This is Europe Calling. Gedanken zum #ESC2015

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Musik

Irland für die Homo-Ehe. Conchita eröffnet eine Dauer-Call-in-Sendung. Nach drei Minuten ist auch der größte Schmarrn zu Ende.

Und da sind auch schon die Briten. 

Wer als Nicht-Europäer an einem Samstag Ende Mai den Fernseher einschaltet, hält uns sicher für bekloppt. Und läge richtig. Der Eurovision Song Contest, den ich mal als französisch betitelt kennengelernt habe, verschiebt die Diskussion in Europa. Zwei Stunden wird nicht mehr über Schulden und Subventionen gestritten, und welche Finger man in der Öffentlichkeit gezeigt hat.

Sondern Menschen wählen sich die Finger wund, um ihrem Favoriten oder ihrem Heimatland, in dem sie nicht mehr leben, die Stimme zu geben. (Das läuft doch so, oder? Ich mache das nicht. Ich bin bei Twitter.)

Öffentlich-rechtlich Rundfunkanstalten geben sich alle Mühe, einen Abend und eine Woche auf ganz dicke Hose und ganz große Show zu machen. Die Stunde Panaschieren und Kumulieren, was schon bei hiesigen Wahlen nervt und mich ins Bett treibt, ist für echte Fans (bin also keiner) ein Muss.

Es ist große Gala, schlechter Geschmack, darauf schielen, was anderen gefallen könnte. Und am Ende gewinnt der, der sich selbst am treuesten bleibt. 

Ich bin auf die Twitter-Zahlen gespannt, ob wir die europäischen Rekorde aus der Fußball-Weltmeisterschaft knacken. Ich habe mir Mühe gegeben. 

Fremdschämen ist auch noch was, was den Abend prägt. Bis zur Halbzeit der Songs ging es noch erstaunlich ohne ab.

Blogidee absolut bestätigt: das Musical Venn. Ich habe darüber schon mal gebloggt – bei den Editors. Der Zypriot etwa, sieht aus wie Elvis Costello und singt wie Mr. Big. Epigonal. Nicht revolutionär wie Conchite. Gute Nacht.

Anfängerfrage zum Schluss: Wenn Australien gewinnt, findet der nächste #ESC2016 dann in Sydney statt?

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