Im deutschen Journalismus gibt es eine Handvoll Praktiker, die ich bewundere, unter anderem deshalb, weil sie Sätze besser schreiben und Zusammenhänge treffender zusammenfassen können als ich das je könnte. Über einen von ihnen, Jochen Wegner, habe ich das vor einiger Zeit bereits in einem Tweet gesagt. Und meine Geschichte mit Jochen Wegner geht bis in Jonet-Zeiten 1997, 98 zurück. Damals war er schon der Spiritus rector des deutschen Onlinejournalismus. Den so zu nennen, würde mir Buchautor Christian Jakubetz untersagen. Das heißt bitteschön „Digitaljournalismus“. Aber online als Verbreitungsweg als gattungsbestimmend zu begreifen, ist zu kurz gesprungen. Das Internet ist immer an, inzwischen auch im Fernseher. Fernsehen und Radio sind anders, in dem Sinne, dass hier Stil und Verbreitungsweg zusammengebacken das Medium ergeben. Radio ist ohne die Livelinearität nicht zu denken. Es ist im Auto 7.30 Uhr, du hörst (Sendername hier einfügen), alle Staus, alle Blitzer, alle Hits der 80er, 90er Jahre und das Beste von heute. Genauso ist es mit dem Fernsehen. Es gibt eine Senderstrecke, und die muss auch gefüllt werden. Gerade ist das beste Beispiel zu Ende gegangen. Olympia ist im Fernsehen ein Programm, 17 Tage lang 17 Stunden pro Tag oder so, und nur für die Nachrichten und die Werbung wird nach Hause geschaltet.
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