Das Deinstallieren auf dem Mac kennt zwei Wege. Entweder zieht man eine App in den Papierkorb - das geht aber nur mit herkömmlich installieren Anwendungen oder Programmen. Oder man geht ins Launchpad, bringt die Icons zum Wackeln und klickt dann auf das X. Das ist das Analogon zur Vorgehensweise bei iOS. Ich möchte eine dritte vorstellen. Sie kommt von App Cleaner, das Programm selbst ist nur drei MB groß und eine Hilfe. Sie zeigt alle verknüpften Dateien an. Das gibt mir zumindest das Gefühl, dass die Deinstallation vollständig ist. Anders als beim Drag and Drop eines Icons auf den Mülleimer.
Früher hieß es Sex, Drugs, Rock’n’Roll. Jetzt, wo der Rock tot ist, nur noch Sex and Drugs. So lässt sich der neue Schlüsselroman „The Show“ von Filip Syta zusammenfassen. Syta war mal Accountmanager bei Google, wie sein Linkedin-Profil zeigt. Ich glaube, das ist das erste Profil eines Romanautors bei Linkedin, das ich je besucht habe. Normalerweise machen solche Seiten ja die Verlage für die Autoren oder der Autor hat sein eigenes .wordpress.com-Blog. Auf alle Fälle ist das Profil Treffer Nr. 2, wenn man nach dem Autor bei Google sucht. Syta war dafür zuständig, dass Werbekunden bei Google mehr Anzeigen buchten. Dafür spricht aus meiner Erfahrung das, was er in seinem Lebenslauf schreibt. Und zwar aus der Werbefabrik für Europa aus Dublin heraus. Die allermeisten Kunden des Adwords-Programms werden aus der europäischen Zentrale aus Dublin heraus betreut. Nur wenige Accountmanager sitzen in den Ländern der EU. Um was geht es in „The Show”? Ein Absolvent einer Elite-Uni fängt bei dem Konzern “The Show“ an, einem Autorkunstgriff, sich mal wieder einen neuen Namen für die Giganten des werblich-industriellen Komplexes auszudenken. Es könnte Facebook sein oder Google. So wie Hooli halt bei „Silicon Valley“. (Ich bin bloß ein bisschen verschnupft, dass es nicht für ein Doppel-O gereicht hat.) Hinter den glänzenden Fassaden ist es so, wie unsereiner sich das vorstellt: Die Mitarbeiter arbeiten hart, feiern hart, mit Alkohol, illegalen Drogen und miteinander. Sie belügen Kunden mit erfundenen Zahlen. Doch dann trifft der Protagonist ein Mädchen.
ARRRRR! Das ist ein guter Einstieg, aber ich habe mich einfach so aufgeregt. Drei Schritte zurück. Ich hatte ja gelesen, dass der Sänger von Blumfeld jetzt allein Musik macht unter seinem wunderbar eingängigen Namen Jochen Distelmeyer. Sein neues Album „Jetzt zersägt er auch noch englische Pop-Hits mit seinem dünnen Stimmchen“ ist jetzt erschienen. Ich habe es gestern bei Spotify heruntergeladen, im Skip-Modus durchgehört und bin jetzt bereit, es zu verreißen. Von meinen Downloads entfernt habe ich es schon. Ich war gewarnt. Jan Böhmermann und Olli Schutz hatten das Album in ihrer Radiosendung „Sanft und Sorgfältig“ bereits reichlich gedisst. Dabei - für diese Art von Musik habe ich eine Schwäche. Meine Frau kann davon ein Lied singen. (Ich habe gerade einen Witz gemacht, toll was?) Wenn wir in Rosenheim frühstücken gehen, tun wir das bei Aran, und da läuft starbuckifizierte Musik, so nenne ich das. Spotify nennt das Kaffeehausmusik und es gibt sogar eine Playliste dazu, die ich gern höre. Was ist das? Das sind ruhige, mellow Titel oder die akustischen Coverversionen von bekannten Titeln. Ein besonders prägnantes Beispiel ist die Version von XOXO von John Mayer. Das bringt an dem Queen-Bee-Titel neue Facetten hervor. Das ist auch mein Kriterium für eine gute Bewertung. Wird dem ursprünglichen Material etwas abgerungen, was vorher verschüttet war, oder wo vor lauter Komprimierung die Ohren vorher nicht darauf stoßen konnten? Ein anderes sehr gelungenes Beispiel ist das gesamte Oeuvre von Postmodern Jukebox, die ich auch bei Patreon schon unterstützt habe. Das ist eine Band mit einem Spiritus Rector am Piano und wechselnden Sängern, die tolle Cover produzieren. Das Umbrella-Cover habe ich vor kurzem bei Facebook geteilt.
Dieser Post verfällt wahrscheinlich, sobald ich ihn veröffentlich habe: Lego macht 2016 mehrere neue Produktserien. Eine davon ist Angry Birds. Die wird aber auf den Detailseiten der Produkte mit dem Ghostbusters-Logo beworben. (Der Link dahinter geht auf die richtige Seite, die mit allen Angry-Birds-Produkten.) Da muss jetzt also bloß ein Shopmanager in Grasbrunn das lesen, und dann ist dieser Post ist überholt.
Übermedien finde ich gut, aber ich finde auch fast alles von Stefan Niggemeier gut. Deswegen twittere ich oft Links dazu, heute mal ein Blogpost. Ganz toll ist etwa auch die Kategorie: Am Kiosk gefunden und und probegelesen. Heute: ein Brigitte-Spezial zum Ausmalen. Denn: Ausmalbücher haben den Sprung aus dem Kinderzimmer in die Erwachsenenabteilung geschafft.
Einer meiner Lieblingsfilme war einmal “Die Truman Show”. Der Film mit Jim Carrey kam 1998 heraus, und er hielt der Fernsehbranche den Spiegel vor. Man könne Menschen nicht belügen, dauerhaft zumindest nicht. Heute wird überall gelogen, und Darsteller geben das Recht auf Privatheit auf, nur um bekannt zu werden. 1 Staffel Ruhm, das ist aus dem Bonmot von Andy Warhol geworden. Und was sagt der Regisseur/Produzent/Halbgott Christof, als er mehr Licht braucht:
Zum ersten Mal gesehen habe ich Rasmus Kleis Nielsen in Hamburg im Verlagsgebäude des SPIEGEL-Verlages. Er trat den versammelten, wissbegierigen Journalisten mit einem detailreichen Vortrag charmant in den Hintern. Der Vocer Innovation Day 2015 war die Veranstaltung im letzten Jahr, die mich letztes Jahr wohl am meisten geprägt hat. Über den Auftritt von Melissa Bell habe ich hier, glaube ich, schon erzählt. Dass Nielsen mich irgendwie an Barney Stinson erinnert, habe ich noch nicht geschrieben. Jetzt hat er eine neue Studie vorgestellt, in deren Vorwort er sich auch bei einer meiner ehemaligen Kommilitoninnen bedankt, die jetzt an seinem Institut forscht. (Was mich unheimlich stolz macht als Absolvent der TU Dortmund in Journalistik.) Zurück zum Thema. Der Titel der Studie: Editorial Analytics - How News Media are Developing and Using Audience Data and Metrics (PDF-Download). Das Thema treibt mich auch gerade um: Editorial Analytics. Zahlen für die Redaktionsarbeit, wie kann man mit denen arbeiten, wie machen das andere?
Derzeit trage ich meinen vierten Fitness Tracker. Ich weiß, bei mir gibt es keine Fitness zu tracken, eher Trägheit zu messen. (Ich weiß jetzt unheimlich viel über den Schlafbedarf, den ich habe.) Über die Kaltmamsell bin ich auf diesen Eintrag im Techniktagebuch gestolpert:
Wem fällt das kleine Detail auf? Kunstpause. In meinem Chrome-Browser mit ständig wechselnden, aber immer viel zu vielen Erweiterungen zeigt mir Yahoo an, dass es auch ein spezielles Angebot für Yahoo News im Firefox hat. Ich unterstelle jetzt mal einfach, dass Yahoo kein Cross-Browser-Tracking hat und nicht weiß, dass ich mit mehreren Browsern unterwegs bin. Denn da bin ich auch mit einem anderen Google-Konto angemeldet. Mein Yahoo-Passwort muss ich jedes Mal in meinem Passwort-Manager nachsehen. Was soll das also? Ich weiß es auch nicht.