The Daily machte Michael Barbaro zum Podcast-Star

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In eigener Sache / Journalismus / Podcast
Typisches Podcaster-Studio, mit Rode-Mikro. Foto: Blake Connally/Unsplash
Erfolge müssen erklärt werden. Der größte Audio-Erfolg im US-Journalismus der letzten Jahre lautet „The Daily“. The Daily ist ein täglicher Podcast der New York Times, in dem Moderator Michael Barbaro Geschehnisse und Geschichten des Tages zusammenfasst und in Gesprächen mit Journalisten aus dem eigenen Haus einordnet. Und einige dieser Gesprächspartner sind mittlerweile zum Star geworden. 

“We Didn’t Expect to Make Money”: How The Daily’s Michael Barbaro Unexpectedly Became the Ira Glass of The New York Times | Vanity Fair:

Many reporters rely on The Daily to amplify their own work and, yes, personal brand. It’s a piece of star-making machinery, of a kind the Times has never possessed. “It’s created a celebrity out of our journalism entirely outside of the print product, and that never happens,” a high-ranking editor told me. The podcast is also starting to look like a business unto itself.

Barbaro selbst ist natürlich der größte Star, und der Artikel legt nahe, dass er eigentlich schon längst einen Agenten haben sollte. Stattdessen macht er die Arbeit jeden Tag, auch weil man noch keinen echten Ersatz für ihn gefunden hat, wie er vor ein paar Wochen Kara Swisher im Interview verraten hat:

So the central flaw of The Daily …

Is “Michael goes to Europe.”

From my perspective, it’s that there’s one host, and I don’t know how that has sustained itself, except that it has, that it’s the last problem we have to solve. We need to ramp up our staffing, we need to get bigger so that we can sustainably make the show five days a week. And the last thing we have to solve is the kind of second host, guest host issue.

Ich will seit Monaten die Sendung hören, die bestimmt ganz wunderbar ist, merke aber, dass mir sogar ein täglicher Fix an Nachrichten aus New Yorker Sicht zu viel ist. Warum? Ein paar Thesen:

Alain de Botton schreibt in „The News: A User’s Manual“:

„we interrupt whatever we are doing to check the news“

We interrupt whatever we are doing to check the news

Mir geht es besser, seit ich nicht mehr täglich, stündlich, viertelstündlich nach dem Stand der Welt schaue. Der ist auch einfach nicht so wichtig für mein tägliches Leben, denn so wichtig bin ich auch nicht. Das ist auch eine der Erkenntnisse des Älterwerdens.

Es gibt Wichtigeres als den Nachrichtenstand. Regenbögen. Die Kinder. Den Straßenverkehr. Den Zug, den ich noch bekommen muss.

Und wie war das noch vor zehn Jahren?

If the news is that important, it will find me.

Ich kriege alles mit. Habeck und der Grünen-Hype; Autobahnbrücke stürzt ein; und Tote auf dem Mittelmeer, die flüchten, manchmal sogar auch.

Photo by Icons8 team on Unsplash

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