Fernsehen zu sehen. Hier das Beispiel, das ich gesehen habe.
Aber als ich vor einiger Zeit meine Müdigkeit besser verstehen wollte, habe ich mich entschieden, dieser mit einem Armband auf den Grund zu gehen. Das trägt kaum auf, habe ich mir gedacht, und ich kann sehen, wie oft ich nachts wirklich wach wurde. (Wir haben zwei kleine Kinder, bald 1 und 4 Jahre alt. Und die schlafen noch nicht immer durch.)
Das ist mit den Charts, die man auf dem Smartphone (bei mir meist Android) angezeigt bekannt am Morgen, auch gar kein Problem. Hier ein Beispiel einer aktuellen, relativ typischen Nacht, mit Wickeln und Milchflasche machen mittendrin:
Eigentlich soll man ja ein Produkt eine längere Zeit benutzt haben, bevor man Auskunft darüber geben kann. Die 100-Tage-Schwelle habe ich versäumt, und ein Jahr ist es auch noch nicht. Aber 257 Tage sind ja auch schon was.
Was gut ist
Jetzt weiß ich, warum ich mich oft morgens mies fühle. Wenn die Nacht mehr als zwei Unterbrechungen hatte, kann ich ein trauriges Smilie in die App machen.
Die Darstellung der Charts ist immer hilfreich, meist nicht demotivierend. Selbst wenn man 250 Prozent geschafft hat bei der Bewegung, schlägt der Balken nicht völlig aus der Reihe. Das ist toll kalibriert.
Man wird auf den Schmuck am Handgelenk angesprochen, vor allem von Nerds.
Man kann gleichzeitig mit dem Firmenhandy (iPhone) und mit dem privaten Handy (Android) mit dem Armband verbunden sein.
Die Batterie im filigranen Teil hält eine Woche.
Was nervt
Das proprietäre Ladekabel. Es sieht aus wie ein Kinderspielzeug. Und tatsächlich ließe es sich bestimmt gut ablutschen, wenn ich es dem Kind 2 in die Finger geben würde. Auf der einen Seite hat der Adapter einen USB-Anschluss, damit man sein Armband bei den Bewegungspausen, in denen man der Arbeit nachgeht, aufladen kann. Auf der anderen Seite ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, an den man das Armband stöpselt. Das ist ganz komisch, so kam es mir vor. Mit einem Kopfhörer lade ich ja auch nicht so auf. Die Wahl des Steckers ist sehr seltsam, aber wahrscheinlich die kleinste Form, die auf das wenige Millimeter schmale Ende des Armbands passt.
Dass die Statuslampe nach einmaligem Drücken nicht mehr leuchtet, nervt auch.
Dass ich immer noch nicht mehr Sport mache, obwohl ich es besser wissen müsste, nervt auch.
Dass die Größe L auch für meine Arme eigentlich zu eng ist. Die ersten Tage hat das Armband gescheuert.
Übrigens habe ich keins von den bunten Armbändern, sondern eins in schwarz. Ähem, Onyx nennt Jawbone die Farbe. Bei der Auswahl der Fotos für diesen Artikel wurde ich etwas stutzig: Spricht das Produkt nur Frauen an? Hmm…
tl;dr
Ich habe mal ein Produkt erst in der zweiten Generation gekauft und es hat sich für mich ausgezahlt. Ich kann jetzt immer sagen: Ich war um eins und um fünf wach. Aber jedes Jahr kommt eine neue Generation heraus, das nervt.
Unter unserem HiFi-Möbel im Wohnzimmer sah es schlimm aus. Viele Kabel, endlos ineinander verkeilt. Das Problem dürften viele kennen.
Aber als das erste Kind kam und krabbeln lernte, waren die Kabel mehr als nur eine Unschönheit, sie wurden zum Sicherheitsrisiko. Zumindest gefühlt für Glucken-Papas wie mich. Also musste eine Lösung her? Die Steckdosen liegen bei uns unterhalb der Vitrine, die wir uns bei BoConcept gekauft hatten. Irgendwo am Boden würden wir also eine Lösung brauchen.
Alles verkabeln und verdrillen und mit Klettband-Verschlüssen oder Kabelbindern befestigen? Nein, da kann ein Kleinkind auch reingreifen und dranziehen.
Ich habe mich dann für die CableBox von BlueLounge entschieden. Das ist ein kleiner, etwas schuhkartongroßer Plastikkasten aus angeblichem schwer entflammbarem Material, der zwei Schlitze an den Stirnseiten für ein- und austretende Kabel hat. Darin haben wir eine Steckdosenleiste, sehr viele Stecker und sogar einen WLAN-Router untergebracht. Und das Wohnzimmer war wieder ein Stückchen krabbelsicherer gemacht. (Affiliate Link hier.)
(Die Idee zu diesem Post kam mir bei den ersten Krabbelversuchen des zweiten Kindes.)
tl;dr
Mit einer praktischen Sammelbox, nicht ganz billig, kann man Kabel gut vor Kindern in Sicherheit bringen.
Es gibt diese Szene in der ersten Staffel von „Breaking Bad“, in der Walter White einen neuen Job von einem alten Bekannten angeboten bekommt. (Dieser fühlt sich verpflichtet, ihm mit seiner Krebserkrankung zu helfen. Aber ist egal.) Walter bekommt eine Begründung zu hören, die nicht ganz von der Hand zu weisen ist.
„Du suchst noch nicht ein Jahr nach einer Lösung und bist offen für neue Wege. Du bringst einen neuen Blick mit.“
In der täglichen Arbeit, Woche für Woche, beschäftigen wir uns mit den immer gleichen Dingen. Wir nehmen die Gegebenheiten für in Stein gemeißelt hin. In meinem Fall als Product Owner für prosieben.de und die anderen Sender-Webseiten ist das zum Beispiel der Vergleich der Player-Produkte. Wir schauen immer: „Wie macht das YouTube?“ „Können wir davon etwas lernen?“
Antwort frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip ja, wir bräuchten nur tausend Mal mehr Entwickler.
Seit Jahren bin ich Audible-Kunde. Dabei bekomme ich jeden Monat im Austausch für knapp zehn Euro Mitgliedsgebühr ein Hörbuch-Guthaben in meinem Account gut geschrieben. Dieses Guthaben kann ich gegen ein Hörbuch meiner Wahl eintauschen. Das mache ich seit September 2009.
Noch viel länger bin ich Amazon-Kunde. Meine erste Bestellung habe ich im März 1999 aufgegeben. Bestellt habe ich Bücher fürs Studium. (Mein 15-jähriges Jubiläum hat mir Amazon nicht vergoldet, fällt mir gerade auf.)
Beim Kindle bin ich mit der zweiten Generation eingestiegen, und dabei genieße ich die WhisperSync-Funktion. Wenn ich in der S-Bahn auf dem Handy an einer bestimmten Stelle aufhöre, weil ich aussteigen muss, kann ich daheim auf dem Kindle Reader weiterlesen. Und er fragt mich dann, ob er zu der Stelle vorspulen kann. Kann er. Danke für die Frage.
Whispersync for Voice ist im Oktiober in Deutschland gestartet. Leider hat es bei mir nicht so richtig funktioniert, weil ich viele Bücher eben dann nur zum Lesen und noch nicht zum Hören hatte. Jetzt geht es. Und so sieht der Hinweis aus:
Danke, Audible!
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