Dropbox: Jammerbericht aus Edge-Case-istan

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Cloud / Software
Liebes Dropbox-Team, dies ist ein Jammerbericht aus Edge-Case-istan,  den ich heute für euch verfassen möchte.

Seit vielen Jahren bin ich treuer Kunde eures Premium-Angebotes. Ich bin so ein treuer Kunde, dass alle Fotos aus meinen Smartphones automatisch in eure Cloud hochgeladen werden. Weil ich über 40 Jahre alt bin, möchte ich diese Fotos aber auch ab und zu lokal bei mir im heimischen Netzwerk sichern. Dafür hatte ich mir, als die Kinder noch ganz klein waren, eine eigene Synology–NAS gekauft.

Aber ich schweife vom Thema ab. Das kann ich ja gut, wie Blogleser wissen. Nun war also der lokal benötigte Speicherplatz meiner Dropbox zu groß geworden. Das heißt, ich konnte nicht mehr alle Dateien herunterladen, die ich in der Dropbox gespeichert habe. Da ich aber gerne eine Komplettversion meiner Daten lokal zur Verfügung habe, gefiel mir das schon seit einigen Wochen nicht. Denn es war ja abzusehen, dass der Speicherplatz eines Tages ausgehen würde.

Also habe ich mir online eine neue Festplatte gekauft. Mit einem Terabyte Speicherplatz. Nach ein paar Wochen auf dem Schreibtisch habe ich sie dann tatsächlich irgendwann doch am Wochenende mal eingebaut. Und ich dachte, ich könnte mit ein paar Klicks den Umzug des Dropbox-Ordners von der Festplatte C: auf das neue Laufwerk F: einrichten. Aber dabei gibt es eine Menge Fehlermitteilungen. Irgendwie kam sich Dropbox mit seiner eigenen Synchronisierung in die Quere.

Also wollte ich richtig schlau sein. Synchronisierung anhalten, Dropbox-Ordner verschieben und dann einfach noch einmal die fehlenden Dateien und Ordner synchronisieren lassen. Dafür habe ich jetzt sogar beim zweiten Anlauf Dropbox komplett vom Rechner deinstalliert und noch einmal neu installiert und neu authentifiziert. Und was kriege ich heute für eine Fehlermeldung: Alle Ordner wurde noch einmal heruntergeladen, aufgrund eines Synchronisierungskonfliktes mit der selektiven Synchronisierung. Die ich aber gar nicht eingeschaltet habe, bei dem Rechner weil der ganze Sinn ist es ja, alles auf dem Rechner zu sichern.

Dropbox, ja, es ist nicht leicht, einen 400 GB großen Ordner auf einem PC zu verschieben. Aber das könnte man doch sicher in Batches aufteilen. Dieser Fall, dass Nutzer neue Festplatten installieren, kommt doch sicher häufiger vor oder?

Freundliche Grüße,
ein ansonsten immer sehr zufriedener Dropbox-Nutzer.

Foto: Samuel Zeller/Unsplash

Filmkritik: „Solo – A Star Wars Story“

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Allgemein
Die Vorgeschichte von Chewbacca würde mich interessieren. Foto: Freestocks.org
Die Vorgeschichte der Vorgeschichte war bei „Solo“ spannend. Die Dreharbeiten waren wohl eine Katastrophe, das Drehbuch eher work-in-progress.

Vulture’s source, who declined to be identified because he is not authorized to publicly discuss the movie at this time, felt Lord and Miller were out of their depth, more cut out for light comedy — like The Lego Movie and 2012’s big-screen adaptation of 21 Jump Street, the movies for which the pair earned their reputation for delivering surprise hits — than the kind of big-budget, galaxy-questing action that Lucasfilm required.

Der Film ist es nicht. Also spannend. Alles läuft linear, wie am Schnürchen.

So ähnlich wie bei „Rogue One“ hat der Film „Solo“ die Aufgabe, einen sehr kleinen Teil der großen Star-Wars-Saga mit Vorgeschichte aufzufüllen, die sich möglichst wenig mit dem beißt, was die Kanon-Filme zu dem Thema schon gemacht haben. Bei „Rogue One“ war es ein Objekt – mit neuen handelnden Personen, im Großen und Ganzen: die Baupläne eines Todessterns, mit dem mittlerweile berühmten fatalen Fehler im Raumschiff-Design. Bei „Solo“ kriegt eine Figur eine Vorgeschichte, die wir bisher noch nicht kannten – und zwar eine Nebenfigur, an der immer Sympathien hingen: Han Solo. Der profitiert in der Betrachtung davon, dass er mit einer gewissen Lässigkeit von Harrison Ford gespielt wird. Die gleiche Persona, die er in Indiana Jones aufscheinen lässt, geistert auch durch Star Wars. Nur vielleicht mit weniger Hochschulabschlüssen.

Solo ist nämlich ein notorischer Lügner, Dieb und Romantiker. Und natürlich Pilot. Er wächst in Gefangenschaft auf, die an Sklaverei grenzt. Er stiehlt für die Sklavenhalterin, und heimlich versucht er, Beutegut auf die Seite zu bringen. Um sich und seine Liebste zu befreien.

Seine „Was-juckt-mich-das-alles?“-Haltung hat er da schon, rein optisch ist das Casting von Alden Ehrenreich sehr gelungen. Ehrenreichs mimische Bandbreite ist, naja, überschaubar. Er muss im Grunde zwei Emotionen zeigen „wird schon werden“ und „Schock-schwere Not“. Letztere natürlich nur ganz kurz, weil ein echter Haudegen-in-Ausbildung so etwas nur in schwachen Momenten aufscheinen lässt. Meist ist er also eine Projektionsfläche für unsere Gedanken, die wir glauben, die er hat. Sehr leer, sehr jung ist dieses Gesicht. Er wäre perfekt auf Instagram. Lippen zusammengeschürzt, könnte er zu einem Zehntel von Stefanie Giesinger Followerschaft kommen. Wenn es denn in der Galaxie, weit, weit entfernt, Instagram gäbe.

Es ist Zeit für diese Gedanken, weil die Story so unglaublich vorhersehbar ist. Paar liebt sich, wird getrennt, trifft sich nach vielen Jahren weiter, hat sich auseinander entwickelt, er weiß es, sie nicht. Und wo einst innigstes Vertrauen angebracht war, sollte jetzt besser Vorsicht walten – aber ich will nicht zu sehr spoilern. Endgegner ist der immer verlässlich-mysteriös-bis-schurkenhafte Paul Bettany. Seit seinem Auftritt als Marktschreier der Ritter in „Ritter aus Leidenschaft“ mag ich den sehr gern, selbst seine Rolle als Vision im Marvel-Universum hat ihn mir nicht verleiden können. Für seine Darstellung in diesem Film scheint ihn die Doppelbödigkeit von Rhys Ifans in der Serie „Berlin Station“ inspiriert zu haben, und von ihm hat er das, was man als an der Grenze zum Chargieren Schauspielern bezeichnen könnte, entliehen.

Star Wars VII brachte schon den Tabubruch: Wer fürs Imperium gearbeitet hat, kann dennoch als Rebell erlöst werden. Solo unterscheidet sich da nicht von Finn (John Boyega) dem Storm-Trooper-wird-Pilot-für-die-Allianz-Charakter aus „Star Wars: The Last Jedi“. Dabei ist die Militärzeit von Solo alles andere als glaubwürdig. In den Missionen, in denen wir ihn erleben dürfen (in der Infanterie, tief in Schützengräben, nicht als Pilot), ist er so widerborstig und verweigert so viele Befehle, dass es ein reines Wunder ist, dass er nicht von einem Militärgericht verurteilt oder gar gleich standrechtlich erschossen wird. Er nervt.

Aber wie jeder naive Mensch, auf dessen Heldenreise wir uns mitnehmen lassen (müssen, es ist kein anderer zum Identifizieren da), muss er leiden: Vaterfigur verlieren, Schwester verlieren – erst dann kommt die Erlösung in Form von Chewbacca (bester Freund) und Prinzessin Leia (Frau, die ihn für das erkennt, was er sein könnte, und dafür liebt).

Das ist alles sehr mechanisch, und ich hatte Zeit, trotz beschlagener 3D-Brille, mir Gedanken darüber zu machen, wie die Drehbuchautoren im Writer’s Room sich die Logik überlegt haben. Das Schöne an dem riesigen Universum ist ja, dass es überall genügend bewohnbare M-Klasse-Planeten, ach ne, das ist ein anderes Universum. Also: Planeten betrachtet dieser Film als weiteres Setting, in dem man einfach mal lustig aussehende Aliens erschaffen kann. Die wichtigen sind natürlich humanoid genug, dass wir sie lieb haben können. Ich-se-mich-se-Fehltritte erlaubt sich diese sehr saubere, kontrollierte Disney-Welt natürlich nicht mehr.

Wertung: 3 von 5 Millennium Falcons

Photo by freestocks.org on Unsplash

Nicht nur ich habe mich bei Vapiano gewundert

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Familie / Reisen
Wie man ein typisches Vapiano kennt. Foto: Thomas Leukhard/Flickr
Als ich in Belgrad war, hatte ich Hunger, die Füße taten weh und das Vapiano war direkt im Einkaufszentrum nebenan. Anstatt mir ein serbisches Restaurant zu suchen, aß ich an einem Abend in der deutschen Kette. Was war komisch: Die Menschen am Tisch neben mir bestellten gemeinsam, jeder auf seine Karte, bei einem Kellner. Für ein Restaurant nix Neues, für eine Filiale-/Franchisenehmerfiliale von Vapiano sehr ungewöhnlich. Normalerweise stellt man sich in Reih’ und Glied an den Kochstationen an und sagt dem Koch, was man essen möchte. Links Pasta, rechts Pizza oder umgekehrt, und für die Nachspeisen gibt es noch eine extra Station.

Das Konzept baut Vapiano jetzt für die schnellere Expansion um, damit auch kleinere Ladenlokale reichen. Hier die Beschreibung aus der Branche:

holyEATS #9: Wie Vapiano für die Expansion sein Konzept auf den Kopf stellt – und sich bei der Digitalisierung verzettelt – HolyEATS:

Kochstationen gibt es gar keine mehr, nur noch einen „Order Desk“, an dem ein Mitarbeiter die Bestellungen der Gäste entgegen nimmt und ihnen einen Pager aushändigt. Der rumpelt am selbstgesuchten Platz los, wenn das Essen fertig zubereitet ist und am „Pickup Point“ abgeholt werden kann. Pizza-Bestellungen handhabt Vapiano in seinen Restaurants schon jetzt so. Im Mini Vapiano ist das Prinzip auf die komplette Speisekarte übertragen.

Das ist ein relativ radikaler Bruch mit dem Konzept, das lange Zeit als wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ausgegeben wurde. Noch 2015 hieß es im „Vapiano Magazin“ übers „Front-Cooking“: „Bei Vapiano ist dieses Konzept von Anfang an Methode und Markenzeichen zugleich.“ Die offenen Showküchen würden Vertrauen schaffen, „da jeder Handgriff unter den kritischen Augen der Gäste stattfindet und sich alle Zutaten in Sichtweite befinden“.

Tatsächlich ist das frische Kochen auch einer der Gründe, warum ich mich mit den Kindern schon mehrfach in einem Vapiano gefunden habe. Systemgastronomie muss nicht immer böse sein, finde ich an der Stelle. Die Kinder können zuschauen, wenn ihre Nudeln gemacht werden. Außerdem wird frisch gekocht, ganz allein für sie. Sie nehmen Bezug auf zum Produkt. Die Flugzeug-Nudeln sind eh für sie der Hit.

Foto: Thomas Leuthard / Flickr

Wenn dein Produkt/Service nix mit Fußball zu tun hat, lass es!

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Fußball
Fußballplatz von oben. Foto: Foyong Hua/Unsplash
Glaubwürdigkeit.

Verlässlichkeit.

Coolness.

All das sind Werte, die man mit einer Marke, einem Unternehmen als Verbraucher verbindet. Natürlich wirbt Coca-Cola auf den Banden in russischen Fußballstadien. Das ist eine globale Marke, die wollen eine maximal große Zielgruppe erreichen. Her mit der Statistik:

Unter den Top Ten der höchsten Einschaltquoten der deutschen TV-Geschichte stehen nur Fußball-Spiele.

Aber wenn du ein kleiner Laden bist, oder ein Non-Sport-Brand: Finger weg vom Fußball. Eine Auswahl vom Tag nach dem Ausscheiden der deutschen Männer-Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft der Männer:

HRS will 5 Sterne vergeben (aua, tut weh, muss ich mich heute daran erinnern lassen?:

Hrs 5 sterne fuer deutschland

Kleiner Anbieter von Webseiten:

Facebook ad massgeschneiderte webseite

Das muss alles nicht sein. Lasst Dinge, die euch und eure Reputation kaputt machen, einfach sein.

Seid menschlicher. Cluetrain, ihr erinnert euch?

Ob es darum geht, Informationen oder Meinungen auszutauschen, Standpunkte zu vertreten, zu argumentieren oder Anekdoten zu verbreiten – die menschliche Stimme ist offen, natürlich und unprätentiös.

Photo by FuYong Hua on Unsplash

Lightsail mit Let’s Encrypt auf https umstellen

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Browser / Cloud / CMS / Web / Wordpress
Schloss. Symbolbild. Foto: Masaaki Komori/Unsplash
Wenn man mit Lightsail seine neue Webseite mit WordPress machen will, braucht man dafür nur ein paar Klicks. Deshalb habe ich Lightsail in diesem Blog schon empfohlen. 5 Euro im Monat für einen virtuellen Server ist ein gutes Angebot.

Diese Empfehlung möchte ich für unerfahrene Nutzer solange zurücknehmen, bis AWS auch eine einfacheren Weg zu https mit Lightsail anbietet. Denn um einer Lightsail-Instanz https zu geben, braucht man (Stand Juni 2018) einen zusätzlichen Loadbalancer, der 18 Dollar im Monat kostet. Das ist Overkill. Das sollte sich niemand antun müssen.

Leider hatte ich jetzt schon eine Lightsail-Instanz konfiguriert für ein kleines Projekt bei der Arbeit, mit Inhalten, Design und allen Freigaben, die ich so brauchte. Daher musste ich den harten Weg gehen – den Chef um mehr Geld bitten (ne, da bin ich doch Schwabe) oder Let’s Encrypt-Zertifikate auf dem Server installieren.

Was ist Let’s Encrypt? Ein Service für kostenlose Zertifikate, bei dem man keine Angst vor der Console haben sollte. (Lightsail macht die Console auch im Browser verfügbar, das sollte vielen schon mal die Angst nehmen vor Terminal oder Putty.)

Dank zweier toller Anleitungen geht das auch, beide seien hier erwähnt, auch die, die ich besser verstanden habe, baut auf der anderen auf. Danke an Jens Neuhaus und David Pascoe!

Was muss man machen für Lightsail mit Let’s Encrypt?

  1. Per SSL auf den Server verbinden
  2. Let’s Encrypt auf dem Server installieren
  3. Apache aktualisieren
  4. alte Zertifikateinträge von Bitnami entfernen, neue für eigene Domain einfügen
  5. Kiste neu starten
  6. WordPress zum SSL bringen
  7. Kiste neu starten

Photo by Masaaki Komori on Unsplash

An diesen Dingen habe ich erkannt, dass ich kein echter Mann bin

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In eigener Sache
Tut das nicht weh? Hände, vor dem Überstrecken. Foto: Andrei Lazarev/Unsplash
  • Zum Pinkeln setze ich mich lieber hin.
  • Ich habe noch nie mit Absicht meine Handgelenke zum Knacken gebracht.
  • 1 Stunde mit den Kindern ist mir lieber als 10 Stunden in der Arbeit.
  • Zum Fußballschauen muss ich keine Statistiken auswändig lernen.
  • Ich mag keine Horrorfilme.
  • Ich mag Ironie.

Und, Männers, das ist ironisch gemeint. Also, spammt mich nicht mit dummen Kommentaren zu.

Photo by Andrei Lazarev on Unsplash

Filmkritik: Avengers – Infinity War

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Film
Chris Hemsworth und Tom Hiddleston. Foto: Gage Skidmore/Flickr
Wenn ich ins Kino komme, dann für Kinderfilme – oder für Superhelden. (Beim zweiten Teil unterscheide ich mich nicht von all den Teenagern, die die wichtigste Zielgruppe der Filmbranche geworden sind.)

Superhelden wachsen gefühlt auf Bäumen, und man kann sie drei Mal im Jahr ernten. Wie im Gewächshaus unter spanischer Sonne oder niederländischer Höhensonne. Das kommt mir nicht nur so vor, sondern es gibt einen richtigen Masterplan für die Marvel-Superhelden. Der kommt von Marvel-Chef Kevin Feige, einem der Produzenten auch des aktuellen Avengers-Titels, „Avengers – Infinity War“. Und er reicht bis 2028, mindestens, wenn man einem Bericht im Guardian glauben darf.

Auch meine Kinder werden also noch im Kino eine Welle an Superheldenfilmen sehen dürfen.

Diesmal kommen alle Marvel-Helden vor. Naja, vielleicht nicht wirklich alle 8000, aber es sind schon einige. Die Originalgeschichte zu Feige und den 8000 Helden findet sich in Vanity Fair.

Mein Lieblingsheld ist dabei, der arrogante Kotzbrocken Iron Man, der gar keine Superkräfte hat und sich mit seinem Verstand die Superkräfte selbst basteln muss, und auch einer, der mir im Laufe der Filme immer sympathischer geworden ist: Thor. Und die ganzen Guardian-of-the-Galaxy-Gruppe auch. Das ist kein Spoiler, das sieht man schon auf dem Poster.

Worum geht es in „Avengers – Infinity War“?

Worum geht es? Mal wieder um alles. Das Universum ist in Gefahr, weil sich der Riese Thanos (Josh Brolin) alle sechs Infinity Stones besorgen könnte. Mit denen kann er das gesamte Leben in allen Welten auslöschen. Das will der aber gar nicht, sondern nur die Hälfte. Das ist nämlich seine Weltformel: Wenn er die Hälfte der Bevölkerung auf einem eroberten Planeten töte, habe der Planet eine Überlebungschance. Agent Smith aus Matrix, der die Menschheit für einen Virus hielt, und er würden sich gut verstehen. (Thanos hat schon viele Planeten besucht und Bevölkerungen mit herkömmlichen Weltraumwaffen, also Blastern, Lasern und Pupskanonen, umgebracht. Warum die Hälfte überall das richtige Maß sein soll, ist mir nicht klar. Aber Logik ist in solchen Filmen auch egal, solange die Löcher nicht allzu groß werden in der Logik. Einer aufmerksamen Zuschauerin ist sogar ein sachlicher Fehler aufgefallen, bei all dem Spektakel.)

Als ich den ersten Trailer mehrfach gesehen hatte, dachte ich mir, dass kann ja nicht gut gehen. Thanos ist nämlich ein computeraugmentierter Josh Brolin, keine reine Performance. Normalerweise bucht man dafür Andy Serkis, den wir als Gollum/Smeagol und auch „Der Planet der Affen“ kennen. Aber Brolin gibt dem großen Fleischberg, der sogar Hulk alt aussehen lässt, eine Tiefe und Gebrochenheit, die man in der Marvel-Welt sonst nur von Iron Man kennt. Fast würde ich sagen, Menschlichkeit, aber das würden beide weit von sich weisen. Vielleicht gerade deshalb, weil sie sich für mehr als das halten, was sie eigentlich sind. Den Trailer fand ich unerträglich, auch das pseudomoralische Gelaber von Thanos.

Aber trotz seines offensichtlichen Wahnsinns und der Selbstüberschätzung versteht man ihn und was ihn antreibt. Das lädt den Kampf auch sehr emotional auf, das Geballer, Gerenne, Gehaue und Trickgewitter, das den Film immer wieder ausmacht. Anders als im letzten Avengers-Film, wo man ein sehr konstruiertes Setup hatte, das die Avengers gegeneinander ausspielte, gibt es diesmal genug zum Identifizieren – ein würdiger Kampf, eine hehre Sache.

Manche sehen im neuesten Avengers den Film, der die Filmgeschichte begräbt. Das ist natürlich übertrieben. Er ist einer der besseren in der langen Reihe der Superheldenfilme. Und das ist ja schon mal was.

Und ich wünschte, ich könnte so cheeky und so fluffig-leicht formulieren wie mein Lieblingsfilmkritiker, Anthony Lane, im New Yorker:

“Avengers: Infinity War” and “Let the Sunshine In,” Reviewed | The New Yorker:

There are six Infinity Stones, scattered about the cosmos, or yours for just $19.99 if you buy direct from QVC.

Warum konnte der Facebook Newsfeed für Videos nicht richtig monetarisiert werden?

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Facebook
Überall ist Facebook. Foto: Nicolas Lb/Unsplash
Ben Thompson, der Kopf hinter Stratechery, für das ich mir ein Abo leiste, erklärt es in seinem Daily Update:

Instagram Launches IGTV, IGTV’s Monetization, YouTube Channel Memberships – Stratechery by Ben Thompson:

Facebook knew all along that pre-roll videos wouldn’t work for News Feed videos, so the company experimented with mid-roll advertising; that, though, only served to remind users that they were watching a video they never intended to watch in the first place and thus quickly bail. In other words, Facebook, in its eagerness to leverage News Feed and its massive userbase to compete in video, ended up creating a product that was widely used mostly by accident, and not really monetizable at all; thus the pivot to “Watch” as a dedicated tab: intent to watch means more latitude for advertising.

Kurz: Wenn keiner dein Video sehen will, wird auch kein Advertiser für die Aufmerksamkeit darin zahlen wollen.

Photo by Nicolas LB on Unsplash

Lernen durch Mapping auf bestehendes Können/Wissen

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Web

My three steps.:

But more broadly, I’ve realized this is the way I approach most new ideas I encounter: use a new thing to do what I’m already doing; use that new thing to do my work better; then, eventually, I can start doing things I’d never thought possible. In other words, I need to orient myself before I can properly start learning. I need to make the new, strange thing familiar to me, and I do that by mapping it to what I already know.

(Via Ethan Marcotte’s website)

Plus 100.