Blogstatistik 2015. Oder auch: Gehversuche mit Tableau (3)

Der Mai war gut zum Traffic auf meinem kleinen Blog. Er war mit Abstand der beste Monat in diesem Jahr:

Tableau-Grafik der stärksten Monate im Blog, vom Traffic her

Tableau-Grafik der stärksten Monate im Blog, vom Traffic her

Ich habe mir gedacht, dass lag sicher am Besuch der IA Konferenz, die ist immer im Mai und funktioniert auch in der Regel ganz gut. Aber da war ich dieses Jahr überhaupt nicht. Die Konferenz ist in diesem Jahr nämlich ausgefallen.

Der Gewinner des Jahres lag auch im Mai vorne.

Top-Artikel des Jahres

Top-Artikel des Jahres

Au weh, die Trendlinien von Tableau

Und wenn ich mir den Trend der Monate ansehe, sollte ich schnell mit dem Bloggen aufhören. Lohnt sich nicht:

Der Trend geht eindeutig nach unten bei der Zahl meiner Besucher

Der Trend geht eindeutig nach unten bei der Zahl meiner Besucher

Macht aber Spaß. Ich mache weiter. Ich habe noch eine Liste in Wunderlist mit mehr als 60 Themenideen, mehr als 50 Entwürfe in WordPress gespeichert und mir laufen auch sicher noch weitere Ideen über den Weg. Negativen Traffic soll es im Januar geben, rechnet Tableau aus. Das kann ja nicht sein.

Fehlkauf des Jahres 2015: Klopfeimer für die Siebträger-Espressomaschine

Es klang so gut. Das Auskratzen in den Müll entfällt. Einfach kurz mit dem Siebträger auf den Klopfeimer geklopft, der Kaffeedreck fällt hinein, auspinseln, nächsten Kaffee kochen. (Klopfeimer findet man so nicht, wird auch gerne Abschlagbehälter genannt.)

Aber so ist das natürlich nicht gekommen.

concept-basicWenn ich einen Kaffee besonders dringend brauche, etwa weil die Nacht eher früh von einem der Kinder beendet wurde, schläft das andere Kind gewiss. Dann stört das Geklopfe in den Eimer kolossal in der sonntäglichen Morgenruhe. Und die anderen Hausbewohner stört es auch in den Federn.

Meine Frau, die auch schon mal für Gäste mit der sehr formschönen Maschine Kaffee kocht, konnte mit dem Ding von Anfang an nix anfangen. Noch eine Gerätschaft, die Platz wegnimmt. Sie hatte natürlich recht. Allmählich geht mir der Klopfeimer auf den KlopfGeist.

In den Cafés, die wir gern aufsuchen, also den Dinzlers und Arans dieser Welt, gibt es einen ähnlichen Behälter meist als Schublade. Sudschublade nennt man die. Da passen dann gern mal mehrere dutzend Kaffeesatz-Mengen rein.

Als wir mal in München nach einer Espressomaschine gesucht haben, hatten wir auch solche Schubladen gesehen. Aber die kosten ein Vielfaches der 20,90 Euro plus Versandkosten, die ich ausgegeben habe. Da dachte ich mir: ein guter Kompromiss.

Ich trinke einfach nicht genug Kaffee daheim, damit sich eine solche höhere Ausgabe lohnen würde, daher werde ich das Abenteuer mal nicht wagen.

Leeren muss man den Klopfeimer auch noch?

Da ist dann auch noch die Geschichte mit dem Leeren von dem Abschlagbehälter. Aber Männer haben ja immer Probleme mit dem Müllrausbringen, das ist ja schon sprichwörtlich.

Müll raus- Noch nie!

SEO-Vorhersagen für 2016

Bei manchen Marketingwebseiten muss ich ja die Ohren anlegen vor Dummheit. Aber hier fand ich mich Nicken:

Bold SEO Predictions: Are You Ready For Rank Brain? – ‚Net Features – Website Magazine: „Yes, YouTube videos often rank higher than most other content, in part, because it is an entity of Google, but that does not negate the fact that optimized videos on site beef up overall engagement and authority. Bold prediction: self-hosted videos with transcripts will win in 2016.

(Via.)

Darf ich vorstellen: Ich, der DAU

Letztens war ich bei Twitter motzig. Nix ging mehr in meinem Mailprogramm. Ich nutze Outlook für Mac, auch weil ich die Terminkalender-Funktion brauche. Button nicht da, wo Postausgang sein sollte.

Marcus Schwarze machte den Erklärbär. Und er hatte Recht:

Offenbar konnte ich nicht genau hinschauen. Heute ist der Button jedenfalls da. „Der war vorher nicht da“, sagt der Vierjährige in mir. Ist natürlich Quatsch. Der war sicher immer da.

Postausgang Counter Outlook Mac 2016

Die mobile Explosion: Gehversuche mit Tableau (2)

Dieser Tweet hat mich inspiriert:

Das muss man besser darstellen können. Hier ist mein Versuch mit Tableau – die Daten habe ich in eine Excel-Tabelle kopiert, neu eingegeben, weil es da die Formatierung zerhauen hat und dann in Tableau eingespielt:

Bandbreite wird genutzt, es geht voran.

Bandbreite wird genutzt, es geht voran.

Unaufhaltsam ist das Wort, finde ich. (Quelle: Ist alles aus dem Meeker-Report, dem mit den hässlichsten Folien der Welt.)

Alles neu hier. Neues Theme

Ich kann schlecht anderen sagen, wie hässlich ihre Seite ist, wenn ich selbst noch das Standard-Theme von WordPress benutze. Deswegen bin ich jetzt auf Saga umgestiegen. Meine Grafiken sehen ein bisschen komisch aus, aber das liegt wohl an meinen Grafiken – und daran, dass ich darin Avenir benutzt habe. Vielleicht stelle ich noch auf fonts.com als Webfont-Provider um. Für meine kleine Seite ist das im ansonsten, ähem, ambitionierten Preismodell ja kostenlos.

Die Macht stark im Marketing ist

Ich habe die Schnauze voll. Den Film habe ich noch nicht gesehen, die letzten Trailer auch nicht. Aber Star Wars 7 kann man nicht ausweichen, egal, wo man hingeht. Mein Kind 1 bringt jeden Tag neue Ideen aus dem Kindergarten mit, weil die anderen Kinder alles zu Laserschwertern machen.

Kooperation Spotify und Star Wars

Spotify schießt jetzt den Vogel ab. Es gibt ein Tool, das deine Präferenzen mit den fiktiven musikalischen Präferenzen einer Figur aus der Saga vergleich. Ich bin angeblich R2-D2 am ähnlichsten.

Spotify Star Wars

Die vorgeschlagene Musik gefiel mir übrigens nicht.

Excel liefert ein tolles Beispiel für Feature Creep

Nein zu sagen, liegt nicht in der Natur des Menschen.

Nein zu sagen, ist die wichtigste Aufgabe eines Produktmanagers. Wenn er nicht nein sagt, droht ein verwildertes Produkt, das Ergebnis von Feature Creep oder Featuritis. Dazu gibt es lange Abhandlungen. Dieser Ausschnitt hier gefällt mir am besten:

If you’re building a product, you have to be great at saying no. Not “maybe” or “later”. The only word is no.

Warum ist das so schwer? Weil man am nächsten mit allen Beteiligten noch weiter zusammenarbeiten muss. Und das muss gehen.

Was macht ein Produktmanager? Er gestaltet in meiner Branche ein Stück Software.

A good PM is a rare jack-of-all-trades. He or she knows how to innovate through minimalism, possesses strong communications skills, can influence without authority, and is just absolutely ruthless at prioritizing what tasks should make it into the next sprint or release.

Aus: Why Most Productmanagers Suck.

Der Einfachheit halber benutzen wir die Begriffe Produktentwickler, Product Owner, Produktmanager mal austauschbar. In kleinen Unternehmen wie Startups ist dieser Bereich eben noch sehr groß und nicht so ausdifferenziert.

Und bei der Priorisierung scheitern viele. Ich auch. In meinem letzten Job habe ich ein großes Stück Software aus der Form geraten lassen. Die Linie ging so verloren, dass ich nach vier Jahren zu einem extremen Feature-Schnitt und Heckenschnitt ansetzen musste. Der gefürchtete Relaunch.

Microsoft-Produkte sind die Könige des verpassten Nein-Sagens. Wer einen Brief schreiben will, benutzt Word. Und nutzt damit nur gefühlte drei Prozent der vorhandenen Funktionen. Oder schlechte Funktionen wie Word Art werden missbraucht. Es gab auch mal eine Studie, bei der Microsoft selbst verkündet hat, dass nur zehn Prozent der Funktionen von Excel von normalen Nutzern genutzt werden. Ich habe bis zu meinem Gebrauch von

=verketten(A2;" und ";"B2)

und

=SUMMENPRODUKT(A2:A18;B2:B18)

auch einige Jahre gebraucht.

Mein Feature Creep der Woche

Deswegen habe ich erst gelacht, dann geseufzt und dritten angefangen, diesen Blogpost zu schreiben, als ich sah, dass die neue Version von Excel für Mac auch Screenshots machen kann.

Neues_in_Excel_und_Microsoft_Excel_und_Vorbefüllung

Warum? Weil es geht. Und weil irgendwer nicht Nein gesagt hat, irgendwo in Redmond oder sonstwo, wo Microsoft die Office-Software programmieren lässt.

Dann werde ich Edge Inspect nicht in meinen Workflow aufnehmen

Wieder mal Änderungen am Workflow. Bleibt alles anders.

Anders als bei meinem bisherigen Arbeitgeber gibt es beim neuen Startup-Arbeitgeber die Creative Cloud, wenn man sie braucht. Adobe Edge Inspect ist eigentlich ganz praktisch, wenn man auf verschiedenen Devices testet und die Ehre Bürde des Testens größtenteils beim Product Owner bleibt. Wir haben zwar noch keinen so etablierten Workflow mit festgelegten Release-Zeiten und schon mal gar keine eingeplanten Tester, aber dennoch entsteht immer wieder ein neues Stück Software.

Zurück zu Edge Inspect.

Offenbar haben das aber zu wenige Nutzer als praktisch empfunden:

Update about Edge Tools and Services | Creative Cloud blog by Adobe: „In order to focus our efforts and resources on implementing this feedback, Edge Reflow (preview), Edge Inspect and Edge Animate are no longer being actively developed. „

Tschüss, Edge! Hello, neuer Workflow

Das war es dann mit Edge. Trifft es sich gut, dass ich vor einer Woche Ghostlab entdeckt habe. Ghostlab 2 kostet eine einmalige Lizenz und macht die Webseite zum Testen auf einer Serveradresse verfügbar, auch im Firmen-WLAN für andere Geräte. Sobald ich das mit meinem Team ausprobiert habe, sage ich Bescheid, ob es gut geht.