Manche Anwendungen müssen häufig geupdatet werden. Wann fängt es an zu nerven? Wenn man sie bei jedem Programmstart updaten will. Welche Übeltäter benutze ich weiterhin, aber sie nerven wie ein Freund, der immer dann reden will, wenn man einfach nur abhängen wollte?
Ja, den Begriff Kinokritik meine ich ernst. Das ist nicht der falsche Name für eine Filmkritik, und ich weiß es nicht besser. Das Cinecittá in Nürnberg ist das größte Multiplexkino in Deutschland. Behauptet das Kino selbst und steht auch bei Wikipedia so. Ich war jetzt zum ersten Mal drin, und es hat etwas in mir ausgelöst, das ich niederschreiben will. Das Kino hat 23 Säle, der größte war mal ein IMAX-Kino und wurde dann etwas zurückgebaut. 5000 Sitzplätze, 5000 Quadratmeter Foyer. Über diesen Wert bin ich gestolpert. Die Angabe kenne ich von seelenlosen Einkaufszentren, aber bisher nicht von Kinos. Es macht Sinn, man läuft sehr weit von der Kasse zum Kinosaal, überall sind Sitzgelegenheiten. Und dann noch eine. Und noch eine Theke, wo man sich kinokulinarisch versorgen kann. Das ist unerwartet. Oberirdisch scheint das Kino eher klein zu sein. Die Säle verstecken sich, wenn man von der Altstadt aus kommt, in mehreren Etagen unter der Erde. Kino-Inception sozusagen. Das Licht ist auf mega-schummerig eingestellt, damit das Date auch Erfolg hat. Nur wenn man von der anderen Seite kommt, bekommt man einen Eindruck von der wahren Größe des Komplexes. Die Foyers werden aber clever bespielt, indem die Filmanfänge gut gegeneinander verschoben sind. So kriegt man nie Platzangst, zumindest ist es mir so ergangen bei einer Spielzeit von 21.30 Uhr. Alles unheimlich gut konzipiert, in der Ausführung im Detail hapert es: Aushilfspersonal ohne echte Teilhabe sorgt für die gleiche, schlechte Serviceerfahrung wie in anderen Multiplex-Komplexen. Im Erdgeschoss gibt es zwei unterschiedliche Foyers - eins für die Deluxe-Kinos, ein normales. Das Deluxe-Kino-Entree sieht so aus wie ein Autohaus, in dem man die Autos vergessen hat. Eine Info-Theke, und dann ist da eine Bar. Dort wartet schon der sonnenbankgebräunte, weiß blondierte Möchtegern Bond-Bösewicht als Kellner und nimmt die Bestellung auf. Vor dem Film kann man sich auf einen Plausch in die bequem aussehenden braunen Ledersessel fallen lassen. Sie scheinen dieselben zu sein, die man aus einem Starbucks-Café kennt und die immer besetzt sind. (Sind sie nicht, sie sind der billige Nachbar aus dem Vorort-Möbelmarkt, und man möchte sie möglichst schnell verlassen.) Im Foyer sind da, wo Autos sein sollten, Buchtische aufgestellt, das Beste zum Lesen, Schmökern und Ausmalen. Allein, dass auch der liebe Kollege Bernhard Blöchl mit seinem Juli-Buch dort ausliegt, unterscheidet das von einer Bahnhofsbuchhandlung. Und das etwas weniger vorhandene Licht. Schönes Detail: Von jedem Buch ist eins als Leseexemplar geöffnet und mit einem Plastikumschlag versehen - so wie früher meine Schulbücher. Der durchschnittliche Preis für eine Kinokarte betrug im Jahr 2015 rechnerisch 9,06 Euro. Für meinen Sitzplatz im Deluxe-Kino 3 musste ich 16,50 Euro bezahlen. Deluxe-Kinos dieser Art sind in Großstädten ein neuer Trend geworden. Argumente dafür?
Die drei Brillenträger, die die Attraktion auf dem Indie Web Camp Nürnberg 2016 waren, heißen Jeremy Keith, Aaron Parecki und Tantek Celik. Tantek hat ein 1-Buchstaben-Twitter-Handle: twitter.com/t. Sie leben und atmen Web, das offene Web. Sie kämpfen gegen Silos. Und wie auf jedem Barcamp sind ein paar Unerschrockene, zu denen ich mich auch zähle auch dabei. Diese stellen jenen Fragen aus ihrem Horizont. „Was sind Silos?“ Die Frage ist berechtigt, und sie muss auch beantwortet werden.
Manchmal verlasse ich meine Comfort Zone. Heute ist es wieder so weit. Ich bin nach Nürnberg gefahren zum dritten Indie Web Camp in Deutschland, meinem ersten Indie Web Camp und meinem zweiten Barcamp. (Und natürlich klappt das hier nicht auf Anhieb, obwohl ich das richtige Plugin habe und das ganze Zeug nicht selbst schreiben musste.)
Im Deutschen gibt es für alles ein passendes, zusammengesetztes Hauptwort, mit dem unsere Sprache der englischen überlegen ist. So gehen auch 50% aller Witze in fortgeschrittenen Deutsch-als-Fremdsprache-Kurse, und 80% der Pointen im Twitter-Feed von Nein Quarterly. Wahrscheinlich gibt es ein ganzes Buzzfeed-Subgenre dazu. Heute habe ich nach einem Wort gesucht, mir fiel keines ein. Keine Wortfindungsstörung, nix Neurologisches, keine Angst. Eher der Versuch, besonders witzig zu sein in der Sprache, die niemand für witzig hält. Ich suche für folgende Situation ein Wort. Gestern habe ich den anderen Pendler neben mir am Bahnsteig noch im Schwimmbad halbnackt gesehen, heute ignorieren wir uns wieder völlig, vollständig angezogen. Wie kann man das nennen? Mein erster Favorit:
Mein Kindle war voller Sachbücher. Wir waren im Urlaub, und mir stand der Sinn nicht nach Sachbüchern. Also fragte ich Katrin Scheib nach einer Romanempfehlung. Ich bekam zwei. Eine davon war Mr. Penumbras 24 Hour Bookstore, den sie selbst auch schon besprochen hat. Ein ausgesprochen guter Tipp. Das Buch befindet sich an der Schnittstelle von digitaler Welt im Allgemeinen, Google im Besonderen und einer Schnitzeljagd im Illuminati-Stil. Und das mit etwas mehr Zurückhaltung erzählt als im lauten und nicht immer besonders glaubwürdigen Bestseller von Dan Brown.
Wie oft suche ich nach wilden Tastaturkürzeln für den Mac? Sehr oft, antworte ich dir. Jetzt habe ich ein wenig Geld ausgegeben, damit mir das ein Programm abnimmt. PopChar heißt es, und bei Designern und Schriftgestaltern ist es beliebt. Es kommt aus Österreich und es gibt es nicht im App Store. Wie sieht es aus? So. Man kann nix sehen? Doch! Die Startfläche für das Programm ist so klein, dass man es leicht übersieht. Ich habe es erst für einen Grafikkartenfehler gehalten. Bei Windows sähe das in etwa so aus. Wenn man darauf klickt, öffnet sich das Programm in seiner ganzen Schönheit. Mit einem einfachen Rechtsklick kann man jedes Zeichen herauskopieren, das man haben will. Das ist insbesondere für die Designarbeit eine Erleichterung. Dann muss man nur noch die Schrift auswählen, und dann kann man auch mit Sonderzeichen gestalten. Toll.
Wie ich schon mal gebloggt habe, bin ich als Produkt-Chef auch für die Auswahl von Software zuständig. Dabei gilt eine Regel: Kauf dir nur, was du dir leisten kannst. Das ist gutes, kaufmännisches Arbeiten. Und kein Knausern wie in Schwaben. Auf eine weitere komme ich durch einen Blogeintrag bei Zapier: