Filmkritik „Man of Steel“

Da ist ja im Moment diese Zwei-Stunden-Schallgrenze bei meinem Filmkonsum nach dem Zubettbringen der Kinder. Netflix and Chill, klar, aber nicht zu vill. Dann muss ich wirklich schlafen gehen, will ich auf meine acht Stunden Schlaf kommen, die ich zu mehr als bloßem biologischen Funktionieren brauche. Egal, wie viel Kaffee ich morgens hinzufüge.

„Man of Steel“ liegt knapp darüber, wurde mir aber jetzt bei Netflix empfohlen. Superheldenfilme fand ich mal toll, dann wieder absolut verzichtbar (das Spider-Man-Reboot mit Garfield habe ich immer noch nicht gesehen). Jetzt suche ich mir aus, welche ich gut finde. An „Man of Steel“ hat mich die Nolan-Connection interessiert. Und Regisseur Zack Snyder ist auch interessant.

„Man of Steel“ bekommt einen guten Platz in meinem eigenen Superheldencomicverfilmungkanon. Das liegt auch an der Bodenhaftung, die der Film durch die extrem gute Besetzung beginnt. Superman ist ein reines, äußerst moralisches Wesen. Das gelingt wenigen Superman-Filmen wirklich glaubwürdig, zu übertrieben ist das. Aber es ist so, als hätte Zack Snyder das channeln können, was Bill in „Kill Bill 2“ über Superman sagt: Er muss sich verkleiden, damit wir ihn ertragen können.

Superman didn’t become Superman. Superman was born Superman. When Superman wakes up in the morning, he’s Superman. His alter ego is Clark Kent. His outfit with the big red „S“, that’s the blanket he was wrapped in as a baby when the Kents found him. Those are his clothes. What Kent wears – the glasses, the business suit – that’s the costume. That’s the costume Superman wears to blend in with us. Clark Kent is how Superman views us. And what are the characteristics of Clark Kent. He’s weak… he’s unsure of himself… he’s a coward. Clark Kent is Superman’s critique on the whole human race.

Clark Kent hat bekanntermaßen biologische Eltern auf der untergegangenen Welt Krypton (Russell Crowe ist sein Vater), und seine irdischen Eltern (Diane Lane und Kevin Costner). Das ist alles schon tausend Mal erzählt worden, ich bin etwa mit den Smallville-Serienfolgen ganz gut vertraut und dachte, ich würde den inneren Konflikt von Clark Kent / Kal-El verstehen. Aber ich habe den noch nie so ernst nehmen können wie „Man of Steel“. Und das hat wohl auch mit den Terroranschlägen vom 11. September zu tun. Metropolis wird im Laufe des Filmes von Außerirdischen ordentlich bearbeitet, und das ist zwar comicartig, aber nicht ganz so leicht und locker dahin geworfen wie beim Avengers-Universum. Echte Menschen wischen sich den Staub aus dem Gesicht, einstürzende Häuser haben wirklich Wucht. Bis in die kleinste Nebenrolle ist „Man of Steel“ gut besetzt und leiht sich auch hier die Ernsthaftigkeit, die der Doug-Stamper-Darsteller einem Redakteur beim Daily Planet leihen und Lawrence Fishburne dessen Chef.

Um was geht es eigentlich? Die weitentwickelten Außerirdischen, die auf Krypton daheim waren, haben einst das Weltall kolonisiert. Dann haben sie sich fatalerweise auf ihren Heimatplaneten zurückgezogen und den ausgebeutet, bis sein Planetenkern zerfällt. Milliarden Planetenbewohner sterben. Der demokratische Rat des Planeten hat die Katastrophe kommen sehen und war nur zerstritten. Zwei starke Männer haben das nicht passieren lassen wollen. Der militärische Führer des Planeten (Michael Shannon) putschte, aber zu spät. Da war der Planet nicht mehr zu retten. Der wissenschaftliche Star des Planeten (Crowe) hat die DNA aller Bewohner auf einen USB-Stick geladen, und diese mit seinem Kind ins All in Richtung Erde geschossen. Dieses Kind wächst als Clark Kent in Kansas auf.

Viele Elemente sind unglaublich ausgelutscht. So etwa das Kryptonit, das Superman schwach werden lässt. Wenn ich es nicht überhört habe, kommt das Material in „Man of Steel“ überhaupt nicht vor. Es wird anders erklärt, dass Superman in einer kryptonartigen Umgebung (Raumschiff) weniger Kraft als auf der Erde hat – durch so eine Art Photosynthese, die die starke, junge Sonne mehr befördert als die Verhältnisse, die eine Kopie von Krypton darstellen.

Die Schauwerte sind natürlich ganz toll, aber mir hat vor allem die Modernisierung der Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten, und wie auch die klassischen Bestandteile aktualisiert werden, sehr gefallen.

4 von 5 Raumschiffen

Im Dunkeln sitzen, und auch noch Geld dafür bekommen: der Luxus-Job des Filmkritikers. Photo by Jake Hills on Unsplash

Disney und die Filmkritiker im Speziellen, Filmkritik im Allgemeinen

Man muss nicht ganz so dick auftragen wie Jack Shafer, aber in der Sache hat er Recht:

Don’t Be Fooled. Disney Won Its Fight With the Press. – POLITICO Magazine: „Journalists have become so powerless that they can now be safely ignored.“

(Via .)

In der Filmkritik ganz sicher. 

Nur ist das nichts, was man an dem aktuellen Fall festmachen sollte. Der aktuelle Fall: Disney hatte Journalisten der Los Angeles Times von Pressevorführungen für aktuelle Filme ausgeladen, weil man bei Disney mit der Berichterstattung der Zeitung über Geschäftsbeziehungen mit Anaheim, einer Gemeinde in der Metropolregion Los Angeles, unglücklich war. Inzwischen dürfen Journalisten der L.A. Times wieder umsonst vor Filmstart ins Kino. Andere Journalisten (auch von der New York Times) hatten sich mit den ausgeschlossenen Kollegen solidarisiert.

Filmkritiker sind auch ansonsten machtlos. Sie sehen (in der Mehrzahl) Filme, die keiner ihrer Leser/Hörer/Zuschauer je sehen wird. In diesem Job war ich auf vielen Filmfestivals, dem Höhepunkt der Entferntheit des Filmkritikerjobs von normalen Kinobesuchern. Pro Jahr waren es etwa 250-300 Filme. Und wer das hauptberuflich macht, kommt locker auf mehr. Es ist ein Privileg und reiner Luxus, und die Filme, die man auf Festivals oder im Programmkino vorab sieht, werden in der Folge vielleicht von mehreren zehntausend Menschen in Deutschland im Kino gesehen. Falls überhaupt. Manchmal auch nur von ein paar hundert auf eben diesem Festival.

Meine Erfahrung als Filmkritiker ist es darüberhinaus, dass der Filmkritiker-Geschmack (und auch seine Reife) oft genug vom Geschmack der Masse abweicht, und dass es ein Gutes ist, dass weniger dünkelhafte Filmfans auf ihren Webseiten den Filmen oft gerechter werden als wir, und ich bin immer noch Mitglied im Verband der deutschen Filmkritiker. Ich sage bewusst: abweicht. Nicht, dass er besser sei. Mit der kritischen Auseinandersetzung mit dem Sujet Film steigt auch die sprachliche Fähigkeit, bei den Qualitäten zu 

Bei Rotten Tomatoes gibt es noch eine Trennung zwischen Top Critics und Publikum, und eigentlich möchte ich die da auch nicht mehr sehen (so etwas wie die künstliche Journalist-Blogger-Dichotomie im Netz). Warum werden die „professionellen“ Kritiker höher gewichtet? Da folge ich eher der Logik der IMDB – jeder nur ein Kreuz.

Warum gebe ich Shafer Recht? Filmkritik ist überflüssig. Ich habe schon lange keine mehr gelesen, und nicht nur deshalb, weil ich nur mehr Kinderfilme sehe –  und die meisten Menschen, die ins Kino gehen, auch nicht. Nur 5,2 Prozent der Kinobesucher haben laut FFA eine Kritik gelesen, bevor sie ins Kino gehen. (PDF-Download)

Und da ist da noch der berechtigte Hinweis von Jeff Jarvis, mittlerweile acht (!) Jahre alt:

 

Every paper doesn’t need a local movie critic  when movies are national and we are all critics. Papers should not devote resources to the commodified news we already know. They need to find new efficiencies, thanks to the link.

Jarvis, Jeff. What Would Google Do?: Reverse-Engineering the Fastest Growing Company in the History of the World (S.26). HarperCollins. Kindle-Version.

 

Eine Woche mit dem Google Pixel 2

So früh eine Kritik für ein gerade erschienenes Smartphone wie das Pixel 2 zu verfassen, klingt verfrüht. Extrem fundiert kann sie noch nicht sein. Aber eins möchte ich loswerden: Endlich gibt es Android-Smartphone, das sich anfühlt wie ein iPhone, wenn auch vielleicht eins der vorherigen Generation.

(Genauerer Vergleich ist mir nicht möglich, mir fehlt die aktuelle iOS-Generation im Smartphone-Formfaktor. Habe nur ein iPad.) Und da das Pixel 2 unlocked 40% weniger kostet als ein iPhone, kann ich es nur empfehlen – für diejenigen, die ein Android-Smartphone vorziehen. (iPhone-Nutzer können diesen Post überspringen: iOS-Retention liegt ja in der 90-Prozent-Range.) Wer das Gerät mit bloßen Fingern berührt, gerade auf der Rückseite, freut sich jedes Mal. Nun bin ich aber auch mehrfacher Vater, und daher fristet dieses Gerät natürlich sein Dasein in einer Smartphone-Hülle, und meistens in der Hosentasche.

The Good am Pixel 2

Meine Güte, der Finish des Gerätes. Habe ich schon erwähnt, auch wenn ich bei meinen Nutzungsweisen auch mit einem Plastikteil wunderbar klar käme. Aus der Hülle kommt es eh erst wieder raus, wenn ich es wieder verkaufe.

Die Fotos und die Videos, die ich mit dem Pixel 2 aufgenommen habe, sind das Beste, was ich je mit einem Android-Gerät machen konnte. Das ist keine Überraschung, das war schon bei der ersten Generation der Pixel-Familie das, was in allen Reviews zu lesen war. Ob die Qualität mittlerweile auf iPhone-Level oder darüber liegt, kann ich nicht sagen. Ich habe im Moment kein Vergleichs-iPhone.

The Bad

Die Hülle war mein erster Fehler: mit dem Textil-Finish der direkt im Google-Online-Shop verkauften Hülle machen jetzt meine Hosen täglich eine Abreibung durch. Oder umgekehrt. Auf alle Fälle sorgt meine eher dunkle Garderobe dafür, dass die Hülle schon nach wenigen Tagen fleckige Ränder bekommt. Das kenne ich von der Hülle für mein Dienst-iPhone auch, aber die musste ich immerhin nicht selbst bezahlen. So ärgere ich mich über ein etwas nutzloses Accessoire für 45 Euro.

Das Spigen-Case liegt seit ein paar Tagen im Amazon-Warenkorb. Ich glaube, für den nächsten Urlaub mit den Kindern (Gefahr des Falls aus großer Höhe auf Stein und Fels ist größer) kaufe ich das allerspätestens.

Der Markt für Hüllen ist übrigens wie bei allen Nicht-Samsung-Android-Smartphones ziemlich dünn. Kein Wunder, dass so viele Besitzerinnen ein Folio-One-Size-Fits-All-Etui drum haben.

Das Wichtigste unter den Pixel-2-Accessoires ist aber der USB-C-auf-Klinke-Adapter für die alten Kopfhörer. Denn wirklich sinnvolle USB-C-Kopfhörer gibt es nicht, und meine Bluetooth-in-Ear-Headphones von Bragi wollen sich mit dem Gerät auch nicht verbinden (wie fast mit allen meinen bisherigen Android-Smartphones. Allein das Nexus 6 P konnte sich anschließen (lassen).). Leider ist der Adapter bis auf Weiteres nicht lieferbar. Vielleicht, weil er nur 9 Euro kostet? Fürs Auto brauche ich noch einen.

Zum Schluss: The Ugly am Pixel 2

Das Pixel 2 ist das zweite Pixel-Smartphone, das ich bestellt habe. Das erste habe ich bestellt und gewartet und dann von den Display-Problemen erfahren und dann wieder storniert. Es sollte das Pixel 2 XL werden, für große Hände kommen große Handys in Frage.

Das Klick-Problem bei Telefonaten und Musikwiedergabe nervt. Hier warte ich auf den versprochenen Software-Fix. Im Telefon-Modus kann ich das verschmerzen. Die Ironie: Ich telefoniere damit fast nie. Auf mehr als 20 Minuten komme ich sicher nicht im Monat. Vor allem bei leisen Musik-Tracks fällt das Plopp-Geräusch und Knistern arg auf. Das darf nicht sein bei einem sündhaft teuren Gerät.

App-Drawer auf einem Android-Smartphone

Brauche ich wirklich mehr als 350 Apps auf meinem Smartphone?

Erst dachte ich: so wenige Apps. Dann dachte ich – das lässt etwas an eigenen Gedanken in mir anklingen.

Auf einer Webseite, die sich mit CMS-Systemen beschäftigt, stellt einer der Autoren die Frage:

Do I Really Need 61 Apps on My Work Phone?:

Damit outet er sich zunächst als unterdurchschnittlich beappt. Anekdotisch sind meine 350 Apps viel. Ein Freund und ehemaliger Kollege entwickelt Apps – er kann das leicht verdoppelt. Unter 128 GB Speicherplatz läuft da nix.

Dabei nutzt der durchschnittliche Smartphone-Nutzer weltweit nur 3-5 Apps in 85 Prozent der Zeit, die er mit dem Gerät verbringt, mittlerweile mehr als zwei (bis fünf!) Stunden pro Tag. In der Top-App etwa 20% der Zeit. Das habe ich mir auch schon von meinen Kindern anhören müssen.

Aber manche Apps könnten tatsächlich ein Verfallsdatum gebrauchen, die Idee finde ich spitze. Die Messe ABC-App der Version 2016 wird meistens liegen gelassen, eine neue App kommt sicher mit einem neuen Veranstalter oder Veranstaltungsdatum.

I also wonder if the companies that develop apps could build in some sort of “self-destruct” mechanism. For example, an event-based app that deletes itself at a set time period after the event. Or an automated notification if an app has gone unused for a specific amount of time (e.g., six months or a year) stating the app will delete unless reactivated.

Foto: Photo by Matam Jaswanth on Unsplash

Botschaft der AMP-Roadshow: Mit AMP werden Webseiten auf Android-Geräten wie diesem schneller.

AMP-Roadshow in München / Google-Office, 7.11.2017

Wer die Büros von Google besuchen will, muss sich am Empfang anmelden, sein Namensschild anstecken und darf dann erst rein. So erlebt bei diversen Besuchen, auch bei der AMP-Roadshow wieder. Wer eine AMP-Version seiner Webseite in den Google-Index schicken will, muss das Gleiche tun: Seite anmelden, auf Freigabe warten und dann geht sie erst rein. (Erklärung hier: Was ist der AMP-Validator? Was ist der Google-AMP-Cache?)

Insofern passt es, dass Google mit der München-Ausgabe seiner AMP-Roadshow (Paris, Madrid, Beijing… ) in seinem eigenen Büro an der Donnersbergerbrücke Halt macht. Durch die ganze Welt touren die AMP-Verantwortlichen (viele aus New York, einige aus der Google-Zentrale in Mountain View bei San Francisco). Immer mit der Botschaft an Webseitenbetreiber (und oft genug Publisher): Macht eure Webseiten auf dem AMP-Standard, den wir kreiert haben, und Nutzer werden euch lieben. Weil die viel schneller laden.

Dagegen habe ich auch nix einzuwenden, das ist für Nutzer so. Viele Webseiten von Publisher wurden in den letzten 20 Jahren voll gemüllt – da gebe ich Paul Bakaus, dem Developer Advocate für AMP bei Google vollkommen Recht. Für einiges an Ad Tech-Müll bin ich auch selbst verantwortlich, in meinen letzten Stationen als Produktverantwortlicher in Medienhäusern, mal groß, mal klein. Und selbst kriegen wir Publisher und Publisher-Mitarbeiter das Problem nicht wieder in den Griff. Wir brauchen den Druck von einem Gatekeeper wie Google. (Letztlich war das auch der Charme von Facebook Instant Articles. Weniger Krempel von uns, bessere UX für unsere Kunden. Ende Exkurs 1.)

(Exkurs 2:

Finde es immer noch ironisch, dass der Erfinder von jQuery, damit mit verantwortlich für viel Bloat und Custom JS verantwortlich (wie auch für den Berufseinstieg für viele Web-Entwickler), jetzt an der Abschaffung von selbst geschriebenem Javascript mit arbeitet. Danach hätte ich ihn mal fragen sollen – aber mir fiel diese Frage natürlich viel zu spät ein. Bakaus ist übrigens unfassbar charmant, sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch.)

Dieser Tag, ein Gig auf der AMP-Roadshow, gehört Google, und die AMP-Mitarbeiter sind auf der Bühne erstaunlich on message. Auch die Gäste, wie etwa Jung von Matt, die den Relaunch von bmw.com vorstellen, der auf der AMP-Library basiert, sind von AMP angetan und der engen Zusammenarbeit mit Google.

Aber hier will ich auch denen eine Stimme geben, die etwas gegen AMP haben. Vehement und eloquent hat das Jeremy Keith getan, auf seinem Blog Adactio:

This is just one example of AMP’s sneaky marketing where some finely-shaved semantics allows them to appear far more reasonable than they actually are.

Keith ist einer der Verfechter der Indie Web-Bewegung, mit der ich auch sympathisiere (Disclosure), und er glaubt daran, dass jeder sich selbst über seine Webseite ausdrücken können muss. Und zwar mit offenen Standards. Nicht über einen proprietären Ansatz wie den von Google.

Ethan Marcotte wird auch von Keith zitiert, und der bringt es noch mehr auf den Punkt:

But when I hear AMP described as an open, community-led project, it strikes me as incredibly problematic, and more than a little troubling. AMP is, I think, best described as nominally open-source. It’s a corporate-led product initiative built with, and distributed on, open web technologies.

Die Publisher, für die ich in den letzten Jahren gearbeitet habe, haben Probleme, die Ladezeit ihrer Seiten am Desktop unter 10 Sekunden zu bringen. Mobile First wird zwar gesagt, aber die Mobile-Wende ist schmerzhaft. Die meisten Publisher sind eben nicht so tech-savvy oder ressourcenreich wie der Guardian, auf den Keith hinweist:

(AMP-Seiten kommen leichter in die Google News-Carousels in der Google-Suche, das ist der Hintergrund.) This is the only reason why The Guardian, for instance, even have AMP versions of their content—it’s not for the performance benefits (their non-AMP pages are faster); it’s for that prime real estate in the carousel.

Für sie hat Bakaus Recht, wenn er bei der AMP-Roadshow sagt: „AMP-Seiten sind für Entwickler auch ein Weg, dem Management Nein zu sagen, wenn sie noch einen Tracker auf ihren Webseiten integriert haben möchten.“Auf einmal dreht sich die Wahrnehmung um, wer hier wessen Steigbügelhalter ist.

Nach dem Tag AMP-Roadshow bei Google bin ich jedenfalls sehr inspiriert, auch aus unseren lahmen Enten Webseiten schnellere, AMP-powered Seiten zu machen. Und sei es in Verstoß gegen die Prinzipien des offenen Webs. Ja, das sehe ich immer noch. Aber wir müssen halt nach den Regeln der Großen spielen. Lobbyarbeit wie bei Springer gegen die beiden können die Kleinen unter den Publishern nicht leisten.

Beitragsfoto: Photo by Adrien on Unsplash