Die Angabe, wie viele Fans eine Website hat, lässt Rückschlüsse auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft oder die Welt zu. Der Apple AppStore und iTunes haben sehr viele. Oder, wie es zu Redaktionsschluss hieß, 10.233.387 und 32.323.204. Nein, das sind keine IP-Adressen. Nein, kein Witz. Nur schlechte User Experience. Was soll ich als User mit der Zahl anfangen? Kann man das nicht runden?
Anekdotische Customer Journey: Die Suche nach einer neuen elektrischen Zahnbürste
Unsere elektrische Zahnbürste ist alt. Wir brauchen eine neue. Wo schaut man als guter Deutscher dann als erstes nach? Bei Google. Und was ist der erste Treffer? Der Testbericht der guten alten Stiftung Warentest. (Für Zugereiste: Das ist eigentlich etwas, was man auf einer Liste, 33 Things you would have never known about Germany, sammeln sollte.)
Testberichte.de vermeide ich nach Möglichkeit, weil mir die Seite eindeutig zu spammy ist. Keyword-Domains werden meiner Meinung nach von Google immer noch eindeutig zu hoch in den Index gespült. Zahnbürste-test.de vertraue ich nicht unbedingt. (Daher an dieser Stelle auch kein Link für dich, lieber SEO-Freund.)
Statussymbole: Bisher scheitert „Ich lese, also bin ich“ noch in der digitalen Welt
Als Gelehrter hat man früher seine Bibliothek zu einem Statussymbol gemacht. Erst wurde der Kopf aufgemöbelt, dann das Zimmer. Schöne Eichenholzregale unterstreichen noch die Bedeutung, die man den Seiten zumisst.
Als Bildungsbürger gilt annähernd noch das Gleiche. Bücher sind in diesen Kreisen ein Wert an sich, der schön aufgehoben gehört. Die Anbieter von Wandbebauungssystemen fürs Unterbringen der Bücher sind Legion.
In der digitalen Welt fehlt eine Entsprechung.
„Zeig mir dein digitales Bücherregal, und ich sage dir, wer du bist.“
Fehlermeldung des Tages
Durch die Verwendung von Outlook für Mac zum Bearbeiten von Regeln können eventuell Regeln gelöscht werden, die in Outlook für Windows erstellt wurden.
Mäuse machen glücklich. Auf eine Art, die ich nie gedacht hätte!
Die Tage hatte ich meine Maus daheim vergessen. Ein paar Minuten habe ich mit dem Trackpad gearbeitet. Aber wirklich nur ein paar Minuten. Ich bin weit über 30 und kann mich an das Ding einfach nicht mehr gewöhnen. Ich brauche, um wirklich produktiv zu sein, eine Maus. Warum?
Warum ist Fußball so ein spannender Sport?
Fußball ist kein Spektakel. Das 7:1 aus dem Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 von Deutschland gegen Brasilien ist ein statistischer Ausreißer.
It’s not that a German win was all that unlikely. Germany had a 35 percent chance of victory, according to our model. But the 7-1 scoreline was truly shocking.
The Soccer Power Index (SPI) match-predictor (which uses a poisson distribution to estimate the range of possible scores) gave Germany only a 0.022 percent probability (about one chance in 4,500) of scoring seven or more goals.
Quelle: Fivethirtyeight.com
Die Statistik sah Brasilien knapp vorne, und die Südamerikaner gingen mehr als knapp unter. Viel wahrscheinlichere Ergebnisse sind die niedrigen, in denen auf beiden Seiten des Doppelpunkts 0, 1, 2 oder 3 steht. Ab 4 spricht man dann von Debakel.
Rundfunk: Klassik ohne Radio #geilezeile #yolo
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Klassik ohne Radio | ZEIT ONLINE.
Die Autorin beklagt das Verschwinden der Kultur im Radio. Klar, ist ja auch Zeit.de, Kultur als absoluter Wert, wo Quote bäh ist.
Der WDR wird angegriffen, weil er gut geschriebene Pressemitteilungen macht.
Derart viele Superlative auf einmal jedoch, vom Pressesprecher formuliert, lassen ein wenig an das berühmte Pfeifen im Walde denken. Fehlt noch die Frage nach dem Umgang mit Kritik. Dazu heißt es: „Der WDR ist dankbar für die kritische Begleitung durch sein Publikum … Dabei scheuen wir weder kritische Fragen noch intensive Auseinandersetzungen mit unseren Kritikern.“ Das, mit Verlaub, ist bestes Marketing-Deutsch.
Und das, also dieses Marketing-Deutsch, das ist des Teufels. Das lese ich da jedenfalls heraus.
Dennoch: Leseempfehlung über einen Bereich der Medien, der aus der öffentlichen Wahrnehmung zu entschwinden droht.
Nicht nur twittern, sondern auch noch richtig
Guess what? When people are surrounded by fear-mongering news media, they get anxious. They fear the wrong things.
Hat sie recht. Boulevardfernsehen macht etwa alte Menschen ängstlich, habe ich selbst in der eigenen Familie bemerkt. Aber wie Medium das Kopieren des Textes begleitet, habe ich noch nie gesehen.
Oberhalb des markierten Textes erscheint eine Doppel-Bubble mit einem Plus und einem Twitter-Symbol. Medium ahnt ganz richtig, dass ich dieses Zitat für einen Tweet von mir benutzen will. Hier mein Tweet:
“Guess what? When people are surrounded by fear-mongering news media, they get anxious. They fear the…” —@zephoria https://t.co/Nt77zw3PFQ
— Dominic Grzbielok (@krautsource) 5. Juli 2014
Und so sieht das aus:
Das Plus-Symbol deutet an, dass ich damit einen Kommentar für die Autorin an dieser Stelle hinterlassen kann.
Ist das nicht klasse? Jepp, ist es.
Musical Venn: Editors sind wie…
Musical Venn: Lana del Rey ist wie…

Heute möchte ich eine neue Rubrik hier im Blog einführen: Musical Venn. Damit platziere ich einen Musiker in der Schnittmenge anderer Musiker. Das erste Beispiel ist das neue Album von Lana del Rey. (Übrigens eins der eher langweiligeren Konzerte, auf denen ich war. Aber das war die letzte Tour.)
Beim Hören hatte ich einige Assoziationen: Lady Gaga auf Valium, und einen Hauch Tori Amos. Wenn die noch jemand kennt.


