Die mobile Explosion: Gehversuche mit Tableau (2)

Dieser Tweet hat mich inspiriert:
Gedanken zu digitalen Produkten

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Ich kann schlecht anderen sagen, wie hässlich ihre Seite ist, wenn ich selbst noch das Standard-Theme von Wordpress benutze. Deswegen bin ich jetzt auf Saga umgestiegen. Meine Grafiken sehen ein bisschen komisch aus, aber das liegt wohl an meinen Grafiken - und daran, dass ich darin Avenir benutzt habe. Vielleicht stelle ich noch auf fonts.com als Webfont-Provider um. Für meine kleine Seite ist das im ansonsten, ähem, ambitionierten Preismodell ja kostenlos.

Ich habe die Schnauze voll. Den Film habe ich noch nicht gesehen, die letzten Trailer auch nicht. Aber Star Wars 7 kann man nicht ausweichen, egal, wo man hingeht. Mein Kind 1 bringt jeden Tag neue Ideen aus dem Kindergarten mit, weil die anderen Kinder alles zu Laserschwertern machen.

Nein zu sagen, liegt nicht in der Natur des Menschen. Nein zu sagen, ist die wichtigste Aufgabe eines Produktmanagers. Wenn er nicht nein sagt, droht ein verwildertes Produkt, das Ergebnis von Feature Creep oder Featuritis. Dazu gibt es lange Abhandlungen. Dieser Ausschnitt hier gefällt mir am besten:
Wieder mal Änderungen am Workflow. Bleibt alles anders. Anders als bei meinem bisherigen Arbeitgeber gibt es beim neuen Startup-Arbeitgeber die Creative Cloud, wenn man sie braucht. Adobe Edge Inspect ist eigentlich ganz praktisch, wenn man auf verschiedenen Devices testet und die Ehre Bürde des Testens größtenteils beim Product Owner bleibt. Wir haben zwar noch keinen so etablierten Workflow mit festgelegten Release-Zeiten und schon mal gar keine eingeplanten Tester, aber dennoch entsteht immer wieder ein neues Stück Software. Zurück zu Edge Inspect. Offenbar haben das aber zu wenige Nutzer als praktisch empfunden:

Ich bin spät dran, das gebe ich zu. Ich sehe gerade „Citizenfour“ zum allerersten Mal. Bis Montagabend stand der Film in der Mediathek der ARD. Selten sah ich einen Film, der den Oscar schon nach einigen Minuten definitiv verdient hatte. (Gut, ich habe auch in meiner Filmkritikerzeit viel mehr Fiktionsfilme als Non-Fiction-Filme gesehen.) Dieser Film entsteht im Schnitt. Laura Poitras hat unfassbar viel Material, das eigentlich nicht filmisch ist, und mischt es mit geeignetem Material unter. Aufnahmen von Bauarbeiten, schwarze Tafeln mit weißem Text. Poitras muss nicht fragen, sie muss die Kamera draufhalten. Zehn Minuten am Anfang des Films helfen, die schwere Materie zu verstehen. Alles ist Material, sogar Chats und PGP-Keys. Ich habe noch nie soviel Angst bei einem Feueralarm in einem Film gehabt. Oder bei einem Anwalt, der auch nur Vermutungen anstellen kann, wie sicher Snowden ist. Der Film ist eine Dokumentation. Er hält uns aber auf der Sitzkante. Wir sollten sie zur Pflicht in der Medienkompetenz-Schulung machen. Und in der Demokratie-Erziehung sowieso. Bei diesem Film mache ich mir Notizen. Mache ich sonst nie. Was heißt PRISM, was heißt SSO, was ist XKeyScore. [caption id=”attachment_1469” align=”aligncenter” width=”1000”]
Beim Lesen eines Artikels habe ich mich gefragt, was mich so stört. Zwei Wochen später weiß ich, warum. Und ich habe noch etwas Anderes herausgefunden. Jill Abramson war mal die Chefredakteurin der New York Times. Sie ist über 60, hat also jahrzehntelange Medienerfahrung in den Mainstream-Medien. MSM, alte Medien, Totholzmedien - das klassische Geschäft des Journalisten als Gatekeepers, als dessen, der sagt, was wichtig ist. Das hat sie geprägt, und das kommt zwischen den Zeilen auch heraus:
Du bist kein Designer? Und doch brauchst du grafische Elemente für dein Blog, weil du gern schreibst. Dann gibt es es mehrere Möglichkeiten. Vor einiger Zeit habe ich mal Canva entdeckt. Damit können sogar Nicht-Designer ansprechende Designs herstellen. Letztes Jahr etwa habe ich die Weihnachtskarten, die wir als Familie verschickt haben, damit gestaltet und dann bei Foto Quelle bestellt. Ein anderer Weg ist es, den Dilettanten durchscheinen zu lassen. Ich nenne es den Stratechery-Style. Dort findet man ihn sehr oft. Ben Thompson ist einer der scharfsinnigsten Beobachter des Internets, von Startups und allen digitalen Geschäftsmodellen. Er ist authentisch und gut zugänglich. Er sitzt wie der Vorzeigedeutsche Sascha P. unter den Internetgiganten in Taipei, Taiwan. Seine Grafiken macht er meines Wissens nach mit Paper by Fiftythree, der einen App, die dazu führen könnte, dass ich mir doch noch mal wieder ein iPad kaufe. Aber es gibt auch andere Wege, auf großformatigeren Schreibmaterialien. Besonders beeindruckt bin ich von einigen Einsätzen im Software-Vendoren-Bereich. MOZ ist das bekannteste Beispiel für den Einsatz von Whiteboards. Im Blog gibt es eine eigene Kategorie, Whiteboard Friday. Man kann da eine gesamte Tafel fotografieren oder filmen, oder eben Close-ups. Prezi-artig wird es gar bei einem Zoom auf die gesamte Darstellung. Wer als Firma so vorgehen will, muss entweder ein sauberes Whiteboard abfotografieren oder setzt gleich auf digitale Whiteboards. So kann man auch einen Workshop nachbereiten, auch für den internen Gebrauch im Firmen-Wiki oder Intranet etwa. Und wenn man eine offene Firmenphilosophie hat, kann man natürlich auch im Company-Blog darüber etwas schreiben. Update: Ein weiteres schönes Beispiel liefert Brian Krebs, Sicherheitsexperte für Computersicherheit in seinem Blog. Er benutzt einfach eine Mindmap, die er zu einem Thema gemacht, als Visualisierungshilfe.

Die Arbeit mit Daten finde ich faszinierend. In meinem alten Job habe ich oft genug Businesspläne entworfen, im neuen natürlich auch wieder. Standard dafür ist normalerweise Excel. Irgendwie bin ich über die Lektüre im Bereich Datenjournalismus dann auf Tableau gestoßen. Über meine Mitgliedschaft im IRE habe ich ejtzt eine kostenlose Tableau-Lizenz, mit der ich diese Grafiken entwickelt habe. Als Langstreckenpendler mit dem Auto hatte ich natürlich immer meine Benzinverbrauch im Blick - genauer gesagt, den Diesel-Verbrauch. So hat sich der in der Zeit, seit ich die Verbräuche und Kilometerstände notiere, entwickelt (ganz einfaches Liniendiagramm): [caption id=”attachment_1448” align=”aligncenter” width=”895”]