Warum können wir nicht schon etwas für 2020 nominieren?
Pantone wählt jetzt, im Dezember 2016, die Farbe des Jahres 2017. Und die Medien fallen auf diese traditionelle PR herein und schreiben mehr als 1200 Worte darüber. Seufz:
Gedanken zu digitalen Produkten
Pantone wählt jetzt, im Dezember 2016, die Farbe des Jahres 2017. Und die Medien fallen auf diese traditionelle PR herein und schreiben mehr als 1200 Worte darüber. Seufz:
Nach Jahren langen Lamentierens und Leugnens muss ich heute feststellen und auch verkünden, dass ich ein Dagegen-Typ bin. Es ist jetzt nicht so, dass ich das heute erst bemerkt hätte. Andere haben das für mich bemerkt, die mit mir zu tun hatten. Und es scheint eine tief sitzende Veranlagung zu sein, denn sie wird mir im Privaten wie im Beruflichen gespiegelt. Wie äußert sich dieses Dagegen? Wenn mir jemand einen Vorschlag macht, kann ich den erst mal nicht annehmen. Schlimmer noch: Wenn jemand Kritik äußert, sei sie noch so berechtigt, gehen bei mir erst mal die Scheuklappen runter. Ich werde wütend. Ich weise alles ab. Ein ehemaliger Chef von mir hat mir das in einem Mentoring-Prozess recht klar benennen können. Er hatte Recht. Seitdem arbeite ich daran. Dadurch, dass ich dieses Prinzip in mir immer wieder erlebe, kann ich es isolieren, benennen und aktiv dagegen anarbeiten. Das führt zu folgendem Verhaltensmuster bei mir: Erst mal nicke ich höflich zu der geäußerten Kritik, dann widerspreche ich heftig innerlich - wovon du wenig mitbekommen wirst. Dann arbeite ich die Kritikpunkte ab und nehme sie für mich an. Im nächsten Gespräch oder Milestone wirst du dann hoffentlich merken, dass ich meine Position geändert habe. Die Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation haben mir geholfen, das für mich zu operationalisieren. Warum habe ich mich lange dagegen gewehrt, diese Einsicht über mich wahrhaben zu wollen? Es ist einfach keine schöne Erkenntnis, feststellen zu müssen, dass man vorhersehbar reagiert. Manipulative Chefs haben das ausnutzen können, um mich zu Höchstleistungen anspornen zu können. Da war mir das am Anfang meiner Karriere noch nicht so bewusst wie heute. Heute läuft der Kontrolljob im Kopf immer mit. Wenn es dir doch mal begegnen sollte in der Kommunikation mit mir: Lass uns darüber reden. Beim ersten Mal sage ich noch Ne/Nein/Du Depp!, beim zweiten Mal bin ich dann offen.
Bei Amazon kann man Musik kaufen. Bei Amazon kann man auch nur Musik streamen. Mit den letzten Programmangeboten kommt der Retailer jetzt auch featuremäßig Spotify sehr nahe. Ich bin echt versucht, mein Spotify-Abo für die Familie zu kündigen und alle unsere Geräte zu Amazon umzuziehen. Aber ich gewinne preislich nix, und ich begebe mich noch mehr in die Abhängigkeit von einem der vier Reiter der Apokalypse. Ich werde das also wohl doch nicht tun. Als ich jetzt auf dem Mac im Büro mal wieder in Amazon Music hineinhören wollte, öffnete sich der Client mit einer interessanten Fehlermeldung:

Viele Kinos bieten für Eltern, die ihre Kinder am Sonntagnachmittag in Kinderfilme begleiten, einen Rabatt an. Bei unserem Kino auf dem Land spart man so einen Euro pro Erwachsenen. Das ist bei manchen etwas belanglosen Werken wie „Robinson Crusoe“ (eine animierte Geschichte mit sprechenden Tieren) sehr willkommen. Aber bei „Pets“ wollte ich sogar als Papa den Film sehen. Kinderfilme bedienen immer raffinierter zwei Ebenen - die Belange der Kinder und die Bedürfnisse der Kartenzahler. Pixar hat das vorgemacht, und es scheint jetzt Voraussetzung für das grüne Licht für die Dreharbeiten zu sein. „Pets“ ist „Toy Story“ für Haustiere. So wird der Pitch gelautet haben, als die Macher beim Produzenten/Studio um Geld geworben haben.
Diese Anleitung für 1Password ist nicht falsch, sondern bloß nicht ganz korrekt.
Wie weist man Nutzer aus Deutschland als englischsprachige Seite im Netz daraufhin, dass man auch ein deutschsprachiges Angebot hat? Ich würde es so tun: Uns gibt es auch auf Deutsch! Und gibt es auch in einer deutschen Ausgabe! Popsugar US hat das Problem auch erkannt, und so sieht der Hinweis aus:

Als Marketer würde ich mich nicht bezeichnen - bis heute habe ich mich mit dem Facebook Pixel nicht besonders ausführlich beschäftigt. Bis heute. Wie das so ist im Startupleben, kommt der Tag irgendwann, wo du ins kalte Wasser springen muss. Da trägt jeder alle Hüte. Weil es sonst keiner tut, aber die Aufgabe wichtig ist. Ich habe noch nie über Conversion Tracking tiefer nachgedacht, aber jetzt muss ich es auf Bitten der Marketingkollegen tun. Ab in die Doku, hieß es dafür jetzt also. Was ist das Facebook Pixel? Das wird hier ganz gut erklärt. Facebook selbst macht es auch. Facebook hat mit dem Pixel die Möglichkeit geschaffen, Paid Kampagnen aus dem Facebook-Ad-Konto auch auf der eigenen Seite zu verfolgen und vor allem ihren Erfolg zu messen. Oder anders: Sind die Euro, die ich bei Facebook ausgebe, am Ende gut investiert? Die Standard-Anwendungsweise wird auch gut dokumentiert, da haben einige Blogger auch einiges dazu geschrieben. Standard sind folgende Ereignisse auf der Ziel-Webseite: [table id=1 /] Mein Interesse beginnt aber da, wo die Standard Conversions aufhören, die etwa hier beschrieben wurden. Wie kann man denn das Event-Tracking von Google Analytics mit dieser Conversion-Messung verbinden? Es ist kein Problem, Events auf der Website wie etwa „Nutzer klickt Button“ mit einem Javascript-Event in Google Analytics zu messen. Bei uns bei TargetVideo ist das der klassische Video-Play-Event. Nutzer hat auf den Button geklickt, das Video spielt los. Als Analyst/Marketer/Produktmanager möchte ich das natürlich messen. Und auch noch zu weiteren Zeitpunkten, etwa wie weit der Nutzer das Video angesehen hat. Aber bleiben wir mal bei dem Start-Event, wie wir das nennen. Besonders gute Posts bei Facebook unterstützen wir mit Ad-Kampagnen. Wer eine Fanpage betreibt, und einen besonders guten Post hatte, kennt diese Anzeigen: Mit nur 5 Euro kannst du dafür sorgen, dass 90% mehr Menschen deinen Post sehen. Das machen wir auch, nur etwas professioneller. Wie alle Publisher dieser Tage sind wir nicht mehr auf der Suche nach möglichst vielen PageViews, das ist so 2007. Sondern wir wollen unseren Nutzern Videoinhalte präsentieren. Das ist die DNA der Firma, die da Target VIDEO heißt. Und nicht Target Bildergalerie oder Target Artikel. Eine Standardimplementierung von Custom Conversions von Facebook Pixel für Videoviews gibt es nicht. Hier kam ich auf drei Treffer im Netz, mehr oder weniger zufällig kam hier die von mir gruppierte Wortfolge vor. Wir werden jetzt etwas in dieser Richtung bauen. In einer Zeit, in der manche Trackingtools noch kein echtes Videotracking unterstützen, wohl auch nicht überraschend. Aber liebe Tracking-Anbieter: Hier liegt eine riesige Chance für euch. Der Megatrend Video ist kaum aufzuhalten, 2020 wird 80% des Traffics im Internet Video sein. Sagt Cisco.
Seit es Karstadt gibt, rege ich mich über Aufkleber auf gekauften Haushaltsutensilien auf. In der Küchenabteilung des ehemals großen Konzerns habe ich das Thema zum ersten Mal wahrgenommen. Da hat meine Mutter immer geschimpft, wenn auf dem neuen Löffel, den sie brauchte, das Etikett fett auf der Biegung des Löffels prangte. Allen entgegenläufigen Beteuerungen der Verkäufer zum Trotz: Sie wusste, das würde nie rückstandsfrei abgehen. Ich verstehe ja das Bedürfnis des Einzelhandels, die Ware bis zum Übergang zum neuen Besitzer so auszuzeichnen. Aber die wenigsten Verkäufer würden sich ja auch den Namen ihres Geschäfts tätowieren lassen - auch wenn sie wahrscheinlich länger in dessen Diensten stehen werden als die Ware bei ihm im Regal. Customer-Centric wäre es, wenn das immer mehr Einzelhändler entdecken würden. Wenn ich bei Amazon bestelle, gebe ich manchmal 30, 40 Cent mehr für die frustfreie Verpackung aus. Das ist eine Pappkiste, in der man Kabel auch verpacken kann. Die Blisterverpackungen zum Aufhängen haben im Onlinegeschäft nämlich gar keinen Sinn mehr. Es gibt kein Display am Point of Sale, wo man die aufhängen müsste. Der einzige Sinn der Blisterverpackungen besteht eh da drin, ihren Käufer Schmerzen beim nie unfallfreien Öffnen hinzuzufügen. Die Verpackung ist ja gar nicht dafür gedacht, leicht zu öffnen zu sein. Das sollte sie aber spätestens in dem Moment, wo ich als Käufer die vollen Eigentumsrechte daran erworben habe. Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, ein besonders störrisches Exemplar nach dem Öffnungsversuch auf mehrere Arten und Weisen einfach zu entsorgen. So wütend hat sie mich gemacht. Aber auch bei Amazon ist man vor Frust nicht gefeit. (Schönes Wort, viel zu selten benutzt. Ja, ich benutze das auch in der mündlichen Sprache. Ich lebe in Bayern.) Da habe ich mir zuletzt einen Fallminenbleistift gekauft. Das sind diese professionellen grünen Stifte, wo man die richtig dicke Mine wechseln kann. Nach ungefähr 100 Minen hat man auch die höheren Anschaffungskosten im Vergleich zu herkömmlichen Bleistiften drin. Und auf dem Fallminenbleistift war ein dicker Aufkleber drin. Naja, es war ein ganz schlanker, der um ein Drittel des Stiftes sich wickelte. Aber zum Befestigen hat der Hersteller wohl Material aus der Raumfahrt benutzt. Ich musste mehrere dutzend Male mit Papier und Hilfsmitteln darüber rubbeln, bis der Stift nicht mehr in meiner Hand klebte.
Das Werbegeschenk scheint auf die Location abgestimmt zu sein: Beim Amazon AWS Pop-up Loft hat man sich Mühe gegeben. In München gibt es Schlitten. Sehr einfache, mehr als Kinderpopos passen da nicht darauf. Naja, vielleicht bei Kleidergröße XS. Meine Jungs haben sie jedenfalls sofort gemocht, auch wenn noch kein Schnee in Sicht ist. Aber es ist ja auch November. November ist auch die Zeit für AWS re:invent, den großen Entwicklerkongress von Amazon Web Services in Las Vegas. Der wird Jahr für Jahr größer, erstreckt sich mittlerweile über drei Hotels/Casinos. Ich war noch nie da, auch wenn ich dieses Jahr zumindest darüber nachgedacht habe. Aber wenn die Reise ungefähr 50% von dem kosten würde, was die ganze Firma bei AWS ausgibt, fällt die Entscheidung leicht, doch daheim zu bleiben. Das heißt, im Loft gibt es keine neuen Dinge, sondern man muss das als eine Art längere Roadshow-Station für AWS verstehen. AWS-Mitarbeiter und -Kunden erzählen von ihren Projekten, das ist der öffentliche Teile der Lofts, mit der Agenda. Außerdem gibt es einen Showroom, in dem sich auch Unternehmen präsentieren. (Den habe ich versäumt, fällt mir gerade auf.) Und eine Lounge-Area, wo man arbeiten kann und wo auch AWS einige Kundentermine macht. Alles sehr startuppig, flauschige Möbel, Kaffee, kalte Getränke, Designerstühle. Die Lage vom AWS Pop-up Loft ist auch gut gewählt - man kommt sogar zu Fuß vom Hauptbahnhof dahin. Für alle anderen ist die U-Bahn-Station Königsplatz der beste Weg.
Das Konzert von Bosse in der Tonhalle München war toll, und ich habe schon auf dem Heimweg spontan entschieden, dass ich darüber etwas schreiben möchte. Ich bin kein ausgebildeter Musikjournalist, und mir ist es auch etwas peinlich, über Musik zu schreiben, weil mir das kritische Instrumentarium fehlt. Aber ich will es trotzdem versuchen, weil mir das emotionale Sensorium sagt: Das war toll. Und nach dem Seminar Kulturberichterstattung vor gefühlt 100 Jahren müsste ich dafür auch fachlich in der Lage sein. Über Filme, Bücher und Produkte schreibe ich ja auch in diesem Blog. Da habe ich keine Kastagnetten, äh, Manschetten. Wenn ich auf ein Konzert gehe, bereite ich mich mit einer Online-Recherche vor.