Der Markt für gebrauchte Dinge

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Infografik Es war einmal die CD

Ich bin spät auf der Party. (Und meist bin ich auf Parties früh weg.) Mit eBay habe ich eigentlich nie etwas anfangen können, die mangelnde Transparenz in Sachen Garantie hat mich als Käufer immer abgehalten. Bisher habe ich vielleicht zwei oder drei Mal etwas dort verkauft. Meistens waren das Konzertkarten, die wir wegen kranker Kinder oder einem Mangel an Babysittern nicht selbst nutzen konnten. Und der Auktionsmechanismus hat immer dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, das Beste mit den Karten gemacht zu haben.

Über meine Mutter habe ich jetzt Momox entdeckt. Die machen wohl viel Fernsehwerbung, die an mir vorbei gegangen ist. Als Besitzer von nicht mehr benötigten Dingen kann ich mit einer mobilen App den Barcode auf dem Produkt scannen oder die Zahlenkombination eingeben, alles verkaufen, einpacken und einsenden. All das, und ich spare mir den Aufwand, jedes einzelne Produkt (alte Bücher, alte CDs, alte Elektronikgeräte) bei eBay eventuell vergeblich einstellen zu müssen.

Es gibt noch weitere Anbieter wie etwa Rebuy, die sehr, sehr ähnliche Angebote machen und mit Apps in den beiden großen Stores vertreten sind. Hier will ich die aktuellen Apps rezensieren.

Momox für Android

Wenn ich die App öffne, begrüßt mich gleich der Startbildschirm Loslegen, nach einem Tap kann ich Produkte einscannen. Das klappt ganz gut. Mit einem Klick auf Verkaufskorb kann ich sehen, was da schon drin liegt. Leider verschwinden hier schon mal die Produkte aus der Ansicht. Aber sie sind noch da, ich habe schon mehrere Male Dinge darüber verkauft. Mit einem Klick auf Verkaufen wird dann ein Link per Mail verschickt. Dann kommt oft die Erstattung nur wenige Tage später.

Was nervt:

  • Die richtigen Lichtverhältnisse sind entscheidend für die Benutzbarkeit der App. Wenn sich das Licht aus dem Fenster in der CD spiegelt, kann man es vergessen. Am besten ist indirektes Licht. Die eingebaute Licht-Funktion (Taschenlampe des internen Smartphone-Blitzes) macht meist noch seltsamere Effekte auf die Linienmuster, sodass die kaum hilfreich ist.
  • Wenn ich auf Eintippen klicke, wechselt die App zwar in den Eingabe-Modus; aber es wird kein Fokus auf das Eingabefeld gesetzt. Dazu muss ich noch mal reintippen, dann geht erst die Zahlen-Tastatur auf.

Was gut ist: Wenn ich auf Scannen klicke, geht sofort die Aktion Scannen an – die Kamera sucht dann selbsttätig nach im Sichtbereich verfügbaren Barcodes.

Momox für iOS

Hier klappt das Erfassen der Barcodes super schnell. Vermutlich ist die Kamera im iPhone einfach denen im Android-Betriebssystem. Empfehlung!

Rebuy für Android

Das Fotografieren der Produkte ist hier noch nerviger. Nach jedem erfolgreichen Hinzufügen eines Produkts zum Verkaufskorb wird man als Nutzer gefragt, ob man noch mal scannen oder gleich verkaufen möchte. Das nervt. Lass mich erst mal alles fotografieren, sonst kriegt ihr viel weniger Produkte. Leider kann ich erst dann ein Produkt in den Verkaufskorb legen, wenn das Produktbild aus dem Internet geladen wurde. Das dauert manchmal 20 Sekunden. Nervt noch mehr.

Mit dem Erlös wird noch eine weitere Sonos-Station gekauft.

#tl;dr

Streaming ist die Zukunft.

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