Meine Softshellisierung

Am Anfang habe ich gestaunt und sicher auch ein wenig geschmunzelt. Die Rede ist von der Liebe der Münchner zu Funktionskleidung. (Ich könnte auch Freizeitkleidung sagen, aber das ruft vor dem inneren Auge die Vorstellung von weiten Jogginghosen, Ballonseidejacken und einer Flasche Bier im Anschlag hervor. Weiche, rosa Elefant.)

Auf einer Firmenveranstaltung, die als Incentive auf eine Berghütte führte, habe ich Anfang 2008 zum ersten Mal gesehen, wie sich der Münchner in seiner bewaldeten Freizeit anzieht. Softshell-Jacke, Fleece für kältere Stunden, Trekkinghose und Schuhe für den leicht ansteigenden Waldweg. Das gehört zum Standardset.     

Ein paar Jahre später habe ich eine Übergangsjacke gebraucht. So sagt man dazu, wo ich ursprünglich herkomme. Und da erwies sich die windabweisende Softshelljacke als sehr gute Wahl. Mittlerweile besitze ich davon drei, auch in Sommerfarben. Von der Marke mit den Pfoten habe ich eine Winterjacke mit Daunenjacke unten und Windbreaker oben. Damit gehe ich mit dem Tragetuch mit meinem jüngsten Sohn spazieren. Zu den Adidas-Wanderschuhen sind vor einigen Wochen auch noch Lowa Renegade-Schuhe hinzugekommen, damit ich auf allen möglichen Untergründen den richtigen Halt habe.

Atmungsaktive T-Shirts fürs Tragen finden sich mittlerweile in meinem Kleiderschrank, langärmelige Funktionsteile fürs Unterziehen und sogar ein kariertes Wanderhemd.

Ich bin angekommen, München.

Auch wenn ich mittlerweile da wohne, wo andere ihre Wandertouren beginnen.

Die Wahrheit in der Web-Vs-App-Debatte? Web und App

Große Medienhäuser müssen beides machen. Punkt.

Focus too much on apps and you risk being ignored by the social web. Focus too much on the web and you end up being a lonely webview inside someone’s Facebook News Feed. Focus too much on apps and you risk getting lost on the fifth homescreen of someone’s phone. Focus too much on the web and you lose out on tools like push notifications that can drive attention.

via In the “web vs. apps” debate for online publishers, apps are on a run » Nieman Journalism Lab.

Guter Artikel darüber, wie selbst nach Jahren noch App-zentrische Unternehmen wie Circa und Flipboard sich eine Webseite machen, weil die Entdeckbarkeit ihres Angebotes über Social und Google einfach nicht gut aus. Produktmarketing für Apps ist teuer.

Pringles: Google wirbt offensiv für Play Filme

Der Fernseher ist auch nur ein Gerät, das im Internet ist

Der Markt für Leih- und Kauffilme ist hart umkämpft. Das erste Opfer waren die Videotheken, jetzt geht der Kampf weiter.

(Disclaimer Hinweis: Ich arbeite(te bis Ende September 2015) für den Konzern, dem Maxdome gehört. In das Geschäft des SVoD- und TVoD-Anbieters habe ich keine Einsicht. Alle Meinungen, die ich hier vertrete, sind meine eigenen und haben nix mit den offiziell geäußerten Meinungen des Konzerns zu tun.)

Online war für mich ganz lange iTunes das Synonym für den Einzelkauf von Filmen oder Serienfolgen. Dann wurde ich privat immer mehr mit meinen Geräten Teil des Google-Universums, gerade auch, um das als Produktmensch besser kennenzulernen, was die meisten Nutzer in Deutschland haben.

Netflix, Watchever und Maxdome sind für mich etwas Anderes, da ich sie vor allem als Flatrate-Angebote wahrnehme.

Pringles hat jetzt eine Kooperation mit Google Play für die Filme-Sparte. Für mich ist das der klare Versuch, mit einem filmaffinen Produkt wie Chips in den Markt für Home Entertainment noch stärker einzudringen. Chips sind schon im Haus, dann kann man auch einen kostenlosen Film kaufen. Das Angebot ist begrenzt, etwa 50 Filme. Dafür in HD und man wird gezwungen, sich einen Google Play-Account zuzulegen, wenn man den noch nicht hat. Der Film, den man sich speichern kann oder gleich ansehen, hat einen Wert von um die zehn Euro. Bei einem Preis von etwa 2,50 Euro pro Film ist das immer noch ein Schnäppchen. Es scheint auch kein Limit für die Anzahl an Codes zu geben, die man eingeben darf.

tl;dr

Google wirbt mit Gratis-Codes für den Filmkauf auf Pringles-Dosen. Also: Beim nächsten Einkauf zwei Stangen Pringles kaufen.

Software, die ich nutze (8): Evernote Scannable

Vor einiger Zeit habe ich eine Menge Visitenkarten einfach weggeworfen. Was hat mich dazu gebracht? Evernote Scannable.

Das papierlose Büro mit Evernote

Mit Evernote organisiere ich meinen Berufsalltag. Dort schreibe ich Protokolle für Besprechungen, lege kurze Gesprächsnotizen an. Outline für Präsentationen entstehen dort, ebenso wie das als Ablage für Studien dient, die ich bei Recherchen im Netz finde.

Nun also Scannable, bisher nur für iOS. Nach eigenen Angaben ist es die schnellste Scanner-App. 

Das Einscannen und Abgleichen des Kontaktes bei LinkedIn dauert nur etwa fünf Sekunden. Das ist nicht viel dafür, dass man danach gleich wieder einen aufgeräumten Schreibtisch hat. Ein großes Meeting dauert also nicht mal zwei Minuten, würde ich schätzen. Den Kontakt kann man danach gleich im Smartphone speichern, gleich auf die richtigen Felder gematcht.

Aha! Das ist also der Killer! Für Menschen, die viel auf Konferenzen und Messen unterwegs sind, ist das eine Erleichterung.

 

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Peinliche Musik ist auch ein Ding von früher

Eine Frage zu Beginn:

Wie oft geben Sie einem anderen Menschen, der nicht zu Ihrer engeren Familie gehört (Partner, Kinder, Eltern), Ihr Smartphone in die Hand?

Meine Antwort lautet: eigentlich nie. Es gibt eine Ausnahme: Ich habe ein neues, eher ausgefallenes Android-Smartphone, das ich dann Kollegen zeige.

Denn mein Smartphone ist mein neues Musikregal.

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Der Markt für gebrauchte Dinge

Infografik Es war einmal die CD

Ich bin spät auf der Party. (Und meist bin ich auf Parties früh weg.) Mit eBay habe ich eigentlich nie etwas anfangen können, die mangelnde Transparenz in Sachen Garantie hat mich als Käufer immer abgehalten. Bisher habe ich vielleicht zwei oder drei Mal etwas dort verkauft. Meistens waren das Konzertkarten, die wir wegen kranker Kinder oder einem Mangel an Babysittern nicht selbst nutzen konnten. Und der Auktionsmechanismus hat immer dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, das Beste mit den Karten gemacht zu haben.

Über meine Mutter habe ich jetzt Momox entdeckt. Die machen wohl viel Fernsehwerbung, die an mir vorbei gegangen ist. Als Besitzer von nicht mehr benötigten Dingen kann ich mit einer mobilen App den Barcode auf dem Produkt scannen oder die Zahlenkombination eingeben, alles verkaufen, einpacken und einsenden. All das, und ich spare mir den Aufwand, jedes einzelne Produkt (alte Bücher, alte CDs, alte Elektronikgeräte) bei eBay eventuell vergeblich einstellen zu müssen.

Es gibt noch weitere Anbieter wie etwa Rebuy, die sehr, sehr ähnliche Angebote machen und mit Apps in den beiden großen Stores vertreten sind. Hier will ich die aktuellen Apps rezensieren.

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