Wenn ich groß bin, schreibe ich ein Buch

Blog / Buecher / Familie

Seit langem hege ich einen Kinder-Wunsch. Äh, einen Kinder-Buch-Wunsch. Wenn ich schon keine Yoga-DVD veröffentlichen kann (wegen amtlicher Unsportlichkeit und mangelnder Bekanntheit), dann den anderen Weg zum Bestsellerregal: Kinderbücher. Madonna hat es gemacht, Ralf Bauer bestimmt auch. Seit meine Jungs alt genug dafür sind, komme ich aus dem Lesen von Kinderbüchern nicht heraus. Da geht es um eher sachliche Zusammenhänge. Dort finde ich, fehlt noch viel von der echten Welt. Was macht eigentlich ein Projektmanager? Ich glaube also, ich habe Erfahrung mit dem Stoff. Und ich bin Zielgruppe. Das ist eine fixe Idee geworden, und so schaue ich ab und an nach Illustratoren bei einem der gängigen Marktplätze für Design, die mir gefallen könnten. Immerhin ist die Idee jetzt mit einem Blogpost in der Welt. Vielleicht kann sich das ja so verselbständigen. Fixe Ideen führen bei mir schon auch zu Domain-Käufen. Für ein paar Bücher habe ich mir bereits die Domains gesichert. Fehlt eigentlich nur noch das pädagogische Konzept. Oder braucht man das nicht als Kinderbuchautor?

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Produkte, die ich nutze: Bose QuietComfort 25

Android / Arbeiten / User experience

Von diesen Kopfhörern habe ich immer geträumt: Vielreisende haben die auf Langstreckenflüge (gefühlt) immer dabei. Sie sind die ikonischen weißen iPhone-/iPod-Kopfhörer unter den geräuschunterdrückenden Kopfhörern. Aber ich bin so wenig gereist, dass ich den Kauf für mehr als 250 Euro nicht rechtfertigen konnte. Das hat sich letztes Jahr geändert, als ich zu TargetVideo gewechselt bin. Da kam eine Menge mehr Pendeln auf mich zu - mit dem Zug. Und weil das Gerede im Zug sehr, sehr, sehr anstrengend sein kann, wollte ich bessere Noise Cancelling Headphones als meine von Audio-Technica. Auch Bento empfiehlt Kopfhörer als Pendler-To-Do Nr. 1. Die drücken nämlich nach ganz kurzer Zeit. Als ich am Flughafen München zum ersten Mal in einem Shop die Kopfhörer von Bose aufgesetzt habe (die mit dem langem Titel “QuietComfort 25 Acoustic Noise Cancelling Headphones für Samsung“), wollte ich sie nie wieder absetzen. So seidig weich sitzen die auf dem Kopf. Auch The Wirecutter empfiehlt die Klassiker von Bose als die besten Kopfhörer dieser Art. Das ist als Laie schwer zu überprüfen. Aber ich bin sehr glücklich mit dem Kauf. Eine besondere Bedeutung kommt den Headphones auch zu, wenn die Kinder akustisch anstrengende Kinderserien sehen: Nein. Doch. Ah! Dann kann man die auch mal ohne Audioquelle aufsetzen, und die Welt versinkt in Stille.

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Zwei Anti-Patterns bei einem RSS-Feed

Seo / User experience / Web

Anti-Patterns nennt man Muster in der Gestaltung der nutzerzugewandten Seite einer Anwendung (User Interface), die zwar häufig vorkommen, aber eine schlechte Angewohnheit darstellen oder sogar eine manipulative Art haben. Heute soll es gleich um zwei dieser Muster gehen - RSS-Feeds ohne den vollen Inhalt und News-Aggregatoren-Seiten.

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Alle guten Namen, Domains, Marken sind weg

Auto / Cms

Dass ich Podcasts höre, ist bekannt. Im Sommer und Herbst 2016 ist Automatic ein recht umtriebiger Podcast-Sponsor. Das Technologieunternehmen vertreibt direkt ein Modul, das man auf den ODB2-Port im Auto aufstecken kann. Ein anderes Thema, das mich beschäftigt, ist WordPress. Über meine Faszination für das Blog-CMS, das als CMS verstanden wird und auch genutzt wird, denke ich den lieben langen Arbeitstag nach, und hier tue ich das oft genug auch. Die Firma, die Matt Mullenweg für WordPress gegründet hat, heißt Automattic - so wie alles rund um Mullenweg nach seinem Vornamen heißt. Sein Blog ist ma.tt. Wahrscheinlich die coolste exotische Domain, die ich kenne. Wie soll man also als Technik-Fan, der ich bin, die beiden Produkte auseinander halten? Beim Hören geht das nicht. Automatic. Automattic. Klingt gleich. Zwar sind die in sehr unterschiedlichen Segmenten unterwegs, diese ganz unterschiedlichen Firmen. Aber Automatic tut mir leid. Gegen 25% des CMS-Marktes kommst du in meinem Kopf nicht an.

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Niemand googelt "ring der nibelungen spotify"

Google

Pointe. Das muss ich erklären: Wenn ich „ring der nibelungen spotify“ suche, ist das kein Ergebnis, dass in den Auto-Completes auftaucht. Es ist also bloß keine häufige Suche. Sie wird sicher schon ausgeführt. Wir sind eben doch keine Schneeflocken, einzigartig und so. Bei Spotify gehen die Seltsamkeiten weiter: Wenn ich bei Spotify nach der Buchstabenfolge „nibe“ suche, wird mir als bestes Ergebnis Nine Inch Nails angezeigt. Offenbar ist der Algorithmus also sehr personalisiert, weil ich Trent Reznor mag.

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Buchkritik: "Die Flüsse von London" und ihre Fortsetzungen

Buecher

Jeder angehende Romanautor sollte zur besseren Beschreibung von Orten, Menschen, Gerüchen gut gemachte Kriminalromane lesen. (Manche könnten das brauchen, auch um ihre Sprache weicher, geschmeidiger, eingängiger zu machen.) Danach beobachtet man als Autor die Wirklichkeit besser. Noch ein Tipp: Und Reisen bildet - auch Autoren. Die minimalen Abweichungen, die man bei einer Reise durch Deutschland sieht, reichen nicht für die Schärfung der Wahrnehmung aus. Bei mir hat eine dienstliche Reise über London dazu geführt, dass sich auch meine Beobachtungsgabe verbessert hat und mein Wortschatz für Eigenschaften angefüllt hat. Das und die Lektüre der Buchreihe über Constable Peter Grant, aus der ich heute stellvertretend den ersten Band mit ein paar Bezügen auf weitere Bände besprechen möchte. Jeder Roman lässt sich auf einen einfachen Pitch zusammenfassen, mit dem man sich vorstellen könnte, dass das Buch dem Verlag angeboten worden wäre. Bei dieser Tentalogie (heißt das so?), aus der „Die Flüsse von London“ stammen, wäre dies: Ein frisch ausgebildeter Londoner Polizist wird zum Undercover-Harry-Potter, einem Zauberer in Ausbildung. Und die dauert zehn Jahre - was wohl für die Erwachsenenbildung ein langer Zeitraum ist. Die Kollision von Genres scheint ja gerade ganz en vogue zu sein, wie ich an den Jane-Austen-Vampir-Themen gesehen habe, die ich nicht kannte. Der besondere Reiz an der Figur Peter Grant ist, dass der sehr Londoner ist - mehr als er weiß oder schwarz ist, irgendwie ein sehr leicht abzulenkender Polizist. Der sieht oft mehr Anhaltspunkte als seine Kollegen, aber er kommt manchmal von dem ordnungsgemäßen Weg ab - und braucht etwa gesetzestreue Kolleginnen wie Lesley, mit der er die Ausbildung gemacht hat. Lesley ist Thanner zu Grants Schimanski, auch wenn Grant mit Schimpfworten haushält. Und wie es in jedem Zauberer-Bildungsroman so sein muss, hat auch Peter Grant seinen väterlichen Mentor und Großzauberer. Der heißt Nightingale und ist bis zu Peter der einzige Zauberer in Londoner Polizeidiensten, der mehr als nur ein bisschen den Kontakt mit der britischen Realität verloren hat. Ich sehe vor meinem geistigen Auge immer Bill Nighy ihn spielen - das muss bitte passieren, ja? Danke! Was bedeutet also der Titel? Auch Orte haben etwas Magisches, lernen wir. Sehr starke Magie geht etwa von Flussgottheiten aus. Und da gibt es Mama Themse und Papa Themse, und die vielen Nebenarme sind auch Familie. Wunderschöne, zum Teil, zum Verlieben schön, und auch uralt - je nach Länge des Flusses. Offenbar hat der Autor seine Bücher gleich als mehrteilige Serie angelegt, das merkt man, dass in Teil zwei und drei auch „Was bisher geschah“ so erzählt wird, dass man da einsteigen kann. Der erste Teil verbringt mehr Zeit mit der Exposition, weil die ganze Welt etabliert werden muss. Offenbar ist Grant aber ein langsamer Schüler. Bis Band drei wissen wir noch immer noch nicht schrecklich viel über Magie und das, was die Zauberwelt im Inneren zusammenhält. Was mich bei der Stange gehalten hat, sind die unglaublichen Ereignisse, die mit einer Nonchalanz passieren. Oft nur in einem Nebensatz, der am Ende eines „Eigentlich wollte ich…“-Satzkonstruktes steht. Das ist ein bisschen manieriert, manchmal vorhersehbar, aber weil britisch, eben auch witzig geschrieben. Über die Ausbildung als Polizist:

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Apple weiß, wo dein Auto steht

Android / App / Apple / Auto / Ios / Konzeption / Produktmanagement / Reisen

Eine digitale Zettelsammlung habe ich für meine künftigen Blogeinträge. Manchmal gibt es Tage, an denen ich über drei oder mehr Themen bloggen könnte. Dann kommen wieder Projektphasen, wo man die Fühler einzieht und einfach das Projekt durchzieht. Dann bin ich froh, im Stehsatz (ich habe mal Zeitung gemacht, man merkt es, oder?) noch ein paar vorbereitete Posts liegen zu haben. Wozu habe ich diese digitale Zettelhuberei?

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Filmkritik "Findet Dorie"

Film

Es ist eine ganz besonders kreative Leistung des deutschen Verleihs von „Findet Dorie“, den Namen der Titelfigur von Dory im Englischen auf Dorie im Deutschen zu ändern. Da kann man ja bloß froh sein, dass Dorie/Dory im ersten Teil nicht auf Doris geändert worden war. Dory (US) bleibt also Dorie (DE). Diese Meisterleistung reiht sich ein in die kreativen Ergüsse der Marketingabteilungen, die aus „From the Cradle to the Grave“ im Deutschen „Born to Die“ gemacht haben. Der erste Teil hatte außer der eingedeutschten Hauptfigur die falsche Konjugation beim Verb111. „Finding Nemo“ erzählt von der Reise, die Nemos Vater Marlin und seine Zufallsbekanntschaft Dorie machen, um Nemo zu finden. Das Partizip Präsens ist ganz genau richtig. Der Weg ist das wichtigste, das Ziel wird nur mehr kurz abgehakt am Ende des beliebten Films. Das ist auch die Prämisse für den zweiten Film. Mittlerweile bilden Dorie, Marlin und Nemo eine glückliche Patchworkfamilie im Riff. (Was immer noch modern ist, und auch schon im ersten Teil war. Republikaner in den USA werden diesen Film hassen.) Wenn man so will, ist Marlin der Vorgänger von „Transparent“. Denn Nemo müsste jetzt eine Frau sein sein, und auch Marlin müsste jetzt Marlene sein. Clownfische ändern im Laufe ihres Lebens das Geschlecht. (Das weiß ich dank des verstörendsten Plakats, das je ein Zoo hat drucken lassen. Danke, Tierpark Hellabrunn. Die Kampagne bekomme ich nicht aus meinem Kopf, und ich bin schon gespannt, wie ich das meinen Kindern erklären soll.) Diesmal geht Dorie verloren. Diesmal ist sie dran mit der Suche nach ihren Eltern. Der Meister des Flashbacks ist ein Mitarbeiter von Pixar: Die Vignette aus „Oben“, in der Mr. Fredriksson sein ganzes Leben als Film vor dem inneren Auge vorbeizieht, gehört zum dichtesten Storytelling, das ich je erleben durfte. Und auch diesmal ist das wieder so. Natürlich erzählt „Findet Dorie“ auch vom Gefundenwerden, und nicht nur bei mir kullerten da die Freudentränen. Wie sehr die Menschen bei Pixar an ihren Geschichten feilen, bevor sie verfilmt werden, kann man in „Creativity, Inc.“ nachlesen, dem Buch des Pixar-CEOs. Der Stoff ist alles. Der muss sitzen, bevor die aufwändigen Trickszenen gemacht werden. 600 Animationsspezialisten arbeiten das aus, was der Brain Trust für gut befunden hat. (Ja, so heißt der wirklich bei Pixar.) Der Oscar für den besten Animationsfilm dürfte auch in diesem Jahr Pixar sicher sein. Diese Kategorie verdankt ihre Existenz den bezaubernden Werken aus Kalifornien. Und dann Pixar kam es auch zur zweiten Disney-Renaissance meines Lebens. So ein feministischer und dennoch missverstandener moderner Klassiker wie „Die Eiskönigin“ wäre ohne die kreative Zusammenarbeit der Spitzen des Disney-Studios und von Pixar nicht möglich gewesen. Eine Zeit lang war die hüpfende Lampe vor dem Film das größere Versprechen als das sich im Wasser spiegelnde Märchenschloss. Teile von „Findet Dorie“ sind auf dem Papier ein Malen-nach-Zahlen-Bild. Alte Freunde wie die Surferschildkröten, aber auch Helfershelfer beim Reisen wie die Seelöwen, der Oktopus, die Walhaidame oder der Beluga sind Merchandising-geeignet. Aber in erster Linie sind sie eine Bereicherung der Welt von unseren geschuppten Freunden. Und Dorie ist die Wärmequelle der Nemo-Sagen, das wird im zweiten Teil noch klarer. Auch wenn sie Gedächtnisschwund hat, ist sie der liebenswerteste Fisch im Pazifik. Noch liebenswerter als Haihappen Nemo. Geringeren Filmkräften wäre das zu einer Art Nummernrevue verkommen, aber Pixar schafft ein weiteres Meisterwerk. Wieder einmal widerlegt Pixar die Regeln für Fortsetzungen, die nicht geplant waren – „Scream“ hat doch nicht immer recht gehabt. Vor allem für Eltern hält der Film genug Material zum Schmunzeln und Innehalten bereit, über die konkreten Erlebnisse hinweg.

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So geht also ein richtiger Flughafen: Heathrow

Reisen / User experience

An einem Sonntag hatte ich jüngst das zweifelhafte Vergnügen, über den Londoner Heathrow-Airport reisen zu dürfen. Zweifelhaft deshalb, weil mir viele bessere Dinge einfallen, die ich an einem Sonntag lieber wachen würde. Ausschlafen, Kinder bespaßen, Familie genießen. Meine Sehnsucht trieb mich auch in einen Spielwarenladen, den gleichen, den ich schon in Moskau besuchen durfte - in der Mini-Mikro-Ausgabe, die in eine Flughafen-Mall passt. Londoner U-Bahnen sind noch etwas ikonischer als ihre Amsterdamer Kollegen.

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