Ich bin ein Kopfhörer-Spießer

Schreibe einen Kommentar
Arbeiten / Reisen

Warum ich mir Noise-Cancelling-Kopfhörer gekauft habe, habe ich an dieser Stelle schon erzählt. Manchmal muss ich mich gegenüber meiner Umwelt abschotten. Zu anderen Zeiten reicht meine Konzentrationsfähigkeit aus. Meistens ist es mir zu blöd, auch in der U-Bahn die Abschottung durchzuziehen. Ich fahre nur drei Haltestellen weit. Es sei denn, es ist draußen so kalt, dass der Kopfhörer auch ganz gut als Mütze taugt. Denn wenn mir mal kalt wird, friere ich Füßen und Ohren. Bei den Extremitäten kann mir Onkel Bose nicht weiterhelfen, aber bei den Ohren schon.

Nun kann sich aber nicht jeder die Bose-Kopfhörer leisten, und ein paar Arme, die es könnten, kaufen sich für das gleiche Geld lieber Beats-Kopfhörer, bei denen der Klang ja viel schlechter sein soll. Daher ist die Standardausrüstung der meisten ÖPNV-Abonnenten, die sich auch abschotten wollen oder einfach nur Musik hören wollen, das Set, das mit dem Smartphone kam. Das ist oftmals weiß, denn sowohl Samsung wie vor allem Apple legen ihren Telefonen weiße Kopfhörer bei.

Die weißen Earpods von Apple sind so ikonisch geworden in den letzten zehn Jahren, dass ich wahrscheinlich wenig darüber verraten muss. Auch wenn jetzt bei der neuesten Generation, die man als Zubehör kaufen kann, die Kabel entfallen sind: Diese Art der Ohrstöpsel gibt immer noch sehr viel Musik nach außen aus.

Nicht nur weil München eine Stadt der elektronischen Musik ist: Das ist für die Mitreisenden nicht immer erfreulich. Hiphop am Morgen macht Kummer und Sorgen. Jo, Digger. Ich brauche das nicht auf nüchternen Magen, und Lautstärke 11 gehört in den Club. Da finde ich es ganz praktisch – eigentlich , dass es sowohl in iOS wie auch Android es Warnungen gibt, wenn man zu laut Musik hört. Die werden aber natürlich ignoriert.

Am liebsten würde ich also die Musik leiser drehen bei meinen Mitfahrern. Was mich endgültig zu einem Spießer macht. Ich glaube, ich finde das erste Mal das Video eines ÖPNV-Betreibers lustig: Die MVG lassen das Münchener Kindl auch das Thema angehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.