Wie oft erzählen wir im digitalen Geschäft von Dingen und Projekten, die schief gelaufen sind? Wir erzählen von den gewonnenen Schlachten und knapp, aber gut ausgegangenen Projekten. Die Figur des Retters in letzter Not – sie gibt es nicht nur bei
Fußballspielen. Im Digitalen gibt es den knight in
shining white armor shiny white Apple plastic. Auch dann, wenn man durch Fachzeitschriften blättert, reihen sich die Erfolge aneinander. Neuer Job, größere Aufgaben auf einer Einzelbetrachtungsebene. Unternehmen rühmen sich selbst: Best Practice hier, best-of-breed da, Hybride turn-Key-solution dort. Das ist in allen Branchen so, und in Deutschland aufgrund der Bastler-wurde-Ingenieur-Mentalität noch mal besonders so, finde ich. Ein Fachmagazin wie Internet World halte ich in einer bestimmten Stimmung nicht aus.
Fuck-up-Night in Kolbermoor
Wie viel erfrischender ist es, wenn gestandene Macher*innen dann von Projekten erzählen, in denen etwas bis alles schief gelaufen ist. Dafür gibt es eine Veranstaltungsreihe, ja sogar ein Format, das von ein paar ebenfalls genervten Digitalisten ins Leben gerufen und formatiert wurde. Die „Fuck-up Nights“ kommen jetzt auch nach Deutschland, und ich war bei der Premiere der Fuck-up-Nights in Kolbermoor, meiner Heimatstadt, dabei. Nach München kommt der Event auch, digital people!
Weiterlesen