Ein Klassentreffen also

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Eheringe sxc c ollycb

Ein Klassentreffen also. Also kein richtiges. Wir waren nie in einer Klasse, sondern sie waren bei den Großen und ich war einer von den Kleinen. Zwei Semester über uns. Sie haben die O-Woche im ersten Semester für uns organisiert. Über 15 Jahre ist das mittlerweile her, dass wir uns kennengelernt haben. Und fast genau so lange sind zwei von ihnen ein Paar mit großem P.

Und jetzt haben die beiden geheiratet. Am Wochenende war die Hochzeitsfeier, die auch ihr Ausstand war. Denn sie ziehen weg aus der Stadt, die ihnen eine Heimat war. Ihre neue, meine alte Heimat.

Zeit für viel Wehmut und lange Geschichten und das Spiel “mein Auto, mein Haus, meine Pferdepflegerin”. Zeit für lange Autofahrten, quer durch die Republik. 

Ok, Journalisten haben kein Geld für eine Pferdepflegerin. Auto also eher Seat Altea XL, VW Bus und so. Die einen haben ein Haus in der Nähe ihrer Eltern gemietet. Die anderen haben gerade eins gekauft. Die anderen wohnen im Haus der Eltern, Babysitter immer ganz nah. Im Kindergarten geht es drunter und drüber. Aber Aktivitäten im Elternbeirat müssen schon sein (es sei denn, es geht richtig zur Sache. Dann ist man als Nicht-Mitglied im Elternbeirat freier in der Entscheidung). Von Brio und Teddys sind einige schon längst bei Lego gelandet und den ersten Schreibheften. Andere haben mehr Patenschaften als Siegerurkunden bei den Bundesjugendspielen.

Ich bin nicht gut im Kontakthalten. Viele der Partygäste hatte ich jahrelang nicht gesehen oder gesprochen. Und Journalisten in dem Alter sind nicht gut in Facebook. Einige sehen genauso aus wie früher. Andere sind ganz grau geworden.

Doch das sind immer noch die gleichen Menschen, die man lieb gewonnen hat, als man einst nächtelang diskutiert hat, wie das mit der Öffentlichkeit von Habermas gemeint war. Und warum jetzt bitte die Party zu Ende ist, auf der stundenlang geknutscht wurde und heimlich vor der katholischen Hochschulgemeinde geraucht wurde. Damals war uns Ally McBeal noch wie eine Offenbarung im TV vorgekommen. Lange TV-Nächte, bevor Binge Viewing ein Begriff wurde.

Ihr, die ihr da geht: Ich habe auf die Nennung eurer Namen verzichtet, hole das aber gern nach, wenn ihr denn mögt. Thanks for the trip down memory lane. And please do have a safe onward journey. We will miss you – and some of us will definitely come and visit you guys. Ihr, die ihr da geht: Ich hoffte, ich hätte etwas Besseres auf diese Karte geschrieben, die ich euch zugesteckt habe. Aber ohne den Druck der Veröffentlichung will mir so etwas wohl nicht gelingen. Das hier ist mein Versuch, das wieder gut zu machen. 

Ihr, die ich da getroffen habe: War schön, euch mal wieder zu sehen. Hoffentlich ist das nächste Mal wirklich keine Beerdigung.

30c3 auf Scraper-Art noch mal erleben (danke, Scraperwiki!)

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Ich war nicht da. Ich war noch nie da. Beim 30c3 oder einer seiner Vorgänger-Veranstaltungen. Aber ich hatte eine Idee, wie man Scraperwiki ausprobieren könnte. Also habe ich mir einen Account angelegt, einen kostenlosen Account, mit dem man drei Datensets bearbeiten kann.

Mit dem Tutorial für das Auslesen von Tweets bin ich auch ganz gut zurecht gekommen: Anleitung hier.  

Was wollte ich damit herausfinden? (Ich glaube, echter Datenjournalismus beginnt immer mit einer klaren Frage.) Was muss ich über #30c3 lesen, damit ich meinen Onlineverzicht über die Feiertage aufholen kann. 2500 Tweets habe ich damit in eine Exceltabelle exportieren können. Die habe ich mit Excel sortiert und nach ihrer Häufigkeit sortiert. Damit kann ich mich jetzt in den nächsten Tagen über die am häufigsten zitierten URLs hermachen, ganz dann, wenn es mir passt. Hier die Top 10:

URL // Anzahl

  1. http://media.ccc.de/browse/congress/2013/ // 68
  2. http://cdn.media.ccc.de // 33
  3. http://freejeremy.net/giant-banner/jeremy-hammond-recognized-and-remembered-at-30c3/ // 30
  4. https://vimeo.com/82903406 // 29
  5. https://mailman.stanford.edu/pipermail/liberationtech/2014-January/012498.html // 28
  6. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article123371268/Wir-werden-von-Offline-Politikern-regiert.html // 27
  7. https://www.youtube.com/playlist?list=PLOcrXzpA0W82rsJJKrmeBlY3_MS0uQv3h // 25
  8. https://netzpolitik.org/2014/30c3-der-kampf-um-netzneutralitaet-wer-kontrolliert-das-netz/ // 24
  9. https://www.youtube.com/watch?v=xLT7ao1V8vY // 22
  10. http://www.ffdn.org/fr/article/2014-01-03/federer-les-fai-participatifs-du-monde-entier // 21

Meine Datei mit allen Links

Das prangere ich an: ein blaues Dropbox-Symbol

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Hiermit eröffne ich einen Bug Report für Dropbox auf dem Mac. Unter Einstellungen > Allgemein kann man einen Haken setzen bei Schwarz-weiße Menüleistensymbole verwenden. 

Dropbox Einstellungen

Bei mir verschwindet diese Einstellung immer wieder. Das heißt, der Haken ist nach wie vor gesetzt. Aber das Dropbox-Symbol in der Menüleiste wird blau. Einmal abwählen und wieder anwählen und das Symbol ist wieder schwarz.

Warum mich das stört? Alle meine Symbole da oben rechts sind schwarz.

Menüleiste in schwarz Mac Dropbox

Hashtag wäre dann bitte #firstworldproblems.

Ein Baum

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Quer durch Deutschland bin ich heute gefahren, aus Bayern in die alte Heimat, das Ruhrgebiet. Am Wochenende heiraten Freunde und feiern ihren Abschied aus Deutschland. 600 Kilometer, teilweise im Regen, aber immer ohne Angst.

Die Angst hat mich erst nach der Ankunft in der elterlichen Wohnung gepackt. Warum? Ein Sturm jagte über das Ruhrgebiet. Ein Sturm, der Bäume entwurzelt hat. Zwei auf dem Weg von der Nachbarschaftspizzeria nach Hause.

Ein Baum davon zehn Meter neben dem eigenen Auto. Daher kommt die Angst. 5 Minuten vorher war ich noch schnell in den Netto-Markt gelaufen, Bier zur Pizza zu kaufen. Und dann lag da gegen 19.30 plötzlich ein riesiger Baum. Ein bisschen vom Baum hat den Netto-Markt getroffen, uns zum Glück nix.

Glück. Und deswegen Angst. Jetzt geht es schon wieder. Ich google Bilder und lande durchs händische Eingeben bei den RuhrNachrichten, symbolbildlastig.

Habe schon What the Font bemüht. Hätte googeln sollen

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<img src="http://www.slate.com/content/dam/slate/blogs/browbeat/2011/09/29/hugo_chavez_caption_contest/trailer_comparison2.jpg/_jcr_content/renditions/cq5dam.web.1280.1280.jpeg"

Eines Abends hatte ich mal wieder Zeit fürs Ansehen von Trailern. Trailer für Hollywood-Filme, die ich eh nie im Kino sehen werde. (Erklärung: Ich bin Papa eines Sohnes, bald von zweien.) 

Erste Erkenntnis: Inzwischen kann man alles verfilmen, auch Noah oder Herkules. Die Filmtechnik oder besser Tricktechnik kennt keine Hindernisse mehr.

Zweite Erkenntnis: Die Schrift bei der charakteristischen grünen Tafel hat sich geändert. Und ich bin ein halbes Jahr zu spät dran. Beim Googeln habe ich einen Artikel aus dem Sommer gefunden. Angeblich wird jetzt Myriad Pro benutzt, eine Standardschrift. Sah eher nach Nexa aus, aber sie haben die Experten gefragt – die MPAA.

Quelle: Slate

Jahresrückblick, noch einer

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Einen haben wir noch. Die beste Tech-Website der Welt, The Verge, blickt auch zurück. Netflix’ eigene Produktion „House of Cards“ hat wohl noch mehr Nachahmer inspiriert. Was ich nicht wusste: Angeblich plant Microsoft Halo zu verfilmen. Mit der Hilfe von Steven Spielberg. Das passt!

With Amazon Studios recently releasing its first original shows and Microsoft working on a Halo series with Steven Spielberg

Fernsehjournalismus vom Schlimmsten: der Skiunfall von Michael Schumacher

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Warum bin ich nicht mehr als schreibender Journalist tätig? Weil an Tagen wie heute der Nachrichtenjournalismus schlicht zum Kotzen ist. Es gibt nix zu melden, aber die Agenturen, Onlinemedien und Nachrichtensender brauchen Bildmaterial, das sie wegsenden können. So ist seit 11 Uhr heute nix Neues bekannt geworden, weil die Ärzte zurückhaltend informieren und sich lieber um das Leben ihres Patienten kümmern. So wie es richtig ist.

Was machen Journalisten? Sie stellen sich vor ein Krankenhaus und moderieren einen Beitrag aus der Zentrale an. Das kostet jede Menge Geld des Gebührenzahlers. Und der Erkenntnisgewinn ist gleich null.

Jeff Jarvis, den ich sehr schätze, hat das schon im Sommer geschrieben:

the stand-up “report” in front of a location where nothing has happened in 12 hours

Alles Gute, Michael Schumacher! Das reicht im Moment. Mehr gibt es da nicht zu berichten.

Journalismus: Ein Blick zurück aufs Jahr 2013

Journalismus
Falscher Schnee auf den Pyramiden

Zwischen den Jahren (gibt es da eigentlich keinen besseren Begriff?). Zwischen den Jahren haben Onlinemedien Zeit für echten Journalismus. Da muss selbst geschrieben werden, weil der ewige Zyklus des Agenturjournalismus nix liefert.

Zwischen den Jahren bietet sich ein Rückblick aufs Jahr an. Der fällt für den Journalismus nicht so toll aus, wenn man einem Essay bei Esquire folgt, gerade weil das Jahr so viele Hoaxes geliefert hat. Enten oder Fälschungen haben wir sie früher genannt. Weiterlesen