Konferenzbesuche, erste Male: IBC, 2016

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Cloud / DAM / Konferenz / Reisen

Dass ich Tulpen mitbringen werde, ist nicht so klar. Jeder Redakteur, der sein Geld wert ist, hätte mir diesen Satz gestrichen. (Wo sich Blogger und Journalisten unterscheiden. Blogger sind die ohne redigierenden Redakteur.) IBC ist für die TV-Branche und das Radiogeschäft das, was die IAA oder der Genfer Salon für die Autowelt sind: Nabel der Welt für die Zeit, in der sie stattfindet.

Prospekte werden auch aus Tulpen gemacht, oder? Dann bringe ich verwandelte und für die Ewigkeit wie Ikea-Pakete flach gefaltete Tulpen mit. Und viele gute Gespräche. Denn darum geht es bei Messebesuchen doch: eine persönliche Verbindung zu einem aktuellen oder einem künftigen Lieferanten oder Partner herstellen, dem Kontakt vom Telefon oder vom E-Mail-Verkehr mal ein Gesicht verpassen können. 

So habe ich tatsächlich dem CTO für das Produkt, das wir bei TargetVideo für die Verwaltung unserer Video-Assets mal die Hand schütteln können und dem Account Manager unsere Featurewünsche nennen können. Eine schöne, direkte Erfahrung, die hoffentlich viele Kunden mit ihren Vendoren auf der Messe haben machen können.

VR

Wer sich die Trends der Messe ansieht, wie man das auch als guter Messeberichterstatter macht, sieht, dass die meisten Prognosen etwa dieses Anbieters vom Anfang des Jahres eintreffen.

VR will take off for real. 2016 will not be the year of VR, but hype or not, VR is here to stay in one form or another.

Mir wird immer noch speiübel von dem Zeug, egal, ob es Oculus Rift oder Ozo oder sonst noch etwas ist. Ich bin der Edge Case. Außerdem war ich von der Pixeligkeit der Darstellung nicht besonders begeistert. Meine Brille beschlug in der Kombination von Transpiration, Konzentration und engem VR-Helm. Auch scheint mein Kopf (65er Umfang, nein, kein Wasserkopf) ein bisschen zu groß zu sein für die klassischen Maße der Hardwarehersteller. 

Ich will es gut finden, diese Virtual Reality, schon seit meinem Besuch in einem Fraunhofer(?)-Labor im Studium, Ende der neunziger Jahre. Aber so ganz den Durchbruch habe ich da noch nicht geschafft. Es wird aber passieren.

Drohnen

Wahrscheinlich viel praktischer, und auch für den Journalismus besser monetarisierbar: der Einsatz von Drohnen für Dreharbeiten. Ich glaube, Drohnen sind die neuen Webcams. Ohne sie wird in Zukunft kein Unternehmensvideo, keine Tourismusverband mehr auskommen. Transparenz herstellen kann man damit wunderbar – und sie kosten nicht viel. Spannende Ankündigungen wie die von DJI oder GoPro kamen erst nach der Messe, aber wer hier auf dem Laufenden bleibt, hat sicher volle Auftragsbücher.

Kino kämpft

3D kam und normalisierte sich. Jetzt ist mit Dolby Atmos, 120 Bildern pro Sekunde und Laserprojektion ein neues Technikrennen im Gang, um Kino noch großartiger zu machen, als es ist. Eine Sondervorführung von „The Revenant“ hat mir gezeigt, wie toll Kino sein kann. Leider ist das Lichtjahre und mehrere Stufen in der Projektorhelligkeit in real existierenden Multiplexkinos entfernt. 

In eigener Sache

Ich hätte damals doch zu den Pfadfindern gehen sollen. Auf ein paar Tischen im Meetingbereich wird das WLAN-Passwort verraten. Leider habe ich die aber trotz mehrerer Runden über die Messe erst eine Stunde vor der Abreise gefunden. Meine Kollegen haben daher die Mails erst abends bekommen. Und mein Smartphone hielt, anders als auf den meisten anderen Messen oder Konferenz, akkumäßig den ganzen Tag durch. Kein WLAN, kein Roaming. Hach.

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