Endlich kann man mit Google TV auch Filme kaufen

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Wie Google Ende letzter Woche verkündet hat, kann man jetzt auch Filme, Fernsehserien und Musik auf dem Google TV-Gerät kaufen. Bisher war die Kiste nur eine Signal-Durchschleuse-Station. Jetzt wird es zum Content-Einkaufswagen. Damit erreicht Google TV hier endlich Parität mit Apple TV. Das Angebot könnte aber größer sein, gefühlt fehlt vieles bei Google TV in Deutschland. The Official Google TV Blog: Google Play Movies, TV shows, and Music now on Google TV.

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Inventar verschenkt, User verärgert

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image Auf der mobilen Seite von DerWesten bietet mir der Verlag die iOS-only-Stau-App an. Hallo, dieses Gerät ist Android, das hätte euch eurr teure Geräteerkennung auch sagen können. Das Inventar habt ihr verschenkt. Und einen Android-Nutzer verärgert.

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Maria Gresz altert nicht

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Gestern Abend mal wieder den Trailer für Spiegel TV gesehen. Die Moderatorin heißt Maria Gresz. Sie macht das schon sehr lange. Länger jedenfalls, als sie alt ist. Irgendwo muss ein Bild von ihr auf einem Speicher stehen. Im TV sind die Falten jedenfalls nicht.

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Newsroom oder Sonntagabend-Fernsehprogramm?

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Klar, heute läuft “Ocean’s Twelve”. Aber mit Kind ist so ein Beginn um 20:15 Uhr einfach nicht zu schaffen. Kurzer Gang durch die Alternativen. Wir haben den auf DVD, aber so dringend muss ich den nicht sehen. Mit dem DVD habe ich ihn nicht programmiert. Zur Videothek? Gibt’s die noch? Einen Ausweis habe ich jedenfalls nicht, und auf so Formalitäten habe ich am Sonntagabend wirklich keine Lust. Also ins Internet? Ich schaue keine illegalen TV-Streams oder Torrents oder aus dem Usenet an. Also zu YouTube, zwischen all dem Quatsch gibt es auch ein paar Perlen. HBO streamt gerade für eine begrenzte Zeit die erste Folge von “The Newsroom” (IMDB) bei YouTube. Ein paar Tricks später, und die Folge läuft in HD-Qualität auf dem Notebook. Danke, Internet. Bundling? Du hast mich wieder mal im Stich gelassen. (Leider kann ich den Player hier nicht embedden. Das wurde deaktiviert, wohl auf Wunsch von HBO.) Die ersten zehn Minuten sind brillant geschrieben. Aber sie zeigen auch das Verhalten eines MOTR-Anchormans, das dieser nie zeigen würde. Bin auf die nächsten 72 Minuten gespannt. (Und ja, wenn mir der Sums gefällt, werden die nächsten Folgen schwieriger werden.)

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Markenschutz für Deutschland-Griechenland-Witze

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Hiermit beantrage ich im übertragenen Sinne, ganz treu der Harald-Schmidt-Show, Markenschutz für die folgenden Gags: Nach einem deutschen Sieg: Darauf einen Ouzo! Und jetzt nehmen wir euch auch noch DEN Euro weg! Nach HauseGRIECHEN (heute schon im Netz gesehen) Auf der GRIECHspur heim Akropolis, adieu! Zum Trainer Der erste Portugiese unter dem Rettungsfallschirm Bei einer Niederlage der Deutschen Jetzt auch noch DIE Euro kaputtmachen Ein Tor, wer Böses dabei denkt, reicht auch Auf Hellas und Pfennig wird abgerechnet

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Kleine Verbesserung am Videotext/Teletext der ARD: mehr Farbe

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Vor einigen Tagen hatte ich ein Twitter-Gespräch über Videotext. Manche sind entsetzt, wie sehr der noch genutzt wird. Also habe ich, während der Rechner auf dem Schoß neu gebootet hat, schnell die Gruppentabelle aufgerufen der Gruppe D bei der EM2012. (Uefa Euro HD M 1 HD oder wie das offiziell heißt.) So eine Livetabelle ist ja gut. Aber kleiner Usability-Hinweis: Sachen, die miteinander in Beziehung stehen, sollten dem gleichen Gestaltungsmuster folgen. Live-Ergebnis ist lila, also sollte die Live-Tabelle auch lila sein. Sie ist aber einfach nur weiß. Da muss man als User mehrfach hinschauen, um zu wissen, ob die jetzt auch ständig aktualisiert wird. Und wann heißt es eigentlich Videotext und wann Teletext? Das kapiert doch kein Mensch.

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Korrespondenten-Singsang

Journalismus

Gerade habe ich mal wieder die Tagesschau gesehen. Selten genug, aber das ist ein anderes Thema. Da lief irgendein Bericht aus den USA, genauer aus dem Washingtoner Studio der ARD. Korrespondentin, auch im On, war die rheinische Frohnatur Hanni Hüsch. (Keine Ahnung, ob sie eine Frohnatur ist oder aus dem Rheinland kommt, aber mit dem Namen muss man eine sein.) Warum weiß ich nicht mehr, um was es geht? Ein Grund: Die wenigsten Zuschauer wissen eine Viertelstunde später nicht mehr, was in der Tagesschau an Themen lief. Aber der Grund, auf den ich hinauswill: Bei dem Singsang der US-Korrespondenten im deutschen Fernsehen bleibt kaum etwas vom Gesagten hängen. Es klingt ein bisschen was vom Formatradio und den Gute-Laune-in-tierischer-Frühe-Stimmen aus dem Middle-of-the-Road-Radio durch. Aber das ist es gar nicht, wo das wohl herkommt. Denn die Politikjournalisten und auch alle anderen im US-Network-Fernsehen haben genau diese merkwürdige Sprachmelodie, die sich offenbar ansteckend auf deutsche Kollegen, die innerhalb des Beltways Dienst tun und irgendwo in Fairfax leben. Was ich will: eine Dissertation über die Sprachmelodieveränderungen von US-Korrespondenten. Material könnten ja viele Stunden aus dem großen Archiv-Pool sein. Als Vergleichsprobe könnten Aufzeichnungen aus den Vorgängerstationen dienen. Wahrscheinlich braucht man aber eine computergestützte Auswertung der Sprachmuster. Es werden hunderte sein. Alles nur, um meine These zu stützen. Aber man kann auch noch einen schönen Grundlagenteil über Intonation von TV-Sprechern dranhängen. Leitfadeninterviews mit den wichtigsten Korrespondenten wären auch was. Um einen Bias auszuschließen, könnte man sich Korrespondenten aus verschiedenen Anstalten anschauen. Am auffälligsten ist das Prinzip aber bei öffentlich-rechtlichen Kollegen. Die berichten aber auch am häufigsten aus der Stadt mit dem Obelisken. So, wer will? Stelle gern den Kontakt zu Datenjournalisten her, die ein bisschen mehr vom Metier verstehen als ich.

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Feuer im Stadion

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In Köln haben heute in der Bundesliga angebliche Fans Feuer gelegt, weil sie so traurig waren, dass ihr Verein aus der ersten Liga absteigt. Feuer. In Dortmund haben heute in der Bundesliga angebliche Fans Feuer gelegt, weil so glücklich waren, dass ihr Verein Meister geworden ist. Feuer. Es sind keine Bengalos, kein Feuerwerk. Sondern es ist Feuer. In einem engen, eng gefüllten Stadion mit 50.000 oder 80.000 Zuschauern. Das ist versuchte Körperverletzung. Wer ein Messer mit ins Stadion nehmen will, dem wird das Messer abgenommen. Glasflaschen werden den Besuchern abgenommen. Wieso kommt immer noch das blöde Feuer-Zeugs mit rein? Wenn ihr Feuer machen wollt, kauft euch einen Kamin. Im Stadion hat Feuer nix verloren.

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Über den Unsinn von Sperrfristen

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Sperrfristen zerstört werden müssen.Ich will hier gar nicht wie Michael Arrington klingen, auch wenn ich an den als ersten gedacht habe. (Hier erläutert der Techcrunch-Gründer, warum er sich unmöglich an Sperrfristen halten könne: http://techcrunch.com/2008/12/17/death-to-the-embargo/) Heute früh habe ich ein Stück bei DWDL gelesen, dessen Grundtenor ich gar nicht vollständiger teilen kann. (http://www.dwdl.de/magazin/33059/der_fernsehpreis_und_die_lachnummer_mit_der_sperrfrist/) Sperrfristen sind Unsinn, vorgeführt am Durchsickern von Meldungen trotz eigentlich verhängter Berichterstattungsverbote. Was war passiert? Sonntagabend fand die Verleihung zum Deutschen Fernsehpreis statt. Die Gewinner sollten nicht verraten werden, hatten offenbar die Veranstalter / die begleitenden Pressebetreuer gebeten. So klingt es zumindest durch im Text. (Link: http://www.dwdl.de/magazin/33059/der_fernsehpreis_und_die_lachnummer_mit_der_sperrfrist/) Aber die Gewinner wurden bekannt, weil die Meldung der dpa mit der Sperrfrist doch publiziert wurde: So verschickte die dpa am späten Sonntagabend eine Meldung mit den wichtigsten Gewinnern des diesjährigen Fernsehpreises. Mit Sperrfristhinweis für den 3. Oktober, 23 Uhr. Doch diese Meldung wurde binnen Minuten von Focus Online offenbar automatisch veröffentlicht. In der Folge liefert DWDL Beweise dafür, wie viele Webseiten die Meldung einfach durchpubliziert haben, ohne dass ein Redakteur diese Tickermeldung hätte bearbeiten müssen. Außerdem arbeitet sich der Autor, Thomas Lückerath, an der Gleichartigkeit der Berichterstattung der Regionalverlage im Web ab. Berechtigter Vorwurf, aber hier irgendwie auch am Kern der Sache vorbei. Worum geht es eigentlich hierbei? Es war etwas passiert, nennen wir es Sachverhalt A. Reporter B schreibt das auf, veröffentlicht es als Meldung M. Redakteur C schickt Hinweis hinterher, dass man das noch nicht drucken darf. Redaktion D bekommt die Meldung, hat aber im Redaktionssystem E keine Sperre eingebaut, die Nachrichten auf die Zeichenkette “Sperrfrist” hin untersucht und filtert. User F liest es, teilt die Nachricht über Social Media mit der Welt - Nachrichtenagentur F kann mit einem Rückzug der Meldung gar nichts mehr erreichen. Was ist an diesem Konstrukt falsch? Am Event G, an dem auch Sachverhalt A passiert ist und Reporter B hoffentlich teilgenommen hat, um Meldung M zu schreiben, nehmen mehrere hundert weitere Personen teil. Die reden mit anderen Freunden (so war das zumindest früher, wenn Geheimnisse keine Geheimnisse mehr blieben), smsen die Ergebnisse und twittern und facebooken und bloggen sie in die Welt. Weil sie sich freuen und die Freude mit der Welt teilen wollen - ist ja auch alles richtig so. Deswegen war die Sperrfrist für diesen Event wie für jeden Event eine blöde Idee. Das neue Diktum im Journalismus ist: Wenn etwas passiert ist, ist es passiert. Punkt, aus. Oft genug wird man als Sportfan in der Sportschau für dumm verkauft, am schlimmsten ist es immer bei der Entscheidung um die Meisterschaft. Da gibt es dann in der Sendestrecke die Fiktion, man wisse noch nicht, dass die Mannschaft T Meister gewurden ist. Sondern es wird mit einer künstlich übergestülpten Chronologie der Gemeinsamkeit versucht, Spannung zu erzeugen. Früher nannte man das Aufhotten, heute gibt es sicher einen besseren Begriff in den Redaktionen dafür. Eine Sperrfrist für einen Event ist einfach Unsinn. Entweder ist ein Unfall passiert, ein Haus eingestürzt oder jemand hat einen Glitzerpreis bekommen - oder nicht. Auf diesen Grundkonsens müssen wir uns einigen können, ohne Angst zu haben, nicht wieder zu der Veranstaltung eingeladen zu werden. Diese klitzekleine, piefige Angst der Medien, warum sie sich an Bitten zu einer Sperrfrist halten, gehört abgeräumt. Und warum Pressemeldungen mit Sperrfrist noch größerer Quatsch sind? Die Pressemeldung bezieht sich auch auf einen Event oder suggeriert einen Event, der nicht wichtig ist - eine Pressekonferenz zu einem Launch oder so. So ist es zumindest im Technikjournalismus oder Medienjournalismus. So ist der Gegenstand der Berichterstattung wirklich meist nur ein neues Handy oder einen Firmenfusion. Sollten wir dafür als Journalist unsere Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen? Lohnt sich das wirklich? Es lohnt sich wirklich, dies mal auf den Kopf zu stellen und zu diskutieren, ganz so, wie es DWDL schreibt. Man kann über den Sinn von Sperrfristen lange philosophieren und leidenschaftlich darüber diskutieren.

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