Software, die ich benutze (3): Evernote (überall!)

Es gibt Evernote sogar für das Windows Phone. Und so viele Standardprogramme gibt es dafür nicht.

Mit anderen Worten: Es gibt keinen Grund, Evernote nicht zu nutzen. Für wen eignet sich die Software zum Notizen-Erstellen und Verwalten am besten? Für alle Knowledge Worker, die viel Protokolle erstellen, Fotos von Skizzen machen müssen. Damit kann man alles festhalten, was man für die Arbeit braucht. Auch weitergeleitete Mails werden gut strukturiert wieder gefunden. Evernote ist das DMS des kleinen Mannes. Und sogar des Enterprise-Arbeiters.

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Designer? Developer? Ich doch nicht

Ich bin kein Designer. Ich bin kein Entwickler.

Eigentlich kann ich also nix.*

Diese zwei Rollen gibt es im klassischen Startup. Der mythische Entwickler-Gründer, schwer mit technischen Skills beschlagen, gemeinsam mit einem krassen Frontend-Entwickler-Designer-Hybriden. Und Business hat vielleicht noch ein Dritter drauf. (Den lasse ich mal als Querschnittsschicht aus der Grafik heraus.) Ganz schematisch stelle ich mir das so vor:

Silicon Valley Softwareentwicklung

Die Wirklichkeit gerade in den Enterprises dieser Welt der Web Apps und Webseiten sieht anders aus. Da gibt es eine hochspezialisierte Technikwelt, mit standardisierten Prozessen, 99,9 Prozent Betriebssicherheit und Auslieferung über diverse Cache-Schichten. Auf der anderen Seite (wenn man im Bild der Dichotomie bleiben will) steht da nicht das Design, sondern die Business-Seite, die grobe Ideen und Meinungen über den Zaun wirft.

„So wie Pinterest, aber direkt mit Kaufen“.

„So schnell wie Google, aber ganz viele Bilder“

„Amazon kann das doch auch.“

(Diese Beispiele sind erfunden. Wir Produktmenschen würden sie niemals Grobkonzept nennen, aber ich habe Ähnliches schon erlebt.) Diese zwei Pole reichen natürlich nicht aus, da gibt es immer auch noch Marketing, Produktmanagement und noch viel mehr Fachbereiche.

Ich will die Business-Seite gar nicht kritisieren. Das ist gar nicht meine Absicht, im Gegenteil. Viel zu oft wird nämlich bei am Anfang tollen Ideen das klare Businessmodell vergessen. Noch vor fünf Jahren wurden in unserer Branche Budgets ausgegeben für Projekte, die diese nie amortisieren konnten. Heute wird Zeit investiert, wo der CPM am Ende vielleicht 2 Euro hergibt.

Noch mal zu meiner Einleitung: Ich bin kein Designer. In München gibt es ein recht reges Forum von Designern, das sich in der IXDA Munich zusammengetan hat. Einmal im Monat treffen die sich, reden über Designprobleme. Die habe ich auch, aber irgendwie fühle ich mich in diesen Runden immer fehl am Platze. Cool, weltgewandt, schwer am Networken – alles, was ich nicht bin. So als ob gleich herauskommt, dass ich die Latein-Vokabeln nicht gelernt habe. Dabei mache ich das doch auch. Also designen.

Wie hat das Matt D. Smith gesagt, der mich zu diesem Post animiert hat:

What Do You Call Yourself?
„So, what do you do?“ is the age old question that everyone seems to face on a regular basis.

*Erklärung: Bei der ProSiebenSat.1 Digital GmbH arbeite ich als Head of Platform Development. Was heißt das? Ich bin Product Owner für die großen TV-Sender-Video-Seiten wie prosieben.de und sat1.de. Ein professioneller Designer bin ich nicht. Habe das nie studiert oder gelernt.

Aber ich designe Wireframes, basierend auf dem Research, das ich mit den Business Analysts zusammentrage – aus Usability-Studien, Nutzerbefragungen, Zahlenkolonnen aus der Datenerhebung. Die Wireframes diskutiere ich mit Stakeholdern und gebe sie einem professionellen Designer zur Ausarbeitung. Die Maße bleiben weitgehend gleich, bei ihm werden auf Medium Fidelity Wireframes dann glossy High Fidelity Comps. An Stunden bin ich wahrscheinlich genauso lange mit Designen bechäftigt wie er für seinen ersten Wurf. Danach arbeite ich mit Scrum Master und einigen Entwicklern daran. Das Modell sieht eher so aus:

Verteilte Softwareentwicklung

Gern auch remote, wenn man die Teams aus verschiedenen Einheiten oder Dienstleistern zusammenstellt. Scrum als Fiktion – darüber werde ich wohl auch noch mal etwas schreiben müssen. (Warum so viele Fonts in einer Grafik? Weil die jeweiligen Rollen ganz unterschiedliche Sprachen sprechen. Die, die sich besser verstehen, stehen auf einer Seite der Grafik.)

Also. Ab sofort werde ich mich auch Designer nennen. Das ist ja auch kein geschützter Beruf.

Svbtle kündigt Öffnung an – so schick und subtil wie immer

Svbtle sieht schick aus, war bisher nur für Eingeladene. Jetzt steht wohl die Öffnung bevor, wie dieser Post heute verkündet: Open for Everyone.

Alles an Svbtle sieht sehr gut aus, sehr aus einem Guss. Jetzt kann man sich eintragen in die Mailingliste. Und sogar das ist toll. Kurzes Daumenhoch!

Svbtle Open for everyone

Und jetzt auch noch das Anmeldeformular!

Svbtle Sign up

Jetzt bin ich still und melde mich an. 

Wie viele Nachrufe verkraftet die erste Seite der New York Times?

Was die New York Times macht, ist mir nicht egal. Als ich meine Diplomarbeit gemeinsam mit Christoph Elles geschrieben habe, war die New York Times, DAS Printmedium der USA, selbst in den Medien. Man hatte jahrelang Reportagen eines Fälschers gedruckt. In unserer Diplomarbeit widmen wir Jayson Blair ein eigenes Kapitel. (Gern bei Amazon kaufen.)

Nach diesem Sündenfall gab sich die Zeitung einen Public Editor, der Vorwürfe von außen gegen das Blatt untersucht. Mittlerweile ist bereits der vierte Nachfolger im Amt. Offenbar kann man den Job nicht so lange machen. Und man ist immer noch reichlich zerknirscht wegen Blair.

The problem, once fully investigated and made public by The Times itself, brought down not only the reporter but also The Times’s executive editor and managing editor. For a while, it even made The Times a laughingstock in late-night comedy routines.

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An den Grenzen der Visualisierung: Lieder von Adel Tawil

Vor einigen Jahren war ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit die Generierung von Linkbait. Was ist der richtige Content auf der Plattform, für die ich als Produktmanager verantwortlich bin, der Links anzieht?

Damals habe ich bei einem Frauenportal gearbeitet, fem.com. Das gibt es immer noch und feiert derzeit Reichweitenrekorde. (Eigenlob: Immer noch auf der technischen Plattform, die ich mit meinem Team damals hingestellt habe.) Was haben wir gemacht? Viele Stars-News zu Robert Pattinson, den man damals noch nicht so kannte. Außerdem gutes HTML und viele Artikel zu Longtail-Themen, z.B. aus der weiblichen Sexualität. Zykluskalender – check. Erotikfilme für Frauen – check.

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Mehr Persönlichkeit zeigen. Tod dem WordPress-User admin

Ein Admin bin ich nun wirklich nicht. Aber im Blog bin ich immer damit aufgetaucht, wenn ich etwas geschrieben hatte. Das wollte ich immer schon ändern. Ein Tweet von Sebastian Brinkmann hat mich jetzt endlich ermutigt, das zu tun.

Das habe ich jetzt auch gemacht. Sonntagsputz sozusagen. Hier die ganze Anleitung. Die Kategorie Allgemein ist als nächstes dran.

Software, die ich nicht mehr benutze (1): Visits (Mac)

Ein Feature ist in Google Analytics, der Webversion, die wir Onliner alle kennen und schätzen, so gut wie unauffindbar: Wann ist meine Seite im Tagesverlauf gut. Diese Frage ist sehr beliebt, es gibt sogar einen Thread bei Stack Overflow dazu.

Zu wissen, wann die eigene Seite beliebt ist, ist ein wichtiger Punkt. So kann man etwa Updates besser planen oder andere Gründe für mögliche Downtimes.

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Software, die ich benutze (1): DeTune (Mac)

DeTune Musik Kollektion

 

Apple hat da diese Metapher gehabt, dass ein Apple-Accessory wie ein iPod immer durch ein größeres Gerät, wie einen PC oder einen Mac, betrieben wird. Das war schon früher immer ein bisschen übertrieben. Aber seitdem auch iOS auch ohne Kabel geupdatet werden kann (seit iOS 5), fühlt es sich noch überholter an.

Meine Frau geht bald ins Krankenhaus. In einem Mehrbettzimmer wird es Zeit, mal die Kollektion auf dem iPod zu überprüfen. Hörbücher können lange Tage kürzer machen.

Schwarzer ipod classic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Überprüfen der Musik-Sammlung ist Detune ein guter Helfer. Denn die physische Beziehung hat der iPod zu einem längst eingemotteten Laptop. (Ja, so alt ist der. Da waren Notebooks noch Laptops.)

Was kann DeTune? DeTune erlaubt einen schnellen Blick auf die Kollektion von Musik, die gerade auf dem iOS-Device enthalten ist. Und zwar ohne den behäbigen Start von iTunes.

Außerdem kann man damit die Musik schnell vom betreffenden Gerät auf den angeschlossenen Rechner herunterziehen.

P.S. Der Installer sieht ganz komisch aus, wie ich finde. Aber überzeugt euch selbst:

DeTune-Installer.png

Schöne Animation als Erinnerung zum Speichern

Seit einiger Zeit bin ich Kunde von Photoshop CC. Das macht das Arbeiten in der Bildbearbeitung deutlich leichter als Elements, weil nicht irgendwelche Funktionen künstlich an anderen Ort verlagert oder aus dem Funktionsumfang entfernt wurden. Dabei muss man ab und zu ins Adobe-Profil gehen, wo Zugangsdaten und Rechnungsadresse und solche Dinge hinterlegt sind.

Dabei gibt es ein schönes Muster, wenn man in eins der Felder etwas Anderes hineinschreibt: Von links hineingefahren kommen die Felder mit Abbrechen und Änderungen speichern, damit man den Schritt nicht vergisst. Zumindest auf dem Desktop eine sehr hilfreiche Metapher. Wie das mobil aussieht, habe ich noch nicht probiert.