Habe schon What the Font bemüht. Hätte googeln sollen

<img src="http://www.slate.com/content/dam/slate/blogs/browbeat/2011/09/29/hugo_chavez_caption_contest/trailer_comparison2.jpg/_jcr_content/renditions/cq5dam.web.1280.1280.jpeg"

Eines Abends hatte ich mal wieder Zeit fürs Ansehen von Trailern. Trailer für Hollywood-Filme, die ich eh nie im Kino sehen werde. (Erklärung: Ich bin Papa eines Sohnes, bald von zweien.) 

Erste Erkenntnis: Inzwischen kann man alles verfilmen, auch Noah oder Herkules. Die Filmtechnik oder besser Tricktechnik kennt keine Hindernisse mehr.

Zweite Erkenntnis: Die Schrift bei der charakteristischen grünen Tafel hat sich geändert. Und ich bin ein halbes Jahr zu spät dran. Beim Googeln habe ich einen Artikel aus dem Sommer gefunden. Angeblich wird jetzt Myriad Pro benutzt, eine Standardschrift. Sah eher nach Nexa aus, aber sie haben die Experten gefragt – die MPAA.

Quelle: Slate

Jahresrückblick, noch einer

Einen haben wir noch. Die beste Tech-Website der Welt, The Verge, blickt auch zurück. Netflix’ eigene Produktion „House of Cards“ hat wohl noch mehr Nachahmer inspiriert. Was ich nicht wusste: Angeblich plant Microsoft Halo zu verfilmen. Mit der Hilfe von Steven Spielberg. Das passt!

With Amazon Studios recently releasing its first original shows and Microsoft working on a Halo series with Steven Spielberg

Fernsehjournalismus vom Schlimmsten: der Skiunfall von Michael Schumacher

Warum bin ich nicht mehr als schreibender Journalist tätig? Weil an Tagen wie heute der Nachrichtenjournalismus schlicht zum Kotzen ist. Es gibt nix zu melden, aber die Agenturen, Onlinemedien und Nachrichtensender brauchen Bildmaterial, das sie wegsenden können. So ist seit 11 Uhr heute nix Neues bekannt geworden, weil die Ärzte zurückhaltend informieren und sich lieber um das Leben ihres Patienten kümmern. So wie es richtig ist.

Was machen Journalisten? Sie stellen sich vor ein Krankenhaus und moderieren einen Beitrag aus der Zentrale an. Das kostet jede Menge Geld des Gebührenzahlers. Und der Erkenntnisgewinn ist gleich null.

Jeff Jarvis, den ich sehr schätze, hat das schon im Sommer geschrieben:

the stand-up “report” in front of a location where nothing has happened in 12 hours

Alles Gute, Michael Schumacher! Das reicht im Moment. Mehr gibt es da nicht zu berichten.

Journalismus: Ein Blick zurück aufs Jahr 2013

Falscher Schnee auf den Pyramiden

Zwischen den Jahren (gibt es da eigentlich keinen besseren Begriff?). Zwischen den Jahren haben Onlinemedien Zeit für echten Journalismus. Da muss selbst geschrieben werden, weil der ewige Zyklus des Agenturjournalismus nix liefert.

Zwischen den Jahren bietet sich ein Rückblick aufs Jahr an. Der fällt für den Journalismus nicht so toll aus, wenn man einem Essay bei Esquire folgt, gerade weil das Jahr so viele Hoaxes geliefert hat. Enten oder Fälschungen haben wir sie früher genannt. Continue reading →

Mit der Auswahl von Wireframing-Software ist es nicht getan

Das Internet müsste ein schönerer Ort sein. Natürlich, Bewegungen wie Svbtle und Medium sind ganz stark darin, Schreibplattformen besser aussehen zu lassen. Auch die Google Font Library und Typekit machen die Blogwelt schöner. Typographie ist geradezu Trend geworden. Immer mehr Seiten laufen auf WordPress, wo schon die Default Themes professionell sind. Immer mehr Entwickler entdecken den Charme von Bootstrap für sich, Bootstrap-Theme-Generatoren gibt es wie Sand am Meer.

Und auch da, wo Webseiten oftmals ihren Anfang nehmen, beim Wireframing, hat sich in den letzten Jahren eine Menge ereignet. Natürlich ist es immer noch so, dass man als echter Profi gelten kann, wenn man Axure beherrscht. Die Szene hat sich aber in diverse Clubs aufgeteilt. Die einen sind Fans von Balsamiq, gerade weil das Tool auf Pixelgenauigkeit keinen Wert legt. Für die anderen ist die Comic-Sans-haftigkeit dieser Anwendung ein Problem. Ich bin für meinen Teil seit Jahren froh, das Tool mit der wohl niedrigsten Hürde fürs Prototyping zu besitzen und arbeite immer wieder gern damit, für eine halbe Stunde am Stück jedenfalls. Darüberhinaus wird es viel einfacher, mit der komfortablen Master-Verwaltung mit Axure weiter zu arbeiten.

Die Lernkurve bei Balsamiq ist relativ flach. Einer meiner letzten Blogposts musste als Erinnerung herhalten, wie schnell man mit Balsamiq jetzt Mockups erstellen kann. Leider ist auch das Erzeugen von klickbaren Prototypen damit nicht so leicht. Ich hasse den Begriff Web 2.0, aber das Abbilden von unterschiedlichen Statuszuständen ist mit bildbasierten Programmen immer schwierig. Da gilt das Gleiche, was man auch als Kritik an Photoshop als Vorlagenlieferant äußern kann. Angeblich gibt es Plugins, aber damit habe ich mich nie beschäftigt. Hotgloo und andere haben diese Art der Arbeitsweise nachzubauen versucht.

Und diesen typischen Handschrift-Style wird man bei OmniGraffle mit etwas Aufwand auch hinkriegen, da gibt es die passenden Stencils bei Graffletopia oder Keynotopia. Die Swiggly Lines wie bei XKCD sind einfach cool.

Die Auswahl des eigenen Programms ist wichtig. Sie muss zur Arbeitsweise passen. Als ich vor einigen Jahren in einem größeren Relaunch-Projekt mit dem Wireframing begonnen habe, hatte ich einige Tage Zeit zum Einstieg in eine neue Software. Axure war damals das Mittel der Wahl, mit dem auch Berater auf dem Projekt gearbeitet haben. Es bringt den Vorteil mit sich, dass man sehr gut im Team an den Entwürfen arbeiten kann. Man kann dabei einzelne Seiten auschecken und überarbeiten und dann committen. Der Workflow ist denen von Subversion oder Git gar nicht unähnlich.

So habe ich von einem großen Projekt in München erfahren, bei dem InDesign benutzt wird. Damit wurden dann hunderte von Wireframes in Kapiteln abgelegt. Die Begriffe allein lassen mich erschaudern. Aber wenn der Kunde klassische Deliverables haben will, dann soll er sie haben, mitsamt massiver Dokumentation.

Aber dann beginnt es mit der Kreativität. Und da scheint es meiner Meinung nach zu hapern. Die Zahl der Tools sollte nur einen Bruchteil der kreativen Energie ausmachen, der in diesem Feld steckt. Ich habe zur Recherche der Tools auch schon wieder drei Stunden gebraucht, um diesen Artikel zu beginnen. Nicht die zwei Tage Tool-Auswahl entscheiden am Ende, sondern die 20 oder 30 Tage, die man fürs Konzept und die Wireframes gebraucht hat. Und wie immer: Wenn du noch nicht genau weißt, wohin du willst, beginne mit dem Skizzieren auf Papier. Noch besser Whiteboard. Dann können andere gleich schon mit arbeiten.

Neues Tool entdeckt: Wirify

Du bist Interaction Designer oder Informationsarchitekt und zu faul, Wireframes einer Seite nachzuzeichnen? Wirify könnte deine Lösung sein. Damit kann man Websites leicht in Wireframes übersetzen lassen. Damit habe ich mal prosieben.de getestet, an der Seite habe ich zuletzt gearbeitet:

Wirify wireframe ProSieben de TV Programm Videos und Infos zu allen Sendungen

Mit Hintergrundbildern, die wir massiv einsetzen, hat das Tool noch seine Probleme. Ob die behoben werden, ist fraglich. Die letzten Updates auf der Website sind von 2011.

Warum gibt es keine Standard-Metapher für das Installieren auf dem Mac?

Auf dem PC gibt es EXE Dateien und am Ende findet sich das Programm unter Programme oder unter Program Files. Auf dem Mac wird dem Nutzer das Leben außerhalb des App Stores nicht so einfach gemacht.

Drag to Applications Folder

Die Standardvariante läuft wie folgt: Man öffnet ein dmg-File und hervor kommt die installationsbereite Software. Diese ziehe ich auf den Applications-Folder (Programme), um sie dauerhaft zu installieren. Die meisten Programme laufen aber auch halbinstalliert aus dem Downloads-Ordner heraus.

Standard Mac Package opened

Die nächste Standardvariante muss noch einmal doppelt geklickt werden, etwa wenn man Open Source-Software installiert, findet man das oft.

Application Symbol im Installer unten

Das ist die Luxusvariante 1: Noch im Installier findet sich ein Ordnersymbol Programme, auf das ich das installationsbereite Programm ziehen kann.

Applications Folder Symbol rechts im Installer

Luxusvariante 2: Man zieht das Programm nach rechts. Der Hintergrund dieser Dialoge kann auch bunt gestaltet sein, Dropbox macht das etwa.

 

TL;DR: Installer auf dem Mac kommen in ganz verschiedenen Gestalten daher. Unnötige Vielfalt, die es dem Einsteiger schwer macht.