Podcasts, die ich höre (6): The Ezra Klein Show

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Journalismus / Podcast
Symbolbild Podcast. Foto: Blake Connally/Unsplash
Es gibt Podcasts, die sind für nebenbei. Fest und Flauschig ist so einer. Das plätschert, und ab und an explodiert ein Grinsen in meinem U-Bahn-fahrenden Gesicht.

Es gibt aber auch Podcasts, die aktives Zuhören verlangen. Wo man mitdenken muss, schnell sein, die Anspielungen und Gedankengänge verstehen. Recode Decode ist so einer, weil Podcast-Gastgeberin ihren roten Stuhl auch mal zum heißen Stuhl macht. Wenn wir jetzt davon rede, Facebook seien zu Waffen geworden („weaponizing social media“), dann liegt das meiner Meinung auch an ihrem Framing.

Ezra Klein ist der Gründer von Vox, und da er nicht mehr als Chefredakteur für die Organisation des Teams verantwortlich ist, hat er noch mehr Zeit für seinen Podcast, nehme ich an. (Übrigens ganz ähnlich zu Swisher, die mal Chefredakteurin von Recode Decode war, aber sich selbst nicht als gute Chefin gesehen hat. Vox und Recode gehören übrigens der gleichen Mutterfirma, Vox Media.) Weiterlesen

Ein hilfreicher Rant

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Apple

Jemand hat ein iPhone und weiß sehr viel darüber. Vor allem weiß er, dass viele das nicht wissen, was er weiß. Leseempfehlung für alle, die ein iPhone haben, und für die, die iPhone-Nutzern Tech-Support geben müssen (Kinder, hust, Enkelkinder und so).

iPhones are hard to use  ¶  Personal Weblog of Joe Clark, Toronto:

Last but not least, almost nobody knows you can designate some correspondents as “VIP,” so that their messages and E‑mails really get in your face. It’s also so hard to do that I have to Google it every time.

Wo ein Algorithmus die Abo-Preise für Zeitungen bestimmt

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Zeitungen
Druckmaschine für Zeitungen. Foto: Bank Phrom/Unsplash
So kann man als Zeitung auch seine Abonnentinnen verärgern und verlieren:

The strange case of the $846 subscription offer to the Kansas City Star | Poynter:

Retiree Rob Black lives in an upscale but not wildly affluent suburb of Kansas City and has subscribed to The Kansas City Star since he moved to town in 1970. So it was a rude shock in July when he received a bill raising his renewal rate by 27 percent to $846.66 a year.

Surely that was a mistake, Black recalls telling the sales rep he reached by phone. Could he negotiate a lower rate? At least to the $600-something his neighbor was paying? No and no, the rep replied, and home delivery stopped within days.

It took some checking over a period of a month, but three sources confirmed to me that Black was on the receiving end of a peculiar new circulation strategy, which one called „reverse redlining.“

At the Star and 29 other McClatchy papers, longtime core subscribers, especially in higher income ZIP codes, are being hit with big renewal rate increases.

Some will cancel, the theory goes, but many will shrug and send in a check. So the practice works out to a net revenue gain for the company.

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Wie man Dinge schafft, auch wenn einer nicht danach ist

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Arbeiten / In eigener Sache
Neon-Schriftzug "Time is Precious" an Gebäudewand. Foto: Joe Hu/Unsplash
Wir kennen das alle. Wir haben eine Aufgabe, die wirklich wichtig ist, aber noch nicht dringlich. Sie ist groß, so groß wie eine wissenschaftliche Abschlussarbeit (im Akademischen) oder eine Projektstruktur (im Beruflichen). Und wir trauen uns nicht an sie heran. Was ist dann der Trick? Wer alles wissen will, liest den folgenden Link. Wer meine Interpretation und was ich mir daraus mitgenommen habe erfahren will, bleibt hier im Blog.

How to Get Things Done When You Don’t Feel Like It – ACM Queue:

Reserve an amount of time that is realistic for making progress—at least 30 minutes to an hour. This strategy is key for busy people or managers. If you don’t schedule the time to do meaningful strategic work, your time will fill up with tactical tasks.

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Podcasts, die ich höre (5): Recode Decode

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Podcast
Kara Swisher mit dem berühmten roten Stuhl. Aufnahme von 2007. Foto: Joi Ito/Flickr
Wir sagen oft über uns selbst, dass andere uns besser beschreiben können. Kara Swisher, die wohl einflussreichste Technik-Digital-Journalistin, die es in den USA gibt, hat diese Probleme nicht. Sie kennt sich selbst, und sie ist ein badass:

Kara Swisher on the worst and best bosses she’s ever had.:

Management is exhausting. People are emotional, people have issues. And I’m ultimately too selfish for that. I’m more interested in my work than anybody else’s work. It might sound rude or crazy, but I just think I’m better. And women aren’t supposed to say that. Historically, a lot of women have had to help the men in charge. They were always No. 2. I want to be No. 1.

Kara Swisher ist auch die Gastgeberin des Podcasts „Recode Decode“, und sie genießt diesen Podcast sehr, wie sie selbst auch immer wieder sagt. Weiterlesen

Jessica Lessin: Execution macht GAFA so groß und dominant

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Cloud
Jessica Lessin, Gründerin von The Information, in ihrem aktuellen Newsletter:

Google didn’t become Google because it built the perfect search experience. It became a $766 billion company because it figured out how to distribute and tune a superior search algorithm and use the cash that spewed off of it to acquire businesses like YouTube, DoubleClick, startups that formed the basis of Google Maps, and Android. Then it used the same system of great engineering and hyper-data-driven refinements to turn those products into global hits too.

Sie fasst das zusammen mit:

It’s some luck—but mostly execution.

Was steckt in einem Namen?

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TV-Serien
Pilze im Wald. Foto: Presetbase Lightroom Presets/Unsplash
Während ich auf die neuen Folgen von Star Trek Discovery bei Netflix warte, habe ich eine Entdeckung gemacht – und zwar betrifft die die Figur, die Anthony Rapp spielt. Die heißt Paul Stamets. Und in der Serie entdeckt diese Figur (ACHTUNG SPOILER!) ein Pilznetzwerk im Universum mit erstaunlichen Fähigkeiten für den Transport.

(Anthony Rapp ist einer der Schauspieler, die Kevin Spacey sexuelle Übergriffe vorwerfen. Er wurde zum Opfer, als er 14 war! Leider vergisst man darüber, welche Intensität er dieser Nebenfigur verliehen hat.) Weiterlesen

D-Box 4D-Cinema Motion in Nürnberg

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Film
Daneben steht schon eins mit 4D oder so. Foto: Bruno Abatti/Unsplash
Im Oktober 2018 steht wieder mal eine Reise nach Nürnberg an, zum dortigen Indie Web Camp, einem der traditionsreichsten dieser Art. Was das ist, darüber habe ich schon geschrieben. Und Reisen (alleine) sind für mich die Chance, abends meinem liebsten Hobby nachzugehen – ins Kino zu gehen. Dafür gibt es in Nürnberg, der vierzehntgrößten Stadt Deutschlands, das größte Kino Deutschlands – nach der Gesamtzahl der Sitze gemessen. Der größte einzelne Saal befindet sich nach wie vor in Essen, in der Lichtburg – ist also kein Multiplexkino. Multiplexkinos nennt man die Kinocenter mit mindestens sieben Sitzen und 1500 Sitzplätzen, die es ermöglichen, einen Film in mehr als einem Saal zu zeigen – gleichzeitig. Multi + plex. Weiterlesen