Es gibt jetzt zwei Bücher über die Entstehungsjahre von Twitter. Wenn man nur eines lesen will, sollte man sich für Hatching Twitter von Nick Bilton entscheiden. Nick Bilton ist Kolumnist bei der New York Times. Wenn man etwas mehr Hintergrund haben will, auch eine gefärbte Version der Geschichte, dann kann man gern noch das Buch von Biz Stone dazu nehmen. (Der ist der Witzbold bei Twitter gewesen. Das ist nicht so ernsthaft wie das andere.)
Nick Bilton hat mit Hatching Twitter eins der besten Silicon-Valley-Bücher geschrieben. Für mich gehört das auf die gleiche Stufe wie „In the Plex“, die Google-Geschichte von Stephen Levy. Oder auch wie das vor kurzem erschienene „The Hard Truth About Hard Things“. Ein paar Gedanken zum Buch, das jeder lesen sollte, der mal in einem Startup gearbeitet hat oder mal in einem Startup arbeiten wird. Bald gibt es das auch als TV-Serie.
Coldplay hat ein neues Album. Es gibt das Album nicht bei Spotify, wo ich sonst meine Musik höre.
Ein kühler Hinweis findet sich auf der Seite für das Album:
Der Künstler bzw. seine Vertreter haben entschieden, dieses Album nicht auf Spotify zu veröffentlichen. Wir bleiben weiter dran und hoffen, sie noch umstimmen zu können.
Der Ton von Spotify für diese Erklärung ist perfekt: kurzes Statement, Blamen des eigentlich Verantwortlichen und mit einem Schuss Hoffnung.
Meiner Frau wollte ich das Album eigentlich zum Muttertag schenken. Da war ich ein bisschen zu schnell. Das Album ist erst heute herausgekommen. Also schnell zu Spotify, den Account teilen wir uns. Und dann finde ich das heraus, vormittags war das Album noch gar nicht zu finden. Da frage ich mich:
Gibt es solche Fälle öfter? Dass die Superstars etwas nicht bei Spotify veröffentlichen, wohl aus Angst um Umsatz?
Was ist das normale Windowing für Spotify?
(Warum hat Amazon eigentlich etwas gegen das Hotlinken von Bildern?) Und wir sind in die Falle gegangen: Wir haben das Album bei Amazon gekauft. Derzeit 8,99 Euro für die MP3-Version, bei iTunes hätte das 10,99 Euro gekostet. Geht die Strategie doch auf.
Die Britin Hollie Lubbock (https://twitter.com/hollielubbock, http://www.hollielubbock.co.uk/) arbeitet in London als Designerin und Informationsarchitektin für kulturelle Institutionen, zum Beispiel für die Tate Gallery. Ein Großteil der Sammlungen steht zwar der Öffentlichkeit zur Verfügung, aber es kann nicht gezeigt werden. Weil der Platz in den Ausstellungsräumen begrenzt ist. Die Idee ist also, diese Sachen der Öffentlichkeit über das Internet zur Verfügung zu stellen.
Andy Hume pendelt täglich mit dem Zug von Brighton nach London. Andy arbeitet bei Twitter, früher war er beim Guardian. Im Tunnel kommt es zu merkwürdigen Effekten. Es ist das Problem der fehlenden Fonts. Hume nennt das scherzend: „White Screen of Death-Scenario“.
Andy Hume hat einen der Slots als Speaker bei Codefront.io, einer Konferenz für Frontend-Web-Entwicklung im oberösterreichischen Linz. Mal nicht Berlin, mal London, und mit dem Zug in zwei Stunden gut zu erreichen.
Seit drei Jahren arbeitet Kevin Sawicki bei Github. Damals waren es nur 20 Leute, jetzt sind es 240 Mitarbeiter. Hat an mehreren IDEs gearbeitet, etwa an JGit und EGit für Java und Eclipse. Derzeit an Atom Editor, das erst letzte Woche als Open-Source veröffentlicht wurde.
„Atom ist ein Code-Editor. Man kann Code eintippen und mit Syntax Highlight erscheint der dann. Und der Browser blinkt!“
Vielleicht haben sich die Konferenzen verändert, die ich besuche. Vor einigen Jahren, vielleicht zwei oder drei, haben sich Frontend-Entwickler bemüht, den heißen Scheiß in ihren Präsentationen zu zeigen. „Schaut her“, schrieen sie alle mit ihren HTML 5-Demos, „was ich alles mit dem Browser machen kann“. Das war die 1-%-Zeit der Webentwicklung, so will ich sie mal nennen. Da drehten sich Würfel, und der ein oder andere machte ein bekanntes Game lauffähig im Browser. Ich erinnere mich noch lebhaft an eine Demo von Doom. Alle Gamer im Publikum waren sofort begeistert. Mir stellte sich da eher die Frage „Was soll das?“
Wenn jemand eine Software braucht, mit der man schnell Notizen machen kann, etwa in der Uni während der Zivilrechts-Vorlesung, oder für Meetings – dann empfehle ich Evernote.
Wenn jemand eine Software braucht, um die Notizen für ein Research Paper zu sortieren – dann empfehle ich Evernote.
Wenn jemand sehen will, wie man heute eine Multiscreen-Software denkt und umsetzt – dann empfehle ich Netflix oder Evernote. Weiterlesen
Detune ist die andere Software, die ich hier schon mal vorgestellt habe, die man nur alle Jubeljahre braucht. Photos Duplicate Cleaner brauche ich hoffentlich auch nicht mehr so oft.
Stern.de sagt: Man kann legal online aktuelle US-Serien schauen. Abgesehen von den Angeboten der deutschen Privatsender, im Fernsehen ausgestrahlte Folgen online anzusehen, und den Paket-Anbietern wie Watchever und Maxdome und Amazon Prime Instant, sowie den Einzelkaufanbietern wie iTunes und Google Play, gibt es noch weitere Wege, an die neuesten Folgen aus den USA zu kommen. Nämlich mit VPN-Programmen.
Doch die IP-Adresse lässt sich mit speziellen Programmen verschleiern: Mit einem sogenannten VPN-Client können Nutzer ihren Internetverkehr über Server in den USA umleiten. Netflix glaubt dann, der Abruf kommt aus den Vereinigten Staaten, tatsächlich sitzt der User in Deutschland.
Dass Netflix das wirklich glaubt, wundert mich doch sehr. Schließlich gibt es noch viel mehr Signale, wo ein Nutzer herkommt, als die IP-Adresse. Darauf bin ich gekommen, als ich mir die erste Folge einer neuen HBO-Serie bei YouTube ansehen wollte:
Manchmal wundert mich bei der Benutzung nur die Selektivität. Netflix funktioniert über Unlocator wunderbar, habe ich mir sagen lassen. Google blockt dennoch weiterhin YouTube. Meine Spekulation: Google schaut sich mehr als an die IP des Besuchers. Zum Beispiel die Sprache des Browsers. Oder den Besuchsverlauf – war ich auf deutschsprachigen Seiten oft? Oder das Suchverhalten. Oder die Plugins – sind die eher in Deutschland verbreitet? Oder gleich die Cookies. Von welchen Sites sind da welche abgespeichert? Außerdem dürfte die Unique User ID, die man durch Googles Profiling erworben hat.
Ich will ja nur sagen, dass Netflix mehr verbieten könnte als sie tun, wenn sie es wirklich wollten. Und die Kunden wollen halt Netflix schauen. Das zeigen auch Suchanfragen nach verwandten Begriffen. Google Trends sagt, dass weltweit mehr Menschen nach Witopia suchen als nach Black VPN.
Was ist eigentlich Witopia? Das ist ein VPN-Anbieter. Die Namen im stern.de-Artikel klingen auch nicht so vielversprechend. Hide My Ass, Unblock Us oder Private Tunnel. Und ein bisschen am Computer auskennen sollte man sich schon. Auch wenn es viele bebilderte Anleitungen im Netz gibt.
Übrigens: In vielen Büros kommt man nicht auf diese Seiten. Kann auch sein, dass dieser Artikel geblockt wurd. Ein VPN ist auch aus anderen Gründen oft eine gute Idee. Etwa in unverschlüsselten WLAN-Café-Internetsessions. Ob diese vertrauenswürdig sind? Keine Ahnung. Mit etwas Aufwand kann man aber auch sein eigenes konfigurieren.
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