Eine Woche mit dem Google Pixel 2

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Android / Google
So früh eine Kritik für ein gerade erschienenes Smartphone wie das Pixel 2 zu verfassen, klingt verfrüht. Extrem fundiert kann sie noch nicht sein. Aber eins möchte ich loswerden: Endlich gibt es Android-Smartphone, das sich anfühlt wie ein iPhone, wenn auch vielleicht eins der vorherigen Generation.

(Genauerer Vergleich ist mir nicht möglich, mir fehlt die aktuelle iOS-Generation im Smartphone-Formfaktor. Habe nur ein iPad.) Und da das Pixel 2 unlocked 40% weniger kostet als ein iPhone, kann ich es nur empfehlen – für diejenigen, die ein Android-Smartphone vorziehen. (iPhone-Nutzer können diesen Post überspringen: iOS-Retention liegt ja in der 90-Prozent-Range.) Wer das Gerät mit bloßen Fingern berührt, gerade auf der Rückseite, freut sich jedes Mal. Nun bin ich aber auch mehrfacher Vater, und daher fristet dieses Gerät natürlich sein Dasein in einer Smartphone-Hülle, und meistens in der Hosentasche.

The Good am Pixel 2

Meine Güte, der Finish des Gerätes. Habe ich schon erwähnt, auch wenn ich bei meinen Nutzungsweisen auch mit einem Plastikteil wunderbar klar käme. Aus der Hülle kommt es eh erst wieder raus, wenn ich es wieder verkaufe.

Die Fotos und die Videos, die ich mit dem Pixel 2 aufgenommen habe, sind das Beste, was ich je mit einem Android-Gerät machen konnte. Das ist keine Überraschung, das war schon bei der ersten Generation der Pixel-Familie das, was in allen Reviews zu lesen war. Ob die Qualität mittlerweile auf iPhone-Level oder darüber liegt, kann ich nicht sagen. Ich habe im Moment kein Vergleichs-iPhone.

The Bad

Die Hülle war mein erster Fehler: mit dem Textil-Finish der direkt im Google-Online-Shop verkauften Hülle machen jetzt meine Hosen täglich eine Abreibung durch. Oder umgekehrt. Auf alle Fälle sorgt meine eher dunkle Garderobe dafür, dass die Hülle schon nach wenigen Tagen fleckige Ränder bekommt. Das kenne ich von der Hülle für mein Dienst-iPhone auch, aber die musste ich immerhin nicht selbst bezahlen. So ärgere ich mich über ein etwas nutzloses Accessoire für 45 Euro.

Das Spigen-Case liegt seit ein paar Tagen im Amazon-Warenkorb. Ich glaube, für den nächsten Urlaub mit den Kindern (Gefahr des Falls aus großer Höhe auf Stein und Fels ist größer) kaufe ich das allerspätestens.

Der Markt für Hüllen ist übrigens wie bei allen Nicht-Samsung-Android-Smartphones ziemlich dünn. Kein Wunder, dass so viele Besitzerinnen ein Folio-One-Size-Fits-All-Etui drum haben.

Das Wichtigste unter den Pixel-2-Accessoires ist aber der USB-C-auf-Klinke-Adapter für die alten Kopfhörer. Denn wirklich sinnvolle USB-C-Kopfhörer gibt es nicht, und meine Bluetooth-in-Ear-Headphones von Bragi wollen sich mit dem Gerät auch nicht verbinden (wie fast mit allen meinen bisherigen Android-Smartphones. Allein das Nexus 6 P konnte sich anschließen (lassen).). Leider ist der Adapter bis auf Weiteres nicht lieferbar. Vielleicht, weil er nur 9 Euro kostet? Fürs Auto brauche ich noch einen.

Zum Schluss: The Ugly am Pixel 2

Das Pixel 2 ist das zweite Pixel-Smartphone, das ich bestellt habe. Das erste habe ich bestellt und gewartet und dann von den Display-Problemen erfahren und dann wieder storniert. Es sollte das Pixel 2 XL werden, für große Hände kommen große Handys in Frage.

Das Klick-Problem bei Telefonaten und Musikwiedergabe nervt. Hier warte ich auf den versprochenen Software-Fix. Im Telefon-Modus kann ich das verschmerzen. Die Ironie: Ich telefoniere damit fast nie. Auf mehr als 20 Minuten komme ich sicher nicht im Monat. Vor allem bei leisen Musik-Tracks fällt das Plopp-Geräusch und Knistern arg auf. Das darf nicht sein bei einem sündhaft teuren Gerät.

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