Rückblick: Wie war das WordCamp Cologne?

Ich habe vor kurzem darüber geschrieben, dass ich selbst überrascht war, dass ich mich für den Besuch des WordCamp Cologne entschieden habe. Aber irgendwas an der Erfahrung in Wien und meiner kurzen (1 Jahr) intensiven Beschäftigung mit WordPress hat mich veranlasst, noch mal 20 Euro für ein Ticket und viel mehr für die Reisekosten auszugeben. Und ich bin glücklich, dass ich das getan habe.

Gehen wir einen Schritt zurück. Meines Wissens gab es in München noch nie ein WordCamp, und das nächstgelegene in Nürnberg habe ich 2016 nicht besucht, weil ich lieber zum gleichzeitig stattfindenden Indie Web Camp gefahren bin (war auch richtig so, ich habe über das Camp geschrieben). So war das bisher größte WordCamp überhaupt, das 2016er WordCamp Europe in Wien, mein erstes WordCamp. Und das ist kein typisches. Es ist eine Erfahrung, die eher an eine Konferenz grenzt – mit vollem Community-Anschluss. 2000 Leute.

In Köln waren es um die 100, da konnte man als guter Netzwerker mit einem Großteil sprechen. Die Qualität der Teilnehmer war wirklich beeindruckend. In einer Kaffeepause stellte ich auf einmal fest, dass ich mit Bernhard Kau rede, dessen Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Integration von Elasticsearch auf Heroku mit ElasticPress ich jetzt schon zwei mal befolgt habe. Anderen Teilnehmern konnte ich Tipps aus meiner Praxis geben. Dafür sind doch Community-Treffen da. Deine Helden/Vorbilder zum Anfassen, und du gibst etwas zurück.

Ich bin kein guter Netzwerker, Partys sind für mich der Horror. Daher finde ich Veranstaltungen wie die in Köln, wo die Anzahl der Teilnehmer noch unter der Dunbar-Zahl bleibt, sehr angenehm. Und bei einem Bar-Camp mit immer vier Paralleltracks bietet sich die Gelegenheit zum Austausch in den Sessions (7 hintereinander, sehr viel Futter), in den engen Gängen in der Kölner Co-Working- und Startup-Location Startplatz in den Kaffeepausen und beim leckeren Essen.

Bei vier Tracks ist es immer schwer, über „DAS“ WordCamp Cologne oder die Konferenz zu schreiben, weil jeder eins/eine andere erlebt habt. Für mich hat sich Köln sehr gelohnt. Ich habe einen guten Überblick über die Szene bekommen, von WordPressdesignern bis hin zu Plugin-Autoren.

Ich bin vor allem froh über einige neue Kontakte, die sich bereits per Mail, Twitter oder sonst vertiefen ließen. Und darüber, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen, eine Session beim WordCamp Cologne zu leiten. Ganz spontan. Ohne Vorbereitung. Darauf bin ich stolz.

WordPress, das perfekte System für Content Marketing für Onlineshops

Wenn einer von meinen Lesern darüber nachdenkt, aus seinem Onlineshop etwas mehr zu machen, etwa eine Dosis Content-Marketing-Koolaid zu tanken, dann sollte er unbedingt darüber nachdenken, seinen Shop mit WordPress und WooCommerce zu machen.

15 tips to build a successful WordPress Ecommerce website: „8. Add a blog to your store Or do some content marketing, as techies like to put it nowadays. Enriching your website with a blog means that you’re willing to interact with customers and to provide them free of cost content, and your traffic will soon show how much they appreciate this.“

(Via.)

Natürlich sind so geniale Gedanken nie die eigenen, sondern andere hatten sie auch schon. Den habe ich derzeit gelesen, in einem Buch über WooCommerce:

„Blogs als ideales Medium für Narrative Retailing

Wenn du als Blogger zu WooCommerce und einen Onlineshop gekommen bist, dann bringst du ideale Voraussetzungen mit, um deinen Kunden mehr als langweilige und austauschbare Produkttexte zu liefern. Ein Blog eignet sich zudem ideal, um Narrative Retailing-Ansätze mit möglichst einfachen CMS-Mitteln ausprobieren zu können. So setzt etwa der „Two for Fashion“-Blog von Otto – umgesetzt mit WordPress – immer öfter auf Beiträge im Storytelling-Format (nachzulesen unter http://twoforfashion.otto.de/vorher-nachher-tizia-als-diva/76231/):“

Auszug aus: Inpsyde E-Books. „WooCommerce verständlich.“ iBooks.

Daher will ich gar nicht zu viele Worte verlieren: Aber die Kombination von einfachem Blog-CMS für die Erstellung von Landingpages und der vollen Shopfunktion dahinter ist einzigartig. Für den Einsteiger sollte das auch die am besten zu beherrschende Startkombi sein.

Tatsächlich ist das auch ein erklärtes Ziel von Automattic, der Mutterfirma von WordPress und WooCommerce, wie Gründer Matt Mullenweg. Er betrachtet nicht nur andere Shop-Software als Konkurrenz, sondern auch Website-Creation-Tools wie Squarespace und Shopify. Das hat er auf der WooConf in Austin erzählt (Video als Wistia-Lightbox verfügbar).

WordPress ist so beliebt, dass das beliebteste Plugin für Content Marketing bei Magento auch die WordPress-Integration ist.