Lesezeichen für Verkehrsmeldungen gelöscht

Heute war es so weit. Ich habe das Lesezeichen für die Stauschau gelöscht. Wahrscheinlich verrate ich damit mal wieder, wie alt ich wirklich bin. Die Verkehrsmeldungen des regionalen öffentlich-rechtlichen Hot-AC-Senders waren jahrelang mein Begleiter. Erst im Ohr, als ich im Auto noch Radio gehört habe. Als das immer unhörbarer wurde (3-Element-Break, geheimnisvolles Geräusch, kurze Playlist, viel Hot Hot Rotation usw.), habe ich immer mal wieder auf der Webseite der Verkehrsredaktion nachgesehen, wie die Verkehrslage ist.

Ab jetzt nicht mehr. Tatsächlich ist der Löschvorgang schon einige Zeit her, ich komme jetzt erst zum Aufschreiben meiner Motivation.

(Noch eben zu den Lesezeichen: Die sind für mich ein ganz wesentlicher Bestandteil der Art und Weise, wie ich Dinge, die ich vielleicht nachschlagen muss, organisiere. Mein Chrome-Browser ist eine Chronik meiner Beschäftigungen und Passionen. Aber Lesezeichen sind auch etwas für alte Menschen, I get it.)

Warum habe ich das Lesezeichen entfernt? Weil mir der Prozess, wie Verkehrsnachrichten gemacht werden, nicht mehr gut genug ist. Aus den Messdaten von Schleifen auf der Autobahn und den Beobachtungen von Polizisten werden Berichte generiert, die dann eine halbe Stunde später verlesen werden.

Google zeigt mir in seiner Karten-App Google Maps aber in Echtzeit an, wo es gerade besonders dicht auf den Straßen zugeht, und stellt mit seiner Rechenpower sogar mit künstlicher Intelligenz Berechnungen darüber an, wie sich die Verkehrslage in den nächsten Stunden verändern wird. Meine ganz persönliche Erfahrung ist es, dass man sich darauf verlassen kann.

(Und wie gut Google Maps geworden ist, hat gerade erst wieder ein Essay im Vergleich mit allen anderen Karten-Programmen gezeigt.)

Mit einer kleinen Ausnahme: Nach einem der jüngsten kleineren Updates der App auf dem Smartphone will mich Google Maps immer eine Ausfahrt zu früh auf die Staatsstraße locken. Dabei wäre das ein Umweg von zehn Minuten gewesen. Aber das ist nur ein kleiner Bug, mit dem ich auf Sicht leben kann.

So ein digitales Entchen ist schon hilfreich. Foto: Unsplash/Meg Kannan

Software, die ich nutze: CyberDuck

amazon s3 – Downloading an entire S3 bucket? – Stack Overflow: „So geht es.“

(Via.)

Stack Overflow hat immer Recht. Naja, so stimmt das nicht. Aber S3 war tatsächlich mein Auslöser, meinen alten FTP-Client (FileZilla, ich komme aus der PC-Welt) zu verlassen. Da stieß der an seine Grenzen. Außerdem ist es immer gut, wenn man keine neuen Versionen mehr von Sourceforge herunterladen muss. Wo waren die Grenzen? Ich wollte einen einfachen Zugang zu meinen Buckets, die ich etwa für die Arbeit brauche. Da wäre die Free-Version von FileZilla nicht mehr mitgekommen,

Und Geld ausgeben für FileZilla Pro – ne, lieber doch nicht. Dann lieber einen Neuanfang wagen. CyberDuck hatte ich im Einsatz bei einem Kollegen gesehen, der auch immer Wert auf gute Software legte. Das reichte mir als Empfehlung.

CyberDuck kann mehrere Schlüssel verwalten, wie man sie für den IAM-Zugang zum Bucket braucht. Das erlaubt mir, die privaten wie auch die dienstlichen Buckets einzusehen. Wir nutzen einen Bucket mit Infrequent Access als Storage für unsere Videos, die wir produzieren, bevor wir sie an Kunden liefern. Ich kann CyberDuck und die verwandte Software MountainDuck, mit der man Buckets auch in seinem Rechner mounten kann, jedenfalls nur wärmstens empfehlen. Sie ist bei mir im täglichen Gebrauch.

Damit habe ich auch schon ganze PDF-Bibliotheken und Media Libraries umgezogen.

Foto: Meg Kannan on Unsplash

Wachstum von AWS, visualisiert mit eigenen Datenpunkten

Auf der Hausmesse von Amazon Web Services präsentierte Andy Jassy eine Zahl zur Marktführerschaft von AWS, die seit Jahren durch ununterbrochen beeindruckend schnelles Wachstum gehalten wird: 44% Prozent aller Ausgaben in der Public Cloud gehen an Amazon. Die nächsten drei Wettbewerber können nicht einmal gemeinsam da mithalten.

Da habe ich mich gefragt: Wie kann man das Wachstum noch visualisieren? Klar, ich kann in die Geschäftsberichte des Unternehmens schauen. Aber Mary Meeker macht das besser, und die Forresters und Gartners dieser Welt auch. Mir war ein privater Blick wichtig.

Da ist mir aufgefallen, dass die Rechnungsnummern von Amazon Web Services fortlaufend sind. Über alle Kunden, alle Geschäftsjahre und so weiter. Ich selbst bin bei TargetVideo Nutzer von AWS und auch seit ein paar Jahren mit Unterbrechnungen für meine privaten Projekte. Dann schreibe ich mir doch mal die Daten der Rechnungen heraus und die Belegnummern. Das stand seit Mitte November auf meiner To-Do-Liste. Die Arbeit erschien mir aber ein wenig zu sehr auf Fleißarbeit hinauszulaufen.

Da habe ich einen einfacheren Weg gefunden: Man kann im Reiter Zahlungsverlauf unter Billing auch eine CSV-Datei aller Rechnungen herunterladen. Die beiden CSVs habe ich bereinigt, zusammengefügt und heraus kam die Excel-Tabelle, die ich brauchte.

Was ist für diese Datenpunkte die beste Darstellung? Ganz schnell wusste ich: In Excel ist das ein ganz einfaches Scatterplot. Beinahe perfekt liegen die Punkte auf einer exponentiell steigenden Kurve. Die Trendlinie füllt die Lücke gut aus.

Wachstum der Rechnungsnummern von Amazon Web Services. Eigene Illustration / Excel

Wachstum der Rechnungsnummern von Amazon Web Services. Eigene Illustration / Excel

Leider ist es mir beim ersten Versuch nicht gelungen, mit Tableau den Scatterplot zu visualisieren. Ich denke, ich arbeite da noch mal in einem ruhigen Moment im Zug weiter daran.

Wer hat noch weitere Rechnungsnummern für die Lücke? Gern anonymisiert an mich, und nix erfinden. Am besten redacted PDF, ok? Mail steht im Impressum.

Botschaft der AMP-Roadshow: Mit AMP werden Webseiten auf Android-Geräten wie diesem schneller.

AMP-Roadshow in München / Google-Office, 7.11.2017

Wer die Büros von Google besuchen will, muss sich am Empfang anmelden, sein Namensschild anstecken und darf dann erst rein. So erlebt bei diversen Besuchen, auch bei der AMP-Roadshow wieder. Wer eine AMP-Version seiner Webseite in den Google-Index schicken will, muss das Gleiche tun: Seite anmelden, auf Freigabe warten und dann geht sie erst rein. (Erklärung hier: Was ist der AMP-Validator? Was ist der Google-AMP-Cache?)

Insofern passt es, dass Google mit der München-Ausgabe seiner AMP-Roadshow (Paris, Madrid, Beijing… ) in seinem eigenen Büro an der Donnersbergerbrücke Halt macht. Durch die ganze Welt touren die AMP-Verantwortlichen (viele aus New York, einige aus der Google-Zentrale in Mountain View bei San Francisco). Immer mit der Botschaft an Webseitenbetreiber (und oft genug Publisher): Macht eure Webseiten auf dem AMP-Standard, den wir kreiert haben, und Nutzer werden euch lieben. Weil die viel schneller laden.

Dagegen habe ich auch nix einzuwenden, das ist für Nutzer so. Viele Webseiten von Publisher wurden in den letzten 20 Jahren voll gemüllt – da gebe ich Paul Bakaus, dem Developer Advocate für AMP bei Google vollkommen Recht. Für einiges an Ad Tech-Müll bin ich auch selbst verantwortlich, in meinen letzten Stationen als Produktverantwortlicher in Medienhäusern, mal groß, mal klein. Und selbst kriegen wir Publisher und Publisher-Mitarbeiter das Problem nicht wieder in den Griff. Wir brauchen den Druck von einem Gatekeeper wie Google. (Letztlich war das auch der Charme von Facebook Instant Articles. Weniger Krempel von uns, bessere UX für unsere Kunden. Ende Exkurs 1.)

(Exkurs 2:

Finde es immer noch ironisch, dass der Erfinder von jQuery, damit mit verantwortlich für viel Bloat und Custom JS verantwortlich (wie auch für den Berufseinstieg für viele Web-Entwickler), jetzt an der Abschaffung von selbst geschriebenem Javascript mit arbeitet. Danach hätte ich ihn mal fragen sollen – aber mir fiel diese Frage natürlich viel zu spät ein. Bakaus ist übrigens unfassbar charmant, sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch.)

Dieser Tag, ein Gig auf der AMP-Roadshow, gehört Google, und die AMP-Mitarbeiter sind auf der Bühne erstaunlich on message. Auch die Gäste, wie etwa Jung von Matt, die den Relaunch von bmw.com vorstellen, der auf der AMP-Library basiert, sind von AMP angetan und der engen Zusammenarbeit mit Google.

Aber hier will ich auch denen eine Stimme geben, die etwas gegen AMP haben. Vehement und eloquent hat das Jeremy Keith getan, auf seinem Blog Adactio:

This is just one example of AMP’s sneaky marketing where some finely-shaved semantics allows them to appear far more reasonable than they actually are.

Keith ist einer der Verfechter der Indie Web-Bewegung, mit der ich auch sympathisiere (Disclosure), und er glaubt daran, dass jeder sich selbst über seine Webseite ausdrücken können muss. Und zwar mit offenen Standards. Nicht über einen proprietären Ansatz wie den von Google.

Ethan Marcotte wird auch von Keith zitiert, und der bringt es noch mehr auf den Punkt:

But when I hear AMP described as an open, community-led project, it strikes me as incredibly problematic, and more than a little troubling. AMP is, I think, best described as nominally open-source. It’s a corporate-led product initiative built with, and distributed on, open web technologies.

Die Publisher, für die ich in den letzten Jahren gearbeitet habe, haben Probleme, die Ladezeit ihrer Seiten am Desktop unter 10 Sekunden zu bringen. Mobile First wird zwar gesagt, aber die Mobile-Wende ist schmerzhaft. Die meisten Publisher sind eben nicht so tech-savvy oder ressourcenreich wie der Guardian, auf den Keith hinweist:

(AMP-Seiten kommen leichter in die Google News-Carousels in der Google-Suche, das ist der Hintergrund.) This is the only reason why The Guardian, for instance, even have AMP versions of their content—it’s not for the performance benefits (their non-AMP pages are faster); it’s for that prime real estate in the carousel.

Für sie hat Bakaus Recht, wenn er bei der AMP-Roadshow sagt: „AMP-Seiten sind für Entwickler auch ein Weg, dem Management Nein zu sagen, wenn sie noch einen Tracker auf ihren Webseiten integriert haben möchten.“Auf einmal dreht sich die Wahrnehmung um, wer hier wessen Steigbügelhalter ist.

Nach dem Tag AMP-Roadshow bei Google bin ich jedenfalls sehr inspiriert, auch aus unseren lahmen Enten Webseiten schnellere, AMP-powered Seiten zu machen. Und sei es in Verstoß gegen die Prinzipien des offenen Webs. Ja, das sehe ich immer noch. Aber wir müssen halt nach den Regeln der Großen spielen. Lobbyarbeit wie bei Springer gegen die beiden können die Kleinen unter den Publishern nicht leisten.

Beitragsfoto: Photo by Adrien on Unsplash

Notiz an mich selbst: AWS Certificate Manager für CloudFront nur in N. Virginia benutzen

Supported Regions – AWS Certificate Manager: „To use an ACM Certificate with Amazon CloudFront, you must request or import the certificate in the US East (N. Virginia) region. ACM Certificates in this region that are associated with a CloudFront distribution are distributed to all the geographic locations configured for that distribution.“

(Via .)

Profitipp: Cyberduck als S3-Client

Cyberduck hat mir in einer stressigen Projektphase die Arbeit leichter gemacht. Wer viel mit Dateien hantiert, die in einem S3-Bucket bei Amazon Web Services gespeichert sind, kennt das Phänomen: Im Umgang mit vielen Dateien fühlt sich die Arbeit in S3 langsam an. Das liegt an vielen technischen Entscheidungen, die Amazon getroffen hat, und die den Speicher sicher und verfügbar machen.

Aber die Suche nach Inhalten ist schwierig. Wer das User Interface der AWS-Console bemüht, kann nur nach einer Vorsilbe eines Dateinamens suchen, den so genannten Prefix.

Cyberduck speichert aber die gesamten Dateinamen und erlaubt die Suche nach allen Bestandteilen des Dateinamens – auch Dingen, die weiter hinten vorkommen. Sehr praktisch. Vor allem, wenn man mehr als 2500 Elemente in seinem Bucket hatte – wie ich das jetzt bei einem Projekt hatte.

Microsoft, der Underdog in der Cloud

Microsoft hat Zugriff auf zwei Social Graphs: LinkedIn und Skype

Microsoft hat Zugriff auf Adressbücher: Outlook, Outlook.com, Hotmail und Exchange

Microsoft weiß, woran die Knowledgeworker arbeiten: Office.

Microsoft weiß, wie Businesskunden denken und hat eine der besten IT-Vertriebsmannschaften unter Vertrag.

Alle Nachrichten vom bevorstehenden Tod von Microsoft sind übertrieben. Der Softwarekonzern baut jetzt auch Hardware, die sogar den prüfenden Blicken von Mac-Fans stand hält. Im Ernst: meinem Blick. Habe die Rechner im neuen Deutschland-Office von Microsoft gesehen und fand sie toll.

Wenn man den Würgereflex herunterschluckt, den man bei der Headline des Posts hat, der jetzt von Microsoft-CEO Satya Nadella auf LinkedIn veröffentlicht wurde: „Microsoft + LinkedIn: Beginning our Journey Together“, ist der interessant. Darin wird nämlich die Roadmap vorgestellt, wie die Integration der beiden Unternehmen produktseitig aussehen soll:

  • LinkedIn identity and network in Microsoft Outlook and the Office suite
  • LinkedIn notifications within the Windows action center
  • Enabling members drafting résumés in Word to update their profiles, and discover and apply to jobs on LinkedIn
  • Extending the reach of Sponsored Content across Microsoft properties
  • Enterprise LinkedIn Lookup powered by Active Directory and Office 365
  • LinkedIn Learning available across the Office 365 and Windows ecosystem
  • Developing a business news desk across our content ecosystem and MSN.com
  • Redefining social selling through the combination of Sales Navigator and Dynamics 365

Gehen wir das mal der Reihe durch.

  • Microsoft ist bereits ein sehr großer Identitätsprovider, aber nur nach innen in ein Unternehmen herein. Das Adressbuch der meisten Büromenschen, die ich kenne, ist eher so mittelgut gepflegt. Ausnahmen sind Sales- und HR-Kollegen. Aber bei LinkedIn sind die Daten aktuell, zumindest wenn man bei irgendwelchen Themen nach außen auftritt. Der Social Graph im Büro liegt in Deutschland vielleicht noch hauptsächlich bei Xing, aber zunehmend und international bestimmt bei LinkedIn. Diese Daten im Adressbuch zu haben, macht Outlook auch als Produkt besser.
  • LinkedIn als Toaster in Windows mit ständig nervenden Interaktionen? Ja, das wird die Nutzung befördern, aber hat auch die Gefahr, die Nutzer zu nerven.
  • Word-Vorlagen, die man mit LinkedIn synchronisieren kann – allein das dürfte in manchen Unternehmen die Fluktuation nach oben treiben.
  • Sponsor-Content in Microsoft-Produkten: Das will kein Nutzer haben, sondern nur das LinkedIn-Monetarisierungsteam.
  • LinkedIn Learning ist das, was wir auch als Lynda oder das deutsche Pendant dessen, video2brain, kennen.
  • Auch wenn ich eine Schwäche für MSN habe, weil ich da mal gearabeitet habe: Darauf hat kein Nutzer gewartet. Das klingt ein bisschen zu viel nach Synergiegefasel und weniger nach Produktnutzen.
  • Die Sales-Programme von Microsoft kenne ich zu wenig für eine eigene Meinung.

Cloud: Where the Servers have no Name

Ein Mini-Gedanke zur Cloud und den namenlosen Servern, die da klaglos ihren Dienst verrichten. Den habe ich aus einem ganz langen Post, den jeder lesen sollte, der sich für Architektur von Software und IT-Systemen interessiert. Unbedingt. Aber wie gesagt, nur ein kleiner Gedanke:

Why the fuss about serverless?: „Long gone were the days that we lovingly named our servers, these were cattle not pets.“

(Via.)

Das ist einer der Nebeneffekte von Serverless, ja eigentlich schon Teil der Bewegung in die Public Cloud. Server sind kein greifebaren Dinge mehr. Wir stellen sie uns nicht mal mehr bewusst vor. Die Server haben kryptische Namen, ja, wir nennen sie nicht mal mehr Server. Sie haben AMIs und tragen Instance IDs, und sie reagieren als Instance.

Als ich bei ProSieben angefangen habe, vor fünf Jahren oder so, kannten die Entwickler das Blech, also die Server, beim Namen. Ich glaube, die Server hießen nach Städten. Warschau war einer der Blechdienstleister, wenn ich mich richtig erinnere. Ist ja auch verständlich. In den Jahren, in denen sie für die Server verantwortlich waren, verbrachten die Admins wohl mehr Zeit mit ihnen als mit ihrem Manager oder Vorgesetzten. Das ist wie ein Haustier. Das heißt ja auch nicht i-x82ahajg813, sondern Mausi oder Waldi.

Diese emotionalen Kosten sollten Verantwortliche, die ihr Unternehmen cloud-ready oder sogar cloud-native machen wollen oder müssen, mit berücksichtigen. Wenn ich keine Gefühle oder auch nur Besitzerstolz für einen Server habe – was geht dann verloren? Sorgfalt könnte eins der Dinge sein.

Ich habe nur kurz darüber nachgedacht. Man könnte zum Beispiel versuchen, CloudFormation oder Terraform Stacks zu anthropomorphisieren. Oder die frei gewordenen Ressourcen, mental beim Admin oder besser DevOp, mit vorwärtsgewandten Ideen zu beschäftigen? Hüter der Digital Transformation, da seid ihr gefragt! Hier könnt ihr euch austoben.

Das Redesign von Amazon Web Services: S3

Eins der Features, das Amazon Web Services bei seiner Amazon-Hausmesse in Las Vegas angekündigt hatte, war das Tagging von Objekten in S3. Warum ist das interessant? In großen AWS-Accounts verliert man schnell den Überblick, besonders wenn mehrere Teams Ressourcen anlegen können. Daher ist ein Tagging-Konzept wichtiger Bestandteil beim Wachstum. Tagging macht es für den Administrator oder Billing-Verantwortlichen leichter, die einzelnen Instanzen und Ressourcen den unterschiedlichen Bereichen, Kunden und/oder Projekten zuweisen zu können. Sonst ist die Abrechnung unmöglich.

Seit re:Invent ist es möglich, einzelne Objekte in S3-Buckets unterschiedlich voneinander zu taggen. Bisher war das nur auf Bucket-Ebene möglich. So habe ich das verstanden. Continue reading →

AWS Pop-up Loft in München

Das Werbegeschenk scheint auf die Location abgestimmt zu sein: Beim Amazon AWS Pop-up Loft hat man sich Mühe gegeben. In München gibt es Schlitten. Sehr einfache, mehr als Kinderpopos passen da nicht darauf. Naja, vielleicht bei Kleidergröße XS. Meine Jungs haben sie jedenfalls sofort gemocht, auch wenn noch kein Schnee in Sicht ist. Aber es ist ja auch November.

November ist auch die Zeit für AWS re:invent, den großen Entwicklerkongress von Amazon Web Services in Las Vegas. Der wird Jahr für Jahr größer, erstreckt sich mittlerweile über drei Hotels/Casinos. Ich war noch nie da, auch wenn ich dieses Jahr zumindest darüber nachgedacht habe. Aber wenn die Reise ungefähr 50% von dem kosten würde, was die ganze Firma bei AWS ausgibt, fällt die Entscheidung leicht, doch daheim zu bleiben. Das heißt, im Loft gibt es keine neuen Dinge, sondern man muss das als eine Art längere Roadshow-Station für AWS verstehen. AWS-Mitarbeiter und -Kunden erzählen von ihren Projekten, das ist der öffentliche Teile der Lofts, mit der Agenda. Außerdem gibt es einen Showroom, in dem sich auch Unternehmen präsentieren. (Den habe ich versäumt, fällt mir gerade auf.) Und eine Lounge-Area, wo man arbeiten kann und wo auch AWS einige Kundentermine macht. Alles sehr startuppig, flauschige Möbel, Kaffee, kalte Getränke, Designerstühle. Continue reading →