Was man von den kaputten Robotern in Wall-E lernen kann
Wall-E ist ein zauberhafter Zeichentrickfilm, der nur einen Oscar gewonnen hat. Das Wort Zeichentrickfilm fühlt sich bei einem computeranimierten Film komisch an, aber er ist und bleibt zauberhaft. Eine halbe Stunde zu Beginn wird gar nicht gesprochen. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein kleiner Roboter namens Wall-E räumt den Müll auf der Erde auf, den die Menschheit, die vor dem Müll ins All geflüchtet ist, dort hinterlassen hat. 700 Jahre, nachdem die Menschheit die Raumschiffe bestiegen hat. Eines Tages kommt eine andere Robotersonde zurück auf die Erde, um dort nachzuschauen, ob wieder auf der Erde Leben möglich ist. Er verliebt sich in sie und reist mit ihr aufs Raumschiff, wo die letzten Menschen wohnen. Auf diesem Raumschiff treffen die beiden auf kaputte Roboter in einer Roboter-Werkstatt. Diese befreit Wall-E aus Versehen. Auch Wall-E könnte man für einen kaputten Roboter halten, denn er hält sich auch nicht nicht an Vorschriften. Die meisten Roboter an Bord halten sich an Befehle, egal, wie alt sie sind. Dabei verselbstständigen diese sich und erheben sich über die Menschen. Wall-E und die kaputten Roboter machen das, was ihnen in den Kopf kommt - aber immer, um der Sache, der Menschheit zu dienen. Einer von ihnen malt singend Streifen aufs Raumschiff, wo sie nicht hingehören, die dem steril wirkenden Raumgleiter aber eine menschlichere Note geben. Das Gesamtbild im Kopf haben, das Gesamtwesen optimieren wollen - das ist eine ganz wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg: Machen, und dann um Vergebung bitten. Im Startup-Umfeld hat das längst den Charakter eines Glaubenssatzes:










