Reihenhaus-Rock

Schreibe einen Kommentar
Musik
Promo-Bild für Tocotronic und ihr neues ALbum. Pressefoto: Michael Petersohn

Weiterer Eintrag aus der Reihe: Ich schreibe als Nicht-Musiker über Musik. Wer das nicht aushält: Bitte weiter klicken, dann gibt es hier nix zu lesen. Meine kleine Konzertkritik zum Tocotronic-Gig in München, Tonhalle, 12. April 2018.

Die Musik von Tocotronic kommt aus dem Keller im Reihenhaus. Die erste Gitarre („Electric Guitar“), die ersten tollen Momente („langweiligste Landschaft der Welt“), in denen man die Welt umarmen möchte. Aber auch die Wut eines Teenager, sie ist immer noch zu hören und zu spüren, wenn der grau melierte, 47-jährige Dirk von Lowtzow singt:

Aber hier leben, nein danke!

Weiterlesen

China und Cory

Schreibe einen Kommentar
Bücher / Satire
Podest vor Rotchina-Hintergrund. Eigene Illustration

Kennt ihr Whuffie? Whuffie ist die erfundene soziale Währung in Cory Doctorows erstem Roman, „Down and Out in the Magic Kingdom“. Worum geht es da?

Darin ist die soziale Stellung in einer Gesellschaft davon abhängig, wie viel Whuffie man besitzt. Die vereinfachte Version: Whuffie gewinnt, wer respektvoll mit anderen umgeht. Whuffie verliert, wer es nicht tut.

Ich fand das Konzept so überzeugend wie erschreckend, dass ich mal meine eigene Webseite whuffie.de machen wollte. Weiterlesen

Die Buttons sind gut in MarsEdit

Schreibe einen Kommentar
App / Apple / Arbeiten / Blog / CMS / Web / Wordpress
Frau im roten Pullower. Symbolbild. Foto: Pablo Hermoso/Unsplash

Offline ist für mich ein wichtiges Konzept.

Wenn ich mit den Kindern spiele, darf die Sonos-Box WLAN haben, aber mein Smartphone bleibt in der Küche. Darüber habe ich schon geschrieben, an anderer Stelle.

Im Zug zur Arbeit habe ich nur kurz bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof vernünftiges Netz, und dann im Münchener Innenraum wieder, aber ich freue mich auch hier auf WLAN bis 2050. Ach so, das gilt nur für BUSSE???!

Viele der Blogposts, die ihr hier lesen könnt, was aber keiner macht, weil das Blog für mich ein ganz persönliches Ding zum lauten Nachdenken ist, sind auch im Zug entstanden. Offline.

Weiterlesen

Dunkle Startup-Idee (2), in der EU völlig verboten: Melkt die Kühe!

Schreibe einen Kommentar
Analytics / Facebook / Startups / Web
Nicht alle Tags tun so weh wie die für Kühe. Symbolbild. Foto: Unsplash/Marek Szturc

Worüber ist Facebook eigentlich in die Kritik geraten? Ich versuche mal eine Zusammenfassung. Facebook war einmal eine Plattform, auf der man Software schreiben konnte. Diese Software konnte Daten aggregieren, auch identifizierende, ohne gegen Facebooks Nutzungsbestimmungen zu verstoßen. Waren die damals legal nach EU-Recht? Nein. Aber diese Daten, so rund um 2010 gesammelt, sind noch bei den Entwicklern. Die Daten sind weg.

So fasst es ein bekannter Spielentwickler/Forscher zusammen, in einem Meinungsbeitrag für The Atlantic:

My Cow Game Extracted Your Facebook Data – The Atlantic:

As Jason Koebler put it at Motherboard, it’s too late. “If your data has already been taken, Facebook has no mechanism and no power to make people delete it. If your data was taken, it has very likely been sold, laundered, and put back into Facebook.” Indeed, all the publicity around Facebook’s Cambridge Analytica crisis might be sending lots of old app developers, like me, back to old code and dusty databases, wondering what they’ve even got stored and what it might yet be worth.

Im Raum steht daher auch der Begriff der Büchse der Pandora. Was war das?

Die Büchse der Pandora enthielt, wie die griechische Mythologie überliefert, alle der Menschheit bis dahin unbekannten Übel wie Arbeit, Krankheit und Tod. Sie entwichen in die Welt, als Pandora die Büchse öffnete.

Dieser Begriff schwingt auch bei Stratechery in Ben Thompsons Argumentation mit, wenn er die Print-Anzeige von Facebook in verschiedenen US- und GB-Zeitungen aufspießt:

“You may have heard about a quiz app…” Does Zuckerberg expect us to believe that “a university researcher” was the only entity to take the data Facebook willingly offered and use it for purposes prohibited by Facebook’s Terms of Service?

Ich habe vor einiger Zeit eine lose Reihe angefangen an Blogposts, bei denen ich dachte, ich würde sie häufiger schreiben – die Startup-Idee der Woche. So viele Ideen habe ich nicht, auch wenn Ideen billig sind, und die Ausführung alles ist (Chris Sacca).

So bin ich auf meine total verdorbene, unethische und in Deutschland und der EU sicher völlig illegale Idee für ein Dark Startup gekommen: Es gibt für alles einen Schwarzmarkt, auch für Daten. Daten, die sich Facebook-Apps besorgt haben, die es nicht mehr gibt. (So wie in der Geschichte aus The Atlantic.) Die dürfte noch auf einigen Festplatten oder Backups schlummern. (Natürlich ist die Weitergabe nicht erlaubt, weder nach Facebook-Nutzungsbedingungen noch nach anderen, strengeren Maßstäben.)

Diese Daten kann man sich besorgen, vielleicht hat man aus einer Schwärmerei noch ein paar Bitcoin irgendwo liegen. Bootstrapped, wichtig. Für so etwas Illegales gibt keine Hausbank Penunzen dazu.

Mit den Daten kann man die Nutzer wieder targeten. Die E-Mail-Adresse ist wichtig. Diese kann man etwa für Facebook-Ads benutzen, um diesen Nutzer*innen gegen ihre Likes etwas per Affiliate anzubieten. Vielleicht fallen den Startuppern dann auch noch bessere Ideen ein, ganz so kriminell bin ich nicht.

Vielleicht ist es auch nur eine Story-Idee für einen Darknet-Krimi. Erwähnung im Vorwort wäre dann nett.

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Warum ich den Begriff “work wife”/”work husband” nicht mag

Schreibe einen Kommentar
Arbeiten / Sprache
Mann und Frau in Meeting. Foto: Startup Stock Photos

Ich hatte solche Beziehungen auch schon, wo ich beinahe eine symbiotische Beziehung mit einer Kollegin hatte. (T., ich sehe dich an!) Und eine auch mit einem Kollegen. (H., du weißt, dass du gemeint bist.)

(Macht mich das professionell-polyamourös?)

Solche Gedanken kommen mir bei Metaphern. Ich treibe dann die Metapher auf die Spitze. Kann man work wife und work husband auch betrügen? Hm.

Weiterlesen

AirPods: Apple kriegt volle Punktzahl für Verpackungsdesign

Schreibe einen Kommentar
Apple / Design
Airpods. Foto: Aaina Sharma / Unsplash

Als ich mein erstes iPhone ausgepackt habe, war da dieses Gefühl: ui, die Kiste ist aber schön. Dann zog man sie auseinander, und es war ein Gleiten, aber auch ein Festhalten. Keine abgebrochenen Fingernägel, ein kindlicher Moment des Staunens Es ist ein flüchtiger Moment, so flüchtig wie eine Vanillebrise bei der Weihnachtsbäckerei. Er ist schon oft beschrieben worden, genauso wie die beinahe

Seit Apple (spätestens, oder gab es das schon vorher?) ist Unboxing ein eigenes Genre geworden. Eine Suche bei der zweitgrößten Suchmaschine der Welt, YouTube, findet 74,4 Millionen Ergebnisse.

Bei den AirPods gibt es das Unboxing mehrfach. Einmal das kleine Schächtelchen, das man für viel Geld erstanden hat, auspacken. Und dann diese Perfektion, mit der die Klappe aufgeht, hinter der die AirPods aufgeladen werden. Das findet auch der Reviewer Vlad Sarov beim US-Techblog The Verge:

Apple AirPods: the audiophile review – The Verge:

The design of the AirPods case is a total masterpiece. It’s tiny but holds multiple extra charges for the earphones, and the rounded sides make them irresistible fidget toys. The tension of the case lid is perfect, delivering a satisfying snap when it opens and closes.

Man kann das nicht anders beschreiben als handschmeichelnd. Wie ein Meditationsstein, den man immer wieder und immer wieder umfasst, für ein gutes Gefühl und zum Beruhigen.

Apple AirPods, der Handschmeichler mit Bluetooth. Und das ist nur die Hülle!

Photo by Aaina Sharma on Unsplash

Erfahrungen mit einem Projekt mit WordPress auf Amazon Lightsail

Schreibe einen Kommentar
CMS / Produkte / Web / Wordpress
Auswahl an WordPress-Merchandise von einem Event, vermutlich WordCamp Europe 2014. Foto: Caspar Hübinger/Flickr

Amazon Lightsail ist einfaches Hosting für WordPress und andere Standardsoftware im Netz. Jetzt auch noch Amazon?! Der Hosting-Markt für WordPress ist schwer umkämpft. Woher ich das weiß? Meine Datenpunkte:

  • Viele Anbieter machen mit Content Marketing auf ihre Leistungen aufmerksam, indem sie Tipps für die WordPress-(Admin-)Nutzer geben.
  • Auf Veranstaltungen der WordPress-Community stehen sie mit kleinen oder auch großen Ständen und verschenken jede Menge Giveaways (T-Shirt, Taschen etc.)
  • 4 Anzeigen beim Suchbegriff „WordPress Hosting“ oberhalb der Google-Suchergebnisse.
  • Amazon mischt seit anderthalb Jahren auch mit

Ok, keine besonders harten Indizien, aber es sind welche. WordPress ist das beliebteste CMS der Welt, 23 25 30 Prozent der Webseiten in aller Welt laufen darauf. Weiterlesen