Kickstarter-Produkt, das ich unterstützt habe (1): Pulse

Selten habe ich mich auf eine Kickstarter-Projekt-Einlösung so gefreut wie auf Pulse. Vor allem nach diesem Video. Seit der Geburt des ersten Kindes besitze ich wieder eine Spiegelreflexkamera, diesmal eine digitale. Die ist oft zu schwer, und mit dem Smartphone in der Tasche hat sie eine harte Konkurrenz auf Wanderungen bekommen – brauche ich die zusätzliche Bildqualität angesichts des zusätzlichen Gewichts wirklich? Es ist eine klassische Kosten-Nutzen-Kalkulation. Dass die Zahl der aufgenommenen Fotos in den letzten 10, 20 Jahren so explodiert ist, hat nicht nur mit den digitalen Kamera und ihrem Taschenformat zu tun, sondern auch mit der Qualität, die die Fotos auf dem Smartphone mittlerweile erreicht haben.

Vor kurzem hat der Hersteller Huawei für die Kamerafähigkeiten eines aktuellen Smartphones mit wunderschönen Fotos geworben. Leider stellte sich bei einer Betrachtung der EXIF-Werte (das sind Daten, die von der Kamera und/oder der Fotobearbeitungssoftware geschrieben werden können, aber auch per Hand mit geeigneter Software geändert werden können) heraus, dass das Foto eben nicht mit einem Smartphone für ein paar hundert Euro aufgenommen worden war, sondern mit einer hochauflösenden Profi-Spiegelreflexkamera für ein paar tausend Euro.

Was macht Pulse also? Pulse ist ein Fernauslöser plus App für weitere Einstellungen. Bei vielen Kamerasets von Canon und Nikon war zum Zeitpunkt meines Kamerakaufs ein Auslösekabel dabei. Das verringert zumindest die Erschütterungen, die man bei einem Gruppenbild mit Selbstauslöser sonst durch einen Knopfdruck auslöst.

Ich verspreche mir vom nächsten Urlaub ein paar Fotos, bei denen die Kinder nicht wie verändert in die Kamera schauen und ihr Fotogrinsen aufsetzen. Schnappschüsse, aber in viel besserer Qualität. Mal sehen. Ich liebe es natürlich, wenn ein Plan funktioniert.