Eine kleine kanadische Band namens „Stars“ singt vom Morgen nach dem Ende einer Beziehung:
Wake up, say good morning to That sleepy person lying next to you If there’s no one there then there’s no one there But at least the war is over
So muss sich Hawkeye (Jeremy Renner) fühlen. Der Kampf, welcher es war, ist egal, er ist vorbei, aber immerhin liegt da ein Mensch im Bett neben ihm. Drei Kinder hat er mit diesem Menschen. Und dann kommt das Fingerschnippen von Thanos aus dem „Infinite War“. Und er schneidet bei der Gauss’schen Normalverteilung der Toten mal richtig schlecht ab – er verliert Frau und Kinder. Verlustrate 80 Prozent. Dramaturgisch ist das natürlich gut, so wütend hat man ihn noch nie gesehen. So eindringlich, seine Wut, aufgedreht auf eine Wutspirale.
Seit Jahren denke ich ja, dass sich Outlook und Gmail im Wettrüsten befinden. Was der eine hat, baut der andere über kurz oder lang auch in sein Produkt ein. Aber das ist nicht so. Während mir der Google Assistant automatisch aus eingehenden Mails, die keinen Termin-Anhang enthalten, zum Beispiel einen Termin einstellt, kann Outlook das nicht.
Ist das zu schwierig? Creepy?
Selbst wenn ich auf die Mail mit „Erstellen > Termin“ klicke, informiert sich Outlook nicht über den Mail-Inhalt.
Ich vermute eine bewusste Entscheidung auf Seiten von Microsoft, aber hilfreich wäre es schon.
Und ob Cortana das an einem Windows-10-Rechner besser kann, weiß ich nicht. Mir ging es um das Wortspiel (Siri,… / Alexa, … / Cortana, … !)
Anfang Mai ist Reisezeit in der deutschen Digitalbranche. Abwesenheitsassistent an, ab in den Zug. Innerdeutsch fliegt man ja nicht. Die eine Hälfte der Wissensarbeiter ist in Berlin auf der re:publica 2019. Die andere Hälfte bei den Online Marketing Rockstars in Hamburg. Manche machen sogar den kurzen Sprung am Dienstag zur anderen Konferenz. Die Kollision ist wirklich unglücklich, aber ich stelle mir die Grenze bei der Entscheidungsfindung so vor:
Ich will alles über die neuesten Taktiken bei der Aussteuerung von Online-Kampagnen wissen – dann gehe ich zur OMR.
Ich will etwas wissen über die Strategie der Plattformen, was diese antreibt, welches Weltbild ihre Strategie informiert – dann muss ich zur re:publica 2019.
Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Oder um ein Bild von Bertram Gugel, @digitalerfilm, auszuleihen: Bei der #rp19 gibt es die rote Pille, bei OMR die blaue Pille. 💊
Ich bin nicht der einzige, der die Unterschiede zwischen den beiden Events sieht. Auch der große Walrossbart der deutschen Medien- und Media-Szene sieht es so:
Der (kleine) Unterschied: Bei den #OMR19 sind die Stars. Hier beim #rp19 sind die Menschen, die an der Zukunft arbeiten. Mit Schweiß und so. Echte Menschen. Mein Eindruck…
Was heißt das? Die OMR bringt Werkstattberichte von der Front; sie zelebriert das Digitale. Alles neu, so shiny, huch!
Die re:publica sagt tl;dr
Die Macherinnen der re:publica legen Wert auch auf Grundlagenarbeit. Ein Apple-Mitarbeiter erzählt, wie die Kartenservices gemacht werden – ein Bericht aus der Wurstfabrik, sozusagen. Eine Forscherin erzählt von ihrer Untersuchung über die Arbeitsbedingungen der Uber-Fahrerinnen. Ein Soziologe erläutert seine Sicht auf das Weltbild des Silicon Valleys. Eine österreichische Politikerin erzählt von ihren Hate-Speech-Erfahrungen im Netz (am Beispiel eines publicityträchtigen Prozesses).
Das ist nicht immer TED-Talk-fähig, und doch wird es auf der größten Bühne (wo 1200 Menschen gleichzeitig zuhören können) programmiert. Weil es wichtig ist.
Fandor, the independent-film streaming service, has laid off nearly all of its employees and transferred its assets to a new entity that’s seeking a buyer, Variety has learned.
Apps and databases made for identifying and mapping native plants and birds have had to rebuild their infrastructure in recent years to obfuscate endangered species. It’s the only way to protect them from poachers who are savvy enough to take advantage of the citizen science open data projects and nature forums where enthusiasts share photos and locations of plants and animals with fellow nature lovers.
In 2016 Phil Schiller took over the App Store group inside Apple and pretty quickly review times reduced from weeks to “about a day” across all of the stores and review times have now been consistent for about three years. In my mind this problem is totally solved.
Ein paar Koffer mit dazugehörendem Besitzer sind schon abgereist. Die Garderobe im Konferenzzentrum 10X im Google-Office München ist etwas leerer geworden. Alle sind etwas langsamer und weniger auf Zack, denn die Party am Vorabend war eine gute. Mit Lichtstimmung 4 („Disco“) im Catering-Bereich, für die der Google-Gastgeber selbst gesorgt hat.
Am zweiten Tag geht es noch familiärer zu, und ich komme endlich dazu, auch den Hallway-Track zu nutzen. Das heißt: Ich suche und finde das Gespräch mit einer der interessantesten Referentinnen, und wir verplaudern die halbe Stunde, in der wir ansonsten natürlich eine Führung durch das Google-Gebäude hätten machen können. Da ich das schon von vorherigen Besuchen kenne (und auch schon mal in der Google-Zentrale Mäuschen spielen durfte), schenke ich das ab für den Tag – es gab eh zu wenige Plätze.
Auch die Sessions im Barcamp sind am zweiten Tag kürzer: nur eine halbe Stunde statt einer Dreiviertelstunde. Ich suche mir das Format aus, das ich noch nicht kenne: eine Fishbowl-Session. Das strukturiert die Diskussion in großen Gruppen. Ein paar Diskutanten in der Mitte, hier mit dem Session-Gastgeber Sebastian Werner von RTL zu Beginn, darum ein großer Stuhlkreis. Ein Stuhl in der Mitte bleibt immer frei, damit auch von außen Teilnehmerinnen nachrücken können, wenn sie etwas zu sagen haben. Es muss IMMER ein Stuhl in der Mitte frei sein. Das führt dazu, dass auch der Session-Organisator schnell nach außen wechselt.
Sebastian Werner in seiner Fishbowl-Session. Eigenes Foto
Die Frage ist eine zentrale für die Innovation im Journalismus, die sich diese Session stellt: Wie nehme ich die Organisation mit? Egal, ob sich die Innovation als top-down-Projekt darstellt oder als Grassroots-Ansatz: Viele Mitarbeitende in Unternehmen wollen gar keine Veränderung. Sie haben sich in der Nische eingerichtet. Daran müssen wir agilen Jungspunde denken. Und Techniken überlegen: Fireside Chats, Hackdays – vor allem, aber die Incentives für die Mitarbeitenden richtig setzen. Das werde oft vom Management vergessen, fanden einige.
Von der einen Veranstaltung „Media Innovation Camp“ zu berichten, geht genauso wenig wie der Bericht von einer Messe. Alle Teilnehmenden machen durch ihre Sessiongestaltung ihre eigene Erfahrung beim #micmuc. Deswegen bleiben für mich die Impulse auch so wichtig, dass die Organisierenden vom Media Lab Bayern durch ihre Gesamt-Sessions gesetzt haben, wie etwas das Ideation-Finale, wo wir mit Crazy 8 und Dot Voting so ganz nebenbei noch neue Methoden mitnehmen. Immer war jemand vom Media Lab ansprechbar, und sie gaben sich immer große Mühe, auch Rumstehende in Aktivitäten zu verwickeln. (Hallo M., ich sehe dich gerade an!) Ich war noch nie auf einem Barcamp mit einer so offenen Atmosphäre, was natürlich auch an der Branche (Kommunikation, hallo!) liegt. Ich komme wieder. Auch wenn Lina Timm angeblich über einen neuen Namen für das Camp nachdenkt, siehe Foto. Der Begriff Innovation sei nun wirklich mal durch.
Wo geht eigentlich der deutsche Journalismus hin, wenn er sich um Innovationen kümmern will? Wo kriegt er Inspiration für seine Neuerfindungen her? Georg Dahm, Gründer von Fail Better, hat einen Teil der Erklärung in seinem unterhaltsamen Rant über die deutschsprachige Podcast-Szene:
Dann wird einfach ein Modell, das offenbar funktioniert, kopiert. Und kopiert. Und kopiert.
So erklärt Dahm sich die Schwemme an Sex-Podcasts, auch von Medienunternehmen, und auch den Haufen an True-Crime-Podcasts, die er auf dem Markt sieht. Anders sähe das aus bei Politik-Podcasts. Außer „Die Lage der Nation“ fiele ihm da nix Spannendes zum Empfehlen ein.
Widerspruch gab es keinen aus dem Plenum; einige Podcast-Fans beklagten die Auffindbarkeit von passenden Inhalten.
AirPods with Wireless Charging Case will be available for $199 (US) and are available to order on apple.com and the Apple Store app starting today, and in Apple Stores starting next week.
Der Ton ist nicht gut, in der U-Bahn mit geöffneten Fenstern sind sie sogar in München, wo die U-Bahn recht leise ist im Vergleich zu anderen Weltstädten (Allo, Paris!), zu leise: die AirPods. Aber im Bett und auf dem Sofa glänzen sie.
Jetzt kann man sie auch kabellos aufladen. Wenn man im Apple Store eine Ladematte etwa von Belkin kauft. Weil: eine eigene Ladematte im Jony-Ive-Design hat Apple gar nicht im Angebot. Was ist los mit dir, Apple?