Tag 1 mit Windows 8

Allgemein

Die Windows-Taste irritiert mich noch. Damit konnte man immer das Startmenü anfordern. Das ist Geschichte. In Windows 8 wechselt man damit zwischen der klassischen Windows-Ansicht, die sich kaum von Windows 7 unterscheidet, und der neuen Kachel-Ansicht Modern UI hin und her.

Weiterlesen »

I'm a PC? Next machine: Mac.

Allgemein

(Entschuldigung vorab: Das kommt jetzt sehr erlebnisberichthaftig daher, aber die Eindrücke sind noch frisch.) Wenn jemand eine neue Sprache lernen will, ist ein wichtiger Faktor das Alter: Er oder sie sollte jung sein, möglichst noch im Preteen-Alter. Der andere Faktor ist das Verhältnis von Muttersprachlern zu einem selbst. Je mehr außen um einen herum die fremde Sprache gesprochen wird, umso mehr ist man selbst gezwungen, sich damit zu beschäftigen und die Sprache zu lernen. So habe ich Englisch gelernt, und so habe ich meine Macs lieben gelernt. Lieben ist ein sehr starkes Wort, zumal ich mich nie für einen “Mac-Enthusiast” oder Mac-Fanatiker gehalten habe. Jetzt habe ich nach drei Jahren mit meinem Mac Mini mal wieder nach einem neuen Computer geschaut. Warum? Weil Macs immer noch ein Exotenprodukt und ich einfach mal wieder so unterwegs sein wollte wie die Nutzer der Produkte, an denen ich mit entwickele. Wie sehr sind Macs Nische? Wir haben mehr iPad- und iPhone-Nutzer als Mac-Nutzer in unserer Web-Statistik. Aber wir haben sechs Mal mehr PC-Nutzer als Mac-Nutzer. Sogar XP ist noch genauso weit verbreitet wie Mac. Windows 8 ist der neue heiße Scheiß (naja, vielleicht auch eher New Coke). Also bin ich losgezogen ins Netz, auf die Recherche nach PC-Kauftipps. Ich hatte ja vorher schon Angst vor den Transaktionskosten, und auch völlig zurecht. Gamestar hat da tolle Selbstbauanleitungen, aber wenn man zusammenrechnet, kommt man leicht auf 500 Euro und hat noch keine Windows-Lizenz dabei. Die macht noch einmal 80 Euro. Da klingt der Aldi-PC für 499 Euro auf einmal sehr verlockend. Wenn der IT-Fachmann aus der Firma dann auch noch sagt, da kann man nix falsch machen - dann fällt die Entscheidung leichter. So ein schlichter schwarzer Klotz ist es jetzt auch geworden. Welchen Prozessor nimmt man? AMD oder Intel? Intel ist wohl gerade besser, auch wegen Updates auf schnellere Prozessoren und so. Wie groß muss die Festplatte sein? Ich will ja gar nicht auf Torrent-Jagd gehen. Reichen dann 1,5 TB? Ich kaufe mein Zeug lieber bei iTunes oder im Google Play Store, oder schaue AdVOD. Wie viel Speicher braucht man? Reichen 4 GB? Transaktionskosten, ich habe euch echt noch unterschätzt. Das Budget reichte leider nicht für ein i5- oder i7-Produkt. Aber auch das Kaufen als Prozess war ein Albtraum. Der Shop ging nicht im Mac Safari-Browser, auch nicht in Chrome, irgendwann ging es dann in Safari doch. Der Shop erlaubt nur ein 8-stelliges Passwort, länger darf es nicht sein. Auch mit den Pflicht-Großbuchstaben und Zahlen. Und beim Kaufen Anmelden ging auch nicht. Was wäre das alles einfach gewesen im Apple-Onlinestore. Der ist auch nicht mehr der Allerneueste, aber ein paar Klicks später wäre das ganz praktisch abgebucht worden. Jetzt warte ich erst einmal auf den DHL-Mann und lege Geld zur Seite für das MacBook Pro mit Retina-Display der nächsten Generation. Kein Wunder, dass sogar in den MediaMarkt-Shops und Saturn-Filialen immer mehr Menschen vor den Macs stehen. Der PC-Markt ist einfach zu stressig. Ich hatte immer das Gefühl, etwas falsch zu machen. Das Schlimmste war der Button “Zahlungspflichtig bestellen”. Ähm, habe ich gemacht - aber nur, weil ich es mir wirklich vorgenommen hatte. [caption id=”attachment_110” align=”alignleft” width=”640”]So sieht der teure Button bei Medion aus. So sieht der teure Button bei Medion aus.[/caption] (Kleiner Tippfehler im Haken für den Newsletter ist jetzt auch nicht besonders schmückend, Medien.)

Weiterlesen »

Konferenz-Impressionen: IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz

Konzeption

Es ist ein Familientreffen, meint der, der mich zum Konferenzbesuch angestiftet hat. Man kennt sich. Zwar hat die Familie der IA Konferenz 2013 in Berlin etwa 300 Mitglieder, also etwas das Doppelte von Dunbars Zahl. Aber ich habe trotzdem beim Mittagessen an Tag zwei das Gefühl, einige Gesichter schon wiederzukennen. Und zwar Gesichter, die ich definitiv von der IA Konferenz nicht kannte.

Weiterlesen »

Süddeutscher Journalistentag 2013 - like it's 2001 or 2002

Journalismus

Wir hören und speichern, was wir hören wollen. Auch ohne jetzt die entsprechenden Studien zitieren zu können - wir alle kennen den Effekt. “Heute Abend gibt es Schweinebraten mit Rosenkohl”. Wer hört da schon den Rosenkohl heraus? Natürlich wollte ich diese Schwarzmalerei hören. Schon auf dem Bussteig am Mainzer Bahnhof hörte man 40- bis 50-jährige Berufskollegen jammern, dass dieses Online immer mehr an Bedeutung gewönne. Und die anderen Kollegen, die vor allem zum Mitnehmen von Kugelschreibern und zum Bestaunen von sehr prominenten Mitgliedern des Berufsstandes (Gundula Gause!, Ulrich Meyer!), waren natürlich mir auch sehr willkommen. Da die Situation der Zeitungen heute (am 16.3.2013) auf dem Journalistentag auch ein Thema war - da passte das als Einstimmung zu gut, um es nicht hier auch aufzuschreiben. Wie Elmar Theveßen möchte ich auch mal einen meiner Journalismus-Professoren zitieren. “Wissenschaft ist eben auch Schwarzbrot.” So oder ähnlich ging das Bonmot an der Universität. Lokaljournalismus ist derzeit offenbar das Schwarzbrot im Medienbetrieb. Claus Monhart, Chefredakteur des beim Main-Echo, einer Tageszeitung mit 76.000 Auflage, erzählte aus der Provinz. Er habe Probleme, seine Außenredaktionen in Städten mit vielleicht 15.000 Einwohnern mit jungen Journalisten zu besetzen. Diese wollten lieber im Kulturressort arbeiten, dieses könne er theoretisch mit bis zu 30 Kollegen besetzen. Vorteil am Kulturressort: Die Journalisten, die in Großstädten oder vielleicht in Tübingen studiert hätten, könnten in der Großstadt wohnen bleiben. Aber Lokaljournalismus, der auch daraus bestehe, in den entsprechenden kleinen Ort zu ziehen und dort anzukommen, ließe sich mit diesen Journalisten eben nicht machen. So düster ist die Stimmung also mittlerweile bei den ehemaligen Renditekönigen aus den Zeitungsverlagen. Die Gesellschaft habe einfach ein geringeres Interesse am Journalismus. Und auch die Journalisten, die aus ihr hervorgehen, gehören allmählich dazu - so in etwa habe ich das Impulsreferat von Elmar Theveßen verstanden. Selbst beim ZDF sei mittlerweile in den Bewerbungen zu sehen, dass die rechtlichen und ethischen Grundlagen bei vielen Jungredakteuren fehlten. Diese versuche man durch Workshops nachzuholen, erklärte der stellvertretende ZDF-Chefredakteur. Man sei darüberhinaus in der luxuriösen Lage, Bewerbungen von hochqualifizierten jungen Journalisten zu erhalten, für die es bei ihren bisherigen Print-Stationen nicht weitergehen. Der baden-württembergische Landesverbandsvorsitzende des DJV, Thomas Godawa, nannte das Kind beim Namen: Bezahlung unter Tarif (für junge Journalisten und für Online-Journalisten) und immer wieder befristete Verträge. Aber es gibt auch Lichtblicke. Ausgerechnet die Schlachtrösser Gundula Gause und Ulrich Meyer konnten mit ihrer Leidenschaft für das, was sie tun, anstecken. Die beiden sind seit 20 Jahren oder mehr auf dem Bildschirm (tatsächlich tut Frau Gause seit 20 Jahren den Dienst im heute-journal).Die beiden hielten ein Plädoyer dafür, die Vermittlungsleistung von Moderatoren nicht zu klein zu reden. “Wir sind Marken für unsere Sender”, so Meyer. Meyer, ja dieser Meyer, den man ja mal für den größten Kotzbrocken im Privatfernsehen halten konnte (Der heiße Stuhl etc.), begab sich auf Kuschelkurs zu den Öffentlich-Rechtlichen. Gause kuschelte zurück - Personal wechsle ja hin und her. Eine schöne Zusammenfassung der Woche, in der erstmals in diesem Land ein durch lange Jahre im Privatfernsehen gegangener Journalist Intendant einer öffentlich-rechtlichen Anstalt wird (Peter Limbourg bei der Deutschen Welle). Ob Meyers Begeisterung gespielt war oder nicht - sie ist an einem vom “alle wollen nichts mehr von uns wissen”-Lebensgefühl geprägten Kongress eine Wohltat. Der schlagfertigste Redner war aber Joachim Braun, seit zwei Jahren Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers in Bayreuth. Und für mich ganz persönlich auch der, der mir neben Stefan Plöchinger und den beiden Wolfgangs das Gefühl gibt, dass sie verstanden haben, was getan werden muss, um dem Journalismus wieder Relevanz zurückzugeben. Brauns Blatt hat noch eine Auflage von 36.000. Er verriet nicht, wie es da in den letzten Jahren aussah. Aber das zeigt ja eine kleine Recherche bei der IVW (Update folgt). Er hat keine Probleme, Nachwuchs für die Redaktionen zu finden. Das hat aber auch mit geänderten Ansprüchen zu tun. Hochschulabschluss ist nicht mehr zwingend Pflicht. Das war in den Nuller Jahren vielerorts ganz anders. Vielleicht hat es auch mit seiner Strahlkraft zu tun als jemand, der einem Redakteur das Vertrauen in die Macht und die Attraktivität einer Lokalzeitung zurückgeben kann. Er war der Redner, dessen Sätze sich am besten für Tweets eignen.

Weiterlesen »

Produktkritik: Facebook-Seiten mobil

Allgemein

Oft werden bei Facebook-Seiten von großen Marken Gewinnspiele angeboten. Dieses hier ist von Samsung. Kann man auf meinem LG Smartphone nur leider nicht bedienen. image Werde ich also wohl nicht gewinnen, das neue Samsung Galaxy S IV.

Weiterlesen »

Produktkritik: iPhone 5 als neues Diensthandy

Allgemein

Seit einigen Woche habe ich ein neues Handy vom Arbeitgeber. Vorher hatte ich einen Blackberry. Größter Vorzug des RIM-Geräts? Man musste nur einmal pro Woche damit an die Steckdose. Nachteil: E-Mails darauf lesen war doppelte Arbeit. Erstens machte es keinen Spaß, zweitens musste man sie auf dem Desktop dann noch einmal löschen. Das neue iPhone ist da anders. Das Lesen und Bearbeiten von E-Mails macht Spaß. Newsletter und anderer Bacon sind schnell gelöscht. Und mal schnell eine Mail auch am Wochenende beantwortet. Gratuliere, Arbeitgeber! Warum das Schreiben von Mails an einem Android-Gerät noch mehr Spaß macht, ist ein Thema für eine weitere Produktkritik.

Weiterlesen »

Warum der Verlust einer Lokalzeitung keiner ist

Journalismus

Natürlich ist der Verlust von 120 Arbeitsplätzen eine Tragödie, besonders in einer strukturschwachen Region wie dem Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland. Natürlich ist es eine Farce, dass der Verlag, der die Westfälische Rundschau betreibt, die Marke beibehalten will, aber das Gebäude Zeitungsprodukt dahinter komplett entkernen will, ja sogar abräumen. Natürlich ist die Art und Weise, wie der Verlag in den letzten Jahren Konzernstrategie betrieben hat, gleichermaßen zynisch wie kurzsichtig. Aber: Ist es wirklich schlimm, dass das publizistische Produkt WR nicht mehr existiert? Wohl kaum.

Weiterlesen »

Noch einmal zur Erinnerung: Warum Magdalena Neuner so eine Ausnahmesportlerin ist

Allgemein

Sie hat ihre Karriere beendet. Sie wird im nächsten Monat 25 (http://de.wikipedia.org/wiki/Magdalena_Neuner). Sie hat drei Mal den Gesamtweltcup gewonnen. Sie hat zwölf Weltmeistertitel gewonnen. Sie ist Doppelolympiasiegerin. Und wenn der Biathlon-Weltcup nach Ruhpolding kommt, ist sie Co-Moderatorin bei der ARD, obwohl sie keine Moderationserfahrung hat. Wieso ist die Lena da? Weil sie den gleichen Stellenwert in ihrem Sport hat wie Pete Sampras beim Herrentennis, Steffi Graf bei den Damen, Real Madrid und FC Barcelona zusammen beim Fußball. Hat sie ihre Mütze wohl selbst gemacht? http://www.magdalena-strickt.de/ (Ja, ich weiß, dass die gehäkelt sein dürfte. Aber es ist doch der Wahnsinn.)

Weiterlesen »