Dark Pattern beim E-Book-Verkauf: {BLANK SPACE} zu Beginn des Dateinamens

Wie fast alle Dateien im Finder, sortiere ich meist meine Ansichten nach Alphabet. Nur in manchen Ansichten auf dem Mac ist es sinnvoll, nach dem Datum zu sortieren, zu dem ein Dokument hinzugefügt wurde. Das Paradebeispiel dafür ist der Downloads-Ordner.

Was ich jetzt bei einem Humble Bundle-Kauf festgestellt habe: Einige Bücher hatten im Namen an führender Stelle ein Leerzeichen. Bei dem engen Kerning der Systemschrift auf Mac OSX kann man das kaum erkennen. So habe ich mich gewundert, warum die Bücher, die mit M begannen, ganz vorne im Verzeichnis landeten.

Warum ist das wichtig? Ab und an drucke ich das Verzeichnis meiner erworbenen E-Books für Team-Mitglieder aus. Außerdem ist eine doppelte alphabetische Sortierung der Quell ständiger Missverständnisse. Schnell ist ein Buch doppelt gekauft.

WordPress, das perfekte System für Content Marketing für Onlineshops

Wenn einer von meinen Lesern darüber nachdenkt, aus seinem Onlineshop etwas mehr zu machen, etwa eine Dosis Content-Marketing-Koolaid zu tanken, dann sollte er unbedingt darüber nachdenken, seinen Shop mit WordPress und WooCommerce zu machen.

15 tips to build a successful WordPress Ecommerce website: „8. Add a blog to your store Or do some content marketing, as techies like to put it nowadays. Enriching your website with a blog means that you’re willing to interact with customers and to provide them free of cost content, and your traffic will soon show how much they appreciate this.“

(Via.)

Natürlich sind so geniale Gedanken nie die eigenen, sondern andere hatten sie auch schon. Den habe ich derzeit gelesen, in einem Buch über WooCommerce:

„Blogs als ideales Medium für Narrative Retailing

Wenn du als Blogger zu WooCommerce und einen Onlineshop gekommen bist, dann bringst du ideale Voraussetzungen mit, um deinen Kunden mehr als langweilige und austauschbare Produkttexte zu liefern. Ein Blog eignet sich zudem ideal, um Narrative Retailing-Ansätze mit möglichst einfachen CMS-Mitteln ausprobieren zu können. So setzt etwa der „Two for Fashion“-Blog von Otto – umgesetzt mit WordPress – immer öfter auf Beiträge im Storytelling-Format (nachzulesen unter http://twoforfashion.otto.de/vorher-nachher-tizia-als-diva/76231/):“

Auszug aus: Inpsyde E-Books. „WooCommerce verständlich.“ iBooks.

Daher will ich gar nicht zu viele Worte verlieren: Aber die Kombination von einfachem Blog-CMS für die Erstellung von Landingpages und der vollen Shopfunktion dahinter ist einzigartig. Für den Einsteiger sollte das auch die am besten zu beherrschende Startkombi sein.

Tatsächlich ist das auch ein erklärtes Ziel von Automattic, der Mutterfirma von WordPress und WooCommerce, wie Gründer Matt Mullenweg. Er betrachtet nicht nur andere Shop-Software als Konkurrenz, sondern auch Website-Creation-Tools wie Squarespace und Shopify. Das hat er auf der WooConf in Austin erzählt (Video als Wistia-Lightbox verfügbar).

WordPress ist so beliebt, dass das beliebteste Plugin für Content Marketing bei Magento auch die WordPress-Integration ist.

Tipp für Getränkemärkte: nicht nur Öffnungszeiten, sondern auch Sortiment verraten

Die Orterer-Getränkemärkte sind eine regionale Kette, die in und um München herum viele Getränkemärkte betreiben. Ich kenne sie, weil sie einer der Läden mit Rothaus Tannenzäpfle im Sortiment waren, die ich ganz gern mal mochte. Das ist mittlerweile so lange her, dass auch die Erinnerung daran und nicht nur das Leergut, das ich dahin zurückgebracht habe, Staub angesetzt haben.

Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre, komme ich auf einer der nicht so stauanfälligen, möglichen Routen auf der Heimfahrt an einem Orterer-Getränkemarkt vorbei. Und weil es so heiß ist, wollte ich mir eine Kiste Gösser Naturradler kaufen. Gösser ist eine steirische Brauerei, die sogar bis nach Bayern ihr Bier vertreibt. Als ich vor kurzem in Wien war, war das Naturradler genau das richtige Getränk: eiskalt, genossen mit gebratenem Fleisch, bei 32 Grad Celsius an einem herrlichen Sommerabend. Da ich entschieden habe, dass dieser Sommer noch ein paar davon bringt, wollte ich den Genuss kistenweise.

Bevor ich etwas kaufe, und sei es ein Stift, lese ich Rezensionen, Kommentare bei Amazon und anderen Händlern. Bevor ich einfach in den Laden fahre, will ich wissen, ob das Produkt da ist. Da wäre eine kleine Sortimentsliste hilfreich. Unser örtlicher Getränkemarkt hat so etwas, und daher wusste ich, dass ich in Kolbermoor kein Naturradler bekommen würde. Aber Orterer hat nur seine Sonderangebote online und einen Link auf seine App. Die ist offenbar kein riesiger Hit, sie hat nur ein paar hundert Downloads. Orterer-App-500-InstallationenOffenbar handelt es sich um einen Phonegap-artigen Wrapper namens AppYourself, damit der Händler sagen kann: „Gibt es jetzt auch als App!“ Darauf hat mich vor allem das Standard-iOS-Hauptmenü gebracht, das es in dieser Form bei Android sonst eigentlich nicht gibt.

Wie hätte man das verhindern können?

Der Händler sollte sich die Fragen stellen, die Kunden haben können. Eine kleine Befragung an einem Samstag in der Schlange vor der Kasse könnte helfen:

  • Was erwarten Sie von unserer Website?
  • Sind Öffnungszeiten wichtig?
  • Wollen Sie Angebote nachlesen können?
  • Telefonnummer?
  • Sortiment?
Für mich wäre das Sortiment jedenfalls nicht das letzte. Es muss ja gar nicht so sein, dass der aktuelle Bestand wie bei Ikea jederzeit aktuell auf der Website abrufbar sein müsste. Das erfordert eine Integration des Warenwirtschaftssystems. Aber einmal im Monat eine CSV-Datei herunterladen, in eine Liste mit ein paar Bullets umwandeln, falls sich öfter mal was am Sortiment tut – das ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

TL;DR

Ein Münchener Getränkemarkt hat zwar keine Sortimentsliste auf seiner Website, aber sogar eine App. Ein bisschen mehr Kundenzentrierung könnte nicht schaden.

Dockers und ich

Vor mehr als 20 Jahren habe ich ein Schuljahr in den USA verbracht. Ganz in der Nähe der Hauptstadt, bei Gasteltern, die für die US-Regierung und/oder Regierungsbehörden arbeiteten oder arbeiten. Sogar diese Amerikaner waren skeptisch, was ihre Regierung angeht. Das war meine erste Lektion in Sachen US-Politik. Heute soll es aber um etwas gehen, was näher liegt als die Frage, wessen Fahne sie hissen. Es soll um die Hose gehen.

Die Hose, fragst du dich jetzt? Geht es noch ein bisschen banaler? Ganz ehrlich, da fällt mir gerade nix Anderes ein. Wenn man ein Jahr ins Ausland geht, und es in diesem Ausland auch starke Jahreszeiten gibt, kann man nicht alles an Kleidung mit in den Koffer packen. Oder zwei. Ich glaube, ich bin mit einem Samsonite-Schalenkoffer ausgekommen, aber ich weiß es nicht mehr. Das ist so lange her, da werden auch die Erinnerungen schwarz-weiß. So kann ich mich an meinen ersten richtig kalten Winter dort erinnern: Temperaturen um die -35 Grad Celsius. An einigen wenigen Tagen war es so kalt, dass man Celsius nicht mehr in Fahrenheit umrechnen musste oder umgekehrt. Es gibt nämlich eine Temperatur, die in beiden Skalen gleich ist. Eine Winterjacke musste auch sein – so ein dickes Ding hatte ich zuvor noch nie besessen, aber sie hat gute Dienste geleistet, dieses flaschengrüne Teil.

Also, was war jetzt mit der Hose? Meine Jeans reichten nicht. Ich habe viel Sport gemacht, und auch dabei abgenommen. Damals passte ich in eine 31/34 von Dockers, manchmal auch 32/34 oder 33/34, je nachdem, wie die Hosen ausfielen, hinein. Und da haben wir eine Chino von Dockers gekauft. Oder zwei. Waren im Angebot, bei Nordstrom’s glaube ich. Mein Gastvater trug die auch, und als schon damals angehender Nerd war mir auch nicht klar, wie altmodisch die waren aus Sicht meiner Kommilitonen. Die Jungs mit dem grafischen Taschenrechner trugen die Dockers jedenfalls auch manchmal. (Ja, die coolen Jungs hatten abgeschnittene Jeans und trugen Socken in ihren Badelatschen, auch eine Mode, die hoffentlich leider nicht Geschichte ist.)

Chino of the Nerds, sozusagen. Aber sie waren sehr robust, beinahe wie Jeans – zogen nicht schnell Fäden, ich hatte sie noch Jahre später im Gebrauch. Auf dem Rückflug hatte ich mehr als 100kg Gepäck, da waren sie auch dabei. Die Winterjacke hatte ich schon vorher mit dem Paket zurückgeschickt.

Und jetzt waren mal wieder welche im Angebot, bei BuyVIP. Und jetzt habe ich wieder drei im Schrank. Aus Verbundenheit. Und manchmal werde ich dabei ein bisschen sentimental. Schließlich ist der Mensch, der für mich die Welt der Dockers-Hosen eröffnet hat, in der Zwischenzeit gestorben.

Fehlkauf des Jahres 2015: Klopfeimer für die Siebträger-Espressomaschine

Es klang so gut. Das Auskratzen in den Müll entfällt. Einfach kurz mit dem Siebträger auf den Klopfeimer geklopft, der Kaffeedreck fällt hinein, auspinseln, nächsten Kaffee kochen. (Klopfeimer findet man so nicht, wird auch gerne Abschlagbehälter genannt.)

Aber so ist das natürlich nicht gekommen.

concept-basicWenn ich einen Kaffee besonders dringend brauche, etwa weil die Nacht eher früh von einem der Kinder beendet wurde, schläft das andere Kind gewiss. Dann stört das Geklopfe in den Eimer kolossal in der sonntäglichen Morgenruhe. Und die anderen Hausbewohner stört es auch in den Federn.

Meine Frau, die auch schon mal für Gäste mit der sehr formschönen Maschine Kaffee kocht, konnte mit dem Ding von Anfang an nix anfangen. Noch eine Gerätschaft, die Platz wegnimmt. Sie hatte natürlich recht. Allmählich geht mir der Klopfeimer auf den KlopfGeist.

In den Cafés, die wir gern aufsuchen, also den Dinzlers und Arans dieser Welt, gibt es einen ähnlichen Behälter meist als Schublade. Sudschublade nennt man die. Da passen dann gern mal mehrere dutzend Kaffeesatz-Mengen rein.

Als wir mal in München nach einer Espressomaschine gesucht haben, hatten wir auch solche Schubladen gesehen. Aber die kosten ein Vielfaches der 20,90 Euro plus Versandkosten, die ich ausgegeben habe. Da dachte ich mir: ein guter Kompromiss.

Ich trinke einfach nicht genug Kaffee daheim, damit sich eine solche höhere Ausgabe lohnen würde, daher werde ich das Abenteuer mal nicht wagen.

Leeren muss man den Klopfeimer auch noch?

Da ist dann auch noch die Geschichte mit dem Leeren von dem Abschlagbehälter. Aber Männer haben ja immer Probleme mit dem Müllrausbringen, das ist ja schon sprichwörtlich.

Müll raus- Noch nie!

WhisperSync for Voice: ist gar nicht so einfach

Earbud freeimages slogan

Seit Jahren bin ich Audible-Kunde. Dabei bekomme ich jeden Monat im Austausch für knapp zehn Euro Mitgliedsgebühr ein Hörbuch-Guthaben in meinem Account gut geschrieben. Dieses Guthaben kann ich gegen ein Hörbuch meiner Wahl eintauschen. Das mache ich seit September 2009.

Noch viel länger bin ich Amazon-Kunde. Meine erste Bestellung habe ich im März 1999 aufgegeben. Bestellt habe ich Bücher fürs Studium. (Mein 15-jähriges Jubiläum hat mir Amazon nicht vergoldet, fällt mir gerade auf.)

Beim Kindle bin ich mit der zweiten Generation eingestiegen, und dabei genieße ich die WhisperSync-Funktion. Wenn ich in der S-Bahn auf dem Handy an einer bestimmten Stelle aufhöre, weil ich aussteigen muss, kann ich daheim auf dem Kindle Reader weiterlesen. Und er fragt mich dann, ob er zu der Stelle vorspulen kann. Kann er. Danke für die Frage.

Whispersync for Voice ist im Oktiober in Deutschland gestartet. Leider hat es bei mir nicht so richtig funktioniert, weil ich viele Bücher eben dann nur zum Lesen und noch nicht zum Hören hatte. Jetzt geht es. Und so sieht der Hinweis aus:

Whispersync for voice audible

Danke, Audible!

Das Jahr, in dem die Musik-Streaming-Dienste im Krieg waren (to be continued)

Google Play Music All Access und Spotify sind im Krieg. Ergänze: Alle Musik-Streaming-Anbieter sind im Krieg. Im Laufe des Jahres wechselten sich die Angebote nur so durch. Als ehemaliger Ampya-Kunde habe ich drei Monate Deezer geschenkt bekommen. (Disclaimer Hinweis: Als Mitarbeiter bei der ProSiebenSat.1 Media AG habe ich auf einer internen Weihnachtsveranstaltung auch noch mal ein Vierteljahr bekommen.)

Käufer eines beliebigen Sonos-Systems bekamen im Sommer quasi 60 Euro geschenkt. Dafür musste ich nur einen neuen Google Account für Google Play Music All Access (oder wie es gerade heißt) anmelden. Das habe ich gemacht, aber den Account kaum genutzt. Meine Zeit ist mir wert, als dem jeweils günstigsten Angebot hinterherzurennen und meine Playlisten und bei Spotify gespeicherten Künstler mitzunehmen (Wer mir folgen will: ich bin grzbielok bei den Schweden).

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Kindle synchronisiert jetzt auch Leseproben in der Cloud

Leseproben, die Sie aus dem Kindle-Shop herunterladen, werden ab sofort in der Cloud gespeichert, so dass Sie mit jedem unterstützten Amazon-Gerät oder jeder Kindle Lese-App darauf zugreifen und sie lesen können.

via Mail.

Das wurde auch seit langem Zeit. Ich kann mich erinnern, dass ich dazu mal mit Sebastian Brinkmann eine Diskussion bei Twitter hatte. Er hatte das Problem auch. Ich schätze mal, dass solche Power User-Probleme auch bei Amazon erst spät gelöst werden. Wenn das Backlog davor aufgeräumt wurde.

Richtig so.