Die Sonne geht auf über einem Silo. Foto: Timothy Eberly / Unsplash

The Sun always shines on the Silo

Ein Datenpunkt ist ein Zufall, zwei machen einen Trend. Diesem uralten journalistischen Ritual folge ich mit diesem Post. Immer mehr (=2) Podcasts, die neu gestartet werden, und die ich entdecke, starten auf SoundCloud. Das finde ich schlimm, weil man sich damit an die Erfolgschancen eines Startups, wenn auch eines großen, kettet. Niemand würde ja auch nur bei Facebook bloggen, oder? Moment, da gibt es schon einige bekannte Menschen. Der Grund ist klar, also eigentlich gibt es zwei Gründe:

  • Man muss nur konfigurieren, jemand Anderes hat sich schon die ganzen schweren Gedanken gemacht
  • Und die Distribution, bei allen neuen Dingen im Internet das Schwierigste, wird durch den Netzwerkeffekt auf der Plattform bereits umgesetzt.

Umso mehr ärgert es mich, dass dies auch ein neuer Podcast aus dem Haus Databox gemacht hat. Einer, in dem es um die schweren Dinge geht, laut super spannender Beschreibung des Vorhabens:

Databox is Launching A Podcast | Databox Blog: „Advice is reduced to its lowest form, oversimplification, in order to achieve volume, (hopefully) generate traffic, and avoid the really hard stuff–vulnerability.

Writing about best practices and ‘simple’ tips is safe. It helps brands further the narrative that ‘we’ve got this all figured out.’

The truth is that it’s really hard and very few have it all figured out. But it’s that pursuit of figuring it out where the really good stuff happens.“

When we set out to create a podcast, we wanted to focus on the substance behind the success stories you often read about.

The sweat, failures, conflicts, broken egos. The ugly stuff.

Schade, dass sie für den Launch des Podcasts den kurzen Weg gewählt haben. Den ins strahlende Silo (Photo by Timothy Eberly on Unsplash). Aber MVP und so, verstehe schon.

Medium, Plagiate sind das größte Lob

Es war einmal eine Webseite, auf der die lesbaren und auf jeder Deviceklasse gut gestalteten Texte das Alleinstellungsmerkmal waren. Sie hieß Medium.com und hatte kein Geschäftsmodell. Dann kamen die, die das auch sahen, und die alles kopierten, was sie sahen: Looks (https://code.tutsplus.com/tutorials/wordpressium-creating-a-medium-like-experience–cms-22669) und Funktionen (https://premium.wpmudev.org/blog/select-text-and-tweet/).

Also sieht jetzt Medium wieder anders aus, und ich habe immer noch Phantom-Optik-Erlebnisse. Etwa wenn ich diese Follow-Aufrufe sehe, und mein erster Gedanke ist: „Das ist doch die falsche Schrift!“ (Ist sie nicht, das ist bloß meine Erinnerung, die da spricht.)

Notiz an mich selbst: AWS Certificate Manager für CloudFront nur in N. Virginia benutzen

Supported Regions – AWS Certificate Manager: „To use an ACM Certificate with Amazon CloudFront, you must request or import the certificate in the US East (N. Virginia) region. ACM Certificates in this region that are associated with a CloudFront distribution are distributed to all the geographic locations configured for that distribution.“

(Via .)

Photo by Aaron Burden on Unsplash

Herbstputz

Du hast drei Webseiten, die du auf dem gleichen Framework basieren. Und doch haben sich Unterschiede eingeschlichen. Wie kannst du die Unterschiede wieder angleichen? Indem du erst mal herausfindest, wie der Ist-Zustand ist.

Interface Inventory | Brad Frost: „Enter the interface inventory.

An interface inventory is similar to a content inventory, only instead of sifting through and categorizing content, you’re taking stock and categorizing the components making up your website“

(Via.)

Warum mache ich das alles? Weil ich die nächste Version unseres Frontends für das Webseiten-Plattform-Produkt plane, das ich bei TargetVideo verantworte. Das wird ein Decoupled Frontend sein, erstens, weil man das heute so macht, zweitens, um die Arbeit für die Redakteure sicherer zu machen. Bei besonders großen Lastspitzen geht nämlich unsere skalierende WordPress-Umgebung dann doch mal in die Knie – etwa wenn viele Seiten neu aufgerufen werden (hallo, Google-Crawler).

Und jetzt bin ich wieder in Keynote. Tschüss!

Babyschritte in Sachen Personalisierung der User Experience bei der New York Times

Die New York Times bietet jetzt für eng begrenzte Zielgruppen personalisierte News an, zum Beispiel auf der Homepage:

All the news that’s fit for you: The New York Times is experimenting with personalization to find new ways to expose readers to stories » Nieman Journalism Lab: „The Times has also considered ways of using geotargeting to decide which readers see specific stories. Que pointed to coverage of events like this summer’s solar eclipse, some of which was only relevant to users who were actually in the eclipse’s path. There are also some smaller, more granular tweaks in the works. Readers in the U.K., for example, could see stories with units of yards and Fahrenheit swapped out for kilometers and Celsius. The same goes for date formatting.“

(Via.)

Gibt es Berichte über andere Personalisierungen von Publishern? Seit 2005 muss sich ja etwas getan haben. Nur Power-User dürften sich selbst ihren News-Mix zusammenstellen (RIP MSNBC, hallo Feedly/Feedreader, Flipboard).