Susan Fowler schreibt wieder – diesmal im Guten

Die Frau, die Uber völlig zu Recht zum Zittern brachte, hat einen neuen Job – als Publizistin:

Susan Fowler to lead Stripe’s new engineering tips publication – Recode: „Susan Fowler — the engineer who became famous in Silicon Valley for her devastating blog post that chronicled pervasive sexism and sexual harassment at Uber — is getting a new online publication to run that will be about and also aimed at coders.“

(Via.)

Keine Ahnung, wie Feedly das berechnet, aber an den Output glaube ich nicht so ganz:

Feedly increment COM

Wenn ich groß bin, schreibe ich ein Buch

Seit langem hege ich einen Kinder-Wunsch. Äh, einen Kinder-Buch-Wunsch. Wenn ich schon keine Yoga-DVD veröffentlichen kann (wegen amtlicher Unsportlichkeit und mangelnder Bekanntheit), dann den anderen Weg zum Bestsellerregal: Kinderbücher. Madonna hat es gemacht, Ralf Bauer bestimmt auch.

Seit meine Jungs alt genug dafür sind, komme ich aus dem Lesen von Kinderbüchern nicht heraus. Da geht es um eher sachliche Zusammenhänge. Dort finde ich, fehlt noch viel von der echten Welt. Was macht eigentlich ein Projektmanager? Ich glaube also, ich habe Erfahrung mit dem Stoff. Und ich bin Zielgruppe.

Das ist eine fixe Idee geworden, und so schaue ich ab und an nach Illustratoren bei einem der gängigen Marktplätze für Design, die mir gefallen könnten. Immerhin ist die Idee jetzt mit einem Blogpost in der Welt. Vielleicht kann sich das ja so verselbständigen.

Fixe Ideen führen bei mir schon auch zu Domain-Käufen. Für ein paar Bücher habe ich mir bereits die Domains gesichert. Fehlt eigentlich nur noch das pädagogische Konzept. Oder braucht man das nicht als Kinderbuchautor?

Wir haben ein neues Logo, juchhu! Wie man Firmenblogs auf Relevanz für Kunden trimmt

Für die Arbeit habe ich in meinem Feedreader ganz viele Blogs aus der Firmenwelt abonniert. Company Blogs unterscheiden sich in ihrer Qualität und ihrer Lesbarkeit ganz erheblich. PR-Doktor Kerstin Hoffmann hat mich auf der Relaunch-Konferenz 2016 in Hamburg auf das Thema gebracht: Was interessiert die Leser eines Firmenblogs wirklich? Eine Auseinandersetzung mit den Topoi, die ich so in den letzten Monaten gefunden habe.

  • Der Blumenstrauß an die langgediente Mitarbeiterin? Welche Relevanz hat das für die externe Unternehmenskommunikation? Der richtige Platz wäre das Intranet, falls es so etwas gibt, eine Mail an alle Mitarbeiter oder eine Auszeichnung beim Sommerfest.
  • Andere stellen ihre Mitarbeiter vor. Dafür gibt es drei Rollen, die unbedingt vorgestellt werden müssen:
    • neue Pressesprecher oder Evangelisten: Diese fungieren nach außen, daher sollten sie auch bekannt gemacht werden.
    • Rockstars: Dein Unternehmen hat gerade DEN Branchenfachmann verpflichtet? Ja, das will die Welt wissen (Scoble-Effekt!).
    • Support-Mitarbeiter: Du baust den Support aus und stellst die neuen Mitarbeiter im Kundendienst vor? Ja, gib deiner Firma ein Gesicht.
    • Darüberhinaus: Es geht, aber ich kenne Feeds, die nur aus Mitarbeitervorstellungen bestehen. Mehr als 20% der Einträge sollten die nicht ausmachen, finde ich.
  • Wir sind auf Messe xyz. Schon besser: Die Kunden fahren vielleicht auch hin, und auch künftige Kunden können darüber stolpern, wenn sie einen Google Alert auf das entsprechende Keyword gesetzt haben. Wichtig: In dem Post sollte auch gleich ein Link zur Terminvereinbarung drin sein. Gerade Interessenten haben oftmals noch keinen Draht in die Firma hinein.
  • Wir haben eine neue Produktversion. Und dann bitte gleich die Vorteile für die Kunden herausarbeiten, gern mit einem Video.
    • Was aber oft passiert, sind reine Release Notes. „Wir haben Bug #123456 gefixt. Betrifft blabla.“ Das wollen nur eure Entwickler lesen, aber kein Kunde. Nicht einmal Entwickler beim Kunden. Ehrlich. Adobe, Google, ich sehe euch an!
  • Wir haben bald eine neue Produktversion. Nein, das ist nicht das Gleiche wie der Punkt zuvor. Meistens handelt es sich um einen defensiven Schritt, man findet ihn auch fast nur bei Konsumentenprodukten. So kann man zum Beispiel Vorankündigungen oder Previews verstehen – Adobe Comet gegen Sketch wäre ein Fall dafür, oder auch das Google VR-Brillen-Referenzdesign, das zwei Monate nach der Google I/O 2016 immer noch nicht da ist.
  • Preis gesenkt. Tolle News. Aber dann schreibt bitte auch in dem Post, dass bestehende Kunden rückwirkend eine Erstattung bekommen oder zumindest, wie man die beantragen kann.
  • 17 Dinge, du noch nicht wusstest: Bei Buzzfeed macht das Sinn, aber bei deinem sündhaft teuren Enterprise-Produkt? Passt die Tonalität zu dir? Da sind wir ganz schnell bei Blüten, wie Dan Lyons die in „Disrupted“ über HubSpot erzählt hat. Das Genre ganz gut können aber Zapier und Process Street in ihren Produktivitätsblogs. Da passt diese Haltung auch – 101 Rezepte für xyz lese ich gern jederzeit.
  • Ich, ich, ich: Ein Du wäre auch mal schön. Menschen reden gern mit Menschen, nicht mit Institutionen. Cluetrain, hört auf das Manifest! Das muss nicht immer eine Spendenaktion sein, seid kreativ. Ein einführender Post ins Thema holt Interessenten auch ab. Damit ist man zwar nahe an den Posts von HubSpot, die ich gerade noch kritisiert habe, aber im Wesentlichen funktioniert die Technik gerade für Themenneulinge ganz gut.

Workflow: Eigene Beitragsbilder für Blogposts erstellen

Viele Menschen sind visuelle Typen, ich auch. Daher soll mein Blog schöner werden. Oftmals kommen mir einfache Bildideen, die ich mit freien Bildern aus den üblichen Stockbilddatenbanken herstellen kann – wenn es um die Cloud geht, sind ein paar Wolkenbilder schnell gefunden. Wie hieß es früher bei der Tageszeitung: Ein Bild ist schnell geschrieben. Aber manchmal habe ich auch eine andere Idee, die ich mit einer Vektorgrafik illustrieren kann. Heute soll es um den Workflow für Beitragsbilder geben.

Als erstes muss ich Sketch öffnen. Das Programm gibt es leider nur für Mac, und wie OmniGraffle ist es einer der wesentlichen Gründe, warum ich vom Mac gar nicht mehr loskomme.

A drücken: Artboard einfügen – in einer Größe von 1500×1000 Pixeln. Sketch arbeitet mit Artboards. Nur die kann man als Ganzes exportieren am Ende. CMD + R erlaubt dann das Umbenennen dieser Gruppe von Elemente, damit man am Ende verschiedene Versionen der Datei nicht immer wieder händisch umbenennen kann.

Auch wenn ich nicht pixelgenau in Photoshop, sondern mit Vektoren in Sketch designe, ist diese Angabe der Artboard-Größe hilfreich. Sie erlaubt die gedankliche Kalkulation der notwendigen Schriftgrößen. 64-100 Punkt liefert etwa eine gute Größe für die Headlines, 200 Punkt für Font Awesome-Glyphen. Einige WordPress-Posts habe ich so illustriert. Ja, ich bin kein Designer. Aber das habe ich hier auch schon verkündet.

Amazon, der Domain-Registrar

Ich habe irgendwann mal angefangen, meine Domains bei United Domains zu registrieren. Inzwischen habe ich mir Domainfactory angesehen (Tipp von Sebastian Brinkmann) und würde das mittlerweile bei Amazon machen.

Bei Amazon geht das nämlich auch. Klopapier, Windeln, elektronische Bücher, alles. Domainnamen, das ist letztlich auch nur eine traditionelle Form des Cloud Computing. Route 53 heißt der Service von Amazon dazu. (Markennamen können sie nicht bei Amazon, offenbar so ein Seattle-Ding.)

Du fragst dich jetzt, warum du das tun solltest. Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Plugin für die Auslieferung von statischen Seiten in dein WordPress-Blog einzubauen, dann solltest du auch mal genauer auf Route 53 schauen. Das macht die Konfiguration dann auch leichter. Ja, CloudFront ist teurer als andere CDN-Anbieter, aber das kann man dann auch gleich mit erledigen.

Und du bist auf dem besten Wege, in dein Xing-Profil AWS-Kenntnisse mit aufzunehmen.

Was gehört auf die Homepage einer privaten Site?

Das hier ist keine offizielle Zusammenfassung einer Session vom Indie Web Camp in Nürnberg, das Mitte April stattfand. Sondern die Sicht auf die Session (Personal Sites – Homepage) durch meine eigene Brille. Also halt persönlich, wie alles hier in meinem Blog. Manchmal dauert das, der Post lag zwei Monate auf dem Entwürfe-Stapel.

Die zentrale Frage vorab lautet: Für wen ist die Website? (Also die private aus dem Titel.)

Ein Beispiel: Shirley Temple ist Frontend-Entwicklerin und spricht viel auf Konferenzen. Unter den Links zu den Profilen sollte also ein Link auf ihren GitHub-Account sein, aber auch zu ihrem Twitter-Account, ihrem Lanyard-Profil und Slideshare oder einem anderen Service, der Folien schön darstellt. (Wenn du bei Google arbeitest, sind auch Google Docs ok.)

Eine Frage, die wir uns als Digital Natives also stellen sollten, ist: Wer bin ich? Was bin ich? Alle diese Rollen sollten abgebildet werden.

Bei mir ist das beruflich die Arbeit als Produktmanager, die ich ganzheitlich verstehe. Also sind Posts zu dem Thema aus dem Blog interessant, vielleicht eine Linksammlung. Links auf die üblichen Social Network sowieso, gern auch Dribbble, wenn du eine User Experience- oder Design-Seite hast.

Du nähst viel? Dann zeig deine Kunstwerke, mach eine Pinwall darauf, mit Dingen, die dich inspirieren. Links zu deinem Instagram-Account sollte ich auch finden.

Wie man merkt, die Homepage sollte die Persönlichkeit des Betreibers ausdrücken. Das ist bei Marken mit aufwändigen Onepagern nicht anders als bei dir, lieber Internetschaffender.

Warum sehe ich nur immer die Gefahren?

Die kurze Antwort: Ich bin deutsch, und das ist eine deutsche Eigenart. Immer das Risiko sehen, und es auch in der eigenen Wahrnehmung übergewichten.

Wenn ich US-Amerikaner wäre, hätte ich schon oft die Chancen gesehen und den Sprung in die Selbstständigkeit gemacht.

Dies ist ein sehr innensichtslastiger Post. Ich schreibe ihn, um mir selbst über mich klar zu werden. Wenn ich mich gut mit dem Endergebnis fühle, werde ich ihn veröffentlichen. Wenn nicht, wird er im Entwurfsstatus in der Datenbank alt werden. (Virtuelles Verstauben sozusagen.) #bloglikenobodyiswatching

Die lange Antwort: Ich sehe drei Gründe.

  1. Als leicht depressiv veranlagter Mensch ist das wohl normal. Risiko ist schlimm. Was ist, wenn er/sie/die anderen nein sagt/sagen? Also habe ich mir oftmals risiko-averse Strategien gesucht. Dass ich bereits 2x selbst einen Job gekündigt habe, finde ich dafür eigentlich ziemlich super. Und dass ich das gemacht habe, um jeweils in ein Startup zu gehen, noch superer. (Ja, meine Mutter hält mich durchaus für verrückt. „Die Sicherheit, Junge.“)
  2. Als Deutscher bin ich tatsächlich in diesem „Wie machen es die anderen“-Denken gefangen. Normal ist kein Schimpfwort, sondern ein valider Maßstab für mich. Das Lineal anlegen, alle auf die gleiche Länge schneiden – das ist ein Prozess, den auch die kennen, die nicht bei der Bundeswehr gedient haben. Hefte raus, Klassenarbeit; auch die Abschlussarbeit darf nur x Seiten haben, damit der Korrektor nicht überfordert wird.
  3. Ich habe als Generation-X-Mitglied noch eine andere Haltung zu Autorität als die sehr jungen Kollegen, mit denen ich jetzt bei Target Video zu tun habe. Leider. Da ist zum ersten Mal die Teamzusammensetzung so, dass die Millennials in der Mehrheit sind. Leider stimmen die meisten Klischees, die von Personaldienstleistern zu Millennials verbreitet werden. Ein bisschen Irreverenz (Unehrerbietigkeit, schauder) täte mir gut.

Diesen Post habe ich jetzt, Anke Gröner und ihrem Blogmotto sei dank, doch noch veröffentlicht. Und ihr als Dank etwas von ihrem Wunschzettel gekauft.

Blog like nobody’s watching

Vom Zumüllen eines WordPress-Blogs

WordPress ist das beliebteste CMS der Welt. Das dürfte nicht nur die Wahrheit, sondern auch der beliebteste Satz in diesem meinem Blog sein. WordPress kann man mit wenigen Klicks auf dem eigenen Webspace installieren. Und mit wenigen weiteren Klicks kann man WordPress-Plugins installieren.

 

Für die Arbeit habe ich mich schnell für eine Multisite-Architektur von WordPress-Instanzen entschieden. Dabei teste ich Plugins auf einer Testinstanz auf Herz und Nieren. Manchmal passieren mir da Fehler, so etwa hat sich das aktuellste JW Platform-Plugin im Dezember in der Beta-Version als buggy erwiesen: Auf einmal waren im Backend von WordPress überhaupt keine Beiträge mehr zu sehen.

Appell zum Frühjahrsputz bei WordPress-Plugins

Diese Plugin-Architektur macht WordPress zu einem attraktiven CMS für Einsteiger. Und nicht nur für die, sonst wäre man nicht der FC Bayern der CMSse. Aber welcher Hobbyschreiber räumt bei WordPress-Plugins auf? Plugins, die man deaktiviert hat, weil man sie nicht mehr braucht, sollte man auch löschen. Und das erste Plugin, das man installiert, sollte das sein, das das Backup macht. Das sollte man auch gleich ausführen. (Kostet nix, so ein Backup auf einen kostenlose Dropbox-Account.)

Aber die Dosis macht das Gift, wie schon die alten Römer sagten. Fünf Plugin sind gut, 15 Mist. Brauche ich wirklich jedes Plugin? Die Frage sollte man sich ganz sicher stellen. Manche Sachen kann ein PHP-kundiger Entwickler auch mit ein paar Zeilen selbst erledigen. Manche Plugins sind einfach nur Spam – jeder App Store, der zu groß ist, enthält auch Schund. Ja, sogar der Apple App Store tut das.

The essence of plugins in efficient operation of a site cannot be overemphasized. However, too many plugins slow down the Web loading speeds. In addition, they result to security issues and might at times cause website crashing. Occasionally, you can check your website plugins and deactivate or delete the unnecessary ones.
– See more at: http://www.websitemagazine.com/content/blogs/posts/archive/2015/12/31/6-easy-ways-to-speed-up-a-website.aspx#sthash.s6h07ChQ.dpuf

Ich habe das mal zu skizzieren versucht, wie ich diesen Zusammenhang zwischen Erwerbsmäßigkeit einer WordPress-Instanz und der Zahl der Plugins sehe:

Plugins-Wordpress-Professionalität

Einen weiteren Posts über die WordPress-Plugins, die ich für bestimmte Umstände für sinnvoll halte, habe ich bereits entworfen. Ich hoffe, den Anfang des Jahres auch noch fertigstellen zu können.

Blogstatistik 2015. Oder auch: Gehversuche mit Tableau (3)

Der Mai war gut zum Traffic auf meinem kleinen Blog. Er war mit Abstand der beste Monat in diesem Jahr:

Tableau-Grafik der stärksten Monate im Blog, vom Traffic her

Tableau-Grafik der stärksten Monate im Blog, vom Traffic her

Ich habe mir gedacht, dass lag sicher am Besuch der IA Konferenz, die ist immer im Mai und funktioniert auch in der Regel ganz gut. Aber da war ich dieses Jahr überhaupt nicht. Die Konferenz ist in diesem Jahr nämlich ausgefallen.

Der Gewinner des Jahres lag auch im Mai vorne.

Top-Artikel des Jahres

Top-Artikel des Jahres

Au weh, die Trendlinien von Tableau

Und wenn ich mir den Trend der Monate ansehe, sollte ich schnell mit dem Bloggen aufhören. Lohnt sich nicht:

Der Trend geht eindeutig nach unten bei der Zahl meiner Besucher

Der Trend geht eindeutig nach unten bei der Zahl meiner Besucher

Macht aber Spaß. Ich mache weiter. Ich habe noch eine Liste in Wunderlist mit mehr als 60 Themenideen, mehr als 50 Entwürfe in WordPress gespeichert und mir laufen auch sicher noch weitere Ideen über den Weg. Negativen Traffic soll es im Januar geben, rechnet Tableau aus. Das kann ja nicht sein.