Es ist nicht neu, dass Mailchimp einer der beliebtesten Anbieter eines Newsletter-Systems in der Startup-Szene. Gefühlt jeder Autor eines Buches oder Serial Entrepreneur, dem ich in den letzten Jahren im Netz begegnet bin, hat Mailchimp für die Verwaltung seiner E-Mail-Newsletter im Einsatz. Der Affe ist zu meinem ständigen Begleiter geworden.
Wenn ich bei #Twitter nicht eingeloggt bin, und auf den Folgen-Button klicke, komme ich nach Login auf eine Seite, die meinen Intent nicht kennt. Warum, Twitter? Warum?
Die Elternzeit ist immer nicht nur für die Kinder gut, sondern auch für die persönliche Entwicklung. Zumindest für den Elternteil, der aus dem Berufsleben aussteigt. (Mein persönlicher Eindruck, in diesem Beitrag wird es auch sehr persönlich.) Die Gedanken kreisen nicht mehr ums Hamsterrad im Büro, sondern um das Leben mit den Kindern. Bei mir hat sich am Kaffeekonsum gezeigt. In der Elternzeit bin ich mit einem Becher Kaffee pro Tag gut hingekommen. Den habe ich wirklich gebraucht. Fragen Sie meine Frau. Und meinen ältesten Sohn. „Papa, (ich) koch dir einen Kaffee!” Tagsüber gehört der Kaffee im Büro zu den Ritualen.
Zwei Männer tun sich zusammen, um eine Firma zu gründen. Die beiden Gründer gehen eine 50:50-Partnerschaft ein. Der eine stellt das Produkt her, der andere kümmert sich um den Vertrieb. Schnell stellen sie fest, dass ihr ursprüngliches B2C-Modell nicht genug skaliert, sie gehen in den B2B-Bereich. Walter White und Jesse Pinkman gründen ein Startup. Natürlich hatte ich nicht als erster diese Idee. Ich habe mindestenssechs Artikel gefunden, die genau den gleichen Ansatz hatten. Zumindest wenn man es auf die Schnittmenge Breaking Bad und Startup reduziert. (Diese Schnittmenge soll auch meine krude Grafik symbolisieren. Betrachten wir es als Hommage an den qualmenden Vorspann mit den Elementen-Symbolen aus der Chemie.) Im ersten wird die Wandlung von Walter White zu Heisenberg als Pivot beschrieben. Aber in der Startup-Welt wird die Wandlung von einem Handelnden nicht so genannt, sondern eine Neuausrichtung der Firma. Die gibt es in der Tat. Um seine Rücklagen für die Familie schneller aufzubauen, geht Mr. White das Vertriebsgeschäft von Account Manager Pinkman nicht schnell genug. Der ist schwer am „hustle“, aber das Endkundengeschäft ist kleinteilig und hält auf. In Google-Sprech: Es skaliert nicht. Weil es sehr menschlich ist. Die Iteration hin zum blauen Meth ist ein weiterer Pivot. Für Hardware-Startups wie Breaking Bad, Inc. ist die Versorgung mit Rohstoffen ein zentraler Punkt. Wenn man sich Kickstarter-Kampagnen anschaut wie Sense oder Pebble, weite Teile der Blogeinträge lesen sich wie Reiseberichte aus China. Zugegeben, aus chinesischen Fabriken. Aber China ist nun mal die Werkbank der Welt geworden. Auch bei Apple wird immer wieder von Analysten gelobt, dass das Unternehmen die Supply Chain kontrolliere. Walter White weiß sich zu helfen, als er den Umsatz anheben will für die Zusammenarbeit mit Vertriebsprofi Tuco und dessen Organisation. Er stellt von Pseudos auf ein anderes Ausgangsmittel, Methylamin, um. Das verändert zwar das Produkt, aber das Blau erweist sich als besonderes Alleinstellungsmerkmal eben dieses Produkts. Der erste Text beschäftigt sich auch mit den beiden Gründern. Wie in vielen Startups bringen die beiden Problempotenzial gleich mit. Beide glauben, das Wesentliche zum Gelingen des Unternehmens beitragen zu können. White ist der technische Co-Founder, der wenig Business-Knowhow hat. Der Straßengangster Jesse kennt sich aus, weiß über den Markt und seine bisherigen Vorlieben Bescheid. Aber das ist auch das, was ihn bremst. Er kann nicht wirklich disruptiv denken. Er will nur eine entstandene Nische ausfüllen und im Getriebe ein neues Zahnrad werden. Vielleicht ein größerer. Wogegen Heisenberg… Sogar Mashable hat den Zusammenhang hergestellt. Interessanterweise kümmert sich aber der Artikel um die Finanzierung, aber um die spätere. Die Anschubfinanzierung ist viel spannender. Für das Wohnmobil, in dem zu Beginn das Meth gekocht wird, hebt Walter White Geld vom Sparkonto ab. Aber die Bedeutung der Gründer für ein Startup wird in dem Artikel gut beschrieben. Jesse Pinkman erweist sich als gute Wahl. Immer dann, wenn man Pinkman als Zuschauer abgeschrieben hat, kommt dieser wieder mit einer guten Idee oder etwas Überraschendem daher. Die Reaktionen zwischen den beiden sind heftig, aber die Chemie stimmt immer wieder. (Achtung, Wortwitz.) Auch AllThingsD lobt die richtige Gründerauswahl im diesem Startup-Vergleich. Übrigens: Eigentlich ist da gar kein Startup gegründet worden. Der Markt ist immer noch der gleiche.
Mich kann man leicht beeinflussen. Äußere Eindrücke verändern mein Denken. Das ist wohl bei vielen Kreativen so, wenn sie Inspirationen suchen. Früher waren das Filme. „Matrix“ war einer davon. Zwei Tage lang danach sah die Welt nicht mehr so aus, wie ich sie gewöhnt war. Gute Konferenzen sind genauso. Für mich sind die gewissermaßen die Bewusstseinsveränderung des denkenden Menschen.
Ein leitender Redakteur eines als großer Medienerfolg gefeierten Magazins schickte mir Infos über sein Medienunternehmen, um mich zu einer Story zu motivieren. Unter den wesentlichen Aktivitäten für das kommende Jahr stand da: “Mehr Vermählungen von Storys und Brands” für diverse Kunden. Wie klingt das in Ihren Ohren? Russ-Mohl: Schrecklich. Ich plädiere für Scheidung vor der Hochzeit.
Mal sehen, ob es eine neue Rubrik in diesem Blog wird. Aber diese beiden GIFs wollte ich seit Wochen schon mit allen Teilen. Gut, dass es jemand im Internet schon gemacht hat, dieses Bild.