Was man von den kaputten Robotern in Wall-E lernen kann

Film / Softwareentwicklung / Startups

Wall-E ist ein zauberhafter Zeichentrickfilm, der nur einen Oscar gewonnen hat. Das Wort Zeichentrickfilm fühlt sich bei einem computeranimierten Film komisch an, aber er ist und bleibt zauberhaft. Eine halbe Stunde zu Beginn wird gar nicht gesprochen. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein kleiner Roboter namens Wall-E räumt den Müll auf der Erde auf, den die Menschheit, die vor dem Müll ins All geflüchtet ist, dort hinterlassen hat. 700 Jahre, nachdem die Menschheit die Raumschiffe bestiegen hat. Eines Tages kommt eine andere Robotersonde zurück auf die Erde, um dort nachzuschauen, ob wieder auf der Erde Leben möglich ist. Er verliebt sich in sie und reist mit ihr aufs Raumschiff, wo die letzten Menschen wohnen. Auf diesem Raumschiff treffen die beiden auf kaputte Roboter in einer Roboter-Werkstatt. Diese befreit Wall-E aus Versehen. Auch Wall-E könnte man für einen kaputten Roboter halten, denn er hält sich auch nicht nicht an Vorschriften. Die meisten Roboter an Bord halten sich an Befehle, egal, wie alt sie sind. Dabei verselbstständigen diese sich und erheben sich über die Menschen. Wall-E und die kaputten Roboter machen das, was ihnen in den Kopf kommt - aber immer, um der Sache, der Menschheit zu dienen. Einer von ihnen malt singend Streifen aufs Raumschiff, wo sie nicht hingehören, die dem steril wirkenden Raumgleiter aber eine menschlichere Note geben. Das Gesamtbild im Kopf haben, das Gesamtwesen optimieren wollen - das ist eine ganz wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg: Machen, und dann um Vergebung bitten. Im Startup-Umfeld hat das längst den Charakter eines Glaubenssatzes:

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Buchtipp aus dem Archiv: "What would Google do?"

Buecher / Google

Als Berufspendler kommt man beim Zugfahren ja wirklich viel zum Lesen. Ich halte es dabei so, dass sich Romane und Sachbücher abwechseln. Nicht immer eins davon und dann eins davon, aber das Verhältnis sollte ausgewogen sein. Deswegen empfehlen sich wahrscheinlich zwei Listen. Erst mal die Must-Reads. Heute: “What Would Google Do”. Dieses Buch habe ich gleich zwei Mal bereits verschenkt. Erstens halte ich Jeff Jarvis, Journalismus-Professor an der CUNY Universität in New York, für einen wirklich intelligenten und belesenen Wissenschaftler - manchmal ein bisschen blauäugig und nahe an der Google-PR. Zuletzt etwa mit seiner Liebeserklärung an AMP.

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Podcasts sind zum Hören da

Journalismus / Player

Podcasts feiern ja gerade ein unerwartetes, aber sehr willkommenes Comeback. Über meine Podcast-App habe ich hier schon geschrieben. Heute möchte ich mein Podcast-Leid klagen. Ich höre Podcasts im Auto. Da gibt es nun einmal Nebengeräusche. Den Wind, den Motor, den Regen, mein Schmatzen. Es ist sinnvoll, dann auch Dinge mit einer gleich bleibenden Lautstärke zu hören. Ein Beispiel: Charthits werden so produziert, dass man sie immer gut verstehen kann. Ihnen wird die meiste Dynamik in der Produktion ausgetrieben. So sieht etwa der Frequenz-Verlauf von „Stimme“ von EFF aus. (Kannte ich nicht, das Lied, aber es ist gerade die Nummer 1 in den Charts.) EFF-Stimme Und so sieht „Hello“ von Adele aus, ein Ausreißer - es gibt gerade im Anfang den charakteristischen, sehr leisen Teil. [caption id=”attachment_1817” align=”aligncenter” width=”940”]"Hello" von Adele als Audio-Datei in Audacity “Hello” von Adele als Audio-Datei in Audacity[/caption] Kommen wir zu meiner Beschwerde: So sieht das Daily Digiday Podcast in einer Folge aus, die ich hören wollte - mit „The Information“-Gründerin Jessica Lessin. The-Information-mp3-Komplett Ich zoome mal rein, ich vergleiche hier eine viel längere Datei mit den 3-Minuten-plus-Songs. The-Information-Hervorhebung Das sieht man also ganz klar, wenn man den Podcast zusammenschneidet und mit der Intromusik versieht. Und man hört es schon bei der Produktion, wenn man nicht gerade unheilbare Innenohrschäden von einer Metal-Karriere davon getragen hat. Die Gesprächspartnerin in diesem Beispiel übersteuert ganz, ganz oft. Die leisen Stellen - die Fragen des Interviewers - sind leiser als die leisen Stellen bei “Hello”. [caption id=”attachment_1816” align=”aligncenter” width=”940”]Gleiche Hervorhebung wie beim Podcast Gleiche Hervorhebung wie beim Podcast[/caption] Deswegen sollte man normalisieren, wenn eine Audiodatei sehr unterschiedliche Lautstärken hat. Leider findet in Podcasts sehr oft guter Journalismus statt, aber halb-professionell produzierte Sendungen sind nur in Studiosituationen oder im Büro anzuhören. Warum regt mich das so auf? Wenn die Rezeption durch Audiofehler gestört wird, dann ist das für mich in etwa wie zu viele Rechtschreibfehler in geschriebenen Texten. Es ist erwiesen, dass das für viele Abonnenten ein Auslöser zur Kündigung ist. Das sollte Digiday nicht passieren. Der Podcast ist inhaltlich wirklich empfehlenswert.

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Post-Mars-Edit und zurück

App / Apple / Arbeiten / User experience / Wordpress

Mit MarsEdit bin ich schon länger nicht mehr zufrieden. Also suche ich ab und zu immer nach Alternativen. Von meiner kurzzeitigen Rückkehr zum Windows Live Writer habe ich schon erzählt. Eine neue ist mir heute im Feedreader über den Weg gelaufen. Sie heißt Ulysses, ich habe sie hier als Demo installiert. Aber ich werde sie mir nicht kaufen. Ich hätte sie gern als Zulieferer für mein Blog. Kann sie nicht. Sie kann nur Medium.

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Sandkasten im Produkt-Workflow für Wordpress

Produktmanagement / Wordpress

Ideen müssen ausprobiert werden. Wie macht man das, wenn man die Produktiv- und die Staging-Umgebung auf Wordpress in einem professionellen Deployment-Workflow hat? (Und diese damit fürs Herumspielen mit Ideen ausfallen.) Man stellt sich neben die Fertighäuser eine kleine Testversion, ein Lehmhaus oder eine Bretterkistenbude. Ich nenne es meine kleine Sandbox. Jungs und Mädels spielen halt immer gern im Sandkasten, sogar, wenn sie schon groß sind. Dort kann ich neue Plugins oder auch einfach nur ein neues Design für ein neues Projekt ausprobieren. Im Idealfall stelle ich auch schon Interdependenzen zwischen Plugins, die meistens aufgrund der Vielzahl der möglichen Kombinationen auch dem jeweiligen Hersteller bisher nicht  bekannt sind, dort fest. Das ist meist der Wunsch. Es klappt leider nicht immer.

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Followerpower: RSS-Feeds auf Seiten finden und abonnieren

User experience

Wenn ich eine Seite im Netz gut finde, hebe ich mir die gerne auf. Eine Strategie ist eine Bookmark. Das Lesezeichen ist schnell gesetzt. Damit erreiche ich zumindest etwas mehr Beständigkeit als mit meinem Verlauf. Den hebe ich zwar auch auf (Google-Augen sind wachsam), aber ich finde nicht immer das wieder, was ich suche. Der zweite Schritt: Gibt es einen RSS-Feed, den ich abonnieren kann? Wenn die Seite einmal für mich interessant war, dann wird sie es sicher auch ein zweites Mal sein. Dazu nutze ich Fever. Auch für Zapier einer der besten RSS-Reader. RIP, Google Reader. Wie kriege ich den Feed rein? Erst mal Feed finden. Leider haben alle Browser die RSS-Buttons entfernt. Für Google-Chrome, meinen Leib- und Magen-Browser über alle Devices (außer iOS), benutze ich die Erweiterung “RSS-Abonnement” (von Google). Google hat sie entfernt, um sie dann als Erweiterung im Chrome App Store zur Verfügung zu stellen. Ich verstehe schon, dass RSS etwas für Profis und Wissensarbeiter ist, aber… Egal. Klick auf den Feed-Button. rss-symbolBei den meisten Wordpress-Seiten gibt es zwei Feeds, den Beitrags-Feed und den Kommentare Feed. Also richtigen Feed aussuchen. Wenn ich keine Maus dabei habe, kann man den nicht kopieren. Feed anklicken. Dann kickt die Erweiterung ein. Auf Link zu cleanem Feed klicken. Kopieren, rein in Fever, Gruppe aussuchen, fertig. Viele Klicks. Dann noch drei Tabs schließen. Der andere Weg: Gleich in den Quellcode sehen, nach „feed“ oder „xml“ oder „rss“ suchen - Feed schnappen, Fever auf, Rest siehe oben. Das muss doch einfacher gehen. Followerpower? Immer weniger Seiten haben aber einen RSS-Button. Vorhaben für demnächst: Seiten aus Bookmarks in eine eigene Suchmaschine kippen, gegen die ich suchen kann.

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2FA: Welches AWS hätten Sie denn gern?

Amazon / Android / App / Cloud / Design / Konzeption

Wenn ich als Smartphone-Nutzer in meiner Google-Authenticator-App meinen AWS-Account hinzufüge, kann ich das ganz einfach per Barcode machen. (Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich einfach Two-Factor-Authentification.) Aber leider wird beim Hinzufügen kein Accountname dazu geschrieben. Wenn ich mehrere Accounts habe, die auf die gleiche App zugreifen, macht das das Unterscheiden der einzelnen Accounts schwierig. Beweisfoto, anonymisiert: wp-1453366441463.png AWS, es wäre toll, wenn du auch die Info mit geben würdest. So muss ich nämlich immer wissen, was mein privater AWS-Account und welches der von der Arbeit ist. Für Freelancer ist es noch schwieriger: Wenn man mehrere Accounts bei AWS hat, welcher ist dann von welchem Kunden?

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RSS-Reader: Die 1000 ist gefallen

Allgemein

Vor Weihnachten habe ich angekündigt, dass ich bald die 1000 Feeds in meinem Feedreader knacken werde. Das ist jetzt passiert. Vorher: 999-Feeds-in-Fever Nachher: 1009-Feeds-in-FeverÜbrigens nutze ich Fever, auf eine Empfehlung von Sebastian Brinkmann hin, als Google Reader eingestellt wurde. Und: keine Angst davor, mit der OPML-Datei mehrere Dienste auszuprobieren. Vielleicht gefällt dir ja Feedly besser. Das gibt es auf allen Plattformen, ist sicher auch einen Versuch wert. Übrigens, #followerpower: Die 1000 ist gefallen oder sind gefallen? Was klingt richtiger?

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