Was schaue ich denn bloß?

Ich schaue kaum noch Fernsehen. Eigentlich nur für Live-Events wie Fußballübertragungen meiner Heimatmannschaft und den ein oder anderen internationalen Auftritt einer deutschen Mannschaft. Ich bin mein eigener Programmchef geworden, auch wenn ich dieses sprachliche Bild sehr hasse. (Warum hasse ich es so? Weil es von Menschen benutzt und immer wieder belebt sind, die sich nicht vorstellen können, dass es etwas Tolleres als Fernsehen gibt: Fernsehmachern. Ich habe bei dem Spruch immer so Typen wie Helmut Thoma im Ohr. Wer sich mit Leuten unter 25 unterhält, sieht das auf einmal ganz anders.)

Der Dilbert-Schöpfer hat jetzt etwas Ähnliches gebloggt:

Television is Training Me to Not Watch Television | Scott Adams‘ Blog: „My smart phone trained me to have a far shorter attention span than television demands. Mindlessly searching for TV shows among the hundreds of options feels like putting my brain in jail.

If you add one person to the room with me, the odds of finding a mutually-acceptable show that neither of us have already watched approaches zero.“

(Via.)

Und ich finde, man kann das auch nahtlos auf die Erfahrung mit Streaminganbietern wie Netflix übertragen. Da lähmt mich die Entscheidung, was ich mir ansehe. Wenn ich mit meiner Frau zusammen überlege, dauert das noch länger. Sogar meine Kinder können sich schneller entscheiden.

Natürlich gibt es dafür einen feststehenden Begriff: Paralyse durch Analyse. Oder wie würde das Peter Parker heute sagen, wenn er Netflix kennen würde?

Große Unentschiedenheit kommt durch große Auswahl.

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