Braucht mein Unternehmen ein Digital Asset Management System? #dam

Firmenblogs stellen vor, was an Produkten neu ist, welche Features auf der Roadmap endlich umgesetzt wurden. Aber wenn man Content Marketing ernst nehmen will, muss man auch vom Nutzer her denken. Was interessiert den und was kann ich auf meinem Blog dazu sagen? Filecamp ist mir jetzt positiv aufgefallen. Anstatt den unbedingten Pitch zu machen, jeder Marketer braucht ein DAM, geht Filecamp den anderen weg und findet Gründe, warum ein KMU vielleicht kein DAM braucht – was ich für sehr, sehr richtig halte.

You Don’t Need a Digital Asset Management System If …: „A good digital asset management system will be able to keep huge numbers of files organized. The effectiveness and ability of a good asset management system to keep files organized far exceeds e-mail and more basic systems, like Dropbox, etc.

If you only have a small number of files, however, organization won’t be much of a priority. Keeping the files organized on your hard drive, or through Google Drive and other similar platforms, should be enough to keep your files in order. This will be the case for many small businesses that don’t engage in a lot of marketing efforts.“

(Via.)

Was brauchen denn KMUs? Eigentlich jemanden im Stab der Geschäftsführung, der das Thema Digitalisierung der Geschäftsprozesse vorantreibt. Die Website ist keine Marketingmaßnahme. Sie ist die neue Telefonnummer – und schon seit Jahren. Ein Fax haben Sie doch auch noch, oder?

Könnte etwas noch langweiliger sein als Metadatenmodelle?

Seht ihr, was ich gemacht habe? Ich habe die Bouncerate auf diesem sehr technischen Post hoffentlich entscheidend reduziert. Wer auf diesen Post klickt, muss entweder hart im Nehmen sein und/oder Bibliothekswissenschaften studiert haben. Ich habe mich auch bisher in meiner Karriere als Produktmanager nicht so besonders für Metadaten interessiert. Sie waren immer da. Sie waren eins der Themen, das ich angreifen musste.

Ein Beispiel: Für sixx.de habe ich in einem Relaunch-Projekt die Aufgabe bekommen, aus den von ProSiebenSat.1 veröffentlichten TV-Programminformationen HTML-Dokumente für eine Seite zu erzeugen zu lassen. Das haben wir auch in einem Kraftakt hinbekommen.

Damals stellte die Sendergruppe die Daten als XML-Dateien mit Verweisen auf Bilder zur Verfügung. Abnehmer für diese Daten waren bis dahin eher Programmzeitschriften gewesen als Online-Angebote. Diese Bilderberge nahmen schon mal ein halbes Gigabyte ein – pro Woche und pro Sender. Das musste auf dem Server zusammengeführt werden.

Inzwischen hat ProSieben längst eine API zu den EPG-Daten, die dem Anfragenden die richtigen Daten mundgerecht für jeden Sender und jeden beliebigen Zeitraum liefert. (Wer mit so etwas tiefer einsteigen will: Gleich alle Daten besorgen, etwa bei Watchmi. Nette Leute, tolle Technik.)

Ich bin schon ein bisschen länger in diesem Geschäft Produktmanagement, und dann kommt immer der Moment, zu dem man mit einer Anfrage zu früh ist. So war das in diesem Projekt auch. Das Lustigste an der sehr kleinteiligen Arbeit an Programmdaten ist der Name des Formates: Struppi.

Die BBC hat sich in ihrer Researchabteilung jetzt auch mit dem Thema Metadaten beschäftigt, und zwar für die Publizierung von News im Internet. Dazu gab es im Mai diesen Blogpost: Unpicking Web Metadata – BBC R&D. Mit enormem Fleiß haben die Kollegen dabei verschiedene Publisher untersucht, wie diese Metadaten ihren Onlineerzeugnissen mitgeben. Warum? Sie wollten einen Metadatenaggregator bauen. Ihre Annahme war simpel:

We expected metadata across feeds to be pretty consistent in structure – we assumed that publishers would follow a clear syndication standard so that aggregators, and other similar software, could easily share their articles.

Ihre Ergebnisse sind so einleuchtend wie erschütternd:

The answer was no.

Even a conservative audit of web content metadata shows that whilst publishers are fairly consistent when it comes to their own metadata habits, on aggregate, metadata across publishers is very inconsistent.

Die einzigen Daten, die konsistent gepflegt sind, waren die auszeichnenden Open-Graph-Tags, die für Facebook (und Twitter) wichtig sind, damit Likes der eigenen Seite gut aussehen. (Nebenbei ein Indiz dafür, welche Macht Facebook über Webseitenbetreiber hat, liebe EU-Kommission.)

Warum sind Metadaten bei News-Seiten also überall so unterschiedlich? Ich glaube, es hat mit vielen Faktoren zu tun. Hier ein paar, in keiner besonderen Reihenfolge:

  • Redaktionen sind ganz schlecht im Kategorisieren von News-Artikeln (historisch-anekdotisches Wissen, ich bin an Studien interessiert. Gibt es die?). Jedes mittelgroße Relaunch-Projekt hat irgendwann damit zu tun.
    • Es ist sicher kein Zufall, dass viele CMS Funktionen zum Zusammenführen von Tags mitbringen. Oder die Plugins, die WordPress um entsprechende Funktionen erweitern, deuten auch in diese Richtung.
  • CMS geben oftmals, wie gerade angedeutet, die Struktur für Metadaten vor:
    • wie die gepflegt werden
    • wie die nach außen sichtbar gemacht werden
  • Taxonomiesysteme sind eher selten im Einsatz, das ist zumindest mein ganz persönlicher Rückblick auf die Medien, bei denen ich arbeiten durfte. Ganz große Organisationen arbeiten an so etwas: dpa braucht das, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind in der Regel auch sehr daran interessiert. Eher lifestylige Medien – nicht so sehr.
  • Ein waschechter Informationsarchitekt, der sich die Datenlage ansieht – wie oft verirrt der sich wirklich in solche Projekte? Mir ist das von sporadischen Mitarbeiten bekannt, etwa bei einer grundlegenden Konzeption eines neuen Intranets. Aber dauerhaft? Oder ein User Researcher?
  • Bei der Konzeption am Reißbrett ist der Researcher noch sehr weit von der redaktionellen Arbeit weg. Wichtig ist es, dass er auch in dem Team mitarbeitet und die Daten-Vorgaben einhält. Einige Orgs gehen hier auf die Rolle des Data Stewards zu, der für die Datenqualität. Spannend, aber teuer und daher auch nur ein Weg für sehr große Organisationen.
  • Viele Projekte werden immer noch in großen Würfen, den Relaunches geplant – die kommen alle zwei bis sieben Jahre. Eine kontinuierliche Arbeit am Produkt ist selten, denn sie können sich nur mittelgroße bis große Organisationen leisten (dediziertes Produktteam, das dauerhaft arbeiten kann).

Die BBC-Kollegen gaben dann auch auf, es sei denn, man wolle Facebook oder Google werden:

We did make efforts to standardise and harmonise the data, but before long concluded that the reality of web publishing is messy, and, at least currently, the only way of building a metadata model – never mind a detailed metadata model – around web content is either to rely on one of the big aggregators (e.g. search engines like Google) or to build our own.

Ich habe immer noch nix darüber geschrieben, warum mir im Moment Metadaten so nahe liegen, aber das ist dann wohl wirklich ein eigener Post. Das hat mir zumindest der innere Editor/Redakteur gerade gesagt.

(Via.)

Den Überblick im digitalen Prozess behalten: Sammeln, aber eindampfen nicht vergessen!

Tim Strehle hat in seinem Blog davon erzählt, wie schwer es ist, den Überblick über all die digitalen Artefakte eines Prozesses der Produktentwicklung oder Konzeption zu behalten.  https://www.strehle.de/tim/weblog/archives/2016/04/22/1591

Wie ihm geht es mir auch oft. Ein paar Ideen werfe ich schnell in Sketch hin, auf ein paar Artboards. Damit meine Leser das mal sehen können, habe ich ein paar mal hier am Ende des Textes eingefügt. Ein paar werden dann bei Jira hochgeladen und schon mal in einem Epic festgehalten. Weitere digitale Dokumente entstehen auch, Businesspläne, Featurelisten etc.

Den High-Level-Blick entwerfe ich dann meist in einer Powerpoint-Präsentation für das Management. All das wird in meinem Kopf zusammengehalten, und meistens endet das nach der Phase des Grobkonzeptes in einem mentalen Durcheinander. Dann brauche ich die Kickoff-Präsentation fürs Entwicklerteam, damit ich das wieder in eine kohärente Form bekomme. Daraus schärfe ich dann meistens die Unique Product Proposition, meinen Oma-Test: Wenn du nur 15 Sekunden hast, um dein Produkt zu beschreiben, wie würdest du das machen?

generalpause-flickr

Kunstpause.

Das ist gar nicht so leicht, werden viele feststellen.

Die modernen Tools des Wissensarbeiters machen das Sammeln leicht. Evernote ist gemeinsam mit dem Web Clipper und der History im Browser ein tolles Ding, um nix mehr zu vergessen. Aber die Synthese neuer Dinge daraus – unvergleichlich viel schwieriger. Dafür brauche ich ununterbrochene Zeitblöcke am Stück. Die nehme ich mir im neuen Job auch öfter, und diese drei, vier Stunden im Flow sind das High des Knowledge Workers.

Aber dieses Eindampfen, wie das Einkochen einer guten Sauce, ist wichtig. Es bündelt, wie in der Küche, die Essenz deines Tuns als Produktmacher oder digitaler Arbeiter. Es lässt dich im besseren Licht erscheinen, und als Freelancer kannst du vielleicht mit solchen Darstellungen sogar leichter an den nächsten Auftrag kommen.

Profitipp für Selbstständige

Die Sammelarbeit kannst du übrigens delegieren, mit Crowdworker-Diensten. Das Synthetisieren musst du selbst machen. Dafür gibt es auch höhere Tagessätze.

Flyout Iteration 1

Lo-fi-Wireframe Smartphone

Was ist die schlechteste Art, das Wiki zum eigenen Produkt aktuell zu halten?

In meinem Job evaluiere oft genug, manchmal sogar zu oft, ich Software, die für uns im Startup interessant sein könnte. Beim CMS habe ich nicht lange suchen müssen, natürlich würde das WordPress sein. Aber bei anderen Bereichen, in denen ich zuvor nicht so viel Erfahrung hatte, musste ich mich eben auch auf Übersichten und Marktüberblicke verlassen.

Heute bin ich bei einem Anbieter, der ungenannt bleiben soll, über diesen Eintrag gestolpert. Es ist der erste Eintrag im FAQ gewesen, das ja die wichtigsten Fragen beantworten soll, wie der Name schon sagt.

Ich weiß schon, wahrscheinlich war die wichtigste Frage: Gibt es den auch in groß als PDF?

Wiki-PDF-Download

Neue Studie zur redaktionellen Analytics-Nutzung

Zum ersten Mal gesehen habe ich Rasmus Kleis Nielsen in Hamburg im Verlagsgebäude des SPIEGEL-Verlages. Er trat den versammelten, wissbegierigen Journalisten mit einem detailreichen Vortrag charmant in den Hintern. Der Vocer Innovation Day 2015 war die Veranstaltung im letzten Jahr, die mich letztes Jahr wohl am meisten geprägt hat. Über den Auftritt von Melissa Bell habe ich hier, glaube ich, schon erzählt. Dass Nielsen mich irgendwie an Barney Stinson erinnert, habe ich noch nicht geschrieben.

Jetzt hat er eine neue Studie vorgestellt, in deren Vorwort er sich auch bei einer meiner ehemaligen Kommilitoninnen bedankt, die jetzt an seinem Institut forscht. (Was mich unheimlich stolz macht als Absolvent der TU Dortmund in Journalistik.) Zurück zum Thema. Der Titel der Studie: Editorial Analytics – How News Media are Developing and Using Audience Data and Metrics (PDF-Download).

Das Thema treibt mich auch gerade um: Editorial Analytics. Zahlen für die Redaktionsarbeit, wie kann man mit denen arbeiten, wie machen das andere?

News organisations all over the world have in recent years increased their use of analytics – systematic analysis of quantitative data on various aspects of audience behaviour aimed at growing audiences, increasing engagement, and improving newsroom workflows.

Viele Redaktionen haben den Gebrauch von Big Data gelernt. Das Wachstum von focus.de ist meiner Meinung nach auch Ergebnis einer stark analysegetriebenen Themenfindung: Was funktioniert bei welcher Zielgruppe? Wie kann man diese Erfolge wiederholen.

Die wichtigste Antwort des Reports vorab: Es gibt keinen EINEN Weg für alle Mediengattungen. Jede Analyse-Lösung ist maßgeschneidert worden auf lokale Bedürfnisse des Mediums. Und keine Lösung ist perfekt, daran ließen die Befragten keine Zweifel.

Wir suchen gerade für unser Startup einen Audience Development Manager. Das ist auch der Titel, der in der Branche oft für diese Zahlenmenschen verwendet wird.

At the centre of this development are people in the newsroom with new job titles like ‚audience editor’, ‘growth editor’, ‘audience development editor’, or ‘audience engagement editor’. They are developing and using analytics for editorial purposes that were in the past more narrowly tied to predominantly commercial objectives, using tools and techniques previously rarely used by journalists.

Als ich vor neun Jahren nach München kam und zum ersten Mal in einer großen Onlineredaktion war, gab es dort Business Analysts. Die untersuchten die Zahlen für Redakteure. Und für die Vermarkter-Kollegen. Offenbar geht der Trend zu eingebetteten Analysten, wenn man die so nennen darf.

Eines der Tools, das die Studie in Erinnerung ruft, ist Ophan, eine In-House-Entwicklung des Guardians auf der Basis der Elasticsearch. Davon gibt es auch ein Video bei Vimeo. Die Studie enthält auch einen beeindruckenden Chart, wie eine Contentdetailansicht für ein einzelnes Contentobjekt aussieht.

Für die Studie haben die Autoren (neben Nielsen auch Federica Cherubini) in insgesamt 30 Redaktionen Interviews geführt. Dabei haben sie herausgefunden, dass es eine Kombination von drei Faktoren braucht, damit man von wirklich datengetriebenen Redaktionen sprechen kann:

  • eine an Daten interessierte Redaktionskultur
  • die richtigen Tools
  • die richtigen Mitarbeiter, die analysieren können

Dabei stießen gerade die fortschrittlichsten Redaktionen durchaus an technische Grenzen. Die Entwicklung zum verteilten Publizieren habe die Tools durchaus an einigen Stellen technisch überholt, so Nielsen und Cherubini:

Current approaches are better at dealing with an older internet of desktop web use, homepage traffic, and referrals from search and social than with more recent trends like mobile web use, app/browser proliferation, and distributed content consumed across multiple platforms and devices.

Gerade von Buzzfeed haben wir so etwas auch schon gehört. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dieses GIF, das das Problem moderner Publisher erläutert:

Man kann also auch Data Science in GIFs packen. War klar bei Buzzfeed.

Bei der Financial Times (mit Paywall) ist Renee Kaplan Head of Audience Engagement.

In Kaplan’s view audience engagement is about building a relationship with readers: ‘Audience engagement is about getting our journalism out in front of more audiences, and more of the right audiences.’

Sie betont die „richtige“ Zielgruppe, weil sie Nutzer in zahlende Nutzer konvertieren will. Aber ich finde das auch ein wichtiges Thema für ganz normal werbefinanzierte Seiten.

UK, USA top. Und wir so?

Besonders interessant sind natürlich die Fallstudien aus dem eigenen Land. So wird auch Sebastian Horn von Ze.tt aus dem Zeit-Verlag zitiert:

Part of the reason why Ze.tt was created was to experiment so we’re also going to experiment with different data tools. We’re going to give them a try and see if they give us useful information. However, we don’t want to overwhelm ourselves with too much. We don’t want to cover our walls with monitors that show random graphs. They will have to be meaningful numbers that people look at and help them make decisions.

Den Ansatz der Studie, keine alles lösende Antwort mit dem EINEN Dashboard zu geben, finde ich gut. Welches Problem will das Medium mit den Zahlenkolonnen oder Charts lösen? Keine Dashboard-Wüste produzieren, die auf einem Monitor an der Wand blinkt (kenne ich auch, finde ich gut für Sensibilisierung, nicht aber für Handlungsempfehlungen). Sondern herausfinden – wo funktioniert welcher Content, wie gehen die Headline-Tests aus, wann peakt mein Content – eben spezielle Dinge. Was ist mein Problem, das genau definieren – dann die Lösung finden. Und nicht von der Lösung her denken. Also den Regeln folgen, die für gutes Produktmanagement immer gelten. Dann passt es.

In eigener Sache

Wer mit mir an Tools mitarbeiten will: Wir suchen noch und immer wieder Praktikanten fürs Produktmanagement. Für den Sommer und den Herbst sind noch Plätze frei.

Was ist eigentlich Produktmanagement?

Diese Frage höre ich oft, meine Antwort fällt je nach Kontext immer ein bisschen anders aus. Für mich heißt es, sich um alles zu kümmern. Umso glücklicher war ich, als ich diese Antwort fand. Auch den Vergleich mit einem Restaurant-Leiter finde ich gut:

I used to be a restaurant manager. I hired, I fired, I greeted customers, and made sure they were happy, I did the books, and worked with the chef to pick the special, wrote it up n the board outside, and bought ads in the local paper. And when the prep cook didn’t come in, I chopped vegetables and frequently my fingers. Oh, and the when the dishwasher didn’t come in… you get the picture. That is what a product manager does.

They have their core job, keeping product/market fit, minding and growing metrics, and coordinating teams to that end. But the good ones, the ones I got to work shoulder to shoulder with, do whatever it takes to keep the product healthy and strong. If that means designing an interface change in PPT because the designer left at 5pm and the engineer needs something to work with, they will. If that means setting up Google ads because marketing doesn’t have time for her product, she will. If it means learning SQL… well, you get the picture.

Ihn hat Christina Wodtke erfunden, Urgestein der Produkt- und UX-Szene. Wenn man das Bild weitertreiben möchte: Ich glaube, ich wäre Restaurant-Leiter in einem Buffet-Restaurant.

Ein Buffet an Möglichkeiten – und Fähigkeiten

Für mich heißt das, dass ich in den letzten Jahren viele Fähigkeiten erworben habe:

  • Ich kann Wireframes in Axure machen, halte das aber mittlerweile für überholt. Axure und Mobile haben sich nie ineinander verliebt
  • Skizzen mache ich heute mit Sketch. Da könnte ich an sehr guten Tagen auch als mittelmäßiger Designer durchgehen.
  • Google Analytics kenne ich zwar nicht so gut wie ein Business Analyst, aber ich kann Produktanregungen aus dem Zahlenwust ableiten.
  • Excel können Business Development Manager besser, aber wenn ich eine Pivottabelle brauchen, komme ich klar. Roadmaps sowieso.

Diese Offenheit macht den Beruf aus, jeden Tag kommt manchmal eine neue Mini-Fähigkeit dazu. Für mich ist es der schönste Beruf der Welt.

Zugunglück. Die blöde Werbung

Der Übeltäter hier ist Plista, aber es könnte jeder Anbieter von Recommendations mit eingebauter Werbung sein. Auf der Seite der Heimatzeitung des Ortes, wo das schlimme Zugunglück passiert ist, findet sich diese Werbung heute:

Auch die Werbekunden sind darüber nicht glücklich

Auch die Werbekunden sind darüber nicht glücklich

Auch die Werbekunden wären froh, wenn sie in diesem Umfeld nicht auftauchen würden. Hier brauchen Publisher Schalter an ihren Produkten, das sie so etwas ausschalten können. So wie man auf besonders sensiblen Artikel die Kommentare ausschalten können muss, muss auch solche Werbung mit einem Toggle versehen werden können. Die Krise kommt, das ist sicher – gerade wenn man viele Seiten mit der gleichen Software betreibt. Man kann das sogar teilautomatisieren. Wenn das Tag des Inhalts Autounfall ist oder ähnlich, kann man die Werbung einfach ausblenden. Ja, dazu braucht man etwas Logik im Templating, aber es zeugt dann von einem mitdenkenden Produktmanagement- oder User Experience-Team.

Bluetooth und das Auto

Autohersteller haben einen enorm langen Vorlauf für neue technische Entwicklungen. Das Bluetooth-Streaming von Audio ist in der aktuellen Fahrzeuggeneration angekommen. Leider war uns das aber dennoch zu teuer. Für ein Radio mit der Fähigkeit, Bluetooth-Geräte als Zuspieler zu akzeptieren, hätten wir unsere Familienkutsche (Seat Alhambra) auf die höhere Modellreihe upgraden müssen.

Bluetooth ist aber nicht 3000 Euro wert

Also habe ich zu basteln angefangen, und jetzt ist endlich die Lösung da: An der Steckdose hinter dem Zigarettenanzünder wird eine USB-Weiche angeschlossen, dass zwei Geräte betrieben werden können. Von einem Port führt ein Kabel zu einem chinesischen Bluetooth-Empfänger. Der besitzt einen Klinkenstecker, mit dem wir in den Aux In-Eingang gehen. Leider hat der Bluetooth-Empfänger keine Batterie, sodass zu allen Zeiten er eingestöpselt sein muss.

Vom zweiten Port der USB-Weiche geht ein USB-Kabel zum Smartphone, damit dieses für den akkufressenden Navigationsbetrieb genug Saft hat. Alles in allem eine Bastellösung. Was musste ich kaufen?

Dual-USB-Kfz-Ladegerät 7,19 Euro
TaoTronics Bluetooth Empfänger 19,99 Euro
USB-Kabel 14,99

Also alles in allem 42,17 Euro. Ist doch besser als 3000 Euro, oder?

Sandkasten im Produkt-Workflow für WordPress

Ideen müssen ausprobiert werden. Wie macht man das, wenn man die Produktiv- und die Staging-Umgebung auf WordPress in einem professionellen Deployment-Workflow hat? (Und diese damit fürs Herumspielen mit Ideen ausfallen.)

Man stellt sich neben die Fertighäuser eine kleine Testversion, ein Lehmhaus oder eine Bretterkistenbude. Ich nenne es meine kleine Sandbox. Jungs und Mädels spielen halt immer gern im Sandkasten, sogar, wenn sie schon groß sind. Dort kann ich neue Plugins oder auch einfach nur ein neues Design für ein neues Projekt ausprobieren. Im Idealfall stelle ich auch schon Interdependenzen zwischen Plugins, die meistens aufgrund der Vielzahl der möglichen Kombinationen auch dem jeweiligen Hersteller bisher nicht  bekannt sind, dort fest. Das ist meist der Wunsch. Es klappt leider nicht immer.