Filmkritik "Drive"

Film

Den Film „Drive“ umgibt ein gewisser Mythos. Ich lese nicht mehr so viele Filmkritiken wie früher, und ich gehe ganz gewiss viel seltener als früher ins Kino (5-6 x im Jahr vs. 200-300 x im Jahr). Aber dennoch ist mir dieses Programmkino-Werk mit Ryan Gosling in der Hauptrolle in den letzten Jahren öfter begegnet. Lange habe ich gewartet, ihn mir anzusehen. Jetzt ist er bei Netflix mir begegnet. Die Kinder waren im Bett, da sind 90-Minuten-Filme willkommen. Alle anderen Filmen sind gerne 2 Stunden plus lang. So lange kann doch kein Papa wach bleiben. Gosling ist die namenlose Hauptfigur von „Drive“. Und alles, was er wirklich kann, hat mit Autos zu tun. Er hat in Wirklichkeit drei Jobs, auch wenn er das nie so sagt. Er sagt einfach nicht viel.

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Mein Senf zu Funk

Dam / Video / Web

Wut ist ein schlechter Ratgeber beim Bloggen. Zu scharf angesichts der Sache werde ich dann leicht, zu krass im Ton. Aggro. Ich mag mich dann meist später selbst nicht. Aber sei’s drum. Das Thema „Funk“ lässt mich nicht kalt. Aber ich bin nicht dagegen, dass die Rundfunkanstalten zu YouTube gehen. Sie müssen sich auch in Zukunft legitimieren. Über das live-lineare-Fernsehen geht das nicht mehr bei Zuschauern unter 30. Und so sage ich:

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Du bist Introvertiert und glaubst nicht an dich, oder: Hochstapler-Syndrom, das

Web / Wordpress

Irgendwo in den ersten zehn Jahren meiner Karriere im Online-Journalismus ist die Spezialisierung gekommen. Sie ist nicht über Nacht gekommen, sondern wie allen epochalen Brüche als schleichender Prozess. Heute sind Onlineredakteure viel besser ausgebildet, um im Nachrichtengeschehen standzuhalten, um ein Beispiel aus dem Online-Journalismus zu nennen. Um Fehler zu erkennen, Geschichten sozial zu verbreiten. Aber sie können in ihrer Gesamtheit (meine Erfahrung) auch weniger gut konzeptionell arbeiten. Diese Fähigkeit ist weg gewandert, in den leitenden Journalismus, ins Produktmanagement oder die Produktentwicklung. Sie können auch kein HTML mehr, das machen jetzt Entwickler für sie und praktische Shortcodes oder HTML-Container im CMS. Der Webdesigner ist seltener geworden, meist reden Designer mit Frontend-Entwicklern. Da gibt es viele dieser Fähigkeitenwanderungen. Das ist auch nix Schlimmes, ist einfach eine normale Folge der Spezialisierung, einer Grundtendenz der modernen Gesellschaft. Ich bin als Journalist Generalist gewesen und bin es heute auch noch. In vielen Feldern, in denen ich arbeite, sind andere besser. Programmieren, Design, Projektmanagement - die Liste ist endlos. Aber meine Kombination der Fähigkeiten macht mich wertvoll. Für ein Startup ganz besonders, wo ich viele Hüte tragen darf und muss. Daher lief Sonja Leix bei mir offene Türen ein, und auch bei vielen anderen, wie man an den zahlreichen hoch gehobenen Armen in dem Video sieht. Der Kern ihrer Aussage ist: Du zählst was, die anderen sind nicht alle besser als du. Ich habe mich in dem Blog auch schon mit Designern vergleichen und kam nur zu einem Zähneknirschen. Sonja Leix bedankte sich mit dieser phänomenal offenen Rede bei der WordPress-/WordCamp-Community. (Wer das lieber lesen will, kann es auf ihrem Blog tun.) Jeder Introvertierte, der das Gefühl der (eingebildeten) Unterlegenheit kennt, sollte sich das ansehen, um Kraft zu tanken. Jede Führungskraft, die mit Kollegen in Home Offices zu tun, sollte sich das ansehen

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How is this still a thing: Speichern unter oder Exportieren?

User experience

Wenn man mit dem Standard-Dateiformat in einer Anwendung auf dem PC oder Mac arbeitet, ist alles gut. Speichern ist Speichern, und sonst ändert sich nix. Manchmal muss man aber in Teams Dateien austauschen oder eine andere Fassung der Datei herstellen. Klassischerweise sind das unterschiedliche Bildformate in Grafikprogrammen, oder in meinem aktuellen Fall, über den ich mich hier auslassen will, sind das Optionen in Powerpoint.

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Cloud: Where the Servers have no Name

Cloud

Ein Mini-Gedanke zur Cloud und den namenlosen Servern, die da klaglos ihren Dienst verrichten. Den habe ich aus einem ganz langen Post, den jeder lesen sollte, der sich für Architektur von Software und IT-Systemen interessiert. Unbedingt. Aber wie gesagt, nur ein kleiner Gedanke:

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Filmkritik "Pitch Perfect"

Film

Glee, der Film - wenn man böse ist und auch ein bisschen ungenau, kann man „Pitch Perfect“ so zusammenfassen. „Pitch Perfect“ ist die Geschichte über eine Underdog-A-cappella-Gesangsgruppe, die erst verliert und am Ende triumphiert. Bei diesem Film ist die Story nicht interessant. Denn die ist so vorhersehbar wie ein Weg in Ostfriesland - immer geradeaus, dann die kleinen Probleme wie an einem Deich bergauf, dann die Düne runter und ins Wasser springen. Die Figuren sind es, die „Pitch Perfect“ hervorheben und zu einem modernen Klassiker gemacht haben. Dazu später mehr. Der zweite Teil war ein Erfolg, der dritte Teil ist unvermeidlich. Anna Kendrick hat es in die Superstar-Liga katapultiert. Sie durfte bei den Oscars singen und tanzen. Das tut sie seitdem sie ein Teenager war, hat Sondheim-Musicals auch schon in New York gesungen. Sogar für den Tony war sie nominiert. Da war sie ein Teenager. Mir ist Kendrick zum ersten Mal mit ihrer taffen, aber auch verletzlichen Performance in „Up in the Air“ aufgefallen. Gegen einen George Clooney als White-Collar-Arbeiter mit Blue-Collar-Anspruch hielt sie mehr als nur dagegen. Da hatte Regisseur Jason Reitman einen guten Riecher. Kendrick kann anders als viele Musicaldarstellerinnen auch das Normale. Ihre Beca in „Pitch Perfect“ ist eine Heldin wider Willen. Nur ihr Papa, selbst Universitätsprofessor, will, dass sie sich integriert. Wenn es nach ihr ginge, würde sie auf die Hochschule pfeifen und direkt ins Musik-Business gehen. Daher ist der Job beim Campusradio auch das Wichtigste für sie. Wir sehen sie nie in Kursen, sondern immer nur mit ihrer Musik. In einem weniger geschmackvollen Film hätte es noch eine Affäre mit dem Manager des Radiosenders gegeben, an diesem Hubbel im Storybogen, den ich mit dem Deich vom Anfang meinte. So läuft hier die Story auf Autopilot: Mädchen singt. Junge singt. Mädchen und Junge sind in unterschiedlichen Gangs (Chören). Die dürfen nicht miteinander. Love conquers all. Kuss. Vorhang.

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Wie ich an Weihnachten merkte, dass ich seit langem erwachsen bin

Familie

Dass ich jetzt wirklich erwachsen bin, merkte ich im Büro. Im Büro merkt man ja wirklich viel, auch, was man nicht ist. Bei ProSieben, entschuldigt, liebe Ex-Kollegen, waren es die Berufsjugendlichen, mit denen ich nix anfangen konnte. Immer gut gelaunt, Sneaker, so grau oder karg die Haare auch wurden. Was machen eigentlich alte Menschen bei einem Privatsender? Das scheint ja auch der CEO des DAX-Konzerns zu denken, so hat er ja seinen Abschied angekündigt.

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Da ich will gleich abonnieren: mehrere Podcast-Buttons

Podcast / Web

Podcasts-Hörer gibt es nicht nur bei iTunes, das hat dieser Unternehmer erkannt. Keine Ahnung, was sein Podcast taugt, aber die Art und Weise, mit der auf Nutzer verschiedener Podcast-Clients hinweist, finde ich super. Klar bin ich auch schlau genug, seinen Podcast bei Pocketcasts einzugeben. (Ich nutze Pocketcasts, weil das auf mehreren Plattformen, derzeit sind Web und Android für mich wichtig, verfügbar ist.) Aber ein Button ist so viel komfortabler. Diese Button-Armada macht mich froh. Auch wenn die Größe des iTunes-Symbols zeigt, wie wichtig iTunes für die Podcast-Szene ist. Mehrere Podcast Buttons auch Pocketcasts Podcast: Unleash Your Blog from John Meese and Danny Coleman: “” (Via.)

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Filmkritik "Star Trek: Into Darkness"

Film

Als ich als Austauschschüler in den USA war, habe ich mich nach den Hausaufgaben mit einer Folge “Star Trek: The Next Generation” belohnt. Die liefen am Vorabend eines jeden Werktages auf einem Sender, dessen Name mir entfallen ist. Patrick Stewart hat mich also schon in meiner Jugend begleitet, und die Sternenflotte auch. Wenn also ein neuer Film aus der Star-Trek-Welt ins Kino kommt, kommt der automatisch auf meine Watchliste. Seit die Kinder auf der Welt sind, komme ich nicht mehr so viel ins Kino wie früher. Früher habe ich es auch übertrieben, würde ich rückblickend sagen. 250, 300 Filme im Jahr. Im Kino. Das schafft man nur, wenn man ein paar Filmfestivals besucht. Sechs Filme am Tag. Disziplin, vor allem beim Notizenmachen. Sonst verschwimmen irgendwann die Filme in einem Genre zu einem Superfilm. Ich bin immer noch Ausweis tragendes Mitglied im Verband der deutschen Filmkritik, in dem viele Kritiker des Landes zusammenginden. Star Trek hat einen imposanten Franchise-Neustart hingelegt. Die Neubesetzung von Kirk und Spock mit den Jungstars Chris Pine und Zachary Pinto ist grandios. Aus der Gegenüberstellung und auch den Spielereien im Team mit Pille/Bones wird viel Humorkapital geschlagen. Die Neuauflage von Star Trek als The Next Generation hat den Teamgedanken in den Vordergrund gestellt, Demokratie und Werte. Das war mitunter bierernst. Die James T. Kirk-Truppe ist anders, lockerer und rebellischer. Oberste Direktive? Da pfeif ich doch drauf. Ihnen fehlt noch mehr der moralische Kompass. Das ist auch genau die Schwäche des Films. Der suchenden Crew wird ein Bösewicht gegenübergestellt, der erst als Bösewicht behauptet wird, dann softer wird und dann seinen Wahnsinn gegen Ende richtig übertreiben muss. Wo ist oben, unten, gut und böse? Ich habe Benedict Cumberbatch noch nie chargieren gesehen. Wer das sehen will, ist bei “Star Trek: Into Darkness” gut aufgehoben. Ich fand das letzte Drittel ganz, ganz schlimm. Da knirscht der Plot, da freut sich der Verschwörungstheoretiker. Auch die Schlachten, wichtige Set Pieces für Science-Fiction-Produktionen im Kino, sind konfus und physikalisch zweifelhafter als ich das Popcornkino zugestehe. Tom Cruise hängt an Felsen, Autos fliegen fast furios durch die Luft - akzeptiere ich alles, wenn es im Film im Stil passt. Hier: achtlos hininszeniert. Wenn die Enterprise auf die Erde stürzt, glüht sie zwar, aber dann werden ein paar Luftschichten tiefer wieder alle gerettet. Da stimmt der Spannungsbogen nicht. Und die Physik auch nicht. Also: Ich habe den dritten Teil aus dem Franchise-Neustart jetzt mal auf die Liste gepackt. Die Schauspieler sind toll. Und J.J. Abrams ist auch raus. Erstaunlich, was für Mist der auch gemacht hat.

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