Dieses Video habe ich bei YouTube empfohlen: Monoprice Select Mini V2 Unboxing & Review: PLA, SemiFlex, Cheetah, Tech-G

Monoprice Select Mini V2 Unboxing & Review: PLA, SemiFlex, Cheetah, Tech-G
Unboxing and testing the MP Mini v2 to determine if this affordably priced 3D printer can dependably produce high quality, usable parts from Tech-G and flexible filaments. This is NOT a sponsored review. I purchased this item to see how it would perform with my 3D models & favorite filaments. Supplies: MP Mini V2 Printer http://amzn.to/2xBlzfc Cheetah Filament http://amzn.to/2yh4zgl Tech-G Filament http://amzn.to/2gAwmAJ

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Music Credits
Bicycle – Reunited by Kevin MacLeod is licensed under a Creative Commons Attribution license (http://bit.ly/2DQiG1V)
Source: http://bit.ly/2nrvEbn
Artist: http://bit.ly/2DNLYyj
via YouTube https://youtu.be/oFKU9N0nAPo

Man kann gut recherchieren, und doch an der Sache Video-Content vorbeischreiben

Mein erster Reflex war es, den irgendwie merkwürdig an der meiner Interpretation der Sache Video-Content im Netz vorbeigeschriebenen Artikel auf den Verlag hinter dem Wall Street Journal zu schieben. Aber das ist schon wieder zwei Schritte zu weit gedacht. Erst einmal zum Artikel selbst. Seine Headline fasst sehr gut den Inhalt zusammen, auch wenn der Artikel noch etwas weiter geht:

Some Media Companies Cool on YouTube Distribution

Aber beim Untertitel rege ich mich auf. „YouTube seen as crowded and difficult for content discovery…“. Ja, ich stehe dem Geschäftsmodell von YouTube als Angestellter bei einem Contentproduzenten und Ex-Angestellter eines Fernsehsenders auch „kühl“ gegenüber. Oder anders: Als Premium-Inhalteanbieter mit einer eigenen Video-Infrastruktur kann man höhere Pro-Kopf-Erlöse erzielen als ein Creator bei YouTube. Der Share, den man abgeben muss, ist gewaltig (45%). Aber: Man kriegt die Infrastruktur, alles, wirklich alles, wird dem Creator von YouTube abgenommen, um das man sich auf einer eigenen Seite kümmern müsste. Als da wären:

  • die Organisation der Clips in einem Channel
  • der Video-Player für ein Anzeigen der Inhalte auf allen Verbreitungswegen (Web, App, Connected TV, um nur ein paar zu nennen)
  • das Umwandeln der Inhalte in die technisch richtigen Formate (=Transcoding genannt)
  • das Streaming durch das Internet
  • das Ausspielen von Werbung
  • das Ausrichten der Werbung auf den richtigen Nutzer (=Targeting)
  • die Abrechnung der Werbeeinnahmen
  • die Ausschüttung des Anteils für den Creator

Das ist wirklich viel Arbeit im Detail, ich hoffe, man merkt es. Ich kenne mich da aus. Ich habe so etwas in den letzten neun Monaten für TargetVideo gebaut, und das ist nur zu schaffen, wenn man das für mehrere Projekte macht. Als Produzent alleine wie PewDiePie oder die kleineren YouTuber? Kannst du vergessen.

Die Leistung von YouTube geht aber darüber hinaus. Dein Video ist sofort bei Google zu finden, wenn man nach den richtigen Keywords sucht. (So hat YouTube viele andere Video-Marktplätze, husthust, MyVideo, aus dem Markt gedrängt.) Oder bei YouTube direkt. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Dass also Discovery da schlecht sein soll, das Entdecken von Content – das ist schlicht falsch. Die jammernden Medienproduzenten meinen etwas Anderes. Der Schlauch, mit dem YouTube Traffic zuspült, funktioniert anders als der „Hier und Jetzt“-Schlauch von Facebook. Wer ein Video zu einem Longtail-Thema bei YouTube macht, sei es Nähen oder Let’s Play, kann sich lange über Traffic freuen. Der Facebook-Traffic ist wie ein Buschfeuer. Superhell und schnell vorbei. Chartbeat hat den schon 2014 analysiert:

Man könnte also Social Media Management und SEO miteinander vergleichen und SEO doof finden, dann wäre man auch auf dem Holzweg. Es braucht beides, und die beiden Channels komplimentieren sich. Und was die Medienmacher nicht verstanden habe, dass YouTube einfach anders funktioniert. Ein Zitat besonders hat mich verstört, von einem wirklich guten Online-Chefredakteur:

“A lot of media organizations have struggled on YouTube,” said Josh Topolsky, the former head of digital at Bloomberg who previously helped launch The Verge. “They wish it was more of a social network.”

YouTube ist ein soziales Netzwerk. Wer sich mal in die Kommentare eingelesen hat, weiß das. Medienunternehmen missverstehen das. Und oftmals haben sie nicht den richtigen Content für die YouTube-Zielgruppe. Die goutieren nämlich authentischen Content. Facebook hat News-Video-Produzenten überbelohnt, und hat jetzt erst vor kurzem den Algorithmus wieder mehr in Richtung Freunde und Familie gedreht. Die Ausrichtung des Feeds in Richtung Moment (nix treibt weniger Traffic als der Post von gestern) ist den meisten Medienunternehmen näher, und deswegen schimpft man über YouTube. Wobei die Google-Tochter einigen Organisationen aus der Patsche hilft – die Technik nimmt man dann nämlich doch mal eben mit.

Das Jahr, in dem die Musik-Streaming-Dienste im Krieg waren (to be continued)

Google Play Music All Access und Spotify sind im Krieg. Ergänze: Alle Musik-Streaming-Anbieter sind im Krieg. Im Laufe des Jahres wechselten sich die Angebote nur so durch. Als ehemaliger Ampya-Kunde habe ich drei Monate Deezer geschenkt bekommen. (Disclaimer Hinweis: Als Mitarbeiter bei der ProSiebenSat.1 Media AG habe ich auf einer internen Weihnachtsveranstaltung auch noch mal ein Vierteljahr bekommen.)

Käufer eines beliebigen Sonos-Systems bekamen im Sommer quasi 60 Euro geschenkt. Dafür musste ich nur einen neuen Google Account für Google Play Music All Access (oder wie es gerade heißt) anmelden. Das habe ich gemacht, aber den Account kaum genutzt. Meine Zeit ist mir wert, als dem jeweils günstigsten Angebot hinterherzurennen und meine Playlisten und bei Spotify gespeicherten Künstler mitzunehmen (Wer mir folgen will: ich bin grzbielok bei den Schweden).

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Apropos Unlocator: Netflix und YouTube

Stern.de sagt: Man kann legal online aktuelle US-Serien schauen. Abgesehen von den Angeboten der deutschen Privatsender, im Fernsehen ausgestrahlte Folgen online anzusehen, und den Paket-Anbietern wie Watchever und Maxdome und Amazon Prime Instant, sowie den Einzelkaufanbietern wie iTunes und Google Play, gibt es noch weitere Wege, an die neuesten Folgen aus den USA zu kommen. Nämlich mit VPN-Programmen.

Doch die IP-Adresse lässt sich mit speziellen Programmen verschleiern: Mit einem sogenannten VPN-Client können Nutzer ihren Internetverkehr über Server in den USA umleiten. Netflix glaubt dann, der Abruf kommt aus den Vereinigten Staaten, tatsächlich sitzt der User in Deutschland.

Dass Netflix das wirklich glaubt, wundert mich doch sehr. Schließlich gibt es noch viel mehr Signale, wo ein Nutzer herkommt, als die IP-Adresse. Darauf bin ich gekommen, als ich mir die erste Folge einer neuen HBO-Serie bei YouTube ansehen wollte: 

Silicon Valley Season 1 Episode 4 Preview HBO YouTube

Manchmal wundert mich bei der Benutzung nur die Selektivität. Netflix funktioniert über Unlocator wunderbar, habe ich mir sagen lassen. Google blockt dennoch weiterhin YouTube. Meine Spekulation: Google schaut sich mehr als an die IP des Besuchers. Zum Beispiel die Sprache des Browsers. Oder den Besuchsverlauf – war ich auf deutschsprachigen Seiten oft? Oder das Suchverhalten. Oder die Plugins – sind die eher in Deutschland verbreitet? Oder gleich die Cookies. Von welchen Sites sind da welche abgespeichert? Außerdem dürfte die Unique User ID, die man durch Googles Profiling erworben hat. 

Ich will ja nur sagen, dass Netflix mehr verbieten könnte als sie tun, wenn sie es wirklich wollten. Und die Kunden wollen halt Netflix schauen. Das zeigen auch Suchanfragen nach verwandten Begriffen. Google Trends sagt, dass weltweit mehr Menschen nach Witopia suchen als nach Black VPN. 

Was ist eigentlich Witopia? Das ist ein VPN-Anbieter. Die Namen im stern.de-Artikel klingen auch nicht so vielversprechend. Hide My Ass, Unblock Us oder Private Tunnel. Und ein bisschen am Computer auskennen sollte man sich schon. Auch wenn es viele bebilderte Anleitungen im Netz gibt.

Übrigens: In vielen Büros kommt man nicht auf diese Seiten. Kann auch sein, dass dieser Artikel geblockt wurd. Ein VPN ist auch aus anderen Gründen oft eine gute Idee. Etwa in unverschlüsselten WLAN-Café-Internetsessions. Ob diese vertrauenswürdig sind? Keine Ahnung. Mit etwas Aufwand kann man aber auch sein eigenes konfigurieren.

Newsroom oder Sonntagabend-Fernsehprogramm?

Klar, heute läuft „Ocean’s Twelve„. Aber mit Kind ist so ein Beginn um 20:15 Uhr einfach nicht zu schaffen. Kurzer Gang durch die Alternativen. Wir haben den auf DVD, aber so dringend muss ich den nicht sehen. Mit dem DVD habe ich ihn nicht programmiert. Zur Videothek? Gibt’s die noch? Einen Ausweis habe ich jedenfalls nicht, und auf so Formalitäten habe ich am Sonntagabend wirklich keine Lust.

Also ins Internet? Ich schaue keine illegalen TV-Streams oder Torrents oder aus dem Usenet an.

Also zu YouTube, zwischen all dem Quatsch gibt es auch ein paar Perlen. HBO streamt gerade für eine begrenzte Zeit die erste Folge von „The Newsroom“ (IMDB) bei YouTube. Ein paar Tricks später, und die Folge läuft in HD-Qualität auf dem Notebook. Danke, Internet. Bundling? Du hast mich wieder mal im Stich gelassen.

(Leider kann ich den Player hier nicht embedden. Das wurde deaktiviert, wohl auf Wunsch von HBO.)

Die ersten zehn Minuten sind brillant geschrieben. Aber sie zeigen auch das Verhalten eines MOTR-Anchormans, das dieser nie zeigen würde. Bin auf die nächsten 72 Minuten gespannt.

(Und ja, wenn mir der Sums gefällt, werden die nächsten Folgen schwieriger werden.)