Dockers und ich

E commerce

Vor mehr als 20 Jahren habe ich ein Schuljahr in den USA verbracht. Ganz in der Nähe der Hauptstadt, bei Gasteltern, die für die US-Regierung und/oder Regierungsbehörden arbeiteten oder arbeiten. Sogar diese Amerikaner waren skeptisch, was ihre Regierung angeht. Das war meine erste Lektion in Sachen US-Politik. Heute soll es aber um etwas gehen, was näher liegt als die Frage, wessen Fahne sie hissen. Es soll um die Hose gehen. Die Hose, fragst du dich jetzt? Geht es noch ein bisschen banaler? Ganz ehrlich, da fällt mir gerade nix Anderes ein. Wenn man ein Jahr ins Ausland geht, und es in diesem Ausland auch starke Jahreszeiten gibt, kann man nicht alles an Kleidung mit in den Koffer packen. Oder zwei. Ich glaube, ich bin mit einem Samsonite-Schalenkoffer ausgekommen, aber ich weiß es nicht mehr. Das ist so lange her, da werden auch die Erinnerungen schwarz-weiß. So kann ich mich an meinen ersten richtig kalten Winter dort erinnern: Temperaturen um die -35 Grad Celsius. An einigen wenigen Tagen war es so kalt, dass man Celsius nicht mehr in Fahrenheit umrechnen musste oder umgekehrt. Es gibt nämlich eine Temperatur, die in beiden Skalen gleich ist. Eine Winterjacke musste auch sein - so ein dickes Ding hatte ich zuvor noch nie besessen, aber sie hat gute Dienste geleistet, dieses flaschengrüne Teil. Also, was war jetzt mit der Hose? Meine Jeans reichten nicht. Ich habe viel Sport gemacht, und auch dabei abgenommen. Damals passte ich in eine 31/34 von Dockers, manchmal auch 32/34 oder 33/34, je nachdem, wie die Hosen ausfielen, hinein. Und da haben wir eine Chino von Dockers gekauft. Oder zwei. Waren im Angebot, bei Nordstrom’s glaube ich. Mein Gastvater trug die auch, und als schon damals angehender Nerd war mir auch nicht klar, wie altmodisch die waren aus Sicht meiner Kommilitonen. Die Jungs mit dem grafischen Taschenrechner trugen die Dockers jedenfalls auch manchmal. (Ja, die coolen Jungs hatten abgeschnittene Jeans und trugen Socken in ihren Badelatschen, auch eine Mode, die hoffentlich leider nicht Geschichte ist.) Chino of the Nerds, sozusagen. Aber sie waren sehr robust, beinahe wie Jeans - zogen nicht schnell Fäden, ich hatte sie noch Jahre später im Gebrauch. Auf dem Rückflug hatte ich mehr als 100kg Gepäck, da waren sie auch dabei. Die Winterjacke hatte ich schon vorher mit dem Paket zurückgeschickt. Und jetzt waren mal wieder welche im Angebot, bei BuyVIP. Und jetzt habe ich wieder drei im Schrank. Aus Verbundenheit. Und manchmal werde ich dabei ein bisschen sentimental. Schließlich ist der Mensch, der für mich die Welt der Dockers-Hosen eröffnet hat, in der Zwischenzeit gestorben.

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Und der Preis für die schönsten Folien beim WordCamp Europe 2016 geht an...

Seo / Web / Wordpress

Yoast. Ich werde nicht versuchen, mit dem Plugin-Hersteller und den bekannten SEO-Experten in Konkurrenz zu seinem Markennamen zu gehen. Warum heißt Yoast eigentlich so? Yoast ist die englische Transkription des Firmengründers. Der hatte einen Slot als Speaker auf dem WordCamp Europe 2015 in Wien, und der trat gemeinsam mit seiner Frau auf: Was ich nicht wusste, ist, dass die beiden nicht nur vier Kinder haben (Bonuspunkt dafür, dass sie ein Foto ihrer Kinder in die Präsentation schmuggelten), sondern, dass auch Frau Yoast bei Yoast arbeitet.

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Matt Mullenweg und Medium #wceu

Cms / Software / User experience / Web / Wordpress

Natürlich ist Matt Mullenweg auch bei Medium. Aber mich hat es dennoch überrascht, wie deutlich er sich bei seinem Interview vor vollem Haus beim WordCamp Eurpe 2016 in Wien gegen Medium positioniert hat. Medium ist der Liebling der Medienszene, vor zwei, drei Jahren in den USA und jetzt auch in Deutschland. (Exkurs: Ich habe einen Ordner für Lesezeichen in meinem Browser, in dem ich gelungene CMS-Erfahrungen sammle. Neos fand ich toll, mit Frontend-Editierfunktionen, oder Known. Medium habe ich auch bei ProSieben als radikal vereinfachtes Interface mal in ein Konzept geschmuggelt.) Warum? Es hat ein radikal einfaches Interface, das jedem das Publizieren leicht macht. Man muss sich bloß mit seinem Twitter-Account authentifizieren, und dann kann man schreiben. (Ich hatte gehofft, dass Samuel Hulick für sein wunderbares Anatomie einer guten User Experience-Projekt einen Teardown gemacht hätte. Hat er aber nicht.) Für Wordpress.com ist das etwas schwieriger, und bis man sein eigenes Blog als Wordpress.org-Instanz laufen hat, braucht man schon jemanden, der sich mit Servern und so auskennt. Medium ist also Konkurrenz um Nutzer für den Automattic-CEO und daher ist all das, was er über den Konkurrenten sagt, mit etwas Vorsicht zu genießen. Google sagt ja auch nix Tolles über Facebook. Aber Mullenweg haut in die verbalen Tasten, „ich beschäftige mehrere Anwälte“. So offen redet er noch. Er findet die Publishing-Erfahrung bei Medium nicht der von WordPress überlegen. „Alles bei Medium sieht so generisch und gleich aus, man kann etwa Ringer, auf dem Smartphone nur am R als Logo oben links erkennen.“ Mullenweg findet auch, dass wir Medium tendenziell überschätzen. Tumblr sei etwa 80-100 mal größer. Offenbar hat der Fokus auf Multiplikatoren gefruchtet. Medium ist ja von Ev Williams gegründet worden, dem Ex-CEO von Twitter. Twitter ist auch ein Medienphänomen, in dem Medienschaffende überrepräsentiert sind. Hinweis: Sobald die Videos für den WordCamp Europe 2016-Kongress sind online. sind, Bei Gelegenheit verlinke ich auch noch auf die entsprechenden Stellen. Es gab noch ein paar knackige Zitate mehr, die ich aber nicht mehr alle im Kopf habe.

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Amazon, der Domain-Registrar

Amazon / Blog

Ich habe irgendwann mal angefangen, meine Domains bei United Domains zu registrieren. Inzwischen habe ich mir Domainfactory angesehen (Tipp von Sebastian Brinkmann) und würde das mittlerweile bei Amazon machen. Bei Amazon geht das nämlich auch. Klopapier, Windeln, elektronische Bücher, alles. Domainnamen, das ist letztlich auch nur eine traditionelle Form des Cloud Computing. Route 53 heißt der Service von Amazon dazu. (Markennamen können sie nicht bei Amazon, offenbar so ein Seattle-Ding.) Du fragst dich jetzt, warum du das tun solltest. Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Plugin für die Auslieferung von statischen Seiten in dein WordPress-Blog einzubauen, dann solltest du auch mal genauer auf Route 53 schauen. Das macht die Konfiguration dann auch leichter. Ja, CloudFront ist teurer als andere CDN-Anbieter, aber das kann man dann auch gleich mit erledigen. Und du bist auf dem besten Wege, in dein Xing-Profil AWS-Kenntnisse mit aufzunehmen.

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Seleccione #ux #fail

App / Reisen

Ich bin ganz großer Swoodoo-/Kayak-Fan. Damit vergleiche ich gern die Flugpreise, bevor ich buche. Manchmal sind Anbieter billiger als die Fluglinie selbst, und dann buche ich für private Reisen natürlich da. Das geht nicht immer für dienstliche Reisen, aber hier soll es um private Ausgaben geben. Nach einer Reise, die ich mit travelgenio.com gebucht hatte und mit Air Berlin gemacht habe, bekam ich diesen Fragebogen zugeschickt: Seleccione-Travelgenio Wahrscheinlich bedeutet das „Ihre Auswahl“ - aber irgendwie ist die gemischte Lokalisierung auch wieder lustig.

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