Empfehlung: Vimeo und Wistia für Corporate Video. Und YouTube.

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Produkte / User Experience
Wenn dein Unternehmen ein Produkt hat und neue Kunden sucht, sollte es dieses Produkt auch im Video vorstellen. Der Megatrend ist Video, nicht erst seit Apple auch bei Fotos. Sogar für Unternehmen, die sich an andere Unternehmen wenden (B2B), halte ich das mittlerweile für Pflicht. Content-Marketing hat Video gelernt.  Corporate Video ist ein Muss, wie mir jetzt die Einladung zum Trend Day gezeigt hat.

Aus meiner längeren Recherche über das richtige System für das Startup, bei dem ich derzeit arbeite, habe ich ein paar Tipps destilliert, die auch für mehr Usecases als unsere interessant sind.

Der No-Brainer: YouTube

Wer Video macht, muss auf YouTube sein. Die zweitgrößte Suchmaschine im Netz ist DER Ort für Bewegtbild. Ob legal oder illegal, das ist längst egal. Dein Unternehmen braucht dort einen Channel, wenn du Videos produzierst und du mit deinen Video nicht direkt Geld mit Werbung verdienen willst. (Warum YouTube für professionelle Video-Produzenten nicht der richtige Ort, ist ein ganz anderer Post.) Heute soll es um Unternehmensvideos gehen. Wie fühlt sich das neue Produkt an, wie bedient man das, was unterscheidet es von dem Vorjahresmodell. Alle Produkte, die man nicht schnell im Laden mal ansehen kann. Und auch bei eCommerce sind Videos der große Trend.

Warum noch YouTube? Alle Videos, die du in der Google-Suche findest, führen dich zu YouTube. Andere Seiten haben es da schwer, egal, was Google so über die SEO-Maßnahmen anderer Marktteilnehmer sagt. Das gilt natürlich auch für Corporate Video.

Das geht auch ganz einfach. Man muss nicht einmal eine Kamera in die Hand nehmen. Ein Beispiel: Viele Softwareunternehmen bieten einmal im Monat ein Online-Training zu ihrer Software an. Durch das führen meist die besten Account Manager oder sogar Solution Engineers. Einfach die halbe Stunde oder mehr per Screenshare-Software aufzeichnen und hochladen. Man kann auch mehr als 15 Minuten lange Videos hochladen, das geht ganz leicht.

Für die eigene Seite und die Seele

Vimeo Player Wireframeate Aber YouTube machen ja alle, wir müssen etwas hochwertiger sein, hat die CMO gesagt. Dann bieten sich Wistia und Vimeo an. Kreative nehmen gern Vimeo, da veröffentlichen Fotografen schöne Filmen über Wolken über San Francisco, die ganze User Experience dort ist edel, ohne Ramsch und immer HD-ready. Für ein Startup reicht ein normaler Vimeo-Account. Aber der Pro-Account kostet nur 159 Euro. Pro Jahr. Dafür kann man die Seite besser anpassen. Corporate Video kann ganz einfach sein.

Etwas weniger bekannt ist Wistia, das ebenfalls mit dem Slogan Video Hosting for Business wirbt. Der bekannteste Wistia-Kunde, der mir gerade einfällt, ist MOZ. Das günstigste Paket kostet 25 Dollar im Monat, 100 Videos passen rein. Der Player spielt in jeder mir bekannten Web-Umgebung an und ist fast branding-frei. Persönliche Empfehlung meinerseits.

Update: Weitere Wistia-Kunden sind Herothemes und Soasta, aber auch Mailchimp:

Wistia Player Soasta Overlay Mailchimp-Video-Wistia

Statuspage.io auch:

StatusPage_io_Wistia-Player

Kajabi auch:

Kajabi-nutzt-auch-Wistia-Player

DECT nicht auch noch

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Allgemein / Produkte / User Experience
Eine neue Version ist verfügbar ist die Geißel unserer Zeit. Sie führt auf dem Smartphone weitere Postkörbchen ein. Wer GTD kennt, weiß, was ich meine. Dirk von Gehlen hat so sogar ein Buch genannt. Der App-Store auf dem Smartphone will geupdatet werden, das Handy selbst, der Computer sowieso, das Faxgerät… Ok, das Faxgerät nicht. Niemand hat mehr Faxgeräte, nur noch Behörden, öffentliche Einrichtungen und Anwälte. Alle anderen sind bei What’s App.

Was wollte ich sagen? Ich werde wieder davon getragen.

Jetzt will sogar mein Telefon im Büro geupdatet werden. Ich habe aber die Anleitung nicht, keine Ahnung wie das geht. So, Telefon, DECT habe ich es es aber gezeigt.

Update: Es ging jetzt doch das Update. Leider hätte ich mir vorher die Nummern notieren sollen aus der Anruferliste. Die waren danach nämlich weg.

Nenne deinen WordPress-Theme-Shop nie WP Something

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Startups / Wordpress
Es ist naheliegend, die Firma nach dem zu nennen, was man tut. Wenn du also ein Business gründest, das du auf WordPress aufbaust, spielt man mit dem Gedanken, das WP-SuperduperneuesDing zu nennen.

Allerdings heißen alle so, weil alle so denken und den ersten Gedanken nicht in die Flucht schlagen. Der erste Gedanke ist halt oft der erstbeste Gedanke. Hier eine Liste, für die ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe – sie stammt aus den Feeds in meinem Feedreader.

  • WP Best Practices
  • WP Cube
  • WP Daily Themes
  • WP Dev Shed
  • WP Dev Table
  • WP Engine
  • WP GRUB
  • WP Mayor
  • WP Site Care
  • WPBeginner
  • WPKube
  • WPML
  • WPMU DEV Blog
  • WPSessions.com
  • WPShout
  • WPZOOM

WP_ hat seinen Platz. Als Präfix für eine Datenbanktabelle.

(Es gibt übrigens einen anderen Markt für digitale Unternehmungen, der ähnlich versessen auf ein Akronym ist: Die Liste der SEO-Unternehmen, die mit SEO anfangen, ist ebenfalls endlos. Und es gibt gute Gründe, warum SEOMOZ seinen Namen in MOZ geändert hat.)

(Ich habe das Beitragsbild übrigens mit der Schrift Bentham gestaltet, die der Original-Wordpress-Schrift Mrs Eaves recht ähnlich ist.)

Anfängerfehler: Sitemaps waren weg

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Analytics / SEO
Seit Juli 2015 ist der Traffic auf meinem Blog zurückgegangen. Hat mich gewundert. Ich hätte mal in meine Google Webmaster Tools Search Console sehen sollen. Seit dem 7. Juli 2015 wurde keine aktuelle Version meiner Sitemap mehr von Google geladen.

Hm, wie kann das sein?

Die Antwort ist ganz einfach: Ich hatte wohl übersehen, dass ein neues SEO-Plugin auch eine neue URL für die Sitemap bedeutet. Ich bin auf Yoast SEO umgestiegen, den Quasi-Standard für SEO-Funktionen in WordPress.

Sitemaps und mehr: Fehler können passieren

Deswegen solltet ihr auch immer schauen, was nach Plugin-Installationen passiert. Und ein regelmäßiger Blick in die Search Console, einmal pro Woche, ist eh zu empfehlen. Wir sind doch Profis. Also sonst zumindest, mindestens von 9 bis 18 Uhr.

In einem Monat sollte der Traffic wieder ein Grundrauschen erreicht haben.

P.S. Sebastian Brinkmann hat mich auf noch ein Problem aufmerksam gemacht: Ich habe die Redirect-Regeln in der .htaccess-Datei kaputt gemacht. Auch jetzt behoben.

Immersion. Erste Versuche

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Android / App / Konzeption
Das Alter. Das muss schuld sein. Sonst hätte ich diese Cardboard-App schon länger ausprobiert. Als ich im Sommer in der Berichterstattung zur Google I/O davon gelesen habe, wollte ich auch eine Cardboard-Brille haben. (Das ist ein Reflex, für den ich jetzt schon länger in Behandlung bin… kleiner Scherz.)

Ich habe es jetzt zwischen den Jahren nachgeholt. Samsung hat zur Einheitsfeier solche Brillen verschenkt, eine davon habe ich bei Amazon bestellt.

Für anderthalb Minuten Bespaßung reicht es auch aus. Kind 1 ist immer ein unerbittlicher Tester. Den Weihnachtsmarkt fand er ganz gut, ich fand den Film von der New York Times trotz Starbesetzung eher so mittel. Kam mir vor wie „Beowulf“, einer der ersten 3D-Filme, die ich im Kino sah. Ausgelegt darauf, zu zeigen, was so geht, aber nicht auf sich natürlich anfühlenden Storytelling. Man fliegt mit einem Weltraumfahrstuhl ins All, sieht Michael Fassbender und die Erde und so. Und dann geht es wieder runter.

Beim Christkindlmarkt fehlt einfach das Feeling. Der Geruch von Mandeln, die Angst um die Handtasche oder den Geldbeutel.

Virtual Reality ist das nächste große Ding – seit geschnitten Brot

Der Hype ist unerträglich, rund um Virtual Reality. Oder wie auch immer man das Zeug nennen sollte. Kevin Marks, Ober-Tech-Erklärbär bei This Week in Google, hat das toll erklärt, warum das, was wir landläufig Virtual Reality nennen, meist Immersion ist. Den Redebeitrag im Podcast finde ich leider nicht mehr, könnte in diesem gewesen sein.

Aber bald ist das sicher super!

Plugins und Preise

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Mobile First, Axure, Prototyping, / Wordpress
WordPress ist das beliebteste CMS der Welt. 5 Euro ins Phrasenschwein, bitte. (Die Domain hatte ich auch mal, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Und für 5 Euro kriegt man ja wirklich eine Domain für ein Jahr. Aber ich schweife mal wieder ab.) Plugins gibt es so viele wie Sand in einen Eimer passt. Sand am Meer – das ist wirklich eine Eins mit zu vielen Nullen.

Wenn man privat ein/en Blog betreibt, hat man ja eigentlich kein Budget dafür. Im Job gibt es immer eins, egal, ob es drei-, vier-, fünf- oder siebenstellig ist. (Und jedes davon bedeutet ein anderes Konzept für die Softwareentwicklung, davon kann ich auch Geschichten erzählen – könnte ich, da sind immer diese lästigen Verschwiegenheitserklärungen, die mit dem Arbeitsvertrag verbunden sind.) Aber privat – das Blog ist bloß ein kreatives Outlet.

Aber die Bilder von der eigenen Domain zu laden, ist einfach keine Best Practice. Daher habe ich jetzt zum ersten Mal auf krautsource.info Geld für ein Plugin ausgegeben. Und zwar für Offload S3 Pro. Damit habe ich meine bestehende Medienbibliothek zu Amazons S3-Service hochgeladen. Also 99%. Die Bilder, die auf das Suffix .jpg lauteten, wollte das Plugin nicht in den S3-Storage laden.

Seltsame Fehlermeldung beim Upload aller Bilder zu S3

Seltsame Fehlermeldung beim Upload aller Bilder zu S3

Soweit ich weiß, ist S3 ziemlich egal, was man so hochlädt. Der Filetype .jpg ist, nun ja, recht beliebt. Glücklicherweise waren die meisten meiner Grafiken im Blog (etwa 300MB) .png-Dateien. Da hat das Plugin nicht gemeckert. Die restlichen drei werde ich jetzt umbenennen und noch mal mein Glück versuchen. Aber so richtig in Ordnung ist das Verhalten für ein mindestens 50-USD-teures-Plugin nicht. Das prangere ich an.

So, jetzt ist es besser. Wie ein Bäuerchen nach zu schwerem Essen, das kann auch Bloggen sein.

Update: Auf dem Desktop kann man das Preisschild wohl nicht sehen. Mobil schon.

Es gibt ein Leben nach Dribbble: Verdribbbeln kann man sich auch

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Design / Produkte / Software
Innerhalb kurzer Zeit habe ich zwei Artikel darüber gelesen, die sagen, dass visuelles Design, mit dem der Designer bei Dribbble glänzen will, noch kein gutes Produkt macht.

Product Design can not start with what looks good on Dribbble

Das sagt Meagan Fisher, Produktdesignerin bei SproutVideo. (Wir benutzen derzeit SproutVideo bei der Arbeit mit Kunden bei Target Video. SproutVideo ist ein cloud-gehosteter Video-Katalog-Service für Business-Kunden.)

Der andere Gedanke ist: Dribbble verleitet zur Oberflächlichkeit, wie Paul Adams im Intercom-Blog schreibt.

On one hand, we have some amazing pieces of writing from the likes of Ryan Singer and Julie Zhuo, moving our craft forward. On the other hand, we have a growing number of people posting and discussing their work on Dribbble, the aggregated results of which are moving our craft backwards.

Warum sei das so? Weil Dribbble nie eine ganze Geschichte erzählt, sondern nur schöne Bilder präsentiert. Skizzen und Gedankengänge (auf Papier! oder am Whiteboard!) werden fast nie auf der Designer-Community ausgestellt, vorgestellt und zum Anregen präsentiert. Immer nur der Chic mit dem Wunsch nach dem schnellen Klick für den Augenblick.

Und das schreibt einer, der es wissen muss: Jemand, der Jungdesigner anstellt und sich ihre Mappen anschaut. (Bei Facebook erst und dann bei Intercom, und da bewerben sich nicht nur Designer wie du und ich, sondern auch gestandene Gestalter.)

Zwei Blogposts, die sich nicht verlinken, sind offiziell ein Trend, wie ich finde.

Übrigens: Fürs nächste Jahr suchen wir bei Target Video auch wieder freie Designer. Ihr solltet weibliche Seiten gestalten können, und mobile first könnt ihr schon nicht mehr hören, weil es so selbstverständlich ist.

Blogstatistik 2015. Oder auch: Gehversuche mit Tableau (3)

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Analytics / Blog / Datenvisualisierung / Konferenz
Der Mai war gut zum Traffic auf meinem kleinen Blog. Er war mit Abstand der beste Monat in diesem Jahr:

Tableau-Grafik der stärksten Monate im Blog, vom Traffic her

Tableau-Grafik der stärksten Monate im Blog, vom Traffic her

Ich habe mir gedacht, dass lag sicher am Besuch der IA Konferenz, die ist immer im Mai und funktioniert auch in der Regel ganz gut. Aber da war ich dieses Jahr überhaupt nicht. Die Konferenz ist in diesem Jahr nämlich ausgefallen.

Der Gewinner des Jahres lag auch im Mai vorne.

Top-Artikel des Jahres

Top-Artikel des Jahres

Au weh, die Trendlinien von Tableau

Und wenn ich mir den Trend der Monate ansehe, sollte ich schnell mit dem Bloggen aufhören. Lohnt sich nicht:

Der Trend geht eindeutig nach unten bei der Zahl meiner Besucher

Der Trend geht eindeutig nach unten bei der Zahl meiner Besucher

Macht aber Spaß. Ich mache weiter. Ich habe noch eine Liste in Wunderlist mit mehr als 60 Themenideen, mehr als 50 Entwürfe in WordPress gespeichert und mir laufen auch sicher noch weitere Ideen über den Weg. Negativen Traffic soll es im Januar geben, rechnet Tableau aus. Das kann ja nicht sein.

Fehlkauf des Jahres 2015: Klopfeimer für die Siebträger-Espressomaschine

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E-Commerce / Produkte
Es klang so gut. Das Auskratzen in den Müll entfällt. Einfach kurz mit dem Siebträger auf den Klopfeimer geklopft, der Kaffeedreck fällt hinein, auspinseln, nächsten Kaffee kochen. (Klopfeimer findet man so nicht, wird auch gerne Abschlagbehälter genannt.)

Aber so ist das natürlich nicht gekommen.

concept-basicWenn ich einen Kaffee besonders dringend brauche, etwa weil die Nacht eher früh von einem der Kinder beendet wurde, schläft das andere Kind gewiss. Dann stört das Geklopfe in den Eimer kolossal in der sonntäglichen Morgenruhe. Und die anderen Hausbewohner stört es auch in den Federn.

Meine Frau, die auch schon mal für Gäste mit der sehr formschönen Maschine Kaffee kocht, konnte mit dem Ding von Anfang an nix anfangen. Noch eine Gerätschaft, die Platz wegnimmt. Sie hatte natürlich recht. Allmählich geht mir der Klopfeimer auf den KlopfGeist.

In den Cafés, die wir gern aufsuchen, also den Dinzlers und Arans dieser Welt, gibt es einen ähnlichen Behälter meist als Schublade. Sudschublade nennt man die. Da passen dann gern mal mehrere dutzend Kaffeesatz-Mengen rein.

Als wir mal in München nach einer Espressomaschine gesucht haben, hatten wir auch solche Schubladen gesehen. Aber die kosten ein Vielfaches der 20,90 Euro plus Versandkosten, die ich ausgegeben habe. Da dachte ich mir: ein guter Kompromiss.

Ich trinke einfach nicht genug Kaffee daheim, damit sich eine solche höhere Ausgabe lohnen würde, daher werde ich das Abenteuer mal nicht wagen.

Leeren muss man den Klopfeimer auch noch?

Da ist dann auch noch die Geschichte mit dem Leeren von dem Abschlagbehälter. Aber Männer haben ja immer Probleme mit dem Müllrausbringen, das ist ja schon sprichwörtlich.

Müll raus- Noch nie!