Feature Request für Google Now

Android / App / Google / User experience

Seit dem Nexus One habe ich durchgängig ein Android-Smartphone besessen. (Offenlegung: Damals war das eine Dreingabe zum Google I/O-Ticket.) Immer auch ein iPhone, nur gerade mal nicht, aber du fragst dich jetzt, warum? Weil ich glaube, dass man als Produktmacher die Geräte kennen sollte, die die meisten Kunden benutzen. Und das ist leider die Wahrheit, auch wenn das die iPhone-tragenden Konzepter nicht wahrhaben wollen: Zwei Drittel der Mobile-Nutzer auf den Sites, die ich kenne, benutzen eben Android. Und davon wiederum die Hälfte benutzen Samsung-Telefone. (So weit würde ich jetzt aber nicht gehen, dass ich mir ein Samsung-Telefon kaufen würde.) Also, ein Android-Smartphone ist mein täglicher Begleiter zur Arbeit. Niemand kennt mich besser, außer natürlich meine Familie. Bis vor kurzem glaubte die System-App Google Now, dass ich an meinem Zielbahnhof München-Ost nicht umgestiegen bin, sondern dort geparkt habe. Das ist jetzt Geschichte. Seit ein paar Tagen werden die besten Umstiegsmöglichkeiten am Bahnhof angezeigt. Und die betreffen bei mir die U4/U5, mit der ich tatsächlich auch fahre. Sehr, sehr zielgenau. Zeitlich sind das auch die nächsten Abfahrten. Screenshot-Google-Now-Ostbahnhof-U4U5   Aber wenn ich aufs Land fahre, wo ich wohne, werden die Haltestelleninformationen schlechter. Mir werden zum Beispiel am Beispiel Rosenheim, wo ich in die letzte Bimmelbahn für eine Station umsteige, abwegige Empfehlungen angezeigt - etwa der Nachtreisezug, der 12 Stunden säter abfährt, oder ECs, in die ich besser schon in München eingestiegen wäre.Screenshot-Google-Now-Rosenheim

Weiterlesen »

Dark UX Pattern Inception: der wandernde Schließen-Button in Overlay-Ads

Design / User experience / Web

Der gute alte Desktop stirbt. Der war natürlich nie gut, höchstens als es noch keine Display-Werbung gab. Erst schuf der Online-Gott das Desktop-Web, dann vollflächige Werbeformen und am dritten Tage den AdBlocker. Eine notwendige Evolution von Fressen und Gefressen-Werden. Eine der letzten Volten des Desktop-(Werbe-)Webs war die Werbung im Layer oder Overlay über der Seite. Als die Pop-up-Schutzfunktion im Browser die Pop-ups und Pop-unders schon getötet hatte, war das der Ausweg. Viel Javascript und viel Werbung. Dark Pattern für die User Experience. Und darin versteckte sich die Inception der Dark Patterns im UX: ein Schließen-Button mit wechselnder Position. Bei guten Vermarktern ist es Pflicht, das Werbemittel mit Schließen-Button anzuliefern. Aber man kann ja bei jedem Werbemittel aus der gleichen Kampagne den Schließen-Button an einer anderen Ecke unterbringen. Rechts oben ist ja fast schon gelernt. Schlimm, leider oft genug gesehen. Aber das ist jetzt Geschichte. Die Zukunft gehört der mobilen Werbung. Und dass das Prestitial fast genau den gleichen Quatsch macht (Kicker-App, ich rede von dir - Europameisterschaft in Frankreich, weißt du noch?) - Geschichte wiederholt sich eben doch. Wenn auch auf vier bis sechs Zoll statt auf 14 bis 24.

Weiterlesen »

Warum ich finde, dass der Digiday-Newsletter der beste Ansatz für Mail-News-Digests ist

Newsletter

Alles sieht gleich aus. Texte sehen im Web 2016 immer so aus wie bei Medium. Teaserkacheln sehen immer so aus wie bei Buzzfeed. Was anders aussieht, bekommt meine Aufmerksamkeit. Etwa der Newsletter von Digiday, den ich durch meinen Chef entdeckt habe. Der hat gar keine Bilder, nur flott getextete Teasertexte und fette, gelbe Links. Die machen „BÄMM“, und meist klicke ich gleich ein paar. Digiday habe ich zwar auch im Feedreader, aber man kann ja unmöglich alles lesen. Digiday Daily Newsletter Hier kann man den übrigens abonnieren.

Weiterlesen »

Was fehlt: der Button für mehr Blogs wie dieses

Allgemein / Produktmanagement

Durch Zufall bin ich auf das Blog gestolpert, oder genauer: Ich weiß nicht mehr, wie ich zum ersten Mal auf digitale Pracht gekommen bin, aber die Agentur macht von ihrem digitalen Fußabdruck her einen guten Eindruck. Im Blogpost, der mich am meisten interessiert hat, geht es um die Multisite-Architektur einer WordPress-Multisite. Ich glaube, Multisites in dieser Art sind die 1% der 1% bei WordPress, um es mit Morten Rand-Henriksen zu sagen. Kaum jemand braucht sich um das Konzept von mehreren Websites in einer Installation Gedanken zu machen, nur Menschen, die mir Produktentwicklung und Technik ihr Geld verdienen. Also Leute wie ich und auch die von der digitalen Pracht. Prachtvoller Name einer Agentur, übrigens! Ernst gemeintes Lob. (Warum interessiert mich Multisite? Ich mache sowas gerade für TargetVideo, das erste dieser Verticals, wie wir das auch nennen, ist seit Januar auf dieser Architektur live, das zweite kommt im Juli. Außerdem habe ich habe solche Systeme auch schon bei meinem alten Arbeitgeber ProSiebenSat.1 Media SE konzipiert und ins Leben Produktivsein geschickt.) Von solchen Blogposts wollte ich mehr. Das Blog von digitale Pracht habe ich schnell ausgelesen. Wie finde ich mehr? Früher gab es auf allen Blogs eine Blogroll. Darüber konnte man Seiten entdecken, die dem Bloggenden gefielen. Aber oftmals fielen diese Links bei den BloggerInnen in Vergessenheit, und wenn überhaupt noch gebloggt wurde, gab es dennoch keine Pflege mehr für diese Links. Wer Elternblogs besucht, kennt das Thema zur Genüge. Viele Mama und Papas bloggen für eine gewisse Zeit, und dann werden die Internetauftritte leider nicht mehr aktualisiert oder noch schlimmer, sogar abgeschaltet. Auch die erfolgreichsten Konzepter stecken mehr Gehirnschmalz in die Konzepte und vielleicht noch in Folien für die IA Konferenz, aber  nicht in Werkstattberichte auf ihrem Blog. Was mir fehlt, ist ein Button: mehr davon. So wie Taboola und Co. Bauchfett-Content zum neuen Trend gemacht haben, hätte ich gern einen mit besserer User Experience. Nach dem Motto:

Weiterlesen »

Konzepte für komplett neue Dinge können anstrengend sein. Danke, Excel!

Arbeiten / Konzeption / User experience

Wenn du nix Richtiges gelernt hast, musst du richtig hart schuften. (Natürlich haben wir alle etwas gelernt, aber je länger das zurückliegt, umso weniger kann ich mit dem konkreten Handwerkszeug von damals anfangen. Zeitungen gibt es für die nächste Generation nicht mehr.) Das gilt auch für Produktmanager wie mich. Derzeit plane ich einen Shop, der keiner ist. Der nicht versendet und auch keine Bezahlmethoden braucht. Die Komplexität senkt das nur unwesentlich, schließlich muss ich unserem künftigen Partner, mit dem wir das umsetzen, vermitteln, worin die Unterschiede bestehen zu einem klassischen Commerce-Projekt. In einem alten Projekt haben wir das die Delta-Stories genannt. Das ist kein feststehender Begriff, wir haben das nur für uns im Scrum-Team so bezeichnet. Delta kennen wir alle noch aus der Schulmathematik oder -physik. Es drückt die Veränderung eines Zustandes gegenüber einem anderen aus. Im Gespräch mit Entwicklern kann ich das als Product Owner gut zusammenfassen: Das ist wie bei Projekt Soundso, nur in der und der Hinsicht anders. Den Shop werden wir mit einem Partner machen, den wir noch nicht kennen. Also werde ich eher mehr als weniger Dokumentation schreiben, damit das klarer wird. Mit guten Abnahmekriterien und kleinen Scribbles, und auch dem, was Entwicklern von Produktmanagern nicht wollen - ersten Ideen zur Umsetzung.

Weiterlesen »

Visual Statement: AWS ist das neue IBM

Amazon

Alles ist mit dem Bild schon gesagt, ich will das auch nicht überinterpretieren. Früher galt der IBM-Spruch. (Nicht mal Wikipedia kennt seinen Urheber.) Unsere Papas und Opas kannten den noch, liebe Millennials. Heute ist AWS der de-facto-Standard in der Technologiewelt. AWS heißt Amazon Web Services, und eigentlich war das mal eine Resteverwertung der Serverkapazitäten des größten Onlinehändlers der Welt. Heute ist es die größte Rechner-Cloud der Welt. Das will ich gar nicht kritisieren, da ich AWS auch selbst einsetze. Das wäre wenig glaubwürdig. Aber warum ist das so?

Weiterlesen »

MailChimp: Account oder Profile?

Newsletter

Jedes Mal, wirklich jedes Mal stolpere ich über dieses Menü bei MailChimp. Liegt das, was ich zu erledigen habe, im Bereich Profile oder im Bereich Account? Semantisch kriege ich das nicht aufgelöst, und das User Interface gibt mir auch keinen Hinweis, was damit gemeint sein könnte. Ein einfaches Settings würde mir zum Beispiel reichen, das kann immer noch die Weichenseite sein. Profile Account MailChimp Und nein, Newsletter sind weder Old School noch der heiße Scheiß. Sondern einfach ein nützliches Tool, um Kunden zu reaktivieren.

Weiterlesen »